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Imkern mit dem traditionellen Bienenkorb

Beitrag vom Autor bearbeitet am 26.11.18 um 18:40 Uhr.
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Ich habe ein Buch gefunden mit vielen Bildern und Beschreibungen und Geschichte über die Korbimkerei und und die Geräte. Hans-Günther Brockmann: Gerät der Korbimker in der Lüneburger Heide. Ich hatte es mir wohl vor 10 Jahren gekauft und in den Schrank gestellt.
Buchbesprechung und Vertrieb damals.
lg
Viele Grüße Alexander
Und im übrigen bin ich der Meinung, dass imkern bienengemäß, einfach, praktisch, zeitsparend und preiswert sein muss.
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@ Bienenalex #
Hallo, dies ist ein sehr wervoller Hinweis, leider ist das Buch ( habe von Am... bis Eb .... gesucht ) nicht mehr erhältlich. Schade !
Der Bienenfreund
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Mein Weihnachtsgeschenk ist heute eingetrudelt. In einer Anzeige in einer Imkerbörse fand ich Lüneburger Stülper. Drei suchte ich mir aus. Die sehen dekorativ aus. Mal schaun ob ich einen dieses Jahr besetzt bekomme. Das wäre schon eine dekorative Show im Garten.
lg

Viele Grüße Alexander
Und im übrigen bin ich der Meinung, dass imkern bienengemäß, einfach, praktisch, zeitsparend und preiswert sein muss.
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Dieser Beitrag wurde am 06.01.19 um 00:08 vom Autor gelöscht.
@ Der_Bienenfreund #
Also, wenn ich in Pößneck imkern würde,
hätte ich echt Thüringer liegende Walzen im Garten.
Da ist das Imkern leicht, wenn sie dreiteilig sind: Brutraum in der Mitte.
Allerdings sieht man nicht, ob Schwarmstimmung herrscht,
vermutlich muss man das Volk einfach um den 20. Mai teilen.

Da ich aber in Mecklenburg imkere, lege ich mir jetzt stehende Walzen zu:
echt Mecklenburger Gausnester aus Strohringen (16 cm hoch),
mit Lehm verschmiert und mit Zwischenbrett fest verdrahtet; 3 übereinander.
Boden vom Magazin, mit Schublade.
Geimkert wird wie im Magazin, nur dass keine Waben gezogen werden,
sondern Kippkontrollen erfolgen und bei Schwarmstimmung das Volk geteilt wird.

Noch besser wären zwar echt Mecklenburger Rümpe mit Käppchenbetrieb,
aber da fehlt mir das Material zu.
Aha: Milben! Oxalsäure verdampfen oder AS.

Vorteil gegenüber der Magazinimkerei: keiner.

Aber Imkerei soll ja auch Spaß machen.
Es ist wie Kutschfahrt zum Herrentag.


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@ Der_Bienenfreund #
Aha, eine Frage:
sagt man in der Lüneburger Heide eigentlich "Kiepe" zum Bienenkorb?
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@ Immenkieper #
Nee, der Korb heist Stülper.
die Kiepe hat der Osterhase auf dem Buckel. Es können auch Menschen sein die damit was transportieren. Also ein weidenkorb, heute rucksack.
lg

Viele Grüße Alexander
Und im übrigen bin ich der Meinung, dass imkern bienengemäß, einfach, praktisch, zeitsparend und preiswert sein muss.
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@ Bienenalex #
Immenkiep
Bienenalex schrieb:
Nee, der Korb heist Stülper.
die Kiepe ... Also ein weidenkorb.
lg


So kannte ich das auch.
Aber 1930 wurde bei der Abfrage zum Atlas der Deutschen Volkskunde
in der Altmark wiederholt der Begriff "Kiep" als mundartliche
Bezeichnung der Bienenwohnung angegeben.

Beispiel anbei - zweifellos ein Lüneburger Stülper.
Aber vielleicht war "Kiepe" auch nur auf die Altmark beschränkt,
vielleicht hatten sie dort früher auch Weidenkörbe, Rutenstülper oder so.

