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Imkern mit dem traditionellen Bienenkorb

Beitrag vom Autor bearbeitet am 05.11.18 um 09:22 Uhr.
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Imkern mit dem traditionellen Bienenkorb
Hallo Imker- u. Bienenfreunde ,
nachdem seit einigen Jahren zwei mittelalterliche Klotzbeuten meinen Imkergarten zieren, möchte ich auch einige Bienenkörbe aufstellen ,um meinen Besuchern auch etwas über die Geschichte der Imkerei und die Entwicklung von den Klotzbeuten der Honigsammlern, hin zur Imkerei mit dem Bienenkorb zu berichten.
Da auch die Befragung des allwissenden Internets nur recht überschaubar Ergebnisse lieferte und mir keine Literatur über die Betriebsweise der Korbimkerei bekannt ist ,möchte ich auf diesem Wege mehr über Bienenhaltung im Korb erfahren.
Dieses Forum soll somit helfen Wissen zur Betriebsweise der Korbimkerei zu bewahren und Erfahrungen aber auch die Vorteile und Nachteile aufzuzeigen.
Es tun sich vielfältige Fragen auf ... was gibt es für Literatur zur Betriebsweise der Korbimkerei bis hin zur optimalen Größe des Bienenkorbes oder woher bekomme ich den geeigneten Bienenkorb, was ist zu beachten , Varroabehandlung, Muss man die Brut abschwefeln ? oder geht es auch anders , Honigernte etc. ... Tausend Fragen und ich bin gespannt auf Eure Antworten.

Mit imkerlichem Gruß
Der Bienenfreund
Der Bienenfreund

Schlagwörter dieses Themas: bienenkorb, heideimkerei, imkern im bienenkorb, korbimkerei, hinzufügen »

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Da mach ich mit
Viele Grüße Alexander
Und im übrigen bin ich der Meinung, dass imkern bienengemäß, einfach, praktisch, zeitsparend und preiswert sein muss.
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Oh jeh!
Jetzt geht es aber einige Jahrhunderte rückwerts.
Da geht es schon los mit der Biene.
Diese schwarmstarke Biene ist nicht mehr da.
Wer will diese vielen Schwärme einfangen?
Auch ist das Trachtangebot ist nicht mehr in der Natur vorhanden.
Auch diese Bienenkörbe muß man selbst aus Getreidestroh flechen und außen mit Mist betreichen und
dann unter einem Wetterschutz aufstellen.
Waben zum Schleudern gibt es nicht. Der Honig muß aus den Waben gepresst werden.
Vorher müssen die Bienen aus dem Korb "getrommelt" werden.
Die Korbimkerei ist eine Wissenschaft für sich selbst!
Die Korbimkerei war eine Spättrachtimkerei explizit für Scheinbenhonig, Presshonig und Heidehonig.
In einem Bienenkorb kann man die heutige Biene kaum halten.
...meint Honiglang.
Freunde sind wie Sterne, Du kannst sie nicht immer sehen, aber trotzdem sind sie da.
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was versprichst du dir fuer Vorteile?
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@ tachilowitsch #
Hallo,
Bienenkörbe gibt es im Netz zu kaufen Originale oder Nachbauten. Dann einfach mit Lehm/Kuhmistpampe bestreichen und fertig.
Einen Schwarm einschlagen, fertig ist er besiedelt. Da das Volumen für die heutigen Bienen zu klein ist, wird kein Fremdschwarm freiwillig einziehen.
Für mich war das größte Problem die Varroabehandlung. Mi fällt eigentlich nur Ameisensäure auf Schwammtuch von unten ein.
Meine damaligen Bienen im Korb war dann auch schon im November hinüber. War ein typischer Varroaschaden.
Zum Kucken sicherlich gut.
Mit freundlichen Grüßen aus Nürnberg
thomask
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 04.11.18 um 20:16 Uhr.
@ tachilowitsch #
tachilowitsch schrieb:

was versprichst du dir fuer Vorteile?

Vorteile gibt es schon,
denn die Bienen verlassen die Brut und ziehen als Schwarm aus.
...und das mehrfach!
So entsteht eine Brutpause mitten im Sommer.
Da bekommen die Varroamilben schon einen auf die Mütze.
Auch das Bienenwachs wird von den Bienen selbst erzeugt. Dadurch ist das Wachs weitgehen SAUBER, ohne Wachsbeimischungen durch Mittelwandhersteller.
Man braucht kleine Honigschleuder und keine Rähmchen.
Die Korbimkerei ist eine ganz andere Bienenhaltungsform.
...vor allem braucht der Imker viel mehr Zeit für seine Bienenhaltung.
Die Korbimkerei ist billig in der Anschaffung und im Betrieb.
Der Imker muß nur total umdenken.
...keine Schwarmverhinderung, sondern Schwarmförderung.
Freunde sind wie Sterne, Du kannst sie nicht immer sehen, aber trotzdem sind sie da.
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Man könnte die Bienen im Korb mit einem Rohrbedampfer behandeln 5-6 behandlungen wären aber angesagt. Wer sonst keine andere Arbeit hat der kann es ja mit ein zwei Körben probieren.

