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Brutfreiheit dieses Jahr sehr früh !

@ Henighuser #
Henighuser schrieb:

Hallo liebe Bienenfreunde,

Bei meinen Völkern ist mir dieses Jahr aufgefallen, dass Einige sehr früh (Anfang November) bereits brutfrei waren.
Und zwar nicht nur "Altvölker"!
Kann ein erhöhter Varroadruck die Ursache sein ?
Habt Ihr Ähnliches beobachtet?

Beste Grüße

H

Hallo Henighuser,

bei der Stockkontrolle ende Oktober, habe ich ebenfalls festgestellt, das in allen Völkern die Eiablage eingestellt wurde. Aufgrund des warmen Wetters, habe ich auch alle Waben gezogen.
gewartet habe ich trotzdem bis Ende November und die Oxalsäurebehandlung habe ich auch nur durchgeführt, nachdem ich bei 3 von 8 Völkern alle Waben gezogen und Brutfreiheit festgestellt hatte.
Übrigens, die Durchsicht war zwei Tage vor der Behandlung, damit die Bienchen sich wieder zur Wintertraube zusammen finden konnten.
Behandelt habe ich direkt morgens um die Kälte der Nacht zu nutzen (das die Bienen eng beieinander sitzen)
Ich meine, das Varroabehandlung vor Winterruhe geht. auch wenn die Bienen dadurch mehrfach gestört wurden.

Meine Sorge gilt jetzt eher den Sturmschäden.
am 16.12.11 wurden von zwei meiner Völker die Deckel weggeblasen (da war ich zu "gschlampert" beim abdecken) Gut das ich eine gute Nachbarschaft am Bienenstand habe, denn ich wurde informiert und gehe davon aus, das die Bienen etwa 4 Std. ohne Dach waren, die Aussentemperatur war bei etwa 10°C. Anschließend hatte es geschüttet, das glaube ich hätten die Bienenchen nicht überlebt. puh
und am 25.12.11 bei einem kleinen Verdauungsspaziergang, musste ich entdecken, das meine Ableger inkl. Stand umgeblasen wurden. (gott sei dank alles mit Zurrgurten verstärkt) somit lagen die Bienenchen "nur" auf dem Rücken.
Trotzdem hoffe ich, das alles Schadlos verläuft. im Frühjahr mal sehen was passiert ist.

neujahresgrüße

penzBee
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@ segeberger #
[quote]segeberger schrieb:

Hallo Henighuser,
für das Verhalten deiner Völker habe ich keine Erklärung. Gerade Jungvölker brüten länger. Wenn in deinem Umfeld keine Blume mehr geblüht hat, könnte das eine Möglichkeit sein.
Hast du auch alle Waben gezogen um die Brutfreiheit zu prüfen? Die Angst den Bienen böses zu tun hindert viele Imker daran. Das ist aber unbegründet und verhindert nur eine vernünftige Varroabehandlung.

mfG Segeberger

Hallo Segeberger,

die Rähmchen habe ich nicht gezogen im November.Aber Ende Oktober hat die Kö in den entsprechenden Völkern nicht mehr gestiftet. bislang ist es bei einem Verlust geblieben und ich bin zuversichtlich, dass die anderen bis zum Frühjahr durchkommen. Futter ist genügend da. Denke, dass Sie jetzt wieder in Brut sind bei der Witterung und hoffe auf Ausbleiben eines zu extremen Kälteeinbruchs.
Es ist tatsächlich so, dass die Völker in einem Waldstück stehen, dass ab September kaum noch blühende Pflanzen beheimatet.
In diesem Jahr werde ich eine AS-Langzeitbehandlung mit 15%iger Säure über einen Zeitraum von 4 Wochen nach der letzten Schleuderung machen bei der Hälfte meiner Völker, um später vergleichen zu können. Soll verträglicher als Schwammtuchmethode sein mit einer Effizienz bis über 90%. Ist vor allem nicht witterungsabhängig.

Frohes Neues Jahr
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@ Penzbee #
[quote]Penzbee schrieb:

Hallo Henighuser,

bei der Stockkontrolle ende Oktober, habe ich ebenfalls festgestellt, das in allen Völkern die Eiablage eingestellt wurde. Aufgrund des warmen...

Hallo Penzbee,

ich denke, Deine Völker werden den Sturm und die kleine "Turnerei" überstehen.
Ich habe am 01.12. meine Bienen mit OX beträufelt und kann jetzt nur bis zum Frühjahr warten.
Eingefüttert wurde genug, sie sitzen über offenem Gitterboden...jetzt ist nur noch lauschen angesagt.

