Zur mobilen Version wechseln »

Die schönsten Advents - und Weihnachtsgedichte

1 2 3 ... 11 weiter »
Beitrag bearbeitet von Community Managerin Katalin am 28.11.12 um 12:06 Uhr.
#
Die schönsten Advents - und Weihnachtsgedichte
Advent der Kinderzeit

Wenn Kinder Schneemänner und Eiszapfen zählen
und sich Erwachsene mit der Schneeschaufel quälen,
wenn die Kinder beim „Brief ans Christkind“ sitzen,
während die Großen über dem Einkaufszettel schwitzen,
wenn Kinder Lieder singen und Kekse essen –
und wir uns mit Geschenkeinkäufen stressen,
wenn Kinderaugen voll Vorfreude strahlen –
und wir uns winden in der Hektik Qualen,
wenn wir geben der Weihnachtszeit am Stress die Schuld,
während Kinder auf’s Christkind warten - voll Ungeduld,
wenn die Großen die Hektik zu Weihnacht verfluchen,
währen Kinder nach Rentierspuren und Engelshaar suchen,
wenn die Kleinen sich freuen auf all die Geschenke,
während ich oft schon an den Umtausch denke –
dann wünsch ich, er wär’ nicht schon weg so weit –
mein wunderbarer Advent der Kinderzeit!
Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist der gleiche wie zwischen einem Blitz und einem Glühwürmchen.

Mark Twain

Schlagwörter dieses Themas: hinzufügen »

12
 
#
Adventsgrüße

A bisserl z`sammenhuckn,
a wenig zuwedruckn,
amol auf langsam schalten,
wen um die Schultern halten,
mit dir Adventskranz binden,
a helles Licht anzündn,
a neichs Rezept probiern,
still durch den Wald spaziern,
sich mit sei´m Feind versöhnen
und an den Freund gewöhnen,
das Auto stehen lassen,
die „Zeit im Bild“ verpassen,
dem Nachbarn Kohln bringen,
mitnand a Liadle singen,
a kalte Hand berührn,
a leises Klingen spürn,
an frischen Stiezl riachn,
zu dir ins Bettle kriachn,
aufs Wünschen nit vagessn,
mitnand die Bibel lesen,
auf Kinderfragen hearn,
a bisserl leiser wern,
nit mehr so damisch jagn,
a bittre Stund ertragn,
ganz wach sein und ganz offen,
und auf sei Ankunft hoffn,
auf de sich alle gfrein –
dann wird wohl Weihnacht sein!


das hat mir eine liebe Verwandte aus der Steiermark geschickt
6
 
#
Tannengeflüster
von James Krüss

Wenn die ersten Fröste knistern
in dem Wald bei Bayrisch-Moos,
geht ein wispern und ein flüstern
in den Tannenbäumen los,
ein Gekicher und Gesumm,
ringsherum
Eine Tanne lernt Gedichte,
eine Lerche hört ihr zu.
Eine dicke alte Fichte
sagt verdrieslich: gebt doch Ruh!
Kerzenlich und Weihnachtszeit
sind noch weit!
Vierundzwanzig lange Tage
wird gekräuselt und gestutzt
und das Wäldchen ohne Frage
wunderhübsch herausgeputzt.
Wer noch fragt: Wieso? Warum? -
der ist dumm.
Was das Flüstern hier bedeutet
weiß man selbst im Spatzennest:
Jeder Tannenbaum bereitet
sich nun vor aufs Weihnachtsfest.
Denn ein Tannenbaum zu sein:
das ist fein!
8
 
#
Wenn der Bauer Sternlein sieht,
weiß er nicht wie ihm geschieht,
denn er liegt bei seiner Alten,
statt besser für Weihnachten Brennholz zu spalten
4
 
