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Oxalsäureverdampfen

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@ jakobleipzig #
jakobleipzig schrieb:
... da das OS-Verdampfen keine zugelassene Behandlungsmethode ist, muss das Bedampfen auch nicht in etwas Offizielles eingetragen werden.
Ins Bestandsbuch kommen die (zugelassenen) Methoden, die ich gegen Varroa anwende.
Mancher kommt mit soviel "Freiheit" nicht klar...
JO !!!
Und der Tacho im Auto wird weggeschaltet, weil :
dann braucht man sich auch nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten ...


Merkwürdiges "Freiheitsverständnis" ...



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@ immenguru #
immenguru schrieb:


- oder auch bereits im Frühling „QUAMS“


kannst Du das mal für mich auf hochdeutsch sagen?
10 mal zieht der Jäger aus 9 mal kehrt er leer nach Haus
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@ immenguru #
Ich verstehe die (deine) Erregung nicht !

Ich habe nichts gegen MS-benutze ich auch,dort wo und wann es passt,alles eingebettete in eine Strategie die funktioniert (AS 60% mit Nassenheider Professional,Oxuvar;
MS, AS OX werden über den Verein nachweislich bezogen ).

Wenn die alleinige Anwendung von MS,selbst bei einem ausgeklügelten Verfahren,völlig ausreichen würde,heißt doch, das alle Anwender diese ausgeklügeltes Verfahren kennen und anwenden müßten,dies scheint aber doch nicht so einfach zu sein.

Da wir hier bei Oxalsäure Verdampfen sind,auch dabei stört mich, das diese Anwender meinen,das Verfahren ist einzig und alleine das Richtige.Schlimmer noch,sie stellen das Verfahren als harmlos da,ist es aber für den Anwender (besonders für den /die jungen Anwender(in)) nicht.
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@ Ali #
Ali schrieb:
kannst Du das mal für mich auf hochdeutsch sagen?
Du meinst "QUAMS" ???
"Sagen" ja, aber niemals schreiben ...


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@ immenguru #
immenguru schrieb:
Und ob ich im Herbst bei den Wi-Völkern noch bis zu 2 weitere MS15%-Behandlungen (anstelle von wochenlangen AS-Dauer-Torturen und einer zusätzlichen OS-Dusche im Winter mache,
macht für mich (und auch für die Bienen) einen eklatanten Unterschied.


Hallo immenguru, sehe ich das richtig:
Dein Konzept sieht im Herbst Brutunterbrechung vor (2x ?), damit Du MS auf die brutfreien Waben sprühen kannst?
Der Brutunterbrechung wird ja schon selber eine günstige Wirkung auf die Milben nachgesagt.
1
 
@ Anker #
Anker schrieb:
Ich verstehe die (deine) Erregung nicht !
Ich bin nicht "erregt" ...
Vor allem nicht beim Kopfschütteln ...

und:
Wenn die alleinige Anwendung von MS, selbst bei einem ausgeklügelten Verfahren völlig ausreichen würde, heißt doch, das alle Anwender diese ausgeklügeltes Verfahren kennen und anwenden müßten, dies scheint aber doch nicht so einfach zu sein.
Tolle Argumente:
Die MS15%-Methode -
- ist nicht "ausgeklügelt", sondern nur schlicht und ergreifend sinnvoll,
- alleine reicht völlig zur Behandlung gegen Varroa aus,
- ist auch weitestgehend bekannt, verlangt aber Wissen (um die Varroa) und ist NICHT an den Kalender sondern an den Zustand der Bienenvölker gebunden. Und das alleine ist schon für Viele DAS Problem.
- IST einfach anzuwenden. Aber dazu muss jemand selber denken und entscheiden ... und nicht nur nachmachen was andere "schon immer so" machen oder neumodischen Ideen nachhoppeln.


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@ jakobleipzig #
jakobleipzig schrieb:
Hallo immenguru, sehe ich das richtig:
Dein Konzept sieht im Herbst Brutunterbrechung vor (2x ?), damit Du MS auf die brutfreien Waben sprühen kannst?
Nein.
Mit MS15% (2 - 3x innerhalb eines Verdeckelungs-Zyklus) sind nahezu alle Milben letal geschädigt.
Eine Brut- und Fütterungs-Unterbrechung für die Bienen tritt dabei NICHT ein.

Das Sprühen (von nur 1x MS15%) auf brutfreie Völker bietet sich natürlich bei Brutablegern (die neue Kö stiftet bereits, die alte Brut ist restlos geschlüpft) oder evtll. m Spätherbst (falls das Volk brutfrei ist) als vorgezogene Jahres-Endbehandlung an.

und :
Der Brutunterbrechung wird ja schon selber eine günstige Wirkung auf die Milben nachgesagt.
Ja.
Und diese Brutunterbrechung macht auch vermutlich >75% der AS-Wirkung auf die Varroa aus ...
(auf die Bienen wird dabei halt keine Rücksicht genommen).
... Eine Brutscheuer/Zwischenableger etc. wäre ja bereits zuviel "Arbeit" ...


