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Gingers Welt

Querbeet (110 Einträge)

Auftakt der Aktivitätenbörse mit den Flötenkindern der GGS Zoppenbrückstrasse Diverse Infostände runden das Fest ab Ansprache des Bezirksvorstehers
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09.02.2008, 23.51 Uhr

Aktivitäten im AKSUS

Relativ zu Anfang meines Beitritts im AKSUS versuchten wir in der Siedlung in der ich lebe, eine Aktivitätenbörse ins Leben zu rufen.

Sinn und Zweck sollte sein, dass die vielen älteren Leute Hilfe erhalten, nach dem Motto, ich geh für dich einkaufen und du strickst mir einen Schal und sich Gruppen zusammenfinden mit gleichen Hobbies um dann die Räume des Alten Waschhauses zu nutzen.

Wir zogen dass ganze eigentlich relativ professionell auf. Erst starteten wir mit einer Umfrage im Stadtteil.
Leider gab es zwar viele Bedürfnisse, aber keine Angebote.
Sprich, Leute die Hilfe zu Hause brauchen gibt es genügend, aber Menschen die Zeit und Lust haben, anderen etwas gutes zu tun, die gab es nicht. Ein paar Kinder hatten sich angeboten Einkaufsdienste zu übernehmen, aber letztendlich fand sich keiner bereit, diese Angebote in Anspruch zu nehmen.
Bei älteren leuten ist das Mißtrauen doch sehr hoch und Kindern traut man dann nichts zu.

Unser damaliger Pfarrer hatte die Idee angestoßen, weil in der Siedlung in der wir wohnen, 80 % der Menschen über 65 Jahre alt sind und er viele kennt, die niemanden haben, der helfen kann. Er dachte, viele der Senioren haben ja auch Fähigkeiten, die den jüngeren Leuten abgehen, bzw. wofür jüngere keine Zeit finden.
Aber die wenigen jungen Leute in unserer Siedlung gehen einer Berufstätigkeit nach und wollen sich nach Feierabend nicht sozial engagieren.

Immerhin haben wir auf einem Fest, zum Abschluß der Befragung eine Gruppe von Menschen gefunden, die sich nun schon seit 4 Jahren regelmäßig zum Skat spielen im Alten Waschhaus treffen. Aus dieser gruppe heraus hat sich mittlerweile ein Sparclub gegründet und ab und an gibt es Aktionen, wie z.B. Muschelessen, Bingo spielen...

Das Straßenfest zu dieser Aktivitätenbörse war schon gut besucht, kann man nicht anders sagen.
Vielleicht braucht es ja auch mehrere Feste, bevor Menschen sagen, ach komm, ich tapezier der Frau Müller mal eben das Wohnzimmer und bekomme dafür ein ganzes Jahr lang selbst gemachte Marmelade...

Eine weiter Aktion im AKSUS startet jetzt bald.

Auf Grund verschiedener Vorfälle im Stadtteil haben wir überlegt, wie wir Menschen dazu gewinnen können, etwas mehr Zivilcourage zu zeigen und nicht weg zu sehen, wenn irgendetwas passiert.

Nun starten wir die Aktion "Notruf geht immer". Im Vorfeld wird bei einigen Vereinen/Schulen die im AKSUS angeschlossen sind, ein Flugblatt folgenden Inhaltes verteilt:

Schenken Sie uns Ihr altes Handy!

Wozu das? Wir machen ein „Geschenk für Nothelfer“ daraus.

Und zwar so: Schenken Sie uns ein altes Handy, das Sie nicht mehr benutzen, das aber noch funktioniert. Ein Akku/Ladekabel muss dabei sein. Wir möchten es für eine Öffentlichkeitsaktion verwenden: Möglichst viele Leute sollen sich mit der Frage befassen, was man tun kann in einer Notsituation, in der jemand unbedingt eingreifen muss– etwa bei einer Gewalttat.
Wir möchten auf die Antwort hinlenken, dass jeder zumindest diese eine Möglichkeit hat:
Notruf geht immer...

Ja gewiss - wenn man etwas Schlimmes sieht oder hört, muss man die eigene Angst oder Bequemlichkeit erst einmal überwinden. So einfach ist das nicht mit der Zivilcourage, das berühmte „Tu was!“ muss man erst einmal umsetzen.
Kann der Einzelne denn überhaupt etwas tun? Ja.
Man muss kein Held sein, um richtig zu helfen:
Man kann andere Personen (Vorübergehende, Leute in Geschäften, Taxifahrer, DVG - Angestellte) zu Hilfe rufen.
Eingreifen ist nur sinnvoll, wenn man sich sicher ist, dass man die Konfliktsituation bewältigen kann.
Und dann gibt es diesen Hinweis von der Polizei, den jeder beherzigen kann:

Hab keine Scheu, dich an die Polizei zu wenden!

Jeder Telefonanschluss, egal ob Telefonzelle oder Telefonanschluss zu Hause, hat den kostenlosen Notruf 110, mit dem du die Polizei alarmieren kannst.
Du kannst demnach immer mit jedem aufgeladenen Handy kostenlos –
auch ohne Karte - über den Notruf 110 die Polizei erreichen!
Zu beachten ist: Man kommt mit Notruf 110 über Handy nicht immer direkt bei der
allernächsten Leitstelle der Polizei an. Man muss also genaue Ortsangaben machen.

Diese Information möchten wir vom AKSUS in einer Arbeitsgruppe „Gewaltprävention in Meiderich“ mit vielen anderen zusammen unter dem Titel „Notruf geht immer...“ an möglichst viele Meidericher weitergeben.

Diese Info – Aktion haben wir uns so überlegt:
Mitglieder des AKSUS und weitere Interessierte verteilen Informationen, über die lokalen Medien und auch auf der Straße. Das läuft über einen Handzettel, einen Flyer in Form eines Handys mit einem kurzen Text.
Wir möchten außer den Flyern aber auch eine Anzahl alter Handys zur Verfügung haben, die wir Passanten in die Hand drücken können mit dem Hinweis: „Notruf geht immer!“

So, und nun wenden wir uns wieder an Sie:
Dafür können wir Ihr altes Handy gebrauchen!

Helfen Sie uns. Schenken Sie uns Ihr altes Handy.
Sie können es (mit Akku) abgeben bei...... von…...bis.....

Der Termin der Straßenaktion ist der 31.5.2008.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichem Gruß

AKSUS e.V., Arbeitsgruppe „Gewaltprävention in Meiderich“

Die Straßenaktion wird Ende Mai stattfinden,

In der nächsten Woche treffen wir , die Vorbereitungsgruppe nocheinmal und dann wird auch schon angefangen zu sammeln.
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