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Volksbegehren in Bayern

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@ Hochfeld #
Hochfeld schrieb:

Der Mähtermin am 15. ist genau so dämlich-unkundig wie am 1.
Die früher durch die damalige Nutzung entstandene Pflanzengemeinschaft einer Wiese läßt sich nicht mit Oberlehrerwissen wiederherstellen. (Futterreserve, Wetterbedingte spätere Mad, Übererstand durch Arbeitsspitzen, Samenausfall von Heuboden wieder ausbringen)
Als Beispiel nenne ich den Wiesensalbei der spät aussamt. Unerwünschte Wiesenpflanzen wurden früher mit händischer Arbeit kurz gehalten.

Heute in der FA SZ ein Artikel.
Zweites Bild am Standplatz von Weltrettern durch Honigbienenhaltung, - langer tiefer Winterschlaf.
Drittes Billd von Seite 56 mit der Überschrift: Im Grünen Bereich - wie Ordinär ist Gelb

Du würdest also ein solches Modell begrüßen?
Es bräuchte ein Modell (wie z.B. in der Schweiz) das
ERGEBNISSORIENTIERT fördert, sprich: „eine Zielart kommt auf Deiner
Fläche vor, dann gibt es Geld für Dich“. Kiebitz im Acker gibt 1000
Euro, zum Beispiel, Kornrade im Acker gibt 200 Euro (Zahlen sind von mir
erfunden, nur ein Beispiel). Dann tut sich was! Da überlegen die
Landwirte dann nämlich: was muss ich tun, damit diese (jetzt auch
finanziell!) wertvollen Arten in meinen Acker/auf meine Wiese kommen?

[www.landlive.de]
Harry Frankfurt: Wer Lügen (Fakes) verbreitet, respektiert die Wahrheit noch insoweit, als er ihre Aufdeckung fürchtet. Dem Bullshitter ist dies dagegen egal geworden.
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Auch der Bauernverband lügt wider besseres Wissen. Siehe die Stellungnahme des Biolandverbands:

[www.bioland.de]

Daraus: "Es ist nicht hinnehmbar, dass der Bayerische Bauernverband in einem Offenen Brief, mit Anzeigen und in Videos die möglichen Auswirkungen des Volksbegehrens Artenvielfalt bewusst falsch interpretiert. Wir sehen uns gezwungen, wichtigen Fehlinterpretationen des Bayerischen Bauernverbands öffentlich zu widersprechen:

Falschbehauptung „Öko-Quote“: Es ist nicht das Ziel, am Markt vorbei eine staatlich verordnete Öko-Quote gesetzlich festzuschreiben wie Gegner und der Bayerische Bauernverband dies behaupten. Die Märkte für Öko-Lebensmittel entwickeln sich kontinuierlich durch die Investitionen der Marktpartner entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Verbraucher wollen mehr heimische Bioprodukte aus Bayern.

Falschbehauptung „Öko-KULAP-Zahlungen würden eingeschränkt“: Die unbegründete Angstmache vor dem Verlust von finanzieller staatlicher Förderung bei der Entwicklung und beim Umbau der Landwirtschaft zu mehr Biolandbau in Bayern ist widersinnig und nicht hinnehmbar. Es werden auch künftig alle freiwillig erbrachten Umweltleistungen, wie z.B. der ökologische Landbau, entsprechend der EU-Vorgaben von staatlicher Seite finanziell unterstützt werden."
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Was geschieht, wenn das Volksbegehren rechtsgültig wird:

Wird der Bayerische Landtag die Gesetzesvorlage annehmen? --> unwahrscheinlich.
Wird dann der durchzuführende Volksentscheid die notwendige Mehrheit erzielen? --> unwahrscheinlich.

Fazit: Es bleibt alles, wie es ist. Viel Lärm um nichts. Genützt hat es den Initiatoren von ÖDP, Grünen und SPD.

Es ist reiner Wahlkampf. Mehr nicht.

