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Zukunft für die Landwirtschaft?

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Beitrag vom Autor bearbeitet am 11.01.18 um 14:32 Uhr.
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Zukunft für die Landwirtschaft?
Hallo,

im WDR gabs vor nicht all zu langer Zeit eine interessante Doku zum
Thema Landwirtschaft und deren Zukunft. Die Thematik ist zwar nicht
neu aber immer noch aktuell. Es geht vor allem um die Frage, wer die
Verantwortung für die Lage der Bauern trägt und ob die staatlichen
Subventionen richtig verteilt werden.
Was denkt ihr darüber?

Doku: [www.youtube.com]

LG

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@ Peter619 #
Wer tr@gt sie veranwortung? Ich habe deinen link nicht angeschaut,
Da wirst du keinen alleinschuldigen finden. Da trägt jeder sein bisschen mit bei. Vom bauern über Politik u Verbände, bis hin zum Verbraucher.
Werden die subventionen falsch verteilt?
Wen oder was wollen wir den fördern.?
Sind die subventionen fürviele vllt nur ein falsches vorzeichen, welches das leiden vor dem Tod nur verlängert?
Ich denke es wäre von allen Seiten zuerst mal an der Zeit, verlässliche ziele zu definieren, damit wir alle uns nicht dauerhaft im nirgendwo bewegen.
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@ Peter619 #
Peter619 schrieb:

Es geht vor allem um die Frage, wer die
Verantwortung für die Lage der Bauern trägt

LG



Die Bauern selbst! Sie sind eigenverantwortlich handelnde Unternehmer, oder etwa nicht?
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Die Bauern selbst! Sie sind eigenverantwortlich handelnde Unternehmer, oder etwa nicht?


Nein. das waren sie auch noch nie, dazu ist die Lebensmittelproduktion zu wichtig, für stabile gesellschaftsordnungen. Oder warum glaubst Du, leistet sich fast jedes Land extra ein Ministerium speziell für die Landwirtschaft?
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen."
(George Santayana)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
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@ Peter619 #
[quote]Peter619 schrieb:

Hallo,

im WDR gabs vor nicht all zu langer Zeit eine interessante Doku zum
Thema Landwirtschaft und deren Zukunft. Die Thematik ist zwar nicht
neu aber immer noch aktuell. Es geht vor allem um die Frage, wer die
Verantwortung für die Lage der Bauern trägt und ob die staatlichen
Subventionen richtig verteilt werden.
Was denkt ihr darüber?

In erster Linie der Bauer für sich selbst.
Betriebswirtschaftlich sind Landwirte Unternehmer mit enormen Rücklagen ( Grund, Maschinen u. Boden ) auf denen sie sitzen und nicht ins Unternehmen einfließen lassen wollen.
Was sie aber über Jahrhunderte als sehr unanfällig gegen über Wirtschaftskrisen machte.

Mit Gesetzen u. Verordnungen zum Schutz der Verbraucher u. Tieren gibt der Saat die Richtung vor.
Mit Schutz ist das so eine Sache!
Wenn man etwas besonders schützt schwächt man es eigentlich im Inneren.

Ob Subventionen richtig verteilt werden da läst unendlich streiten.
bzw. verzerren die Realität, die immer da ist, was der freie Markt machen würde.


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@ Heiliger_Aloisius #
[quote]Heiliger_Aloisius schrieb:

Peter619 schrieb:

Hallo,

im WDR gabs vor nicht all zu langer Zeit eine interessante Doku zum
Thema Landwirtschaft und deren Zukunft. Die Thematik ist zwar nicht
neu aber immer noch aktuell. Es geht vor allem um die Frage, wer die
Verantwortung für die Lage der Bauern trägt und ob die staatlichen
Subventionen richtig verteilt werden.
Was denkt ihr darüber?

In erster Linie der Bauer für sich selbst.
Betriebswirtschaftlich sind Landwirte Unternehmer mit enormen Rücklagen ( Grund, Maschinen u. Boden ) auf denen sie sitzen und nicht ins Unternehmen einfließen lassen wollen.
Was sie aber über Jahrhunderte als sehr unanfällig gegen über Wirtschaftskrisen machte.

Mit Gesetzen u. Verordnungen zum Schutz der Verbraucher u. Tieren gibt der Saat die Richtung vor.
Mit Schutz ist das so eine Sache!
Wenn man etwas besonders schützt schwächt man es eigentlich im Inneren.

Ob Subventionen richtig verteilt werden da läst unendlich streiten.
bzw. verzerren die Realität, die immer da ist, was der freie Markt machen würde.



