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Das Ende einer Imkerei

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Das Ende einer Imkerei
Anfang des Jahres verstarb ein Imkerkollege aus unserer Region. Ruhig, zurückhaltend in keinem Verein ansässig, so wurde er von Anwohnern beschrieben. Am Montag rief die Tochter bei mir an, sie müsse bis Jahresende den Bienenstand räumen und wenn jemand noch etwas brauche, solle er vorbei kommen. Am Dienstag morgen machte ich mich auf den Weg zu besagtem Bienenstand. Also, ich habe als Bienensachverständiger schon viel gesehen, aber was ich da zu Gesicht bekam ist eher die Ausnahme.

Der ganze Bienenstand war eine einzige Müllhalde. Es stank aus jeder Ritze, aus jeder Ecke. Ein einziger Albtraum! Der Stand wurde umgehend gesperrt und der Amtstierarzt informiert. Heute Nachmittag soll der Stand abgebaut und unter Aufsicht der Feuerwehr „entsorgt“ werden.

Bilder sagen mehr als Worte. Vom Bienenstand an sich darf ich keine Bilder zeigen, das wurde mir untersagt, von dem „noch Inhalt“ der Bienenstöcke schon.

Beste Grüße

Dieter
Die Schöpfung sich spiegelt im kleinsten Reich! Natur, du bist herrlich - und grausam zugleich!

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Da dreht sich einem der Magen rum, gell?
Und jetzt könnt ihr noch von Glück sagen, daß der Stand so "schnell" entdeckt wurde.
Stell dir mal vor, solche Zustände würden jahrelang unentdeckt bleiben...
...in diesem Sinne...

Michael
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@ Saarschleifenimker #
Saarschleifenimker schrieb:
Da dreht sich einem der Magen rum, gell? Und jetzt könnt ihr noch von Glück sagen, daß der Stand so "schnell" entdeckt wurde. Stell dir mal vor, solche Zustände würden jahrelang unentdeckt bleiben...


Das sag ich dir!

War eine schönes Feuerchen heut Nachmittag – mir war richtig warm ums Herz. Es fehlte nur noch Glühwein und „De Randfichten“

Beste Grüße

Dieter
Die Schöpfung sich spiegelt im kleinsten Reich! Natur, du bist herrlich - und grausam zugleich!
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Beitrag bearbeitet von Honiglang am 20.10.07 um 20:02 Uhr.
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Das ist kein Einzelfall. So endet es einmal Überall bei den alten Imkern, die nicht rechtzeitig an Nachwuchs übergeben. Im Nachbarverein ist die Tage ein jüngerer Imker verstorben. Er war über 1 Jahr krank.(Lungenkrebs). 5 oder 6 Bienenstände,oder mehr, so ca. 80 Völker, nicht eingefüttert, auf jedem Stand leben noch 2-4 Völker. Das hat man bis jetzt entdeckt. Seine Frau kennt nicht alle Standplätze. Wer will das alles, was die Wachsmotten noch übrig gelassen haben, entsorgen? Das darf so nicht ablaufen. Aber wer will und kann da helfen?
Diese Fälle sind meist keine Seuchenherde der AFB. Da müßte man sich ja um jedes Bienenvolk in einem Baum größte Sorgen machen. Die Natur löst alle Problemfälle, auch ein sich selbst überlassener Bienenstand ist doch im Endefekt für die Bienen nur eine Nistmöglichkeit, wie sie früher für sie überall noch zu finden waren.
Tote Bienen und alte Waben haben schon einen unangenehmen Geruch. Den muß ein Imker ertragen. Wenn Faulbrut dagewesen währe, und gereubert wurde, so stellt man das in der Nachbarschaft schnell fest. Aber nur erfahrene Imker, und nur sollche, die jährlich ein Gesundheitszeugnis beantragen.
Ein Feuerchen kann man nicht so einfach machen. Auf einmal erhebt da noch jemand Besitzansprüche und alles wurde schon verbrannt. Das muß ein Amtsarzt schon anodnen, dann wird auch entschädigt.
Mitnehmen würde ich von so einem Bienenstand nichts. Das Risiko ist ganz einfach viel zu groß.
Freunde sind wie Sterne, Du kannst sie nicht immer sehen, aber trotzdem sind sie da.
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Hm was soll ich sagen??
Eigendich bin ich sprachlos.!!
Warum macht ihr es den alten Männern so schwer??
Wo ist der Verein?? Ne Fragen dich ich mir nicht stellen darf!!
Ixh suche dringend neue Völker und habe Erfahrung aber als Frau tztztztz.
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@ Imkerin37 #
Imkerin37 schrieb:

Hm was soll ich sagen??
Eigendich bin ich sprachlos.!!
Warum macht ihr es den alten Männern so schwer??
Wo ist der Verein?? Ne Fragen dich ich mir nicht stellen darf!!
Ixh suche dringend neue Völker und habe Erfahrung aber als Frau tztztztz.


