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Die schönsten Advents - und Weihnachtsgedichte

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2 Engel
Die Suche nach der Liebe

Wo find´ich die Liebe,
von der man spricht?
Wo sie fehlt wird´s dunkel,
da sieht man kein Licht.
Man sehnt sich nach einem
freundlichen Blick.
Nach einem Wort,
das wieder verbindet.
Nach Versöhnung und Frieden -
wie´s der Engel verkündet.
Wir müssen damit im Kleinen beginnen.
Und zwar sofort,
keine Zeit soll verrinnen!
Es eilen die Tage, die Jahre dahin.
Ohne Liebe und Güte
sind sie ohne Sinn.
Auch vor Gott,
die Liebe kann so nicht bestehn´n!
Wär Frieden bei den Menschen,
wie wär Weihnachten schön!


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Das Christkind und der Weihnachtsmann
Die können sich nicht leiden
Das merkt man deutlich schon daran
Dass sie sich immer meiden

Was sehen wir an diesem Fall
Was kann er uns beweisen?
Familienkrach gibt´s überall
Sogar in besten Kreisen

(Copyright Horst Winkler)
Garten
Land und Natur
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 29.11.12 um 12:40 Uhr.
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Loriot:
Lider gekürzt:
[www.youtube.com]

Hier nicht von Loriot vorgetragen:
[www.youtube.com]
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O SCHÖNE ; HERRLICHE WEIHNACHTSZEIT

O schöne , herrliche Weihnachtszeit,
was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.

Und ist das Häuschen noch so klein,
so kommt der heil´ge Christ hinein
und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und Reichen,die Großen und Kleinen.

Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird vom ihm beschenkt.
Drum lasst uns freun und dankbar sein!
Er denkt auch unser,mein und dein.
hoffmann von Fallersleben
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Weihnachtsfrau oder Weihnachtsmann ???

von Helmut Schreiber

Im Sinne der Emanzipation
stellte sich jeder die Frage schon:
Warum heißt es "Weihnachtsmann" ?
Hörte es sich nicht besser an,
wenn es hieße "Weihnachtsfrau" ?
Nun ja, ich weiß es nicht genau.
Auf jeden Fall fiel es mir schwer,
käm da 'ne Frau mit Bart daher,
mir das Lachen zu verkneifen.
Weil Frauen doch gewöhnlich keifen,
erfreute es mich sowieso,
rief sie noch lauthals: Ho Ho Ho !

Man stelle sich vor, dann schwänge die Gute
während des Rufens auch noch ihre Rute.
Doch die Grenze zum guten Geschmack,
das wäre wohl der pralle Sack.

Nach dieser Analyse des Geschlechtes
und im Eifer des Gefechtes,
ergeben meine Argumente dann:
Es kann nur heißen: "Weihnachtsmann" !

Garten
Land und Natur
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Engelskerze
Es war einmal ein kleines Licht.
Weil es Angst vor dem Verlöschen hatte, machte es sich auf die Suche
nach einem großen Licht, das bleibt.
Bald traf es ein anderes kleines Licht.
„Wohin gehst du?“ „Ich habe Angst vor dem Verlöschen und suche ein Licht,
das bleibt!“ So gingen sie miteinander.
Unterwegs kam noch ein Licht dazu, und noch eins - zuletzt waren es viele.
Die kleinen Lichter wanderten den ganzen Tag.
Es wurde Abend. Es wurde Nacht.
Die kleinen Lichter waren sehr müde.
Auf einmal sahen sie einen Stein, der im Dunkeln leuchtete. „Stein, woher
hast du dein Leuchten?“ „Geht weiter und ihr werdet sehn.“
Dann kamen sie zu einem Stück Holz. „Holz, woher hast du dein Leuchten?“
„Geht weiter und ihr werdet sehen.“
Und zu einem Blütenbaum. „Blütenbaum, woher hast du dein Leuchten?“
„Geht nur weiter - gleich werdet ihr es sehen.“
So gingen sie mit letzter Kraft. Plötzlich standen sie vor einem großen hellen Licht.
Es war um ein Kind, das in der Krippe lag.
Den kleinen Lichtern klopfte das Herz. Sie wagten sich nicht weiter.
„Fürchtet euch nicht“, sagte das Kind, „ich bin das Licht der Welt.
Wer zu mir kommt, wird nicht im Finstern leben“.
Und es lächelte ihnen entgegen und segnete sie.
Da wurde ihre Flamme stark und still.
Auf dem Rückweg und zu Hause erzählten sie allen von dem großen Licht,das bleibt
und das sie jetzt in sich tragen.