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@ Anker #
Anker schrieb:

Es ist immer wieder "erfrischend",wie manche Leute (so um die Ecke) das OS-Verfahren verdampfen
beschreiben und begründen.

Es ist in D nicht zugelassen.

Wer es meint machen zu dürfen,soll das mal schön im Bestandsbuch dokumentieren(das muß er allemal),
die Lebensmittelüberwachung anrufen,dann wird er schon sehen.
Er möge hier berichten,wie es ausgegangen ist !


Hallo,
ich möchte die kontrovers geführte Diskussion, betreffend der Anwendung von Stoffen, die nicht als Arzneimittel zugelassen sind, nicht noch befeuern, indem ich so um die Ecke herum etwas konstruiere, nur um zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen. Auch geht es mir nicht um Besserwisserei. Mir geht es nur darum, mehr Verständnis und Klarheit in diese Thematik zu bringen, die aufgrund der verschiedensten Meinung komplex erscheint, aber bei objektiver Würdigung gar nicht ist.

Die scheinbaren Unklarheiten und die festgefahrenen Standpunkte beruhen doch letztlich darauf, dass pauschale Aussagen von scheinbar kompetenten Fachleuten, teils undifferenziert übernommen oder falsch interpretiert wurden ohne eine hinreichende, rechtliche Bewertung und Auslegung vorzunehmen. Rechtlich unbegründete Behauptungen, egal von wem diese aufgestellt werden, sind irrrelevant. Die Hauptursache von Fehlinterpretationen liegt in der mangelnden Differenzierung, hinsichtlich der rechtlichen Einordnung eines Stoffes. Zudem ist nur als unzulässig, so wie straf- oder bußgeldbewährt, anzusehen, was durch eine Rechtsvorschrift entsprechend bestimmt ist. Für jede Handlungsverpflichtung muss eine Rechtsgrundlage vorliegen. Keine Strafe ohne Gesetz!
Meine Ausführungen sind somit keine Ableitungen von irgendwelchen pauschalen Behauptungen, sondern die geradlinige Konsequenz aus rechtlichen Bestimmungen.

Für die Bewertung der zulässigen Verwendung eines Stoffes, ist hier das Chemikaliengesetz, Arzneimittelgesetz und die Bienenseuchenverordnung relevant.
Eine Fixierung, allein auf OS-Verdampfung bringt keine Klarheit. Es geht um Stoffe, egal ob sie als wirksam zu betrachten sind oder nicht, die in rechtlicher Hinsicht keine Arzneimittel sind. Was Arzneimittel sind, habe ich bereits ausführlich in einem der vorherigen Beiträge dargelegt. Begriffsbestimmung, siehe Link:
[www.gesetze-im-internet.de]

Grundsätzlich muss erst definiert werden, ob ein Stoff für therapeutische Zwecke bestimmt ist oder nicht. Die Zweckbestimmung erfolgt nicht vom Verbraucher, sondern vom Hersteller oder Vertreiber eines Produkts, durch entsprechende Produktbeschreibung und Deklarierung.

Stoffe oder Zubereitung, die nicht zu therapeutischen Zwecken bestimmt sind, unterliegen nicht dem AMG. Hinsichtlich der Verwendung, gibt es bezüglich der hier in Frage kommenden Stoffe, auch keine Beschränkungen, hinsichtlich ihrer Art der Verwendung, nach dem Chemikaliengesetz. Mir ist keine Rechtsvorschrift bekannt, die bestimmt, dass nur zugelassene Arzneimittel, für therapeutische Zwecke, eingesetzt werden dürfen; weder für humanmedizinische Behandlungen, noch bei Tieren. Wer gegenteiliger Meinung ist, möge bitte eine derartige Rechtsvorschrift konkret benennen.

Eine Ausnahme stellt die Erfüllung der Behandlungsverpflichtung nach der BienSeuchV dar, weil der Veterinär, aufgrund er ihm vorgegebenen Handlungsverpflichtung, nur zugelassene Arzneimittel anerkennen kann.
Wenn es ein entsprechendes Anwendungsverbot gäbe, hätte dies gravierende Auswirkungen. Beispielsweise dürfe dann jeder Kranke, nur zugelassene Arzneimittel, in der dafür vorgesehenen Applikation verwenden. Die Anwendung anderer Stoffe oder der sogenannten Hausmittel wäre dann auch unzulässig.

Das AMG regelt nicht die Anwendung, sondern den Verkehr mit Arzneimitteln. Und der Begriff „zugelassen“ im Sinne des AMG, berührt die allgemeine „Zulässigkeit“ der Anwendung anderer Stoffe nicht. Wenn dies, wie so oft, falsch interpretiert wird, begründet es fälschlicherweise die Behauptung, dass die Anwendung von OS etc. nicht zulässig ist. Tatsächlich liegt aber nur keine Zulassung im Sinne des AMG vor, mit der Folge, dass nicht zugelassene Arzneimittel nicht in der Verkehr gebracht werden dürfen.

