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Bienen sind kleine Wunder
650 mal angesehen
28.02.2008, 11.30 Uhr

Bienen sind kleine Wunder

Der Redakteur der Saarbrücker Stadtteilzeitung Wackenberger Echo (kein Werbeblättchen) hatte mich angesprochen.
Man höre doch so viel vom Bienensterben, was denn mit den Bienen los sein. Ob ich ihm nicht ein paar Informationen geben könne oder noch besser, ob ich ihm nicht gleich einen Artikel schreiben könne.
Naja gut, da habe ich mich hingesetzt und einen Text formuliert. Ich wollte keine Panik verbreiten, was das Aussterben der Bienen betrifft, das wird oft übertrieben und auch einige nützliche Infos rund um die Bienen mit dazupacken.

Falls es Euch interessiert oder auch zum Nachmachen ermuntert, könnt Ihr hier mal sehen.
Wer in eine ähnliche Lage kommt, könnte ja auch den Text an seine lokalen
Verhältnisse anpassen oder auch nur Teile davon übernehmen.

Der Text umfasst 3.000 Zeichen, das ergibt inklusive zweier oder dreier Fotos eine Seite im Magazinformat, ähnlich wie die 'biene' oder 'Imkerfreund'. Man könnte auch den einen oder anderen Absatz wie einen Textbaustein einfach weglassen, ohne Sinn und Zweck zu gefährden.

Ich bin auch für Kommentare und Verbesserungsvorschläge dankbar, für das nächste Mal!!

Bienen in St. Arnual wieder unterwegs
Unterhalb vom Winterberg hat Hans-Peter XYZ seine Bienenvölker aufgestellt. Sie fliegen jetzt nach dem milden Winter bei Temperaturen über 10°C wieder aus, um zu sammeln und Blüten zu bestäuben. Betrifft ihn das oft beklagte Bienensterben? „Die Winterverluste der Bienen halten sich bei mir in Grenzen“, meint XYZ. „Meine Bienenvölker finden hier ganzjährig gute Nahrung und ich passe auf sie auf“, erklärt der Imker mit 25 Jahren Bienenerfahrung. Seinen leckeren Honig kann man auch nach Absprache kaufen (Tel. 1234).

Von der Bestäubung durch die Bienen hängen viele Pflanzen ab. Weil die Bienen den Blütenstaub zwischen Pflanzen derselben Art verteilen – die Bienen sind „blütenstet“ – werden durch gute Bestäubung die Früchte besser und voller. Jeder kennt mickrige schrumpelige Erdbeeren und saftige prallvolle Erdbeeren. Den Unterschied machen die Bienen.

Neben den Nutzpflanzen brauchen auch zahlreiche Wildpflanzen Bestäubung durch Bienen. Bilden sich Früchte aus, haben die Vögel eine gute Nahrungsgrundlage. So entsteht ein Naturkreislauf. Bei uns hängen etwa 80% aller Blütenpflanzen von der Bestäubung durch Insekten ab. Die Honigbienen sind deshalb so wichtig, weil sie als ganze Völker überwintern und im zeitigen Frühjahr zahlreich ausfliegen können. Das ist einzigartig. Ein Bienenvolk zählt im Winter etwa 10.000 Bienen.

Alle anderen sozialen Insekten wie Hummeln, Hornissen, Wespen sterben im Herbst ab; das Nest ist verlassen und aufgegeben. Nur einige Königinnen überwintern irgendwo einzeln und gründen im Frühjahr einen neuen Staat. Meistens zählt ihr Nest im Sommer nur einige Hundert Insekten. Sieht man also irgendwo ein Wespen- oder Hornissennest - lassen Sie es, wenn möglich, in Ruhe. Sie stehen unter Naturschutz und verschwinden im Herbst von selbst.

Viele fürchten Insekten, weil sie stechen können. Ein Stich ist schmerzhaft, aber nicht gefährlich, ausgenommen für Allergiker oder tief im Hals, weil eine Schwellung entsteht. Insekten stechen eigentlich nur, wenn sie ihr Nest verteidigen oder sich bedroht fühlen. Gerade wenn man nach ihnen schlägt, kann die schnelle Bewegung einen Angriff auslösen. Besser ist es allemal Ruhe zu bewahren. Oft spricht man bei einem Wespenstich fälschlich von einem Bienenstich. Bei einem Bienenstich bleibt der Stachel in der Haut zurück (man entfernt ihn möglichst rasch) und die Biene stirbt an ihrer Verletzung. Wespen ziehen ihren Stachel wieder heraus. Wespen wirken im Flug eher gelb aggressiv, Bienen eher unscheinbar grau-braun. Die Stichstelle sollte man kühlen oder man legt eine Zwiebelscheibe auf.

Immer wieder geraten Bienen in die Schlagzeilen, weil sie weltweit gefährdet sind. Im Frühjahr 2007 war es in den USA schlimm, aber auch uns machen die Bienen Sorgen. Weltweiter Austausch brachte vor 30 Jahren die „Varroa-Milbe“ zu uns. Sie stammt aus Asien und lebt dort als Parasit bei den asiatischen Bienen. Unsere europäischen Bienen kommen aber mit ihr nicht zurecht und brauchen die Hilfe der Imker. Die Bekämpfung der Varroa-Milben durch die Imker ist nicht immer einfach, und es kann zu Ausfällen bei den Bienen kommen. Allerdings können sich die Bienen mit ihrer hohen Vermehrungsrate wieder erholen.
Hans-Peter XYZ ist optimistisch: „Bienen und Imker haben es nicht leicht, aber es gibt keinen Grund zur Panik. Bienen sind kleine Wunder. Und mit Bienen zu schaffen ist wunderbar.“
offline

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