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Die Geschichte vom Lametta

von Markus Simon
www.markussimon.de

Weihnachten naht, das Fest der Feste-
Das Fest der Kinder - Fest der Gäste-
Da geht es vorher hektisch zu.....
Von Früh bis Abend - keine Ruh -
Ein Hetzen, Kaufen, Proben, Messen -
Hat man auch niemanden vergessen...?

So geht es mir - keine Ahnung habend -
Vor ein paar Jahren - Heiligabend -
der zu dem noch ein Sonntag war.
Ich saß grad bei der Kinderschar,
da sprach mein Weib: "Tu dich nicht drücken,
Du hast heut noch den Baum zu schmücken!"

Da Einspruch meistens mir nichts nützt,
hab kurz darauf ich schon geschwitzt:
Den Baum gestutzt - gebohrt - gesägt -
und in den Ständer eingelegt.
Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne,
Krippenfiguren mit Laterne,
Zum schluß ---- ja Himmelwetta......!
Nirgends fand ich das Lametta!

Es wurde meiner Frau ganz heiß
und stotternd sprach sie: "Ja, ich weiß,
im letzten Jahr war es arg verschliessen -
Drum habe ich es weggeschmissen.
Und - in dem Trubel dieser Tage,
bei Arbeit, Müh und Plage -
Vergaß ich, Neues zu besorgen!
Ich werde was vom Nachbarn borgen!

Die Nachbarn - links, rechts, drunter, drüber -
die hatten kein Lametta über
! Da schauten wir uns an verdrossen;
Die Läden sind ja auch geschlossen....

"Hört zu! Wir werden heuer haben
einen Baum -- altdeutscher Stil,
Weil ... mir Lametta nicht gefiel..."
Da gab es Heuler, Schlurzen, Tränen...
und ich gab nach den Schmerzfontänen:
"Hört endlich auf mit dem Gezeta ---
ihr kriegt nenn Baum - mit viel Lametta!"

Zwar konnt ich da noch nicht begreifen,
woher ich nehm die Silberstreifen...!
Doch grade, als ich sucht - mein Messa -
da ließ ich: "Hengstenberg MILDESSA"..
Es war die Sauerkrautkonserve!
Ich kombinier mit Messers Schärfe:
Hier liegt die Lösung eingebettet,
das Weihnachtsfest, es ist gerettet!!!!

Schnell wurde der Deckel aufgedreht,
das Kraut gepresst, so gut es geht -
zum Trocknen - einzeln - aufgehängt-
und dann geföhnt, -- doch nicht versengt!!
Die trocknen Streifen, sehr geblichen
mit Silberbronce angestrichen -
Auf beiden Seiten, Silberkleid!
Oh freue Dich, Du Christenheit!

Der Christbaum war einmalig schön,
Wie selten man ihn hatte gesehen!
Zwar rochs süßsauer zur Bescherung,
geruchlich gabs ne Überquerung,
weil mit Benzin ich wusch die Hände,
mit Nitro reinigt die Wände,
dazu noch Räuscherkerzen und Myrthe -
Der Duft die Menge leicht verwirrte!
Und Jemand sprach still, verwundert:
"Hier riechts nach technischem Jahrhundert!"

Ne Woche drauf! .. Ich saß gemütlich
im Sessel, laß die Zeitung friedlich,
den Bauch voll Feiertage-Reste --
es war wieder Sonntag - und Sylvester.

Es sprach mein Weib: "Du weißt Bescheid?!
Es kommen heut zur Abendzeit
Schulzes, Lehmanns und Herr Meier
zu unserer Sylvesterfeier..."
Wir werden leben wie die Fürsten --
es gibt Sauerkraut mit Wiener Würsten!!"
Ein Schrei ertönt! Entsetzt sie schaut:
"Am Christbaum hängt mein Sauerkraut!!
Vergessen, Neues zu besorgen!
Ich werde was vom Nachbarn borgen!"
Die Nachbarn links, rechts, drunter, drüber -
die hatten - leider - keines über!
Da schauten wir uns an verdrossen:
Die Läden sind ja auch geschlossen!!

