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Gingers Welt

Querbeet (110 Einträge)

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08.02.2008, 20.02 Uhr

Zeit habe ich genug...

Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten habe ich genug, denn ich bin auf Grund einer schweren Erkrankung früh verrentet.

Wobei ich mich in Schule und Kindergarten schon engagiert habe, als ich noch berufstätig war.

Da ich nicht länger als 3 Stunden täglich arbeiten kann, habe ich mir verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten gesucht, die zeitlich sehr begrenzt sind, z.B. in der warmen Jahreszeit fahre ich einmal die Woche mit Bewohnern eines Altenheims 1 Stunde mit einem sogenannten Rollfietje, jetzt im Winter lese ich stattdessen eine 3/4 Stunde vor. Dann habe ich eine AG in der Grundschule, die findet auch einmal die Woche für eine 3/4 stunde statt, dann...
...es gibt noch so einiges was ich übernehme, davon werde ich noch in meinem Blog berichten. Im Moment fehlt mir dazu allerdings die Zeit, weil ich noch ein Plakat entwerfen will für eine Arbeitsgruppe in der ich bin
und wiederum eine Mitgliederversammlung für nächste Woche vorbereite...

Der Vorteil für mich in den vielen verschiedenen kleinen Tätigkeiten ist, dass wenn ich auf Grund von gesundheitlichen Einschränkungen ausfalle , dies für die einzelne Institution nicht so gravierend ist, weil es sich ja um 1-2 Stündchen in der Woche handelt.

Würde ich eine Tätigkeit ausüben, die nur bei einem Träger läg, würde mein Fehlen ins Gewicht fallen.

Für mich sind diese Tätigkeiten wichtig, weil ich verschiedene Leute um mich habe, verschiedenste Tätigkeiten ausüben kann, die ich wenn ich nur zu Hause bleibe, mir fehlen würden, nur der Tratsch mit Nachbarn z.B. und der Familie reicht mir nicht aus, ich brauche Aufgaben, die ich bewältigen kann, wo ich wenn etwas gut gelaufen ist auch Bestätigung bekomme.
Die kriegt man beim Hausputz, Wäsche waschen, kochen... nicht wirklich

Und im Moment ist mir der Freitag der liebste Tag, da gehe ich ins Altenheim und lese vor und ich freue mich, wenn wir ins Gespräch kommen, die Menschen sich freuen, über Geschichten lachen können, manchmal auch nachdenklich werden...und mir dann danken, dass ich wieder so nette Geschichten vorgelesen habe.
Das macht richtig Spaß, zu erleben, die Menschen freuen sich über das was ich tue.

In meinem Beruf, ich bin Erzieherin, bekommt man nicht wirklich die Bestätigung. Man erlebt nicht immer, was aus den Kindergartenkindern wird, die Arbeitskolleginnen kann man sich nicht aussuchen, der Arbeitgeber und auch Eltern stellen immer höhere Anforderungen, bei weniger Personal.

Im Ehrenamt gibt es natürlich keine Mittel, man muss vieles organisieren, wie z.B. die Bücher zum vorlesen in der Bücherei besorgen, dort dann geeignete Geschichten heraussuchen, oder man sucht fürs Alte Waschhaus Menschen die auch einen ehrenamtlichen Einsatz leisten möchten, oder man braucht Sponsoren...
Aber es wird einem gedankt, man erhält Lob, Freude, auch Erfolgserlebnisse, berichte ich später nochmal, wenn ich von der Mieterinitiative berichte.

Es macht mich auch stolz, wenn ich etwas erreiche, und je mehr ich mich einsetze, umso bekannter werde ich und erreiche dann wieder mehr, weil sich herumspricht, z.B. das ist doch die, die damals, das und das gemacht hat...

Während meine Tätigkeiten im Haushalt, als selbstverständliches hingenommen werden, wobei ich schon von meiner Tochter Lob bekomme, wenn das Essen gut geschmeckt hat, oder wenn ich besonder nett dekoriert habe...
Aber es reicht mir nicht aus.

Nun ich bin ja auch noch jung, so dass ich mir auch nicht vorstellen kann bis zur Altersrente nichts mehr zu tun zu haben, und nur zu siedeln und in Foren zu schreiben, und ab und an mal nette Fotos zu "knipsen" .



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