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@ Der_Bienenfreund #
Max Einigs Körbe
Es ging früher auch so:


"Mein Korb – und wie ich darin imkere / Max Einig

Aus: Uns Immen 1927, S. 198-200

Mein Korb ist eine Verbesserung des Kanitzkorbes. Er besteht aus einem Brutraumringe von 370x370x250 [mm Innendurchmesser und Höhe – Immenkieper], einem Untersatzringe von 370x370x110 mm [Innendurchmesser und Höhe – Immenkieper] und einem oder nach Bedarf mehreren Aufsatzringen. Dazu gehört noch ein Deckel von 510 mm Durchmesser. Die Strohwandung dieses Korbes ist 70 mm stark.
An Zubehörteilen sind für jeden Ring noch 10 Flachstäbe von 10x25 mm nötig, die mit einer Nute versehen sind, und 2 Stück Sperrholzplatten von ebenfalls 510 mm Durchmesser, von denen die eine übers Brutnest kommt und das Absperrgitter aufnimmt, und die andere darunter kommt und mit dem Reinarzschen Fluglochkanal ausgerüstet ist. Die Aufsatzringe können sowohl mit Stäben wie auch mit Rähmchen ausgerüstet werden.

Und wie ich darin imkere:
Ich statte den Brutraum- und den Untersatzring mit je 10 Stäben aus. In die Nuten löte ich Mittelwandstreifen von etwa 30 mm Breite ein. Den Brutraum speile ich mit 4 Speilen so, dass alle Waben ein wenig schräge in die Speilen gebaut werden – was nötig ist, wenn bei einer Wanderung nichts brechen soll. Die Stäbe lege ich alle auf den Ring, der eigens einen Falz angeflochten erhalten hat, damit die Stäbe darin, wie auf einem Immenkasten, zu liegen kommen. Nun setze ich die beiden Ringe aufeinander, lege oben den Deckel darauf und verklammere alles.
Solchen Korb darf ich nur mit einem starken Schwarm besetzen. Ich benutze dazu einen Zweitschwarm, nachdem ich den Vorschwarm nach Abgreifen der Königin habe zurückgehen lassen. Dieser starke Schwarm kommt in meinen Korb und wird an die bisherige Stelle des Muttervolkes gestellt, damit er noch dessen Flugimmen alle erhält. Vom dritten Abende ab füttere ich ihn 4 bis 6 mal. Bald ist der Korb ausgebaut, ohne daß sich auch nur eine einzige Drohnenzelle im Brutraum findet.
Sowie die Tracht einsetzt, nehme ich den Deckel oben ab, lege die Sperrholzplatte mit Absperrgitter darauf, setze den Honigaufsatz darüber und lege oben den Deckel wieder auf. Wenn es nötig ist, kommt nach 6 bis 8 Tagen ein zweiter Aufsatz hinauf. So bekomme ich von dem Schwarme nicht selten einen größeren Ertrag als von einem Muttervolke, was nicht schwärmt.
Die alten Völker, die nicht schwärmen wollen oder sollen, lehne ich alle 5 Tage etwas um und schneide ihnen unten den Drohnenbau fort. Oben lasse ich sie Scheibenhonig erzeugen – an 35 cm breiten Stäben oder in Rähmchen.
Zur Wanderung in die Heide bleibt der Untersatzring zu Hause und wird auch das Absperrgitter fortgenommen.
Um den 15. September nehme ich die Aufsätze herunter, klammere den Deckel wieder auf dem Brutraume fest, drehe das Flugloch des Brutraumes nach hinten und verschließe es durch einen passenden Klotz, der mit einem Lappen umwickelt ist, bringe das Flugloch des Untersatzes nach vorn und lege den Reinarzkanal ein, nachdem ich die beiden mittelsten Stäbe fortgenommen habe. Die Immen gelangen nun erst durch den Flugkanal in den Brutraum.
Dann wiege ich das Volk. Was ihm an 45 Pfund noch fehlt, füttere ich mit Ballon oben zu.
Bis in den Mai des nächsten Jahres habe ich dann nichts an dem Volke zu tun, nur daß ich im Winter das Mäusewegfangen nicht versäume.
Um Mitte Mai ist das Volk glänzend entwickelt. Da bringe ich alles wieder in die alte Stellung, nehme den Flugkanal heraus und öffne wieder das Flugloch im Brutraumring.
Das ist meine ganze Arbeit an einem Korbvolk im Laufe eines Jahres."

Heute muss man natürlich irgendwann noch die Milben rauskriegen.
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@ Der_Bienenfreund #
Strohwohnungen Busch Strohwohnungen Busch Walzen Strohwohnungen Wanne
Der_Bienenfreund schrieb:

Es tun sich vielfältige Fragen auf ... was gibt es für Literatur zur Betriebsweise der Korbimkerei


Die Unibibliothek Regensburg hat viele Imkereibücher digitalisiert, z.B. F. Busch aus Thüringen.

Busch meint, am besten wären Strohwannen mit Aufsatz.

Anbei mal zwei Bilder daraus.
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