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Erziehung im modernen Zeitalter

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Beitrag vom Autor bearbeitet am 30.07.17 um 08:51 Uhr.
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Erziehung im modernen Zeitalter
Hallo!

Die Forschung ist Teil des internationalen Projekts L2TOR, gefördert im Forschungsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Kommission. Forscher ziehen ein erstes Fazit. Wie viel Geld für die "Studie" aufgebracht wurde, steht am Ende des wirklich bemerkenswerten Artikels.
[www.news4teachers.de]

Der Roboter soll den Kindergartenalltag bereichern. "Er soll auf keinen Fall zu einer neuen Bezugsperson werden."


Der Artikel strotzt vor Aussagen, die haarsträubend sind. Man kann aber auch darüber lachen.

Freundliche Grüße

amaria

Schlagwörter dieses Themas: bezugsperson, roboter, hinzufügen »

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..und noch mehr Technik soll die Welt "verbessern"?

Zukünftig nur noch:
- etwas von IHM+ etwas von IHR
- 1x durch den Quirl
- rein in die Brutmaschine
- Jubel-Jubel beim Schlüpfen
- und alles Weitere übernimmt der Roboter

Sieht so die Zukunft aus?

Was ist da noch menschlich oder ist menschlich letztendlich nur das Streben nach immer mehr Technik
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 30.07.17 um 09:26 Uhr.
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"Gesundheitspflege für den Geist?"

Es ist realistisch, davon auszugehen, dass die Forschungen dahingehend forciert werden, mehr "soziale Arbeiten" durch Roboter erledigen zu lassen.
Insbesondere der Personalmangel in der Altenpflege, der auch bei uns jahrzehntelang geduldet wurde und weiterhin hingenommen wird, sorgt dafür. - Leider.
[www.youtube.com]

Vermutlich gehen Forscher davon aus, dass sich Kinder leichter an Roboter gewöhnen lassen... Wenn es denn der Sprachförderung in einer Zweitsprache und somit der späteren Karriere ihres Kindes dient, werden etliche Eltern dem Gedanken etwas Positives abgewinnen können. Gut programmierte Roboter haben eine perfekte Aussprache. Sie lispeln nicht und es ist ihnen nicht zu affig, das "Tie-ätsch" richtig auszusprechen.
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@ KaffeePott1 #
Hat der Jäger nix geschossen,
hat er dennoch frische Luft genossen!
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 30.07.17 um 21:00 Uhr.
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Dass sie in der Zukunft eine Rolle spielen werden, bezweifle iich nicht. Wenn Eltern mehrheitlich alles "toll" finden,was ihre Kinder nachzuahmen gelernt haben und wofür sie gelobt und mit "Kinderurkunden" ausgestattet wurden, dann kann die Vermarktung beginnen...

Besonders makaber fand ich die Szenen aus dem Kinderyogakurs mit dem Roboter. Es wird eine Frage der Zeit sein, bis in konfessionellen Kindergärten Roboter zum Einsatz kommen, die vorbeten. Dat Martin-Luther-Püppchen wurde immerhin schon zur erfolgreichsten Playmobilfigur aller Zeiten. [www.augsburger-allgemeine.de]

Roboter in der Schule, [www.zeit.de] und in der Kita...

Besonders überrascht waren die Forscher über das wohlwollende Interesse der Kita-Erzieher.

Das muss daran liegen, dass man den Erzieherinnen seit Jahren in der Fachschule und auf Fortbildungen verdächtig oft "Gewaltfreie Kommunikation" und wertsch(w)ätzende Gesprächstechniken vermittelt. Dazu dann noch diese schaumschlägerischen Imagekamagnen für den Erzieherberuf.

Und heraus kommen dann vor laufender Kamera so nette Sätze wie "Wir benutzen ihn als Partner" und "Ich glaube nicht, dass sie irgendwann einmal Erzieherinnen und Erzieher der Zukunft sein werden..."

Schade, dass Erzieherinnen sich derart vorführen lassen.






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@ amaria #
Der Roboter soll den Kindergartenalltag bereichern. "Er soll auf keinen Fall zu einer neuen Bezugsperson werden."

