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Honigernte in Frankreich halbiert
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31.01.2008, 11.43 Uhr

Honigernte in Frankreich halbiert

Die Auswirkungen der krisenhaften Entwicklung bei den Bienen haben in Frankreich dazu geführt, dass sich innerhalb der letzten neun Jahre die Honigernte halbiert hat. Das meldet die französische Nachrichtenagentur afp am 29. Januar 2008.

Hier einige Auszüge. afp beruft sich dabei auf eine Statistik des Landwirtschaftsministeriums. Die Zahl der Imker in Frankreich beträgt 75.000, die Honigernte erreichte 2007 den Negativrekord von 18.000 Tonnen.

Nachdem sich in der letzten Überwinterung 2006 zu 2007 die Bienen von den großen Verlusten der Vorjahre erholt zu haben schienen, geraten jetzt die Imker erneut in Panik, weil die Bienen derzeit zu Millionen verschwinden. Das Verbot zweier Pestizide (Regent und Gaucho) im Jahre 2005 bei Mais und Sonnenblume, das für den Tod der Bienen verantwortlich gemacht worden war, schien zunächst eine Wende im Niedergang der Bienen einzuleiten. Die Hersteller, die deutschen Chemiegiganten BASF und Bayer hatten stets die Giftigkeit ihrer Mittel für Mensch oder Bienen verneint.

„Man kann sich nur schwer vorstellen, dass diese Insektizide keine Wirkung haben sollten“, sagt der Wissenschaftler Bernard Vaissière vom Nationalen Institut für Bienenforschung, „sie waren im Pollen und im Nektar. Ich kann nicht erkennen, wie Pollen sammelnde Bienen vermeiden könnten sie mit aufzunehmen“.

Aber gerade schießen die Winterverluste wieder in die Höhe und die Meldungen sprechen von 60%. „Wir wissen nicht, was passiert, und wir müssen alles in Betracht ziehen“, sagt der Imker Franck Aletru, dessen 2.200 Völker in der Vendée im westlichen Frankreich stehen.

Bernard Vaissière sagte, dass sich die Bienenschäden über ganz Europa ausgebreitet haben, wodurch 30% der Bienenarten durch eine noch nicht aufgeklärte Kombination von Faktoren betroffen sind.

Es gibt über 1.000 Bienenarten in Frankreich, eingeschlossen die Honigbienen, und etwa 20.000 auf der ganzen Welt, sagt der Wissenschaftler.

Das Durchschnittseinkommen der Imker ist um 65% gesunken; viele müssen einen Zweitjob annehmen, um über die Runden zu kommen. „Einer meiner Kollegen beging Selbstmord und Familien wurden auseinander gerissen“, sagt Aletru.

(...) (...)

„35% der Welternten hängen von der Bestäubung durch Bienen ab, also können wir diese Probleme nicht ignorieren“, sagte Beatrice Robrolle-Marcy, Präsidentin der Vereinigung „Bee Planet“

Quelle: [afp.google.com]
Übersetzung: Bienenfreund
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Schlagwörter

beatrice robrolle-marcy, bernard vaissière, franck aletru, honigernte in frankreich

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