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Bienenkrankheiten, Bienenbiologie, Behandlungsmittel
Forum: Bienenkrankheiten, Bienenbiologie, Behandlungsmittel

Der stille Tod der Bienen

@ luxnigra #
luxnigra schrieb:

Es ist egal, ob Glyphosat giftig ist oder nicht. Mit Hilfe von Glyphosat wird eine Art von Industrie-Landwirtschaft ermöglicht wo der Artenreichtum drastisch zurückgeht. Das ist der Knackpunkt.


Das ist nicht richtig beobachtet! In der Industrie gehen morgens viele Arbeiter an ihren Arbeitsplatz und zum Feierabend nach Hause. In der Landwirtschaft kann ich keine Industriearbeiter sehen!!!
10 mal zieht der Jäger aus 9 mal kehrt er leer nach Haus
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Der Produktionsprozess ist industriell. Da stört der echte Bauer nur.
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@ Ali #
Ali schrieb:

Das ist nicht richtig beobachtet! In der Industrie gehen morgens viele Arbeiter an ihren Arbeitsplatz und zum Feierabend nach Hause. In der Landwirtschaft kann ich keine Industriearbeiter sehen!!!


? Industrielle Fertigung heißt nichts weiter, als standartisierte Produktionsprozesse zu verwenden um ebenfalls standardiserte Produkte zu erhalten. Ob das mittels Maschienen oder mit der Hand passiert, ist dabei unerheblich.
Daß das ein Ziel der landwirtschaftspolitik ist, ist ja wohl unstrittig.
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen."
(George Santayana)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 06.12.17 um 14:21 Uhr.
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Fuchsrote Lockensandbiene
Ich war nicht begeistert von der Sendung am Montag
Von einer Imkerin hätte ich mir mehr Einsatz erwartet zu diesem Thema. Sehr enttäuschend! Am Anfang noch etwas Werbung in eigener Sache und dann nur freundlich in die Kamera lächeln. Wie kann man sich nur mit so wenig Leidenschaft für eine so wichtige Sache einsetzen. Wenig Erfahrung mit Medien kann man ihr nicht vorwerfen nach einem Film (wie kommt der Honig ins Glas), einem Buch (die Honigfrau) und da sie selbst aus der Medienbranche kommt. Hier hätte ich mir einen Imker gewünscht der das Thema gut vetreten hätte können. Auf die Themen war sie auch schlecht vorbereitet. Mit gewissen Fragen zu diesem Thema muss man doch rechnen und kann nicht irgendetwas von schwachen Völkern daherstammeln wenn es um Pestizide geht.
Was ist mit weiteren wichtigen Themen wie Flächenfraß/Flächenversiegelung, Pestiziden in Privat-und Kleingärten und Kommunen, vor allem auch mit den Wildbienen. Sie haben auch eine sehr wichtige Bestäuberrolle. Über sie wurde kein Wort verloren. Sehr traurig ein so wichtiges Thema so zu versemmeln!
Der Imker zum Schluss der Sendung bezeichnete AS als Nervengift (Min.51:59) das er bei seinen Völkern anwendet. Was sollen denn die Verbraucher denken?! So viel geballte Inkompetenz hat mehr geschadet. Dabei hätte man so viel rausholen können aus diesem Thema.

In einem Privatgarten gehört ein bischen wer dazu als ihn nur verwildern zu lassen. Viele Wildbienen sind oligolektisch und es bietet sich an diese bevorzugten Blühpflanzen im Garten zu haben. Ein "Insektenhotel" an sich ist nicht besonders wertvoll da 75% aller Wildbienen Bodenbrüter sind. Ganz nett und interessant für Kinder ud auch Erwachsene zum beobachten. Aber keine wirkliche Hilfe, oft eher Kommerz mit den Insekten.
Hohle Stängel von Brombeere, Himbeere zum Beispiel stellen natürliche Nistmöglichkeiten da. Unverputzte Lehmwände, unbewirtschaftete Ecken. Dazu Wasserstellen und wertvolle Bienenweidepflanzen wie Katzenminze, Beerensträucher, Malven, Nigella, den Weißklee einfach mal blühen lassen, verschiedene Kräuter, Frühblüher, heimische Gehölze wie z.B. Schlehen, Hasel, ..... . Eine gute ausgewogene Mischung in einem Naturgarten mit mehreren verschiedenen Zonen ist wertvoll. Ist halt ein bissl Arbeit das anzulegen und auch zu pflegen aber es lohnt sich.
Das kann jeder im kleinen für die Insekten tun. Auch auf einem Balkon läßt es sich bienenfreundlich pflanzen z.B. in Balkonkästen oder Pflanzkübeln.
Ubi apis, ibi salus 🐝.
Wer die Bienen nicht ehrt, ist des Honigs' nicht wert.
23 Völker, Carnica, Carnica Sklenar, Zander in Hohenheimer Einfachbeute
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@ Bienenfamilie #
Bienenfamilie schrieb:

...In einem Privatgarten gehört ein bischen wer dazu als ihn nur verwildern zu lassen. Viele Wildbienen sind oligolektisch und es bietet sich an diese bevorzugten Blühpflanzen im Garten zu haben. Ein "Insektenhotel" an sich ist nicht besonders wertvoll da 75% aller Wildbienen Bodenbrüter sind. Ganz nett und interessant für Kinder ud auch Erwachsene zum beobachten. Aber keine wirkliche Hilfe, oft eher Kommerz mit den Insekten.
Hohle Stängel von Brombeere, Himbeere zum Beispiel stellen natürliche Nistmöglichkeiten da. Unverputzte Lehmwände, unbewirtschaftete Ecken. Dazu Wasserstellen und wertvolle Bienenweidepflanzen wie Katzenminze, Beerensträucher, Malven, Nigella, den Weißklee einfach mal blühen lassen, verschiedene Kräuter, Frühblüher, heimische Gehölze wie z.B. Schlehen, Hasel, ..... . Eine gute ausgewogene Mischung in einem Naturgarten mit mehreren verschiedenen Zonen ist wertvoll. Ist halt ein bissl Arbeit das anzulegen und auch zu pflegen aber es lohnt sich.
Das kann jeder im kleinen für die Insekten tun. Auch auf einem Balkon läßt es sich bienenfreundlich pflanzen z.B. in Balkonkästen oder Pflanzkübeln.

NAja, wir sollten schon Rücksicht nehmen auf heimische Tier- und Pflanzenarten. Im Norden zB kommen ganz andere (viel weniger) Insektarten vor als im warmem Süden.

Nigella, Malven, selbst Spitzahorn, Fichten, Edelkastanie etc kommen hier gar nicht vor.

Künstlich angelegte, standortfremde Blumenmischungen sind der heimischen Insektenwelt nicht förderlich. Verwilderung braucht unsere Heimat zur Etablierung stabiler Ökosysteme.

Hübsch angelegte "Wildblumenwiesen" sind nur Traumwelten der Gutmenschen. Der Natur bringt das nichts.
Gruß
Kai
Meine Youtube-Videos auf: [www.youtube.com]
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 06.12.17 um 15:20 Uhr.
@ Nordbiene #
Naja und Springkraut könnte man als Neophyt bezeichnen der heimisches verdrängt aber das wäre wieder eine neue Diskussion.
Schlehen und Hasel sind bei uns heimische Gehölze. Blumenmischungen habe ich nicht angelegt. Obwohl es da auch sehr gute heimische und regionale Mischungen von z.B. Dreschflegel und Syringa gibt. Wenn dann pflanze ich überwiegend Wildstauden die heimisch sind.
Die Malven werden von den Insekten sehr geliebt da nehme ich auch in Kauf, dass sie nicht typisch für unsere Region sind. Ausserdem verwende ich die Blüten abends wenn sie abgeblüht sind für eine leckere Teemischung, sie gehören zu meinem Kräutergarten für den Eigenbedarf. Ist doch schön wenn die Insekten und ich beide einen Nutzen davon haben. Genau so wie vom Thymian, Zitronenmelisse und Minze.
Giersch und Knoblauchsrauke (könnte man auch als Neophyt diskutieren, die Blätter esse ich aber gerne), Glockenblume, wilde Möhre sowie Gundermann wachsen auch und sind nicht künstlich angelegt. Genauso wie der Waldziest, die Braunelle weitere Lippenblütler.
Das sind typische Arten der Flora hier im Süden genau wie auch im Norden.

Liebe Grüße,
Daniela


Ubi apis, ibi salus 🐝.
Wer die Bienen nicht ehrt, ist des Honigs' nicht wert.
23 Völker, Carnica, Carnica Sklenar, Zander in Hohenheimer Einfachbeute
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@ Bienenfamilie #
Bienenfamilie schrieb:

Naja und Springkraut könnte man als Neophyt bezeichnen der heimisches verdrängt

Erstes stimmt. Nie das Gegenteil behauptet.
Zweites ist nicht belegt, wage auch ich anzuzweifeln.

Aber: Springkraut hilft der heimischen Fauna nicht (schadet ihr aber auch nicht) es ist nur eine ausgiebige Nektarquelle im August und eine Augenweide. Nicht mehr und nicht weniger.

Meine Youtube-Videos auf: [www.youtube.com]
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@ StefanS #
Jede Biene und jeder Schmetterling und jeder Vogel“ solle wissen, dass man sich für sie einsetze, sagte die Grünen-Fraktionschefin auf dem Parteitag am vergangenen Samstag in Berlin.

Wird zwar viel geredet aber das wird es schon seit Jahren und bis jetzt ist noch immer nichts passiert.
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@ Bienenfamilie #
[quote]Bienenfamilie schrieb:

Der Imker zum Schluss der Sendung bezeichnete AS als Nervengift (Min.51:59) das er bei seinen Völkern anwendet. Was sollen denn die Verbraucher denken?!

Der Hinweis des "Gastimkers" auf die Verwendung der AS als Nervengift war wirklich kontraproduktiv!
Wissenschaftlich erwiesen ist, dass die organischen Säuren AS, OS und MS biologisch leicht abbaubar sind.
Nach meinem (Halb-) Wissen ist die AS zur Varroabehandlung ein Zufallsprodukt und die Wirkungsweise zur Behandlung der Varroose wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt.

Die hochwirksamen Insektizide (Neonicotinoide) wirken nachweislich auf die Nervenzellen von Insekten!
Hat die AS ebenfalls eine Wirkung auf die Nervenzellen von Insekten - u. a. Honigbienen?
Wenn ja welche?

Es grüßt Herbien
aus der norddeutschen Tiefebene

Herbien
Niedersachsen
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"Die besten Reformer die die Welt je gesehen hat, sind jene, die bei sich selbst anfangen." George Bernard Shaw
Viele Grüße Alexander
Und im übrigen bin ich der Meinung, dass imkern bienengemäß, einfach, praktisch, zeitsparend und preiswert sein muss.
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