Zur mobilen Version wechseln »
AktuellesWetterShopAboMediaserviceKontaktDie besten Seiten der ImkereiImkerzeitschriften
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Honig in der Gefriertruhe

1 2 3 ... 9 weiter »
#
Honig in der Gefriertruhe
Hallo zusammen!
Ein Imker aus unserem Verein gab mir den Tipp, mal den frisch geschleuderten Honig in die Gefriertruhe zu stecken. Ich hätte dann im Winter einen Honig, der wie frisch geschleudert schmecke.

Da ich überhaupt nicht rühre , sondern den Honig noch am Tag der Schleuderung in Gläser abfülle, habe ich dann 2 von denen nach der Sommerernte in unseren Gefrierschrank gesteckt.
Zu Weihnachten haben wir dann zum Anlass dieses Festes ein Glas Honig aufgetaut. Im Glas ist nicht das Ergebnis, das ich erwartet habe. Geschmacklich war der Honig besser als der Honig, der in diesem Zeitraum im Honiglager verweilte. Mich verwundert, dass der Honig im Gefrierschrank nicht mehr flüssig war. Dieser Honig ist aber nicht so ungleichmäßig auskristallisiert wie seine wärmeren Gleichgesinnten. Die Kristallisation des Honigs aus dem Gefrierschrank ist sehr fein und so habe ich nun einen sehr streichfähigen Honig gewonnen.

Was passiert mit Honig, der ein halbes Jahr eingefroren wurde?

(P. S.: ich habe erst 2 Sommer geschleudert und jeweils keine riesigen Mengen. Der Honig ist -bisher- nicht steinhart geworden, sondern beim
1. Mal "mittelhart" und sehr gleichmäßig auskristallisiert
2. Mal wieder "mittelhart", jedoch ungleichmäßig auskristallisiert. Teilweise waren im Honig so "Einschlüsse" von flüssigem Honig. Oben auf dem Glas war eine ca. 2 mm dicke Schicht flüssigen Honigs.
Beide Honige sind super mit dem Frühstücksmesser zu bohren. Das Erbohrte lässt sich auch super auf dem Brot verteilen . Bisher habe ich auch noch keinen Honig verkauft sondern nur verschenkt , jeweils mit der Bemerkung, dass mein Honig anders sei als andere...
...und das mit positiver Resonanz.
JA, später, wenn ich mal mehr Honig haben sollte, werde ich meinen Honig auch rühren. Der allgemeine Tenor anderer Foren bestätigt dies ja auch eindeutig. Es ist nun mal Kundenwille, einen streichfähigen Honig im Verkauf zu bekommen.)


Gruß DAK

Schlagwörter dieses Themas: abfüllen, auskristallisiert, flüssig, frühstücksmesser, gefrierschrank, gefriertruhe, glas, gläser, honig, kristallisation, kundenwille, rühren, sommerernte, steinhart, streichfähig, streichfäigkeit, tipp, weihnachten, hinzufügen »

0
 
#
Hallo DAK,

also davon habe ich noch nichts gehört. Dass man Honig einfrieren kann... also man lernt nie aus

Aber eins wundert mich. Honig ist hygroskopisch und zieht Wasser an. Theoretisch hätte er Gären müssen. Wenn du es möchtest, schicke mal zwei Gläser zur Untersuchung ein. Ein gefrorenes und ein "normales", möglichst aus einem Schleudergang und vom gleichen Volk.

Gruß

Falk
Eine der allerersten Aufgaben des Imkers muß es sein,
das Verhalten der Biene zu studieren und sich daran anzupassen, wenn er Erfolg haben will.

Bruder Adam

[www.imkerei-meyer.com]
0
 
@ Bienenfuchs #
Bienenfuchs schrieb:

Hallo DAK,

also davon habe ich noch nichts gehört. Dass man Honig einfrieren kann... also man lernt nie aus

Aber eins wundert mich. Honig ist hygroskopisch und zieht Wasser an. Theoretisch hätte er Gären müssen. Wenn du es möchtest, schicke mal zwei Gläser zur Untersuchung ein. Ein gefrorenes und ein "normales", möglichst aus einem Schleudergang und vom gleichen Volk.

