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Umfrage

Teilnehmer: 81

Würdet ihr ein Kind in einen Kindergarten ohne Außengelände geben oder nicht?
Antworten   Stimmen Prozent
Niemals. Kinder brauchen Bewegung an frischer Luft und Platz zum Toben.
66 81 %
Ich bin unentschlossen. 0 0 %
Ja, aber nur wenn ansonsten wirklich kein Kindergartenplatz zu bekommen wäre.
12 15 %
Ja, manchmal muss auch an der Kinderbetreuung gespart werden.
3 4 %

Kindergärten ohne Garten?

@ Gento #

Naja, und Kunstrasen ist ja der Oberhammer


Keine Ahnung wie pflegeleicht Kunstrasen ist, wenn sich ein Kind auf ihn erbrochen hat. Einmal die mit Kunstrasen ausgestattete Dachterrasse abspritzen kann in Städten schließlich auch keine Lösung sein.


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@ altilla #
altilla schrieb:

Meine Mutter sagt immer, wenn sie ihre Enkel im Dreck toben sieht: Früher gab es keine Matschhosen und Regenkleidung!
Wenn man schon die Ausrüstung hat, dann sollte man sie doch nutzen!


Paradoxerweise zwingen Erzieherinnen in verdammt sterilen Kitas die Kinder oftmals dazu, Matschhosen anzuziehen. Nicht selten mit der Begründung, dass die Eltern sich ansonsten "bedanken" = beschweren würden. Und dort, wo das Spielgelände den Kindern mehr Spielmöglichkeiten bietet, lässt man eher zu, dass Kinder mal dreckig werden und sich umziehen müssen.

Leider wird in mehrgruppigen Einrichtungen nicht selten von Kolleginnen Druck dahingehend ausgeübt, dass Kinder zu bestimmten Zeiten alle ihre Matschhosen anziehen müssten. Der offizielle Ausdruck lautet "Teambeschluss". Man kann es aber auch Gruppendruck nennen...

Es gab sogar schon Erzieherinnen, die überlegt haben, ob sie nicht als "gute Vorbilder" selbst regensichere Schutzkleidung im Außengelände anziehen sollten. (Zum Glück entstand kein entsprechender Trend.)

Bei mir würden diese Matschhosen niemals auf die Liste der Sachen gesetzt werden, die Eltern anschaffen sollen. Die Schadstoffwerte sind hoch und das Schwitzen unter Plastik empfinden immer noch viele Kinder als unangenehm. Wenn man mitkriegt, wie ungern viele Kinder Matschhosen anziehen, dann kann das nachdenklich stimmen.
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@ amaria #
Eine Matschhosenpflicht sollte natürlich nicht bestehen. Als meine Jungs klein waren, waren die Teile allerdings der Burner, klar hatten sie eine. Und wenn bei Regenwetter die abschüssige Garagenauffahrt (unten bildete sich immer eine Riesenpfütze) fürs Bobbycarrennen herhalten musste, hatten sie diese auch an. Für den Kindergarten gab es an solchen Tagen ne Ersatzhose mit, das reichte.
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@ Gento #
Gento schrieb:

Eine Matschhosenpflicht sollte natürlich nicht bestehen. Als meine Jungs klein waren, waren die Teile allerdings der Burner, klar hatten sie eine. Und wenn bei Regenwetter die abschüssige Garagenauffahrt (unten bildete sich immer eine Riesenpfütze) fürs Bobbycarrennen herhalten musste, hatten sie diese auch an. Für den Kindergarten gab es an solchen Tagen ne Ersatzhose mit, das reichte.


Heute sind es die Verkleidungen als Prinzessinnen oder Feen bei den Mädchen und die diversen Superman-Modellle für Jungen, die viele Eltern kaufen, weil Kinder sie wünschen und Kindergeburtstage oftmals unter einem Motto stattfinden. Für Halloween muss auch wieder "geschoppt" werden.

Wenn über die Matschhosenpflicht im Rahmen eines Demokratie-Projektes (sie sind groß in Mode und durchaus sinnvoll!) abgestimmt würde, wären die Kinder selbstverständlich gegen einen Zwang. Obwohl nicht wenige Erzieherinnen oft Kopfschmerzen haben und die Ursache schwer zu finden ist, trauen sie sich nicht, wenigstens mal auszuprobieren, ob es den Kindern und ihnen nicht besser gehen würde, wenn in dern Einrichtungen weniger Schadstoffe ausgasen würden. Die Werte in Tests würden ein Verbot allemal als vertretbar dastehen lassen. Aber natürlich denken Erzieherinnen auch an dem Mehraufwand an Arbeit, der auf sie zukommen könnte.

