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Umfrage

Teilnehmer: 81

Würdet ihr ein Kind in einen Kindergarten ohne Außengelände geben oder nicht?
Antworten   Stimmen Prozent
Niemals. Kinder brauchen Bewegung an frischer Luft und Platz zum Toben.
66 81 %
Ich bin unentschlossen. 0 0 %
Ja, aber nur wenn ansonsten wirklich kein Kindergartenplatz zu bekommen wäre.
12 15 %
Ja, manchmal muss auch an der Kinderbetreuung gespart werden.
3 4 %

Kindergärten ohne Garten?

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Kindergärten ohne Garten?
Hallo!

Würdet ihr ein Kind in eine Krippe oder einen Kindergarten geben, der kein eigenes Außengelände hat? Keinen Garten?
Bestimmt wissen viele noch gar nicht, dass es bereits etliche moderne "Kitas" gibt, die auf ihrer Homepage mit musikalischer Früherziehung oder "Frühenglisch" werben - und auf elegante Weise umschreiben, dass die Einrichtung ein Außengelände nur für die Mülltonnen hat.

Ich verlinke einen Thread aus dem Fachforum für Erzieher und freue mich über Stellungnahmen zu einem wichtigen Thema.

[www.forum-fuer-erzieher.de]

Freundliche Grüße

amaria

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@ amaria #
Hallo!

Schon so viele Abstimmungen in so kurzer Zeit! Damit habe ich nicht gerechnet. - Danke!

Nachdem ich gefragt habe, ob es als unerwünschte Werbung angesehen wird oder ob ich einen Link setzen darf, weise ich auf das Magazin "unerzogen" [www.unerzogen-magazin.de] hin. In ihm ist ein Artikel von mir erschienen mit dem Titel "Seht euch diese Kitas an!"

Ich bin natürlich dagegen, dass Kindergärten und Krippen eine Betriebserlaubnis erhalten können, wenn sie Kindern kein eigenes, auch mal nur von wenigen Kindern zu nutzendes Außengelände bieten können.
Mein eigener "Kindergarten" hatte übrigens eine Tür, die jederzeit in beide Richtungen offen war. - Ich war als Kind in keinem Kindergarten.

Gibt es hier eigentlich noch mehr Menschen, die als Kind keinen Kindergarten besucht haben?

Freundliche Grüße

amaria
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Die Abstimmung finde ich schwierig, weil geklickt ist ja schnell und so spontan schoss es mir auch in den Kopf "bloß nicht ohne Aussengelände". Aber mal näher betrachtet Ideale sind ja was Schönes... Bei dem aktuellen Bedarf ist die Aussage "Ich bin natürlich dagegen, dass Kindergärten und Krippen eine Betriebserlaubnis erhalten können, wenn sie Kindern kein eigenes, auch mal nur von wenigen Kindern zu nutzendes Außengelände bieten können. " irgendwie grenzwertig. Eine solche These wird sicher in diesem ländlich geprägten Forum viel Zuspruch finden, und ist ja auch ideal. Ich habe in Kiel, Hamburg und Berlin Kitas ohne Aussengelände gesehen, alle in relativer Nähe zu einem Park.
Was werden wohl Eltern sagen, die dringend auf 2 Einkommen und somit einen Betreuungsplatz angewiesen sind? Was werden die Kommunen sagen, die dringend die Hortplätze ausbauen müssen?
Letztlich kommt es bei einer Kita nicht auf das Aussgelände, sondern auf qualifiziertes Personal an.
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Hallo!

Danke für den Hinweis, dass die Abstimmung von dir als schwierig empfunden wurde. Tatsächlich habe ich gezögert, ob ich nicht die Antwortmöglichkeiten in der umgekehrten Reihenfolge hätte eingeben sollen. - Aber bei nur vier Alternativen dürfte der interessierte Leser noch alles überblicken können und ich hoffe, dass sich niemand manipuliert fühlt, weil ich eben die Variante, die für mich die kinderfreundlichste ist, an die erste Stelle gesetzt habe.

Die Neuseeländer engagieren sich zur Zeit dafür, dass der Kiwi, ihr inoffizielles Wappentier nicht ausstirbt. Sollten die Deutschen es dann nicht wenigstens schaffen, dass Kindergärten den Namen "Kindergarten" noch zu Recht tragen können?

In den Medien wird in regelmäßig über ADS, ADHS, Diabetes bei Kindern, mangelnde Koordinationsfähigkeit und eine Fülle von "Syndromen" berichtet, die therapiert werden sollen - aber darüber, wie sehr die Freiräume von Kindern immer weiter verkleinert oder gar beseitigt wurden, wurde in den letzten Jahren bemerkenswert wenig informiert.

Vielleicht mag jemand seine Kinder fragen, ob sie sich einen Kindergarten ohne Garten toll fänden. - Überraschungen sind möglich. Es gibt verfrorene Kinder und manche spielen zu gern Spiele, für die eine Steckdiose benötigt wird.

amaria
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Die Frage kann ich gar nicht beantworten.
Es kommt auf die Rahmenbedingungen an.
Bin ich den Rest des Tages eh mit dem Kind draussen unterwegs, wäre es mir egal.