Gruß

Falk



Honig läßt sich ganz prima einfrieren. Eine Kollegin mit nur einem Volk entnimmt, wenn sie keine Eimerfüllung zusammenbekommt, zwei oder drei Honigwaben und friert sie solange ein, bis sich das Schleudern lohnt. Die Waben werden natürlich in Plastiktüten verpackt, luftdicht. Honig ist hygroskopisch, ja - aber nur, wenn man ihm die Chance gibt, sich mit Wasser anzureichern, wird er auch feucht. Mit einem zugeschraubten Glas passiert absolut nichts (selbst schon probiert)
Die Situation wie DAK sie beschreibt (einmal fest kandiert, einmal weicher), ist auf die wohl unterschiedlichen Inhaltsstoffe der beiden Schleuderungen zurückzuführen (verschiedene Trachten, verschiedene Zuckerarten). Ich würde keine Frühtracht einfrieren, weil sie oft so rasend schnell kandiert, und der Gefriervorgang beschleunigt das noch. Sommertracht/Waldhonig ist OK.
pke
"Alle Menschen sind bestechlich", sagte die Wespe zur Biene.
0
 
@ Bienenfuchs #
Bienenfuchs schrieb:

Hallo DAK,

also davon habe ich noch nichts gehört. Dass man Honig einfrieren kann... also man lernt nie aus

Aber eins wundert mich. Honig ist hygroskopisch und zieht Wasser an. Theoretisch hätte er Gären müssen.

Gruß

Falk



hallo falk
mir hat man mal erklärt, wenn das glas fest zugeschraubt ist, kann der honig aus der luft ( auch im gefrierschrank ) keine feuchtigkeit ziehen.
gruß monte
0
 
#
Hallo,

guckt mal hier:

[www.landlive.de]

Gruß
0
 
Beitrag bearbeitet von Denoix am 08.01.10 um 18:51 Uhr.
@ Feuerbiene #
Honig in der Tiefkühltruhe Gefrorener Honig Honig kurz nach dem Auftauen
Hallo!

Honig einfrieren ist eine prima Sache. Nur bitte nicht am Tag der Schleuderung. Man muss ihn genauso nach 3-4 Tagen abschäumen wie alle anderen geschleuderten Honige - auch wenn man ihn durch ein Tuchsieb lässt (Luftblasen, kleinste Wachsteile...). Honig, der schnell kristallisiert, wird nicht ganz flüssig aus der Gerfriertruhe kommen, da bei jedem Temperaturübergang unter etwa 10 sich kleinste Kristalle bilden. Die sind aber super für feincremigen Honig. Deswegen ist es unnötig solchen Honig zu rühren.

Ich fülle meine gesamte Honigernte gleich in Gläser und zumindest die ersten zwei Schleuderungen meiner 15 Völker dann einfriere. Ich mache das seit 15 Jahren und kann es mir gar nicht mehr anders vorstellen. Der stromverbrauchist gering (A++-Gerfiertruhe(n), Standort in kalter Nordseitengarage. Ich habs mal finanziell durchgerechnet: Das Aufwärmen im Ofen/Wärmeschrank benötigt kaum weniger Energie als meine Truhe(n), die meist von Juni bis Januar in Betrieb sind.
Auch Rapshonig kommt herrlich cremig aus der Tiefkühltruhe!
Ich rate jedem das mal mit einem oder wenigen Gläsern zu versuchen! Allerdings muss der Honig frisch geschleudert bzw. abgeschäumt sein.
Auch die Wissenschaftler (z.B. Dr. Horn Hohenheim) und Buchautoren (z.B. Gekeler) loben dieses Verfahren.
So benötige ich keine großen Honigbehälter ausser zum Schleudern und kein großes Glaslager. alles ist hygienisch und dunkel in der Tiefkühltruhe. Mit einem abwischbaren Filzstift (white board marker) kommt auf jeden Deckel die Nummer der Schleuderung, so dass man von oben erkennt welcher Honig das ist.
Aufgetaut und etikettiert wird nach Bedarf (Kann auch meine Familie, wenn ich mal länger keine Zeit habe)

Probiert es doch mal im nächsten Jahr! Artikel in der Zeitschrift Bienenpflege Landesverband Württemberg 7/8 2008 Seite 265.(www.lvwi.de)

Herzlich aus Ulm!
0
 
Beitrag bearbeitet von Denoix am 08.01.10 um 18:52 Uhr.
@ DAK #
Honig in der Tiefkühltruhe Gefrorener Honig Honig kurz nach dem Auftauen
Hallo!