Unbeachtet bleibt oft, dass die Bezeichnung „Arzneimittelgesetz“ nur eine Kurzform ist und die vollständige Bezeichnung lautet: „Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln“. Siehe Link: [www.gesetze-im-internet.de]
In § 1 ist der Zweck klar bestimmt: „Es ist der Zweck dieses Gesetzes, im Interesse einer ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung von Mensch und Tier für die Sicherheit im Verkehr mit Arzneimitteln, insbesondere für die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Arzneimittel nach Maßgabe der folgenden Vorschriften zu sorgen“.
Somit kann ohne irgendwelche Rechtsverdrehung abgeleitet werden, dass es nur um Herstellung und Vertrieb mit Arzneimitteln geht und nicht darum, welche Stoffe der Anwender für therapeutische Zwecke verwendet.

Durch die Bestimmungen in der BienSeuchV wird der Bienenhalter zu jährlicher Behandlung verpflichtet. [www.gesetze-im-internet.de]
§ 15 (1) Ist ein Bienenstand mit Varroamilben befallen, so hat der Besitzer alle Bienenvölker des Bienenstandes jährlich gegen Varroatose zu behandeln.
Es wird ist zwar nicht explizit aufgeführt, dass zur Behandlung ein dafür geeignetes, zugelassenes Arzneimittel verwendet werden muss, doch ist davon auszugehen, dass die Veterinärämtern, die Behandlungsverpflichtung nur dann als erfüllt betrachten, wenn ein zugelassenes Arzneimittel, in der vorgesehenen Applikationsform, verwendet wurde. Es gibt aber keine Vorschrift, die generell festlegt, dass bei Varroabehandlung, nur dafür bestimmte Stoffe oder zugelassene Arzneimittel verwendet werden dürfen.

Eine Missachtung der Behandlungsverpflichtung ist gemäß § 25 BienSeuchV nicht straf- oder bußgeldbewährt. Verstöße gegen § 15 sind nicht als Ordnungwidrigkeit bezeichnet. Die zuständige Behörde kann jedoch, bei Missachtung, die Behandlung anordnen und die Art der Behandlung bestimmen ggf. mittels Verwaltungsakt erzwingen.

Trotz dieser Behandlungsverpflichtung, handeln wir Imker letztlich nicht wegen dieser rechtlichen Anordnung, sondern weit darüber hinausgehend, im eigenen Interesse und aus Verantwortung gegenüber den Bienen. Der sich daraus ergebende Handlungsspielraum sollte es zulassen, nach Erfüllung der rechtlichen Verpflichtung (jährlich zu behandeln), ergänzende Behandlungen, mit nicht als Arzneimittel zugelassenen, aber geeigneten Stoffen durchzuführen. Hierbei liegt die Verantwortung natürlich im vollem Umfang (auch betreffend Rückstände) beim Anwender.

Bei Anwendung derartiger Stoffe besteht keine Dokumentationspflicht im Bestandsbuch. Anwendung von apotheken- und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln müssen eingetragen werden, aber nicht die Anwendung von Stoffen, die keine Arzneimittel sind oder Arzneimittel die der Apothekenpflicht nicht unterliegen (MS, AS). Dies mag zwar „unsinnig“ erscheinen, es ist aber so!
[www.lwg.bayern.de]

Die Diskussion um das Für und Wider von OS-Bedampfung oder der Verwendung nicht zugelassener Arzneimittel, wird damit sicherlich nicht beendet sein. Die immer wieder in Frage gestellte Zulässigkeit sollte aber differenzierter betrachtet werden, insbesondere, wenn die gesetzlich geforderte Behandlungspflicht erfüllt wurde. Es mag zwar strittig sein, aber ich sehe die gesetzlich bestimmte Behandlungsverpflichtung als erfüllt an, wenn beispielsweise im Spätsommer eine Behandlung mit einem der dafür zugelassenen Arzneimittel erfolgt. Für die darüber hinausreichenden Ergänzungs- oder Folgebehandlungen, insbesondere eine Winterbehandlung, kann ich aus den bestehenden Vorschriften, keine rechtlich relevante Beschränkung ableiten.
LG
Imka
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Sehr schön, Imka, danke für die Ausarbeitung!

Fazit: niemand macht sich strafbar, wenn er seine Bienen mit Oxalsäure bedampft.
Gruß
Kai
Danke für über 10.000 Youtube-Abonnenten: [www.youtube.com] - Mein Imker-Equipment: [imkerforum.nordbiene.de]
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@ immenguru #
immenguru schrieb:

JO !!!
Und der Tacho im Auto wird weggeschaltet, weil :
dann braucht man sich auch nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten ...


Merkwürdiges "Freiheitsverständnis" ...


Hast es halt nicht verstanden, deswegen der unsinnige Vergleich.
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