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Erziehung im modernen Zeitalter

@ amaria #
Kleine Ergänzung: Der Bürokratismus gefällt mir auch nicht.
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In einem Erzieherfachforum las ich vorhin eine nicht untypische Frage: Eine Neue berichtete, dass sie im Kindergarten ein Kind mit Hilfe der "offenen Beobachtungsform" beobachtet habe. Sie findet es nämlich wichtig, dass das Kind Bescheid weiß , dass es beobachtet wird.

Sie frug nach der Begründung für ihr Vorgehen.

An den Erzieherfachschulen wird zum Teil der Ausdruck "Zielkind" benutzt. Als der Hype um das systematische Beobachten vor ungefähr zehn Jahren entfacht und angeordnet wurde, haben sich Kolleginnen überlegt,ob sie sich nicht einen Button mit einem "Auge" an die Brust heften sollten.

Das war die Zeit wo es mir im Erzieherberuf zu bekloppt wurde und wo zunehmend öfter davon die Rede war, dass Erzieherinnen oder Auszubildende etwas "verschriftlichen" sollten...



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@ amaria #
amaria schrieb:

In einem Erzieherfachforum las ich vorhin eine nicht untypische Frage: Eine Neue berichtete, dass sie im Kindergarten ein Kind mit Hilfe der "offenen Beobachtungsform" beobachtet habe. Sie findet es nämlich wichtig, dass das Kind Bescheid weiß , dass es beobachtet wird.

Sie frug nach der Begründung für ihr Vorgehen.

An den Erzieherfachschulen wird zum Teil der Ausdruck "Zielkind" benutzt. Als der Hype um das systematische Beobachten vor ungefähr zehn Jahren entfacht und angeordnet wurde, haben sich Kolleginnen überlegt,ob sie sich nicht einen Button mit einem "Auge" an die Brust heften sollten.

Das war die Zeit wo es mir im Erzieherberuf zu bekloppt wurde und wo zunehmend öfter davon die Rede war, dass Erzieherinnen oder Auszubildende etwas "verschriftlichen" sollten...


Wie wär's mit Zielfahnder anstatt Erzieher
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@ amaria #
amaria schrieb:

In einem Erzieherfachforum las ich vorhin eine nicht untypische Frage: Eine Neue berichtete, dass sie im Kindergarten ein Kind mit Hilfe der "offenen Beobachtungsform" beobachtet habe. Sie findet es nämlich wichtig, dass das Kind Bescheid weiß , dass es beobachtet wird.

Sie frug nach der Begründung für ihr Vorgehen.

An den Erzieherfachschulen wird zum Teil der Ausdruck "Zielkind" benutzt. Als der Hype um das systematische Beobachten vor ungefähr zehn Jahren entfacht und angeordnet wurde, haben sich Kolleginnen überlegt,ob sie sich nicht einen Button mit einem "Auge" an die Brust heften sollten.

Das war die Zeit wo es mir im Erzieherberuf zu bekloppt wurde und wo zunehmend öfter davon die Rede war, dass Erzieherinnen oder Auszubildende etwas "verschriftlichen" sollten...

Krank
Wenn durch menschliches Verschulden ein Geschöpf geriet in Not. Ein qualvoll Leiden einem wunden Wilde droht! Wenn des Geistes hohe Stufe und des Menschen Kunst nicht reicht, folgte der Hund dem bangen Rufe, seine Nase schaffte es leicht.

Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner.
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Dagegen gibt es ein Hilfsmittel: Das Wort "Nein". Soweit ich weiß können Eltern (bis auf Berlin) noch immer ihr Einverständnis zur Führung einer Bildungsdokumentation verweigern. Würden Eltern nicht ankreuzen, dass sie der Führung einer Bildungsdokumentation zustimmen, hätten Erzieherinnen wieder mehr Zeit für die Kinder.
Man könnte so einfach aus dem aufgeblähten Bildungssystem ein bisschen Luft ablassen.
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@ amaria #
amaria schrieb:

Dagegen gibt es ein Hilfsmittel: Das Wort "Nein". Soweit ich weiß können Eltern (bis auf Berlin) noch immer ihr Einverständnis zur Führung einer Bildungsdokumentation verweigern. Würden Eltern nicht ankreuzen, dass sie der Führung einer Bildungsdokumentation zustimmen, hätten Erzieherinnen wieder mehr Zeit für die Kinder.
Man könnte so einfach aus dem aufgeblähten Bildungssystem ein bisschen Luft ablassen.

unser jüngster
Enkelsohn ist hier im Kindergarten. Wir sind als Großeltern öfter eingeladen.
Wenn wir -als Familie- der Meinung wären das die Beeinflussung der Kinder von den Vorstellungen unserer Kinder - Sohn und Schwiegertochter- abweicht würde man eine Alternative zum Wohle des Kindes finden!
Wir haben 3 sehr liebe Enkelkinder auf die wir stolz und glücklich sind. Die beiden "Grossen" sind auf einem guten Weg - der Kleine soll davon nicht abweichen.
Wenn durch menschliches Verschulden ein Geschöpf geriet in Not. Ein qualvoll Leiden einem wunden Wilde droht! Wenn des Geistes hohe Stufe und des Menschen Kunst nicht reicht, folgte der Hund dem bangen Rufe, seine Nase schaffte es leicht.

Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner.
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Die Kindergartenzeit meiner Kinder ist lange her, sozusagen vor der Zeit der systematischen Beobachtung. "Unsere" Erzieherin hat damals bereits viele Erlebnisse und Schritte unserer Kinder notiert, dokumentiert und uns gezeigt.
Das war sehr wohltuend - sowohl die Kinder als auch wir konnten erleben, dass sie sich Zeit und Aufmerksamkeit nahm für jedes Kind, dessen Leben und Entwicklung verfolgt; dass sie das Kind "sieht".
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Früher war es üblich, dass die Kinder zum Abschied vom Kindergarten eine Mappe mit Fotos, besonders schönen selbst gemalten Bildern oder Faltarbeiten und einem netten Brief geschenkt bekamen. Das war eine nette Geste, die gut ankam, so wie es heute Kindern auch meist gefällt, wenn sie besonders beachtet werden ode sie Fragen beispielsweise für einen "Steckbrief" beantworten können. - Als Hobby wird bei den Mädchen übrigens gern "shoppen" genannt ("schoppen" steht dann nicht selten auf dem "Dokument")

Vor allem die Jüngsten genießen es, auch im Kindergarten Fotos ihrer Eltern, Großeltern und Geschwister anzusehen. Aber wenn die Erzieherinnen in Hexenschusshaltung gemeinsam mit einem Kind etwas in dessen "Ich-Buch" einkleben, ruinieren sie sich dabei nicht selten ihre Wirbelsäule. In jungen Jahren merken sie es nicht, aber mit den Jahren kann es so schlimm werden, dass die Frühverrentung ansteht. Und bevor es so weit ist, werden dann manche Kinder von schmerzgeplagten, reizbaren Erzieherinnen betreut.

Wie in der Altenpflege soll auch im Kindergarten immer brav dokumentiert werden, was alles geleistet und geschafft wurde. Dass das zu Papier gebrachte nicht die ganze Wahrheit sein kann, ist eigentlich klar - und Erzieherinnen, die dem schönen Schein gehuldigt haben, können später schlecht sagen: "So toll war es nicht. Leider müsste... "

Übrigens wurde es früher in Errzieherteams eher mißbilligt, wenn mal eine Erzieherin in einem Einzelfall dokumentieren wollte. "Das fangen wir besser gar nicht an... Wo kämen wir den hin, wenn..."

Was mir am liebsten wäre: Eltern und Erzieher könnten ohne Druck von oben entscheiden, inwieweit dokumentiert wird. Aber diejenigen, die an Fortbildungen und Evaluationen verdienen, nutzen ihren Einfluss geschickter.
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kuschel tiere?? DER MÜDE hund katze
kuschetiere???
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@ peter70 #
peter70 schrieb:

kuschetiere???

Meinst Du KUSCHELTIERE?
Klar alle abgebildeten Tiere haben außen Fusseln rum. Das heißt Fell und Fell ist doch zum Kuscheln?!! !
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