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Umfrage

Teilnehmer: 81

Würdet ihr ein Kind in einen Kindergarten ohne Außengelände geben oder nicht?
Antworten   Stimmen Prozent
Niemals. Kinder brauchen Bewegung an frischer Luft und Platz zum Toben.
66 81 %
Ich bin unentschlossen. 0 0 %
Ja, aber nur wenn ansonsten wirklich kein Kindergartenplatz zu bekommen wäre.
12 15 %
Ja, manchmal muss auch an der Kinderbetreuung gespart werden.
3 4 %

Kindergärten ohne Garten?

@ altilla #
... wenn der Herr Fröbel wüsste, was aus seinem Kindergarten-Konzept heutzutage geworden ist
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@ dacks #
dacks schrieb:

Ich merke, zumindest hier bei uns das zarte Plänzchen des umdenkens, vor allem bei jungen Eltern.




Wie schön für die Kinder, wenn ihre Eltern mitdenken und darauf achten, dass die Basics stimmen. Muss doch nicht sein, dass diejenigen, die privat gern Golf spielen dafür "sorgen", dass auf Kosten von Kindern und ihren Eltern gespart wird.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 18.08.17 um 23:37 Uhr.
@ kraeterfee #
kraeterfee schrieb:

... wenn der Herr Fröbel wüsste, was aus seinem Kindergarten-Konzept heutzutage geworden ist



Und wenn er wüsste, dass die Fröbel-Gruppe "Bildungsverrückte" als Erzieher gesucht hat, würde ihm bestimmt nochmal schlecht. [www.froebel-gruppe.de]
Und dann gibt es noch Krippen und Kitas, die sich in der Namenswahl auf Helden der Bücher von Astrid Lindgren beziehen. Dabei ist doch eigentlich jedem klar, dass eine Pippi Langstrumpf oder ein Michel aus Lönneberga es nicht lange in so einer engen Institution ausgehalten hätten.

Was mich auch geärgert hat: Dass die Journalisten aufgrund einiger schwedischer Vorzeigeeinrichtungen so getan haben, als sei in Schweden alles besser als bei uns. Auch dort werden die Kleinsten unter Personalmangel betreut. Und sobald Promis und Presse anrücken haben doch überall nach dem Dienstplan bemerkenswerterweise genau jene Erzieher frei, die etwas gegen den schönen Schein sagen würden.

Was wird wohl schneller da sein? - Elternproteste, die "nicht von schlechten Eltern" sind oder das schon lange versprochene "Kitaqualitätsgesetz"?

Freundliche Grüße

amaria

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Grundsätzlich würde ich meine Kinder nur in einem Kindergarten mit Außenanlage bzw. mit einem Garten schicken... schon alleine, weil man draußen einfach auch mehr Freiraum hat. Über die gute Luft in der Stadt lässt sich diskutieren...

Es sei denn, es geht einfach nicht anders in einer zumutbaren Entfernung.
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Wie gut das ich auf dem Dorf wohne. Mein Kind wird mal in den gleichen Kindergarten gehen in dem ich war. Hier haben die Kinder noch aufgeschlagene Knie und dreckige Finger. Das Außengelände ist gepflegt und mit sehr großem Sandkasten, Klettermöglichkeiten und Schaukeln versehen. Dazu laufen die Erzieherinnen fast jeden Tag eine große Runde durch den Wald mit den Kindern.

Leider ist es nicht möglich dort drei Fremdsprachen zu erlernen und eine Doktorarbeit dürfen die kleinen auch nicht schreiben. Macht ja auch nichts, erstmal sollen sie Kinder sein, der lerndruck kommt noch früh genug. Eltern denen das wichtig ist dürfen sich auch gerne mal mit ihren Kindern hinsetzen und selbst was machen statt die Erziehung an externe abzutreten.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 19.08.17 um 09:13 Uhr.
@ flaschenkuerbis #
flaschenkuerbis schrieb:

Grundsätzlich würde ich meine Kinder nur in einem Kindergarten mit Außenanlage bzw. mit einem Garten schicken... schon alleine, weil man draußen einfach auch mehr Freiraum hat. Über die gute Luft in der Stadt lässt sich diskutieren...

Es sei denn, es geht einfach nicht anders in einer zumutbaren Entfernung.


Wie sehr einzelne Eltern sich unter Druck gesetzt fühlen, wenn es um die Suche nach einem Betreuungsplatz für ihr Kind geht, mag dieser unglaublich wirkende Artikel verdeutlichen. [www.welt.de] Mütter ziehen mit frischer Kaiserschnittnarbe von Kita zu Kita, heißt es dort. Ist das nicht fürchterlich und grotesk, dass sich Mütter von der Suche nach einem Betreuungslatz für ihr Kind derart zermürben lassen?
Vielleicht war es von Wirtschaft und Politik ein kluger Schachzug, dass die Plätze nicht so leicht zu haben sind. Das Resultat spricht für sich. Viele Eltern nehmen - insbesondere in den Großstädten - Kindergartenplätze hin, die mit Recht beanstandet werden könnten. Dabei meinen es diese Eltern natürlich alle "grundsätzlich" gut.