Die Verantwortung liegt wohl in erster Linie bei den Eltern. Sie könnten doch wirklich mal - zumindest ein Teil der Elternschaft - wegen der krebserregenden Stoffe und den Chemikalien, die eine spätere Unfruchtbarkeit der Jungen begünstigen auf Diskussionen bestehen. Die Qualität des Essens ist ein Daiuerthema, obwohl das Essen davon nicht unbedingt besser wird. - Was die Matschhosen angeht, ließe sich über ein Mehr an Gesundheitsbewusstsein einiges ändern. Einen Zwang, Schutzkleidung zu tragen, dürfte es in Kindergärten nicht geben. (Aber viele Eltern haben sich schriftlich verpflichtet, ihrem Kind immer eine mitzugeben.)
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 13.09.17 um 10:27 Uhr.
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Wenn über die Matschhosenpflicht im Rahmen eines Demokratie-Projektes

............................. ..... allein dieses Wort in diesem Zusammenhang .... .... wer meint er braucht ne Matschhose im Kindergarten soll sie haben, einem anderen genügt ne ganz normale Hose zum Wechseln
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@ fuchsjaegerin #
fuchsjaegerin schrieb:

Wenn über die Matschhosenpflicht im Rahmen eines Demokratie-Projektes

............................. ..... allein dieses Wort in diesem Zusammenhang .... .... wer meint er braucht ne Matschhose im Kindergarten soll sie haben, einem anderen genügt ne ganz normale Hose zum Wechseln



Ja, der Pädagogen-Slang ist eine Nummer für sich und wie ernst es der Bertelsmann-Stiftung ist, mag dieser Link verdeutlichen. [www.bertelsmann-stiftung.de]

Am meisten gelacht habe ich über "Die Hundehaufen im Park", aber es war ein Lachen, das eher iim Hals stecken bleibt, weil man eben nicht ausblenden kann, was hinter den Geschichtchen steht. Gut fand ich, dass die Piraten sich intensiv mit dem Einfluss auf Gütersloh beschäftigt haben. [www.heise.de]

Die Stiftung soll stiften gehen, hieß es einmal.

Nachdem etliche Jahrgänge von Kindern Matschhosen tragen mussten, gehe ich davon aus, dass nicht wenige Erzieherinnen meinen, sie hätten ein Gewohnheitsrecht darauf, dass Kinder auf ihr Kommando hin abwaschbare Kleidung anziehen. Immerhin den Vorschulkindern wird schon mal freigestellt,ob sie sie anziehen wollen oder nicht. (Und das dürfen sie manchmal auch nur nachmittags entscheiden...)


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Beitrag vom Autor bearbeitet am 13.09.17 um 15:58 Uhr.
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Ja, manche "Pädagogen" sind in der Tat eine Nummer für sich.

Am meisten gelacht hast über "Die Hundehaufen im Park" - ich auch


wär ja eine Lachpille, wenn's nicht der traurigen Realität entsprechen täte: die alte Dame mit dem Hund und dem Argument keine Büdel für Hundeschxxxe im Park hätte ich ausgezählt
kann doch jeder überall welche kaufen und in der Tasche haben, manche klicken das Tütenröllchen sogar deutlich sichtbar an die Hundeleine / ans Hundegeschirr - wer sich einen Hund leisten kann, kann auch seine Kötelbüdel selber finanzieren.
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@ amaria #
Von einer Pflicht wollte ich auch nicht schreiben. Aber statt die Kinder drin zu lassen, sollte man diese Möglichkeit doch nutzen, wenn man sie nun mal hat.
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@ altilla #
Für eine kleine Lesung, die ich am Tag des Kindes halten werde, habe ich vorhin eine alte Puppe mit Mullbinden eingewickelt. An die Brust kommt nachher noch ein Zettel, auf dem steht in Handschrift "Born to be wild!"

Das "wild" wird noch von einem schmalen Streifen überklebt werden, auf dem in ordentlichen Druckbuchstaben "gebildet = gebildet = gebildet = gebildet" steht. Das "Bildungsband" soll an die Schärpe einer Schönheitskönigin erinnern.

Wenn Kinder ihre Kindheit einfach mal in vollen Zügen nutzen könnten, würden sie sich auch später viel besser auf etwas Wesentliches konzentrieren können. Toben und auch immer wieder trödeln zu können - beides ist wichtig und beides sollen Kinder heute tunlichst unter kontrollierten Bedingungen.
Montags Indoorspielplatz, dienstags Kinderyoga... und für die Ferien buchen nicht wenige Eltern künstliche Urlaubsparadiese, an denen sich Animateure um die Kids im "Mini-Club" kümmern.

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@ amaria #

Du musst der Puppe noch ein Sagrotan-Tuch in die Hand geben.
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