Gruß
Nb
Danke für über 7.000 Youtube-Abonnenten: [www.youtube.com] - Mein Imker-Equipment: [imkerforum.nordbiene.de]
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Ich war die ersten Tage auf dem Marienplatz sowas habe ich noch nicht gesehen eine Menschenschlange
von 300 Meter länge und es waren sehr viel junge Leute dabei die Stunden lang angestanden sind. Das hat mich sehr beeindruckt. Wir haben weitweit ein großes Insektensterben. Dafür kann man den Bauern bestimmt nicht alleine die Schuld geben. Es spielen viele negative Faktoren zusammen. Zum Beispiel muß nicht jeden Tag Wurst und Fleisch verzehrt werden usw. Meine Bienen stehen zwischen Wiesen und Feldern. Was ich da so alles erlebe was auf diesen Feldern gespritzt und ausgebracht wird da kanns einem nur die Haare aufstellen. Das meine Bienen das alles überleben gleicht einem Wunder. Sie stehen auf einer Fläche von 10000 qm wo kein Bauer zugreifen kann. (25 Völker)
Aber jetzt zum Volksbegehren: Ziel ist es eine viel bessere Vernetzung der Biotope in Bayern zu erreichen, um Tiere und Pflanzen großflächige geschützte Lebensräume zu bieten. Wir wollen den Einsatz von Pflanzengiften auf den Äckern eindämmen und den Ökolandbau massiv ausbauen. Wir wollen dass Uferrandstreifen, Hecken, Alleen und Streuobstwiesen geschützt werden. So ermöglichen wir nicht nur den Bienen, Vögeln und Schmetterlingen, sondern dem gesamten Artenreichtum bessere Überlebenschancen usw. das ist doch für jeden Imker Musik in den Ohren. Deshalb gehe ich zum Volkbegehren. Falls sie die 1 Millionen stimmen erreichen dann wird sich zeigen was unsere Demokratie in Bayern wert ist. Die Schweiz ist dafür ein super Vorbild.

Gruß Wolfgang
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Dem Volksbegehren für Artenvielfalt in Bayern fehlen drei Tage vor Fristende 50.000 Unterschriften. Mitinitiator Norbert Schäffer ist optimistisch - und betont: Die Initiative richte sich nicht gegen Landwirte.

Drei Tage vor Fristende hat das Volksbegehren "Artenvielfalt - Rettet die Bienen" in Bayern etwa 900.000 Unterschriften gesammelt. Knapp 50.000 weitere sind bis Mittwoch nötig, damit der bayerischen Landesregierung ein Gesetzesvorschlag vorgelegt wird, der unter anderem durch die Förderung von Ökolandflächen das Insektensterben eindämmen soll. [...]

siehe weiter: [www.tagesschau.de]

Roland Müller, Witzenhausen
Imkerberater seit 1996
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@ WolfgangWSchwabe #
WolfgangWSchwabe schrieb:
..... Falls sie die 1 Millionen stimmen erreichen dann wird sich zeigen was unsere Demokratie in Bayern wert ist. Die Schweiz ist dafür ein super Vorbild.

Gruß Wolfgang

Das hat mit Wertigkeit nichts zu tun, sondern mit der Gesetzeslage.

Wird der Gesetzesentwurf im Parlament durchgewunken (was unwahrscheinlich ist), ist es ein Sieg.

Falls nicht, kommt es zum Volksentscheid. Ein Gesetzesentwurf wäre dann angenommen, wenn er mehr gültige Ja-Stimmen als Nein-Stimmen erhält (einfache Mehrheit). Auch dies scheint eher unwahrscheinlich.

Gruß
Nb
Danke für über 7.000 Youtube-Abonnenten: [www.youtube.com] - Mein Imker-Equipment: [imkerforum.nordbiene.de]
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@ Nordbiene #
Nordbiene schrieb:

Das hat mit Wertigkeit nichts zu tun, sondern mit der Gesetzeslage.