Und so ward wieder ICH der Retter
nahm ab vom Baum das Lametta!
Mit Terpentinöl und Bedacht
hab ich das Silber abgemacht.
Das Kraut dann gründlich durchgewässert,
mit reichlich Essig noch verbessert,
dazu noch Nelken, Pfeffer, Salz
und Curry, Ingwer, Gänseschmalz!
Dann, als das Ganze sich erhitzte -
das Kraut das funkelte und blitzte -
da konnte ich nur nach oben flehen:
Laß diesen Kelch vorübergehen...!

Als später dann das Kraut serviert
ist auch noch folgendes passiert:
Als eine Dame mußte niesen
sah man aus ihrem Näschen sprießen
tausend kleine Silbersterne...
"Machs noch einmals, ich seh das so gerne.."
so rief man ringsum, hocherfreut -
die Dame wußte nicht Bescheid!

Franziska Lehmann sprach zum Franz:
"Dein Goldzahn hat heut Silberglanz!"
Und einer, der da mußte mal
der rief: "Ich hab nen Silberstrahl!"
So gabs nach dieser Krautmethode
noch manche nette Episode!

Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir:
"Es hat mir gut gefallen hier,
doch wär die Wohnung noch viel netter
hättest du am Weihnachtsbaum Lametta!!!"
Ich konnte da gequält nur lächeln
und mir noch frische Luft zufächeln.
Ich sprach - und klopfte ihm aufs Jäckchen:
"Im nächsten Jahr, da kauf ich 100 Päckchen!!"










Garten
Land und Natur
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Der Gabentisch ist öd´und leer

die Kinder blicken blöd umher.

Da lässt der Vater einen krachen,

die Mutter schimpft, die Kinder lachen.

So kann man auch mit kleinen Sachen

den Kindern eine Freude machen!

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Beitrag bearbeitet von Moderatorin Susanne1 am 30.11.12 um 22:28 Uhr.
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2 Kerzen
Ansprache einer Kerze

„Ihr habt mich angezündet und schaut in mein Licht.
Vielleicht freut ihr euch auch ein bisschen dabei.
Ich jedenfalls freue mich, dass ich brenne.
Wenn ich nicht brennen würde,
läge ich im Karton mit anderen,
die auch nicht brennen.
In so einem Karton
haben wir überhaupt keinen Sinn.
Einen Sinn habe ich nur, wenn ich brenne.
Und jetzt brenne ich.

Aber seitdem ich brenne, bin ich schon
ein kleines bisschen kürzer geworden.
Das ist schade, denn ich kann mir ausrechnen,
wann ich so kurz bin,
dass ich nur noch ein kleines Stümpfchen bin.
Aber so ist das:
Es gibt nur zwei Möglichkeiten:
Entweder ich bleibe ganz und unversehrt im Karton,
dann werde ich nicht kürzer,
dann geht mir überhaupt nichts ab –
aber dann weiß ich nicht, was ich eigentlich soll,
oder ich gebe Licht und Wärme;
dann weiß ich, wofür ich da bin.
Dann muss ich aber etwas geben dafür:
von mir selbst – mich selber.
Das ist schöner, als kalt und sinnlos im Karton zu liegen.

So ist das auch bei euch Menschen, genauso.
Entweder ihr bleibt für euch,
dann passiert euch nicht,
dann geht euch nichts ab –
aber dann wisst ihr auch eigentlich nicht so recht: warum ?
Dann sei ihr wie Kerzen im Karton.
Oder ihr gebt Licht und Wärme.
Dann habt ihr einen Sinn.
Dann freuen sich die Menschen, dass es euch gibt.
Dann seid ihr nicht vergebens da.
Aber dafür müsst ihr etwas geben:
von euch selber; vor allem,
von dem, was in euch lebendig ist:
von eurer Freude, euerer, Herzlichkeit,
von eurer Treue, eurem Lachen, von eurer Traurigkeit,
von euren Ängsten, euren Sehnsüchten…..
von allem, was in euch ist!

Ihr braucht keine Angst zu haben,
wenn ihr dabei kürzer werdet.
Das ist nur äußerlich.
Innen werdet ihr immer heller!
Denkt ruhig daran,
wenn ihr in eine brennende Kerze seht.
Denn so eine Kerze seid ihr selber.