Es ist wie bei den Politikern. "Grundsätzlich" bedeutet, dass auch anders entschieden werden kann, als entschieden werden sollte. (Etwas Klartext von Otto von Bismarck: "Wenn man sagt, dass man einer Sache grundsätzlich zustimmt, so bedeutet es, dass man nicht die geringste Absicht hat, sie in der Praxis durchzuführen."

Übrigens ist die Luft in Innenräumen schlechter als draußen. Wir können schließlich keine Atemluft aus einem Luftkurort heranschaffen und der hohe Anteil an ausdünstenden Kunststoffen in Krippen und Kitas belastet dort zusätzlich und nicht unerheblich die Atemluft. Besonders viele Schadstoffe dünsten aus den Matschhosen aus, aber auch diese mit weichen Kunststoffen ummantelten riesigen Bausteine im Turnraum sind nicht ohne Chemiecocktail zu haben. [www.spiegel.de] Kitas wurden Schadstoffrekorde gemessen.

Eltern sollten deshalb wirklich überlegen, wo und wie früh und für wie lange sie ein Kind in die Betreuung geben wollen. Gerade in neu gegründeten Krippengruppen, wo alles neu angeschafft wurde, dürfte das Kind mehr Schadstoffe aufnehmen können, die die Entstehung von Krebs fördern und Ursache einer späteren Zeugungsunfähigkeit sein könnten.

Ich finde, dass viel mehr getan werden müsste, damit wirklich alle Kindergärten zumutbar für Kinder sind. Elltern und vor allem die Erzieherinnen als Fachkräfte sind verantwortlich für den Alltag inden Einrichtungen. Unsere Politiker können worklich nicht für alles "verantwortlich" sein. Das versprochene Bundeskitaqualitätsgesetz wurde aus vielen pragmatischen Gründen immer noch nicht geschaffen. Es war zuletzt nur von "Eckpunkten" für eine Kitaqualitätsgesetz die Rede.

Kann mir jemand erklären, was ein "Eckpunkt" ist? Ich dachte immer, dass ein Punkt rund ist...


Freundliche Grüße

amaria


PS: Bei meiner Tastatur streikt der Buchstabe "P" schon mal. Hoffentlich habe ich alle "pösen" Fehler gefunden .
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Hallo!

Aus den "Eckpunkten" ist nun - diese Worte muss man mal auf sich wirken lassen! - eine "Initiative für ein neues Qualitätsversprechen für gute Kitas in Deutschland" geworden. Katarina Barley nimmt den Wahlkampf locker... Aber sie gibt sich bescheiden. Es ist nur von einem Versprechen die Rede! [www.bmfsfj.de]

Derweil werben Unternehmen dafür, wie gut Kunstrasen auch für Kindergärten sein soll.
Betont werden sogar die besonderen Vorteile für Eltern... "Selbst bei starkem Regen sorgen hochwertig verarbeitete Fasern dafür, dass Stolperfallen, wie Schlammpfützen oder matschige Mulden auf dem künstlichen Rasenteppich keine Chance haben. Somit ist auch ein elternfreundliches, weitgehend sauberes Spielen auch bei schlechtem Wetter möglich." Das und andere bedenkenswerte Aussagen finden sich auf "Kunstrasenwelt.de"

Auch ohne Laborbefunde und Expertenmeinungen ist es keine Überraschung, dass Kunstrasen zu Beanstandungen geführt hat: [www.hr-online.de]

Übrigens wurden in einem Erzieherforum schon Beiträge, in denen ich meine mangelnde Begeisterung für Kunstrasen kundgetan habe, schon entsprechende Beiträge oder Links entfernt...

Vermutlich habe ich den Kunstrasen beleidigt...

Freundliche Grüße

amaria
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@ amaria #
Ich selbst bin ja seit langer Zeit aus der Kindergarten-Scene raus, aber hier wird viel von Anbauten in Form von "Bewegungsräumen" in den lokalen Zeitungen geschrieben. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das finden soll ... Braucht es das ? Ist es nicht viel schöner, raus zu gehen ? Auch bei Regen ? Zu Hause wird doch auch nicht stundenlang "die Sau" in der Wohnung/im Haus rausgelassen.
Naja, und Kunstrasen ist ja der Oberhammer
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 09.09.17 um 07:13 Uhr.
@ Gento #
Gento schrieb:

...... Braucht es das ? Ist es nicht viel schöner, raus zu gehen ? Auch bei Regen ? Zu Hause wird doch auch nicht stundenlang "die Sau" in der Wohnung/im Haus rausgelassen.
Naja, und Kunstrasen ist ja der Oberhammer



Einfach raus gehen, die Kinder lernen lassen, sich den Weg- & Wettergegebenheiten anzupassen und Freude & Spaß daran haben.
Viele Leute sind verwirrt, wenn ein Satz anders endet als man Rübenmus.
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@ Leanne #
Einfach raus gehen, die Kinder lernen lassen, sich den Weg- & Wettergegebenheiten anzupassen und Freude & Spaß daran haben.

Meine Mutter sagt immer, wenn sie ihre Enkel im Dreck toben sieht: Früher gab es keine Matschhosen und Regenkleidung!
Wenn man schon die Ausrüstung hat, dann sollte man sie doch nutzen!
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