Müsste das Kind ganztags in die Kita, würde ich immer nach einer Einrichtung mit Außengelände suchen.
Sofern man überhaupt eine Auswahl hat

Viele Erzieherinnen, die in einer Einrichtung ohne eigenes Außengelände arbeiten, gehen hier mit den Zwergen eh täglich auf öffentliche Spielplätze oder in den Wald.
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Ich habe zwar noch keine Kinder, aber ich kann mir nicht vorstellen, einen Kindergarten ohne Garten für mein Kind zu nehmen. Wir waren früher so viel draußen, bei jedem Wetter, das würde ich mir auch für mein Kind wünschen. Die Kinder heute sitzen ja sowieso schon viel mehr drinnen vorm Fernseher, Computer, iPad oder was es sonst noch so gibt.. Da fällt mir passend (unpassend) dazu ein: Ich habe letztens eine Familie in einem Restaurant gesehen, alle 4 Personen haben mit ihrem iPhone bzw. iPad gespielt und nicht geredet - so viel dazu. RAUS AN DIE LUFT! :)
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Zu einem Kindergarten gehört ein Außengelände. Notfalls müssen die Bauvorschriften so geändert werden, daß es für Kindergarten-Neubauten ohne Außengelände keine Baugenehmigung mehr gibt. Bestehende Kindergärten ohne Außengelände, sollten wenn am Gebäude der Zahn der Zeit nagt, verlegt werden.
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@ Landmaschinenfan #
Flensburger schrieb:
Letztlich kommt es bei einer Kita nicht auf das Aussgelände, sondern auf qualifiziertes Personal an.



Hallo!

Es ist zwar schmeichelhaft für den Berufsstand, aber als Erzieherin möchte ich Flensburger insofern widersprechen, dass Erzieherinnen die Nachteile eines fehlenden Außengeländes zwar beschönigen und verharmlosen, aber nicht wirklich ausgleichen können.
Auf öffentlichen Soielplätzen fehlt zum Beispiel ein Wasseranschluss. So gern Erzieherinnen die Kleinen auch Staudämme bauen und mit Matsch spielen lassen würden - sie können es nicht! Wasser schöpfen und Wasser von einem Gefäss in ein anderes schütten sind aber Tätigkeiten, die Kinder meist lieben und die sie spielerisch lernen lassen. Sie lernen etwas über Mengen, etwas über Temperaturen und Eigenschaften des Wassers. Wirklich enorm viele Denkprozesse werden bei Kindern angeregt, wenn man sie an Wasserläufen oder auch nur an Pfützen spielen lässt. - Bei Pfützen auf Spielplätzen jedoch können Erzieherinnen nicht wissen, wie versifft sie sind. Im Lokalteil des Bonner Generalanzeigers von heute steht auf Seite 22 unter der Überschrift "Es gibt leider eine Szene in der Altstadt", dass von Drogenabhängigen fort geworfene Spritzen auf Spielplätzen ein Problem sind. Ein Problem, dass insbesondere in den Innenstädten der Metropolen auftaucht, wo die Baugrundstücke so teuer sind, dass Einrichtungen aus Kostengründen - oder aber mangels eines passenden Grundstücks ohne Außengelände betrieben werden können.
Dass verschluckte Zigarettenkippen für Kleinkinder giftig sind, ist allgemein bekannt. - Trotzdem findet man auf nahezu allen Spielplätzen Kippen. Ich könnte ungebremst weiter schimpfen, lasse es aber jetzt mal und bin gespannt darauf, wie es hier weitergeht.

Schön, dass das Thema nicht auf Gleichgültigkeit stößt.

amaria
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Momentan ist man doch schonmal froh, überhaupt einen Kindergartenplatz zu ergattern...

Ich find die Abstimmung auch schwierig. Letztendlich kommts dann doch wieder auf die Eltern drauf an, wenn dann von den Eltern kommt "Jean-Luca hat sich ne leichte Erkältung geholt, der darf nicht raus", bleibt teilweise die ganze Gruppe drinnen, obwohl das Wetter nach "draussen" schreit. Ist schwierig.

Mir wäre glaube ich eher wichtig, dass die Gruppe ausgewogen ist und sich Erzieher kümmern, die Kinder aber auch mal "laufen lassen" und nicht ständig mit "Animationsprogramm" aufwarten.
LG
sasthi
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Der Kindergarten heisst ja nicht so weil ein Garten rings herum ist, sondern weil Kinder dort gehegt und gepflegt und sich entwickeln sollen wie Pflanzen in einem Garten.
Die Verantwortung für den Konsum an Elektrogeräten aller Art sehe ich zu Hause und ganz deutlich nicht in der Kita.
Die Verantwortung für saubere Spielplätze sehe ich bei der Stadt. Und diesbezüglich hilft ja auch Kommunikation Kita zur Stadt wenn der Spielplatz oder der Park um die Ecke im schlimmsten Fall ein "Siffladen" ist.
Bitte nicht falsch verstehen ich sehe ein Aussengelände auch als wichtig an aber es gibt städtische und familiäre Situationen, da zählen andere Prioritäten.
Nicht zu vergessen sind die Tagesmütter, die ja aktuell einen erheblichen Teil der Krippenkinder betreuen. Wenn Kitas ohne Aussengeländer - wie hier schon gefordert wurde - verboten werden sollen, dürfen dann Tagesmütter die in Wohnungen leben auch nicht mehr tätig sein?
Das Beispiel mit den Kippen ist sicher dramatisch aber bei den 3-6 jährigen möchte ich ganz gerne mit dem Finger auf die Eltern zeigen die Kinder zu sensibilisieren – Kippen liegen überall rum - und bei den Krippenkinder ist das Verhältnis Kinder - Erzieher ja ein anderer.
Ich habe so das Gefühl amaria kennst sich da viel besser aus als ich

Es ist und bleibt ein schwieriges Thema aber ich bin zutiefst davon überzeugt, dass in weniger ländlich geprägten Eltern-Kind Foren z.B. Landmaschinenfan für seine Aussage sehr gescholten worden wäre.
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