Damit kommen wir wieder dem Punkt näher, an dem niemand mehr was arbeiten muss, weil die Roboter alles übernehmen
Nur warum sollten wir dann überhaupt noch was lernen?
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@ altilla #
altilla schrieb:

Damit kommen wir wieder dem Punkt näher, an dem niemand mehr was arbeiten muss, weil die Roboter alles übernehmen
Nur warum sollten wir dann überhaupt noch was lernen?


Wenn ich das alles so lese, dann stelle ich meinen derzeitigen Job in Frage. Ich arbeite an einer Schule, die Erzieherinnen ausbildet. Wird das irgendwann einmal überflüssig? Ich glaube nicht. Denn das, was wir vermitteln, das kann bisher kein Computer
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 30.07.17 um 21:31 Uhr.
@ kraeterfee #
kraeterfee schrieb:

Wenn ich das alles so lese, dann stelle ich meinen derzeitigen Job in Frage. Ich arbeite an einer Schule, die Erzieherinnen ausbildet. Wird das irgendwann einmal überflüssig? Ich glaube nicht. Denn das, was wir vermitteln, das kann bisher kein Computer


Hallo!

Zu dem Thema könnte ich eine Menge sagen...
An bestimmten Fachschulen für Erzieherinnen wird mittlerweile ein bestimmtes "Förderprogramm" mit zu Marionetten verarbeiteten "Gefühlsbolden" von den Lehrern an die Schüler weitervernittelt. So kann ein flotterer "Zertifikatserwerb" stattfinden.
"Heukibold, Freudibold, Bibberbold und Zornibold" heißen die vier Gefühlsbolde und ihre Erzieherin im Koboldkindergarten heißt - das ist kein Aprilscherz! - FRÄULEIN PÄDAGOGIBOLD!!!

Prominente Politiker wie Schäuble als Innenminister und Kristina Schröder als Familienministerin haben sich für das Programm eingesetzt. Es wird im großen Stil gelobt. Träger schicken Erzieherinnen zu den Fortbildungen, auf dass sie nach Papilio zertifiziert werden. Krankenkassen, Rotarier und Lions unterstützen...

Dabei wäre es doch eigentlich besser, wenn unsere Kranken- oder Gesundheitskassen sich darauf beschränken würden, die von Patienten benötigten Medikamente, Operationen und Inkontinenzhilfen zu bezahlen.

Es ist eine Schande, wie beispielsweise auf Kosten behinderter Kinder oder Erwachsener gespart wird.

Nur für diejenigen, die Zeit haben: Diesr Thread aus einem Erzieherforum [www.forum-fuer-erzieher.de] zeigt auf unwissenschaftliche Weise auf, wie unwissenschaftliich so genannte "Wissenschaftliche Studien" zustande kommen können.

Ob die TU Braunschweig schwanger geworden ist, werden wir nie erfahren. - Die entsprechende Anfrage wurde gelöscht. Aber kabarettreif bleibt die Aktion immer noch...

Schönen Abend noch!

amaria
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@ kraeterfee #
Wenn ich das alles so lese, dann stelle ich meinen derzeitigen Job in Frage. Ich arbeite an einer Schule, die Erzieherinnen ausbildet. Wird das irgendwann einmal überflüssig? Ich glaube nicht. Denn das, was wir vermitteln, das kann bisher kein Computer

Darum die Ironie:Ich glaube auch nicht daran, der Mensch wird wahrscheinlich nie überflüssig werden.
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@ amaria #
Das hört sich ja fast so an, als ob du die Ausbildung der Erzieher/-innen in Frage stellst?!
In einem Punkte muss ich dich korrigieren... in der heutigen Zeit (spätestens seit dem BTHG) reden wir nicht mehr von behinderten Kindern bzw. Menschen sondern von Menschern mit Behinderungen. Und mit denen haben nicht die Erzieherinnen zu tun sondern die Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger, die wiederum ein eigener Berufstand sind. Sie leisten einen wunderbaren Job, sind mehr als denn je gefragt.
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