Ich bin nur eine kleine, einzelne Kerze.
Wenn ich alleine brenne,
ist mein Licht nicht groß
und die Wärme, die ich gebe, ist gering.
Ich allein – das ist nicht viel.
Aber mit anderen zusammen
ist das Licht groß und die Wärme stark.

Bei euch Menschen ist das genauso!
Einzeln, jeder für sich genommen,
ist das Licht nicht gewaltig
und die Wärme klein.
Aber zusammen mit anderen,
da sei ihr viel!
Licht ist ansteckend!“

Nach Hans Albert Höntges
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 30.11.12 um 21:55 Uhr.
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Ladislaus und Annabella


In der Ecke eines Fensters
Unten rechts im Warenhaus,
Sitzt die Puppe Annabella
Mit dem Bären Ladislaus.

Annabella weint und jammert,
Ladislaus, der grunzt und schnauft:
Weihnachtsabend ist gekommen,
Und die zwei sind nicht verkauft.

"Armer Bär!" seufzt Annabella,
"Arme Puppe" schluchzt der Bär.
Tränen kullern in die Ecke,
Und das Herz ist beiden schwer.

In dem leeren Warenhause
Löscht man langsam Licht um Licht,
Nur in diesem einen Fenster,
Da verlöscht die Lampe nicht

Voller Mitleid mit den beiden
Läßt der brave alte Mann
Von der Wach- und Schließgesellschaft
Diese Lampe an.

Dann verläßt er Annabella
Und den Bären , welcher klagt,
Und mit sehr gepreßter Stimme
"Lebewohl" und "Servus" sagt.

In der menschenleeren Straße,
Abendstill und schneeverhüllt,
Sind die beiden in dem Fenster
Ein betrüblich Jammerbild.

Traurig vor der großen Scheibe
Fallen Flocken, leicht wie Flaum,
Und im Haus gegenüber
Glänzt so mancher Lichterbaum

Zehn Uhr schlägt's vom nahen Turme,
Und fast schlafen beide schon,
Da ertönt im Puppenhause
Laut das Puppentelefon.

"Hallo!" fragt der Bär verschlafen.
"Hier im Kaufhaus. Wer ruft an?"
Da vernimmt er eine Stimme,
Und die brummt: "Der Weihnachtsmann!"

Oh!" ruft Ladislaus erschrocken.
"Was darf's sein ich bitte sehr?"
"Eine schöne Puppenstube,
Eine Puppe und ein Bär!"

"Das ist alles noch zu haben!"
Ruft die Puppe Annabella.
"Kommen Sie zum Warenhause
Unten rechts, doch bitte schnell!"

Das ist eine Überraschung!
Ladislaus kämmt schnell den Schopf
Und die Puppe Annabella
Flicht ein Schleifchen in den Zopf.

Und schon zehn Minuten später
Kommt ein Schlitten, kommt ein Roß,
Und ein Alter steigt vom Schlitten,
Und ein Schlüssel knarrt im Schloß.

Ladislaus, der quiekt und jodelt,
Annabella lacht und singt,
Als der Weihnachtsmann die beiden
In den Pferdeschlitten bringt.

Grad in diesem Augenblicke
Kommt der brave alte Mann
Von der Wach- und Schließgesellschaft
Wieder zur Kontrolle an.

Höflich grüßt er die Gesellschaft,
Springt zurück ins Warenhaus,
Holt die schöne Puppenstube,
Und dann trägt er sie hinaus.

Leise sagt er zu der Puppe:
"Frohes Fest, mein kleines Kind!"
Während eine kleine Träne
in den großen Schnurrbart rinnt.

"Frohes Fest!" sagt Annabella.
"Frohes Fest sagt Ladislaus,
Dann wird's dunkel in dem Fenster
Unten rechts im Warenhaus.

von James Krüss (1926)



Ich bin da - und die Welt um mich her ist auch da - immer noch und IMMER NEU.

Wer sehen kann, kann auch fotografieren. Sehen lernen kann allerdings dauern.
Waltraut Bensch: [www.fotocommunity.de]
Fotografie liegt zwischen Kunst und Leben.
Markus Bensch: [muenster.ms] [www.flickr.com]

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