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Aufgeschnappt

Was die Medienwelt so hergibt (37 Einträge)

Butterbrot
507 mal angesehen
15.02.2008, 12.47 Uhr

Von der Luftgitarre zum reinen Gewissen

Gestern hab ich in der Münchner Abendzeitung einen Service-Kasten gefunden mit besonders außergewöhnlichen Angeboten im Internet. Im wesentlichen bezieht sich das, so wie es sich anhört, auf ebay, aber es gibt ja auch weitere "themenspezifische" Auktionsportale, wie Ihr am Ende erfahren werdet. Hier also ein Auswahl:
So hat z.B ein frustrierter Jura-Student die ganze juristische Fakultät der Uni Dresden mit 1800 Studenten und 70 Professoren zur Versteigerung angeboten. Allerdings wurde das Angebot frühzeitig geschlossen, wie man sich denken kann. Irgendjemand hat anscheinen einen "Regelverstoß" gemeldet. Die britische Regierung dagegen bot einen alten Atombunker zur Versteigerung an. Auch nicht schlecht, wer weiß, wozu man so ein Ding mal brauchen kann. Welchen Liebhaber das Angebot einer Luftgitarre "ganz ohne Kratzer, kaum benutzt, mit einzigartigem Klang" gefunden hat, wurde nicht gemeldet. Der Schelm wird auch nicht viele Gebote bekommen haben. Wieso jemand ein Butterbrot mit geschmolzenem Käse für 79 € anbot, mag sich vielleicht dadurch erklären, dass es sich um einen Beuys-Schüler handelt. Den Vogel aber schossen vier Schweizer ab, die sich selbst als Bob-Team für die Winter-Olympiade anboten.
Auch vor der Seele schrecken Anbieter nicht zurück. So bot einer "ein reines Gewissen", bei dem man 100 Frei-Sünden hatte, zum Schnäppchen-Preis von 1 €. Wer griffe da nicht zu? Und ein weiterer junger Mann versteigerte gar seine ganze Seele. Allerdings lag das Höchstgebot nur bei 2,50 €, dafür hat er sie lieber behalten.
Aber warum waren die absurden Internet-Angebote überhaupt ein Thema? Weil es in Stuttgart zu einem Prozess kam - in der realen, nicht in der virtuellen Welt, in dem es um folgendes ging: Eine junge Verkäuferin hat sich selbst auf einer offenbar eigens für Web-Sex eingerichteten Site zur Versteigerung angeboten. Sechs Ersteigerer machten das Rennen, man kannte sich allerdings nur per Nickname. Und nun, da die Dame schwanger ist, will sie vom Internet-Portal die Namen der sechs potenziellen Väter wissen. Wie hat das Gericht entschieden? So: "Die Betreiber der Auktionsseite müssen die Namen der Sexualpartner weitergeben. Das Interesse des ungeborenen Babys an der Feststellung der Vaterschaft steht höher als das Interesse der Männer an der Geheimhaltung ihrer Daten."
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Philine

Philine

Alter: 63 Jahre,
aus Schönau

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Kommentare

17.02.2008 20:18 wovo
Oh, danke für die Warnung.... das ich jurisitsch potntiell im Internet eine Frau schwängern kann.... muss da jetzt teuflisch aufpassen
Wo bekommt man den ein Cyber-Kondom her
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