Honig einfrieren ist eine prima Sache. Nur bitte nicht am Tag der Schleuderung. Man muss ihn genauso nach 3-4 Tagen abschäumen wie alle anderen geschleuderten Honige - auch wenn man ihn durch ein Tuchsieb lässt (Luftblasen, kleinste Wachsteile...). Honig, der schnell kristallisiert, wird nicht ganz flüssig aus der Gerfriertruhe kommen, da bei jedem Temperaturübergang unter etwa 10 sich kleinste Kristalle bilden. Die sind aber super für feincremigen Honig. Deswegen ist es unnötig solchen Honig zu rühren.

Ich fülle meine gesamte Honigernte gleich in Gläser und zumindest die ersten zwei Schleuderungen meiner 15 Völker dann einfriere. Ich mache das seit 15 Jahren und kann es mir gar nicht mehr anders vorstellen. Der stromverbrauchist gering (A++-Gerfiertruhe(n), Standort in kalter Nordseitengarage. Ich habs mal finanziell durchgerechnet: Das Aufwärmen im Ofen/Wärmeschrank benötigt kaum weniger Energie als meine Truhe(n), die meist von Juni bis Januar in Betrieb sind.
Auch Rapshonig kommt herrlich cremig aus der Tiefkühltruhe!
Ich rate jedem das mal mit einem oder wenigen Gläsern zu versuchen! Allerdings muss der Honig frisch geschleudert bzw. abgeschäumt sein.
Auch die Wissenschaftler (z.B. Dr. Horn Hohenheim) und Buchautoren (z.B. Gekeler) loben dieses Verfahren.
So benötige ich keine großen Honigbehälter ausser zum Schleudern und kein großes Glaslager. alles ist hygienisch und dunkel in der Tiefkühltruhe. Mit einem abwischbaren Filzstift (white board marker) kommt auf jeden Deckel die Nummer der Schleuderung, so dass man von oben erkennt welcher Honig das ist.
Aufgetaut und etikettiert wird nach Bedarf (Kann auch meine Familie, wenn ich mal länger keine Zeit habe)

Probiert es doch mal im nächsten Jahr! Artikel in der Zeitschrift Bienenpflege Landesverband Württemberg 7/8 2008 Seite 265.(www.lvwi.de)


Herzlich aus Ulm!


0
 
#
Hallo Denoix,

also ich kann dir in deinen Ausführungen nur recht geben! Dass man Honig auch einfrieren kann, habe ich bei einem Honigkurs gelernt. Spaßeshalber habe ich mir dann erlaubt, 2 Honiggläser in den Gefrierschrank zu geben.

Die Honiggläser gerieten in vergessenheit und wir wurden erst ca. ein 1/2 später aus dem Gefrierschrank genommen. Nach dem Auftauen, war ich angenehm überrascht. Der Honig hatte eine feincremige Konsistenz - wie gerührt. Obwohl ich den Honig flüssig eingefroren habe. Ich war ehrlich gesagt baff.

Inzwischen kenne ich einige Imker, die das Einfrieren im großen Stil machen. Und wie du auch schreibst, braucht man da einiges an Imker Equipement weniger. Dies dürfte gerade für Neueinsteiger interessant sein, die ihre Kosten im Blick haben müssen. Meistens hat man ja zu seinen Annfangszeiten nicht soviel Kohle.

Ob einfrieren eine schädigende Wirkung auf Honig hat entzieht sich meiner Kenntnis, aber hierüber gibt es sicherlich schon wissenschaftliche Studien. Ich persönlich kann dem Einfrieren mehr abgewinnen, als dem mechanischen Behandeln (rühren) bzw. das thermische Prozedere (auftauen) des Honigs.

Freundliche Grüße

-Antyllos-
Freundliche Grüße
-Antyllos-

[www.schwarmboerse.de]

DIE ABWEHRKRAFT DES VOLKES IST ALSO EIN DREIKLANG AUS
BIENENEIGENEN FÄHIGKEITEN, NATUREREIGNISSEN UND DEN
EINFLÜSSEN DES MENSCHEN.

