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Wie es begann...

Mit der Imkerei beginnen (4 Einträge)

333 mal angesehen
08.02.2008, 12.07 Uhr

Mein neues Hobby, die Bienenhaltung III

…betrachte Steine im Weg nicht als Stolpersteine, sondern als Gelegenheit „weiter“ sehen zu können…

Im letzten Blog berichtete ich darüber, dass Imkerfreunde im Ort mit AFB Probleme hatten. Hierzu möchte ich noch nachtragen, dass sie im Herbst zuvor, wie ich selber auch, Futterkranzproben zur Untersuchung in das Bieneninstitut Mayen eingesandt hatten. Bei ihnen war der Befund auf AFB positiv und bei mir negativ. Ein Faulbrut- Sperrbezirk wurde eingerichtet.

Die Freude darüber, dass meine Bienenvölker weiterleben durften, währte aber nicht allzu lange. Bei einer der Völkerdurchsichten im Frühsommer stellte ich bei dem einzigen noch von der Erstausstattung verbliebenen Volk wenige kleine Löcher in der verdeckelten Brut fest. Bei der Streichholzprobe zog sich ein Faden. Zuerst zog ich meinen Imkerpaten zu Rate und als der meinen Verdacht bestätigte informierte ich umgehend den Kreisveterinär, da es sich um eine meldepflichtige Tierseuche handelt. Bei der Nächsten Imkerversammlung wurde der erneute Fall ebenfalls bekannt gegeben. (Erfreulicherweise wurden die mit AFB geschlagenen Imker nicht wie Aussätzige behandelt!)

Oh, wie sehr war ich niedergeschlagen. Muss ich jetzt meinen gerade aufgebauten Stand abreißen? All die viele Arbeit! Hatte die Imkerei für mich überhaupt einen Sinn?

Der Veterinär untersuchte alle meine Völker (mit Ablegern waren es jetzt vier) und wurde aber nur bei dem einen Volk fündig.
Ob der gemerkt hat, wie niedergeschlagen ich war?
Da ja der Sperrbezirk noch bestand, verzichtete der Veterinär erstmal auf die Verlängerung der Sperrfrist, bis das Ergebnis der ohnehin im Herbst durchzuführenden Futterkranzanalyse vorläge.
Er entschied, dass ich nur das befallene Volk abschwefeln (abtöten) sollte und machte mir zur Auflage, alle toten Bienen und das gesamte Wabenmaterial zu verbrennen, sowie die Beute zu desinfizieren.
Dieses Vorgehen bedeutete für mich aber, dass es keinen Ersatz der Tierseuchenkasse geben konnte, da der Faulbrutfall nicht offiziell anerkannt worden ist. Ich war einverstanden. (Ob das ganze Verfahren korrekt war, mag eine Diskussion klären.)

Also tötete ich mein Volk ab (Das schreibt sich leicht, aber ich habe mich unheimlich schlecht gefühlt.) und vergrub die traurigen Reste. Die Beute „versiegelte“ ich erst einmal mit Klebeband. Das die Sommer- Honigernte dann bescheidener als erwartet ausfiel wird jedem klar sein.
Voller Spannung wartete ich nun auf den Herbst und die dann notwendige Futterkranzanalyse. Jeder wird meine Erleichterung nachvollziehen können, als bei keinem der Imker mehr AFB gefunden wurde.
Also geht es gemäß dem oben stehenden Motto „…betrachte Steine im Weg nicht als Stolpersteine, sondern als Gelegenheit „weiter“ sehen zu können…“ erstmal weiter. -Wie?-
Das steht vielleicht in einem weiteren Blog.
offline

Geschrieben von

Schlagwörter

abschwefeln, amerikanische faulbrut, futterkranzprobe

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

10.02.2008 11:37 pke1951
Tut mir leid für Dich! Aber der Vet war auch nicht voll im Bilde....und hat sich nicht pflichtgemäß verhalten. Er müßte sich mal weiterbilden.
11.02.2008 08:25 Eifelyeti
pke1951 schrieb:

Tut mir leid für Dich! Aber der Vet war auch nicht voll im Bilde....und hat sich nicht pflichtgemäß verhalten. Er müßte sich mal weiterbilden.


Das ist auch mein Eindruck. Wenn ich so Erfahrungen von anderen Imkern höre ist aber mangelnde Sachkenntnis bei diesen Amtträgern weit verbreitet.
"Mein" Vet hatte auch gehörigen Respekt (Schiss) vor Bienen und war nach einem Stich vier Wochen krank. Die Herbstuntersuchung hat eine Kollegin von ihm gemacht.
18.03.2008 14:26 Waldfee
....betrachte Steine im Weg nicht als Stolpersteine, sondern als Gelegenheit „weiter“ sehen zu können…“ erstmal weiter. -Wie?....

Und? geht es weiter, fragt eine neugierige Leserin
18.03.2008 14:34 Eifelyeti
Waldfee schrieb:

....betrachte Steine im Weg nicht als Stolpersteine, sondern als Gelegenheit „weiter“ sehen zu können…“ erstmal weiter. -Wie?....

Und? geht es weiter, fragt eine neugierige Leserin


Vielleicht geht es nach dem Auswintern weiter. Dan kenne ich meine nächsten Fehler oder Erfolge.

lg Eifelyeti
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