Freundliche grüsse drohnenfreund.
„Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum.“
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Literatur:

Soweit mir bekannt, soll das Buch "Die Hauptstücke der Lüneburger Korbimkerei" von Georg Heinrich Lehzen ein Standardwerk sein:

[www.holtermann-shop.de]

Ich habe es, allerdings noch nicht gelesen.

Dann gibt es als Anleitung zum Körbeflechten die "Korbflecht-Fibel" der Landwirtschaftskammer NRW:

[www.apis-ev.de]

bzw.

[www.mellifera.de]

Darin ist anschaulich beschrieben, wie man zu einem Bienenkorb kommen kann.

Gebrauchte Lüneburger Stülper werden ab und zu in den üblichen Kleinenzeigen-Portalen im Internet angebotet. Preislich um die 35,- Euro das Stück.
Einige sind "abgerockt" und bedürfen einer gründlichen Überholung (siehe Korbflecht-Fibel), bei anderen reicht eine Ausbesserung des Anstrichs mit einer Kuhfladen(-Mischung). Das passende (Roggen)Stroh soll recht schwierig zu beschaffen sein, weil heutzutage die Roggensorten kürzere Halme habe bzw. wohl auch entsprechend eingekürzt werden.

Bei Youtube gibt es ein Video, wie früher Bienenkörbe geflochten wurden

[www.youtube.com]

Kurse zum Korbbinden im Celler Bieneninstitut:

[www.laves.niedersachsen.de]

(Die Kurse waren glaube ich in den letzten Jahren immer schnell ausgebucht).

Dann gibt es den sehr zum empfehlenden Film "Traditionelle Korbimkerei in den Heidegebieten Norddeutschlands":

[av.tib.eu]

Soweit mir bekannt ist, hat sogar einer der Mitarbeiter des Celler Bieneninstitutes bei dem Betrieb aus dem obigen Film seine Lehre gemacht und kennt sich gut mit der Korbimkerei aus.

Aber: Ohne je Imkerei praktiziert zu haben: Korbimkerei soll die höhere Kunst der Imkerei sein. Steuerungen der Entwicklung des Volkes sind nur eingeschränkt möglich.
Und wie schon erwähnt wurde: Eventuell sind die heutigen Züchtungen nicht optimal bienenkorbtauglich.

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@ Honiglang #
Hallo,
danke für deinen Beitrag. Um all diese von dir trefflich aufgezeigten Nachteile der Korbimkerei geht es mir nicht . Um es richtig zu stellen , ich möchte meine Imkerei auf keinen Fall auf die Körbe umstellen , vielmehr möchte ich mehr wissen und dies mit praktischen Erfahrungen dokumentieren, um verschüttetes Wissen und praktische Erfahrungen zu erfahren und zu bewahren ,zu informieren aber auch an die schwere Arbeit der Korbimker zu erinnern und nicht zuletzt für die Honigbiene und die Imkerei zu begeistern.
Der Bienenfreund
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 04.11.18 um 22:42 Uhr.
@ Der_Bienenfreund #
Der_Bienenfreund schrieb:

Hallo,
danke für deinen Beitrag. Um all diese von dir trefflich aufgezeigten Nachteile der Korbimkerei geht es mir nicht . Um es richtig zu stellen , ich möchte meine Imkerei auf keinen Fall auf die Körbe umstellen , vielmehr möchte ich mehr wissen und dies mit praktischen Erfahrungen dokumentieren, um verschüttetes Wissen und praktische Erfahrungen zu erfahren und zu bewahren ,zu informieren aber auch an die schwere Arbeit der Korbimker zu erinnern und nicht zuletzt für die Honigbiene und die Imkerei zu begeistern.

Ich habe das alles schon richtig verstanden.
Ja, man kann nur mitreden wenn man diese Erfahrungen selbst gemacht hat.
NUR
Die größten Errungenschaften in der Imkerei war das Bienenrähmchen, die Mittelwand und die Honigschleuder.
So wurde der Wabenbau mobil und konnte immer wieder verwendet werden. Dadurch hat man dem Bien jede Menge Arbeit abgenommen.
Dazu der Zuchtfortschritt mit Sanftmut und dazu noch diese immense Honigertragssteigerung.
In der Korbimkerei hat vielleicht die Fischermühle (Meliffera e. V. in Rosenheim) Erfahrungen gesammelt.
Ich kann da den Imkermeister Norbert Poeplau, als Ansprechpartner, empfehlen.
Freunde sind wie Sterne, Du kannst sie nicht immer sehen, aber trotzdem sind sie da.
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