Also das hab ich jetzt nicht ganz verstanden. Den alten Männern macht es keiner schwer. Wenn wir von solchen Dingen erfahren bieten wir Hilfe an. Das Problem dabei ist, dass gerade die alten Imker oftmals in keinem Verein Mitglied sind und daher niemand von irgendwelchen Schwierigkeiten etwas erfährt.

Dann suchst du neue Völker, das ist doch kein Problem! In den Vereinszeitungen stehen immer jede Menge drin oder hast du keine solche Zeitung? Oder mach Ableger. Du kannst natürlich nicht erwarten, dass dir alle möglichen Völker geschenkt werden, aber zu kaufen gibt es immer welche. Mir ist immer von allen Seiten geholfen worden (sogar als Frau )
Ich lebe nicht um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.
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Wir als Verein können niemanden zwingen Mitglied zu werden. Wir versuchen alle Imker zu erreichen und unsere Hilfe anzubieten. Sehr oft stoßen wir dabei auf taube Ohren. Es ist halt so, es ist immer traurig wen ein Bienenstand so ein Ende nimmt.
Die Schöpfung sich spiegelt im kleinsten Reich! Natur, du bist herrlich - und grausam zugleich!
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@ Imkerin37 #
Imkerin37 schrieb:

Hm was soll ich sagen??
Eigendich bin ich sprachlos.!!
Warum macht ihr es den alten Männern so schwer??
Wo ist der Verein?? Ne Fragen dich ich mir nicht stellen darf!!
Ixh suche dringend neue Völker und habe Erfahrung aber als Frau tztztztz.


Der Verein besteht auch nur zum größten Teil aus alten Männern. Die wenigen jungen sind berufstätig und sind nicht verfügbar. Warum soll den der Verein erst helfen, wenn aufgeräumt werden muß. Könnte man nicht im Vorfeld um Hilfe bitten? Nach dem Verein wird immer erst gerufen, wenn das Kind im Brunnen liegt. Hilfe müßte im Vorfeld organisiert werden, aber da weiß keiner etwas davon.
Freunde sind wie Sterne, Du kannst sie nicht immer sehen, aber trotzdem sind sie da.
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Hallo !

Willy schrieb:

Man will doch keine jungen Frauen/Männer im Verein haben. Die könnten ja frischen Wind reinbringen. Und dann kommen sie noch auf die Idee Honig zu verkaufen. Da bleibt man lieber unter sich, dann ist Mann mit 90 noch Vereinsvorsitzender. Die Jüngeren müssen erst noch mal was leisten. Aber wie?


Na das sind ja doch wohl alles Vorurteile, die mir bekannten Imkerveiene sind sehr froh über jedes neue und am besten noch junges Mitglied. Viele kommen heute ja auch erst im gesetzteren Alter zu den Nektarsammlern. Unser Vorsitzender ist Mitte 50 also im besten Alter, keine Flausen mehr im Kopf, abgeklärt und Imkereierfahren, aber noch jung genug um das Internet nicht nur vom Wort her zu kennen. Der Imkervater unser Imkerei ist Beisitzer in dem Verein, Mitte 70 und sehr froh das er nicht mehr das ganze Dorf alleine mit Honig verorgen muß. Außerdem ist er mehr als froh das wir uns um die von Ihm abzugebenden Bienenstände kümmern.

Unser örtlicher Imkerverein ist da aber allgemein sehr rührig und auch recht altiv bei der Mitgliederwerbung ! z.B. im Sommer beim Belegstellenfest waren es in diesem Jahr schon 14 Neuanmeldung ....

Noch aktiver ist der Imkerveien in Kirchhain (da wo das Institut) die haben nebenbei auch noch einen Förderverein für Institut gegründet. Und aufgrund der Lehrgänge im Institut auch jedes Jahr neue Leute.


Das da nicht jeder ein Vereinsheimer ist und jedes mal wenn ein Termin ansteht der ganz vorne steht ist klar, aber es sind immer einige Jüngere und besser Neuere Mitglieder des Vereins da.


Gruß
L - a - h - n - t - a - l - e - r
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Hallo,

also ich kann dies für meinen Verein nicht sagen. Hier ist natürlich auch das Durschnittsalter ein wenig hoch. Trotzdem freut man sich über jedes neue vor alled Dingen junge Mitglied. Wir haben eine Vereinsvorsitzende und sogar eine sehr aktive Jugendgruppe.

Gruss Caramello
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