Hier findet man schöne Bilder über das drittwichigste Haustier:
[www.n-tv.de]
0
 
@ Antyllos #
Antyllos schrieb:

Hallo Denoix,

also ich kann dir in deinen Ausführungen nur recht geben! Dass man Honig auch einfrieren kann, habe ich bei einem Honigkurs gelernt. Spaßeshalber habe ich mir dann erlaubt, 2 Honiggläser in den Gefrierschrank zu geben.

Die Honiggläser gerieten in vergessenheit und wir wurden erst ca. ein 1/2 später aus dem Gefrierschrank genommen. Nach dem Auftauen, war ich angenehm überrascht. Der Honig hatte eine feincremige Konsistenz - wie gerührt. Obwohl ich den Honig flüssig eingefroren habe. Ich war ehrlich gesagt baff.

Inzwischen kenne ich einige Imker, die das Einfrieren im großen Stil machen. Und wie du auch schreibst, braucht man da einiges an Imker Equipement weniger. Dies dürfte gerade für Neueinsteiger interessant sein, die ihre Kosten im Blick haben müssen. Meistens hat man ja zu seinen Annfangszeiten nicht soviel Kohle.

Ob einfrieren eine schädigende Wirkung auf Honig hat entzieht sich meiner Kenntnis, aber hierüber gibt es sicherlich schon wissenschaftliche Studien. Ich persönlich kann dem Einfrieren mehr abgewinnen, als dem mechanischen Behandeln (rühren) bzw. das thermische Prozedere (auftauen) des Honigs.

Freundliche Grüße

-Antyllos-


Stimme Dir voll zu! Nach Dr. Horn (Das große Honigbuch, Kosmos-Verlag) gibt es für Honig keine schonendere Aufbewahrung! Was soll dem Honig auch passieren, nicht umsonst gilt das Einfrieren von Lebensmitteln als die beste Konservierung!
Einzig zu kritisieren wären die Stromkosten, die aber bei A+ oder A++-Geräten nicht höher (max. 1kWh je Tag für große Truhe) sind als beim aufwendigen Verfahren mit Melitherm...-Geräten!
0
 
@ Denoix #
Denoix schrieb:

Stimme Dir voll zu! Nach Dr. Horn (Das große Honigbuch, Kosmos-Verlag) gibt es für Honig keine schonendere Aufbewahrung! Was soll dem Honig auch passieren, nicht umsonst gilt das Einfrieren von Lebensmitteln als die beste Konservierung!
Einzig zu kritisieren wären die Stromkosten, die aber bei A+ oder A++-Geräten nicht höher (max. 1kWh je Tag für große Truhe) sind als beim aufwendigen Verfahren mit Melitherm...-Geräten!

Hallo Imkerfreunde, auch ich lege immer ein paar Gläser Honig in die Tiefkühltruhe, allerdings aus anderen Gründen. Honig enthält viele Enzyme und Antibiotika. Wenn Bienen die nicht selbst erzeugen könnten, wären sie schon ausgestorben. In einem Volk mit 60.000 Bienen herrscht im Sommer eine Temperatur von rund 36,5 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 80 %. Stellt Euch die Temperatur und Feuchtigkeit in Eurem Badezimmer vor. Dann wäre der Raum innerhalb weniger Tage verschimmelt. Das wäre in der Beute genau so, wenn, ja wenn die Bienen nicht den ganzen Stock ständig mit Antibiotika und Enzymen betupfen würden. Im Honig findet sich alles wieder. Deshalb ist ein gutes Honigplaster ein hervorragendes Desinfektionsmittel. Auch Mundspülungen helfen bei Erkältungen usw.. Das wißt Ihr ja alles. Allerdings verflüchtigen sich die wertvollen Stoffe schnell, wenn der Honig warm wird. Deswegen ist es auch Unsinn bei Erkältungen Honig in heißen Tee zu tun.
Im gefrorenen Honig bleiben diese Stoffe voll erhalten. Habe ich eine Wunde, was bei Garten- und Küchenarbeit nie zu verhindern ist, streiche ich von diesem Honig auf die Wunde. Meistens ist diese nach ein bis zwei Tagen verheilt und es kommt nie zu Entzündungen. Bienek
1
 
1 2 3 ... 9 weiter »
Werde Mitglied der Community Imkerei, um an dieser Diskussion teilzunehmen!
Zum Seitenanfang