Wird der Gesetzesentwurf im Parlament durchgewunken (was unwahrscheinlich ist), ist es ein Sieg.

Falls nicht, kommt es zum Volksentscheid. Ein Gesetzesentwurf wäre dann angenommen, wenn er mehr gültige Ja-Stimmen als Nein-Stimmen erhält (einfache Mehrheit). Auch dies scheint eher unwahrscheinlich.

Gruß
Nb


Ich glaube, es ist manchen noch nicht klar, welche Macht ein Volksbegehren hat. Es ist schon richtig, dass der Gesetzentwurf des Volksbegehrens wahrscheinlich im Parlament abgelehnt wird, und es deshalb zum Volksentscheid kommen wird. Dann gibt es zwei Möglichkeiten : 1. Das Parlament macht einen Gegenvorschlag oder 2. Kein Gegenvorschlag. Im Fall 1 kann man sich als Wähler beim Volksentscheid zwischen dem Gesetzentwurf des Volksbegehrens und dem des Gegenvorschlag entscheiden. Im Fall 2 nur zwischen dem des Volksbegehrens oder keinem neuen Gesetz.
Wie auch immer: beim Volksentscheid wird mit einfacher Mehrheit eine für den Landtag verbindliche Wahl getroffen. D.h. wenn sich nur 7% der Wähler am Volksentscheid beteiligen und 4% für den Vorschlag des Volksbegehrens stimmen (d.h. 3% dagegen) ist dieser vom Landtag als Gesetz zu verabschieden.
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Das ist doch eine klare Ansage.
Vielen Dank für die genaue Erklärung soviel wie ich erfahren
habe fehlen noch 50 000 Stimmen. Also zum Abstimmen gehen und
nicht den Kopf in den Sand stecken wir Imker sind doch
Kämpfer für eine intakte Natur.
Schönen Abend

Wolfgang
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Habe gerade einen Bericht gelesen wie akut das Insektensterben auf der Erde sich ausbreitet und
davon das Überleben der ganzen Menschheit ob Reich oder Arm abhängt.
Viel Zeit bleibt uns nicht mehr.

Wolfgang
Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur AFP
"The Guardian": "Plummeting insect numbers 'threaten collapse of nature'"

Neue Studie nennt Zeitrahmen
Insektensterben bedroht die Menschheit


Das Sterben der Insekten: Es könnte das gesamte Ökosystem der Erde und damit auch die Menschheit auslöschen. Davor warnen Forscher in einer Studie.
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@ WolfgangWSchwabe #
WolfgangWSchwabe schrieb:



Das Sterben der Insekten: Es könnte das gesamte Ökosystem der Erde und damit auch die Menschheit auslöschen. Davor warnen Forscher in einer Studie.


Mein Gott, jetzt hört doch endlich mal auf mit dieser Panikmache. Es könnte, es wird vermutet, es wird prognostiziert, etc. etc. Hat die Welt keine anderen echten Sorgen? Viel wahrscheinlicher ist doch, dass die so intelligenten Menschen sich mit ihren so überaus effizenden Waffensystemen selbst vernichten.

Hört endlich auf die Menschen für dumm zu verkaufen und stetig ein Schreckensszenario hoch zu spielen. Was ist denn noch alles zu erwarten? Klimakatastrophe, Weltuntergang infolge Insektentod, und, und, und.
Vor ca. 20 Jahren war das Waldsterben angesagt. Es ist aber ausgeblieben!
Auch wurde das Verschwinden der Eisbären prognostiziert. Das Gegenteil ist eingetreten. Nun ist der Bestand um das 10fache gewachsen und laut akuteller Meldung von gestern bei ARD, wurde ein Eisbär-Notstand auf einer Insel am Polarkreis ausgerufen, weil es dort so viele Eisbären gibt, dass diese zwecks Nahrungssuche sogar die Menschen angreifen und jagen.

Man sollte doch alles etwas objekter betrachten und nicht das Vorgekaute wieder geben.

LG
Imka


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