Frohes Neues Jahr
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 13.09.18 um 22:52 Uhr.
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Dieses Thema ist schon einige Jahre alt. Und nun ist es 2018 . Der Titell ist m.E. aber brandaktuell

Wenn ich Völker nachsehe, fällt mir ständig bei sehr vielen Völkern Brutfreiheit auf, oder es nur noch verdeckelte Restbrut vorhanden. Bei einem Stand mit 14 Völkern war nur noch ein Volk in Brut. Weil es in diesem Zusammenhang auffällt, kommt es mir sogar supekt vor und ich beobachte es genauer.
In der Nähe dieses Standes fließt ein Bach, dessen Ufer stark mit einer Menge Springkkraut bewachsen ist. Üblicherweise kommen von dort die Bienen "gemüllert" zurück. Gestern war bei warmem Wetter von 26 Grad gar kein Flug.

Übrigens, die Brutfreiheit nutze ich um mit MS zu behandeln und noch ein paar Liter Sirup zu geben. Es muss aber Platz auf den Waben frei bleiben, damit ein eventueller Bruteinstieg nicht behindert wird. Das heist mit Augenmaß füttern. Ich bin mir sicher, dass sie wieder im Oktober mit 10 000 Zellen in Brut gehen, die dann von Varroa nicht befallen sind. Da ich hier mit Langstoth imkere, passt diese Brut locker auf 2 Waben.

TZZZ!!
Viele Grüße Alexander
Und im übrigen bin ich der Meinung, dass imkern bienengemäß, einfach, praktisch, zeitsparend und preiswert sein muss.
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Von der Goldrute weis ich das sie nicht alle Jahre von Honigbienen beflogen wird. Auch dieses Jahr nicht, und dies trotz Pollenmangel.
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@ Bienenalex #
Bienenalex schrieb:

Dieses Thema ist schon einige Jahre alt. Und nun ist es 2018 . Der Titell ist m.E. aber brandaktuell

Wenn ich Völker nachsehe, fällt mir ständig bei sehr vielen Völkern Brutfreiheit auf, oder es nur noch verdeckelte Restbrut vorhanden. Bei einem Stand mit 14 Völkern war nur noch ein Volk in Brut. Weil es in diesem Zusammenhang auffällt, kommt es mir sogar supekt vor und ich beobachte es genauer.
In der Nähe dieses Standes fließt ein Bach, dessen Ufer stark mit einer Menge Springkkraut bewachsen ist. Üblicherweise kommen von dort die Bienen "gemüllert" zurück. Gestern war bei warmem Wetter von 26 Grad gar kein Flug.

Übrigens, die Brutfreiheit nutze ich um mit MS zu behandeln und noch ein paar Liter Sirup zu geben. Es muss aber Platz auf den Waben frei bleiben, damit ein eventueller Bruteinstieg nicht behindert wird. Das heist mit Augenmaß füttern. Ich bin mir sicher, dass sie wieder im Oktober mit 10 000 Zellen in Brut gehen, die dann von Varroa nicht befallen sind. Da ich hier mit Langstoth imkere, passt diese Brut locker auf 2 Waben.

TZZZ!!


Hallo Alex,
es ist schon ungewöhnlich, wenn zu dieser Jahrezeit bei vielen Völkern keine offene Brut mehr vorhanden ist. Eigentlich sollte derzeit das Brutgeschehen noch im volle Gange sein, denn die jetzt erbrüteten Bienen sind die wahren Winterbienen. Über die Ursache kann man nur spekulieren, doch dies bringt in der Sache nichts. Man müsste eine Reihe von Faktoren und insbesondere den Behandlungs- und Versorgungsablauf kennen. Irgendwo steckt die Ursache.
Auch wenn die Königinnen wieder in Eilage gehen sollten ergiebt sich eine Brutlücke, die sich auf die Überwinterungsstärke und die Qualität der Winterbienen auswirken kann, denn bereits erbrütete Winterbienen müssen nochmals vermehrt Brutpflege betreiben.

Ich habe derzeit über 40 Völker. Sie sind alle noch voll in Brut. Die Altvölker haben 5 - 6 Brutwaben und die Ableger 3 - 4 BW. Üblicherweise brüten sie bis Nov./Dez. Erst dann tritt für 2 - 3 Wochen Brutfreiheit ein.
Auch in den vergangenen Jahren konnte ich nicht feststellen, dass sie vorzeitig aus der Brut gingen.

Mitte Juli, nach dem Abschleudern, erfolgt grundsätzlich totale Brutentnahme und Behandlung im Sprühverfahren mit OS. Ab diesem Zeitpunkt werden sie kontinuierlich in kleinen Mengen mit dünnflüssiger Zuckerlösung 3:2 versorgt. Ab Anfang September wird die Lösung auf 1:1 umgestellt. Ende September erhalten sie, falls nötig, noch etwas Restfutter. Dieser ständige Futterstrom hält das Brutgeschehen aufrecht. Dickflüssiger Sirup hätte wenig Reizwirkung und würde nur abgelagert werden und das Brutnest einengen.