#
Was zum schmunzeln....

Die Weihnachtsgans

von Heinz Erhardt

Tiefgefroren in der Truhe
liegt die Gans aus Dänemark.
Vorläufig lässt man in Ruhe
sie in ihrem weissen Sarg.
Ohne Kopf, Hals und Gekröse
liegt sie neben dem Spinat.
Ob sie wohl ein wenig böse
ist, dass man sie schlachten tat?
Oder ist es nur zu kalt ihr,
man siehts an der Gänsehaut.
Na, sie wird bestimmt nicht alt hier
morgen wird sie aufgetaut.
Hm, welch Duft zieht aus dem Herde,
durch die ganze Wohnung dann.
Mach, dass gut der Braten werde -
Morgen kommt der Weihnachtsmann
Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist der gleiche wie zwischen einem Blitz und einem Glühwürmchen.

Mark Twain
13
 
@ HL1937 #
HL1937 schrieb:

Wenn der Bauer Sternlein sieht,
weiß er nicht wie ihm geschieht,
denn er liegt bei seiner Alten,
statt besser für Weihnachten Brennholz zu spalten


Wenns dann aa Stammhoita werd,
is aa ned verkehrd.

von mir....is ma grod so eigfoin
1
 
#
Weihnachten
Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus.
Sinnend geh ich durch die Gassen.
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt;
tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heil´ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen;
aus des Schnee Einsamkeit
steigt´s wie wunderbares Singen-;
o du gnadenreiche Zeit!
6
 
#
Die Weihnachtsmaus

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
sogar für die Gelehrten,
denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen oder Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem Mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
"Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen."

Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter,
was seltsam und erstaunlich war,
denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
"Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen."

Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andern leckren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
"Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen."

Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: "Welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da,
und just am Feiertage!"

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
"Sind erst die Süssigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!"

Und wirklich wahr:
die Maus blieb weg, sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus -
bei Fränzchen oder Lieschen -
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bisschen!

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen!

James Krüss
Ich bin da - und die Welt um mich her ist auch da - immer noch und IMMER NEU.

Wer sehen kann, kann auch fotografieren. Sehen lernen kann allerdings dauern.
Waltraut Bensch: [www.fotocommunity.de]
Fotografie liegt zwischen Kunst und Leben.
Markus Bensch: [muenster.ms] [www.flickr.com]

7
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 29.11.12 um 07:59 Uhr.
#
Knecht Ruprecht

Von drauß vom Walde komm' ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein blitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor.

Und wie ich so strolcht' durch den finstern Tann,
Da rief's mich mit heller Stimme an:
"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt' und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
Und morgen flieg' ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!"

Ich sprach: "O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo's eitel gute Kinder hat." -

"Hast denn das Säcklein auch bei dir?"
Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier;
Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
Essen fromme Kinder gern." -

"Hast denn die Rute auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil, den rechten."

Christkindlein sprach: "So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!"

Von drauß vom Walde komm' ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich's hierinnen find'!
Sind's gute Kind, sind's böse Kind?

Theodor Storm


Knecht Ruprecht ist der Gehilfe des heiligen Nikolaus, der im Brauchtum des nördlichen und mittleren deutschen Sprachraumes am Vorabend des 6. Dezember (Nikolaustag) zusammen mit dem Nikolaus Kinder zu Hause besucht und die blank geputzten Schuhe mit Süßigkeiten füllt, die auf der Fensterbank bereit gestellt wurden.
Ich bin da - und die Welt um mich her ist auch da - immer noch und IMMER NEU.

Wer sehen kann, kann auch fotografieren. Sehen lernen kann allerdings dauern.
Waltraut Bensch: [www.fotocommunity.de]
Fotografie liegt zwischen Kunst und Leben.
Markus Bensch: [muenster.ms] [www.flickr.com]

7
 
#
Der Bratapfel

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie's knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel,
der Kapfel, der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

(Volksgut aus Bayern)
Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist der gleiche wie zwischen einem Blitz und einem Glühwürmchen.

Mark Twain
8
 
1 2 3 ... 11 weiter »
Werde Mitglied der Community Land und Natur, um an dieser Diskussion teilzunehmen!
Zum Seitenanfang