So ein Blödsinn, was galubst Du warum es heute ein, seit Jahrzehnten anhaltendes Höfesterben,gibt.
Auch früher, usw, usw............wie wärs mal im Laufe der arbeitsärmeren zeit mit dem lesen von ein wenig Agrarhistorie ----> z.B. "Als Landwirt in Schlesien" von Alfred Henrichs.
Von wegen, Landwirtschaft nicht Krisenanfällig, das Gegenteil ist wohl der Fall, Urproduktion ist meist der erste Bereich...........
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen."
(George Santayana)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 12.01.18 um 16:11 Uhr.
@ tyr #
tyr schrieb:

So ein Blödsinn, was galubst Du warum es heute ein, seit Jahrzehnten anhaltendes Höfesterben,gibt.
Auch früher, usw, usw............wie wärs mal im Laufe der arbeitsärmeren zeit mit dem lesen von ein wenig Agrarhistorie ----> z.B. "Als Landwirt in Schlesien" von Alfred Henrichs.
Von wegen, Landwirtschaft nicht Krisenanfällig, das Gegenteil ist wohl der Fall, Urproduktion ist meist der erste Bereich...........


Ich denke jetzt schon gut 50Jahre zurück, und kenne keinen Hof, der "gestorben" ist. Die Ursachen der Aufgabe sind vielfältig.....von keinen bis unwilligen Nachkommen über Krankheits- und Todesfälle der Betriebsleiter u.s.w. Wohn- und Industriegebiete oder Autobahnbau ließen auch den ein oder anderen Hof "sterben".....
nur......all den Nachfahren/ Erben geht's jetzt besser, als wenn sie weiterwursteln würden.
1
 
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In den letzten Tagen brachte der BR einen intertessanten Beitrag über die Stadtentwicklung von München. Es ging auch um die angedeutete Anwendung der SEM (städtebauliche Entwicklungsmaßnahme), die es der Politik erlaubt, die Bodenpreise auf Höhe des Bodenrichtwertes einzufrieren. Die Landwirte liefen sturm gegen dieses Vorhaben. Es wurden einzelne Landwirte gefragt und einer sagte inhaltlich: -Ein Einfrieren auf einen Betrag zwischen 10 und 20€/qm, würde zukünftige Investitionen in seinem Betrieb unmöglich machen-. Ich frage mich jetzt, durch welche ackerbauliche Maßnahme kann man eine Investition, die mit einer Fremdkapitalbelastung von 100.000 bis 200.000 €/ha einhergeht, jemals erwirtschaften? Der Hof auf dem diese Aussage gemacht wurde, sah mir nicht besonders "fortschrittlich" aus und der Landwirt war es, nach meiner Einschätzung, auch nicht. Die exorbitanten Steigerungen bei den Bodenpreisen, hat Fremdkapital in die Betriebe gespült, das bei vielen Betrieben durch eine normale Bewirtschaftung nicht zurückgezahlt werden kann. Das ist die eigentliche Gefahr, die viele Bauern gar nicht sehen. Das immer wieder ins Feld geführte Argument, dass man ja auch noch Flächen verkaufen könne, greift kaum, da die außergewöhnlichen Veräußerungsgewinne i.d.R. zum Spitzensteuersatz versteuert werden müssen. Da bleibt dann nur gut die Hälfte übrig. Wenn man Verschwörungstheorien etwas abgewinnen kann, könnte man meinen, dass da ein System dahinter steckt. Das dann anzunehmende Ziel, steht allerdings diametral zu den Aussagen der Politik.
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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@ schaudichum #
Ich denke jetzt schon gut 50Jahre zurück, und kenne keinen Hof, der "gestorben" ist. Die Ursachen der Aufgabe sind vielfältig.....von keinen bis unwilligen Nachkommen über Krankheits- und Todesfälle der Betriebsleiter u.s.w. Wohn- und Industriegebiete oder Autobahnbau ließen auch den ein oder anderen Hof "sterben".....
nur......all den Nachfahren/ Erben geht's jetzt besser, als wenn sie weiterwursteln würden.

Du ignorierst jetzt aber geflissentlich die Unwirtschaftlichkeit vieler kleiner Betriebe. Um größere, wirtschaftliche Einheiten zu schaffen, mussten diese Betriebe "sterben"!
Unbenommen: den Nachkommen dieser "gestorbenen Betriebe" geht es heute oft viel besser, als wenn sie jemals weiter gewirtschaftet hätten!
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@ Peter619 #
im WDR gabs vor nicht all zu langer Zeit eine interessante Doku zum
Thema Landwirtschaft und deren Zukunft. Die Thematik ist zwar nicht
neu aber immer noch aktuell. Es geht vor allem um die Frage, wer die
Verantwortung für die Lage der Bauern trägt und ob die staatlichen
Subventionen richtig verteilt werden.
Was denkt ihr darüber?

So lange die Direktzahlungen bei den Landwirten ca. 2/3 oder manchmal sogar 100 % des Gewinns ausmachen, sehe ich für die Landwirtschaft keine sinnvolle Zukunft. Zumindest nicht als Broterwerb, höchstens als Hobby.
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