LG
Imka
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Zum Thema Winterbienen:

Winterbienen gibt es eigentlich garnicht.
Als Winterbienen sollte man langlebige Bienen bezeichnen, die kommen zu jeder Jahreszeit mehr oder weniger immer in Völkern vor.
Diese langlebigen Bienen entstehen wenn keine Brut gepflegt wird und keine junge Bienen schlüpfen.
Das UND ist dabei wichtig, das kann jeder testen der die Liebefelderschätzmethode erlernt.
Nimmt Völker immer wieder die kurz vor Schlupf stehenden verdeckelten Brutwaben und lasst nur offene Brut zurück, ihr werdet sehen dass das Volk trotzdem alt wird. Oder man entnimmt immer wieder alle alle offene Brut und gibt verdeckelte Brutwaben, das Volk wird auch alt.

Wer nähere dazu wissen will lese diese sehr gute Arbeit: [www.karger.com]

So nun zum Thema zurück: Ja, es fällt auf, dass im Gegensatz zu den Zeiten als noch intensiv Raps und Mais mit Imidiacloprid oder Clothianidin gebeizt wurden die Sommerlochbrutpausen wieder auftauchen im Juli, August. Die Völker müssen nicht mehr gegen die sommerlichen Bienenverluste anbrüten (wärmeres Brutnest; Neonics senken Bruttemperatur (dafür wurden sie erfunden bei Termiten)).

Diese Sommerlochbrutpausen sind wichtig zur Regeneration der Völker.
In der Regel fangen die Völker jetzt wieder an zu brüten, allerdings nun mit viel kleineren Brutnestern als im April, die Brutnester sollten nicht größer wie ca. 20 000 Zellen haben, was größer wird kostet Langlebigkeit.

Frohes schaffen

Der Drohn
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Wer Zeit hat höre diesen Vortrag: [youtu.be]

Der Drohn
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Und nein, Zuckerfütterung alleine regt keine Bruttätigkeit an, das kannst vergessen Alex, es muss das Juvelin-Hormon anwesend sein.
Wer unbedingt will dass seine Völker stark in Brut gehen ohne viele schlüpfende Bienen zu haben der nehme [www.beeculture.com] (Selbst getestet und wegen Skrupel wieder sein gelassen)

Es sei ihm dann auch bewußt dass er der Varroa zur Vermehrung verhilft.

Der Drohn
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 15.09.18 um 16:51 Uhr.
@ Bienenalex #
Bienenalex schrieb:

Dieses Thema ist schon einige Jahre alt. Und nun ist es 2018 . Der Titell ist m.E. aber brandaktuell

Wenn ich Völker nachsehe, fällt mir ständig bei sehr vielen Völkern Brutfreiheit auf, oder es nur noch verdeckelte Restbrut vorhanden. Bei einem Stand mit 14 Völkern war nur noch ein Volk in Brut. Weil es in diesem Zusammenhang auffällt, kommt es mir sogar supekt vor und ich beobachte es genauer.
In der Nähe dieses Standes fließt ein Bach, dessen Ufer stark mit einer Menge Springkkraut bewachsen ist. Üblicherweise kommen von dort die Bienen "gemüllert" zurück. Gestern war bei warmem Wetter von 26 Grad gar kein Flug.

Übrigens, die Brutfreiheit nutze ich um mit MS zu behandeln und noch ein paar Liter Sirup zu geben. Es muss aber Platz auf den Waben frei bleiben, damit ein eventueller Bruteinstieg nicht behindert wird. Das heist mit Augenmaß füttern. Ich bin mir sicher, dass sie wieder im Oktober mit 10 000 Zellen in Brut gehen, die dann von Varroa nicht befallen sind. Da ich hier mit Langstoth imkere, passt diese Brut locker auf 2 Waben.

TZZZ!!

Dieses Thema geht aber um die Brutfreiheit im Dezember!
Jetzt muß man unterscheiden zwischen Ablegern mit junger Königin und Altvölker mit alter oder uralter
Königin. Das Alter der Königin bestimmt momentan die Brutfläche. Auch die Bienenrasse ist maßgeblich daran beteiligt.
10 Sommerbienen wiegen 0,8 g.
10 Winterbienen wiegen 1g.
Jetzt beginnt die Zeit für die Winterbienen.
Freunde sind wie Sterne, Du kannst sie nicht immer sehen, aber trotzdem sind sie da.
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