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Imkern mit der Halbzagre im Zandermaß d.h. 12 cm hoch auch im Brutraum

@ horkarbar #
Das ist ja das lustige ... eben nicht ... der Imker braucht bei der Kippkontrolle nur kurz zu schauen und weil die Waben nur 12 cm tief sind, hat man alles im Blick und braucht keine einzige Wabe zu ziehen das spart Zeit und Bienen.
Der Bienenfreund
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 06.02.19 um 10:53 Uhr.
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über Halbzargen ist echt nichts zu finden,
in Österreich ist so was eventuell weiter verbreitet,
es gibt eine Fachbereichsarbeit von Wolfgang Oberrisser, die ist aber über Flachzargen, also das was du nicht greade suchtst. Ich denke, die Betriebsweise sollte gleich sein. Vielleicht hilft es? Oberrisser Imkern mit der Flachzarge
Viele Grüße Alexander
Und im übrigen bin ich der Meinung, dass imkern bienengemäß, einfach, praktisch, zeitsparend und preiswert sein muss.
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@ Der_Bienenfreund #
Der_Bienenfreund schrieb:
Das ist ja das lustige ... eben nicht ... der Imker braucht bei der Kippkontrolle nur kurz zu schauen und weil die Waben nur 12 cm tief sind, hat man alles im Blick und braucht keine einzige Wabe zu ziehen das spart Zeit und Bienen.
So richtig "lustig" wird es nämlich
bei diesen "Kippkontrollen" - oder beim beliebten Umhängen von "Brut"waben in den Honigraum,
weil diese 12cm-Waben im Brutraum dann in 3 Stockwerken (Halbzargen) übereinander
angordnet sind, und der Beespace zwischen diesen Stockwerken perefekt zugebaut ist .
Die Bienen wollen nämlich ein geschlossenes Brutnest ...
... war da nicht mal was mit "das Brutnest auseinanderreißen" ...

Ein angepasster Brutraum mit Großwaben ist 1-fach zu bearbeiten;
Ein Brutraum auf 2 Magazine verteilt - ist schon Arbeit x 4;
Ein Brutraum auf 3 Magazine verteilt - ist dann Arbeit x 9.

Die 12cm-Waben in den Honigräumen sind echt super und erleichtern die Arbeit immens.
Im Brutraum haben sie aber imho nichts zu suchen.


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Beitrag vom Autor bearbeitet am 06.02.19 um 10:25 Uhr.
@ Der_Bienenfreund #
Der_Bienenfreund schrieb:

Hallo, ein befreundeter Imker imkert schon seit einigen Jahren komplett d.h. auch im Brutraum mit den Halbzargen im Zandermaß.
Brutbereich 3- 4 Halbzargen, dann Absperrgitter und Honigraum alles in Halbzargen 12 cm hoch ( also keine 2/3 Flachzargen )
Diese Betriebsweise finde ich sehr interessant, da diese NUR mit Halbzargen ausgestatteten Magazine eine ganze Reihe von Vorteilen bringt. .... Geringes Gewicht, ein Rähmchenmaß, Kleine Leerzargen besser für Varroabehandlung, da weniger Raum, bessere Möglichkeiten, um auf Tracht u. Brutverhältnisse einzugehen, Einfache Ablegerbildung durch Zargenentnahmen, Keine MW oder Drahtung notwendig, trotzdem stabil durch geringe Höhe usw.
Was sagt Ihr dazu, gibt es bereits HALBZARGEN - Imker im ZANDERMAß.


Hallo Bienenfreund,

die von dir angeführten Vorteile sind rein theoretischer Art und ergeben in der Praxis wenig Sinn.

Seit vielen Jahren verwende ich Halbzargen als Honigraum und möchte diese nicht missen. Zwei Halbzargen kann man auch als Brutraum verwenden, doch es macht keinen Sinn, sie mit Halbwaben zu bestücken.
Es wäre für die Brutentwicklung hinderlich, insbesondere wenn keine Mittelwände vorhanden wären. Der Arbeitsaufwand würde sich zwangsläufig verdoppeln und die Schwarmkontrolle würde zum Horror werden.

Nachdem ich mit 2 Bruträumen arbeite, müsste ich bei der Verwendung von Halbwaben, bei der Durchsicht des BR, jeweils 40 Waben kontrollieren. Mit Kippen allein wäre es nicht getan. Hinzu kommt, dass die Waben oft stark verbaut werden und es zum Quetschen von Bienen kommt. Bei der Verwendung von ungedrahteten Rähmchen ohne Mittelwände gäbe es einen Mischmasch von Arbeiter- und Drohnenbrut. Ablegerbildung mittels Halbwaben wäre nicht bienengerecht, weil kein entsprechend formgerechtes Brutnest gebildet werden kann.

Bei einem mit Ganzwaben bestückten Brutraum ist das Gewicht nicht von Bedeutung, denn der Brutraum ist immer wesentlich leichter als ein voller Honigraum. Ein Gewichtsproblem stellt sich bei den Honigräumen und deshalb sind Halbwaben und Halbzargen hierfür ideal. Zudem ergeben sich zusätzliche Vorteile. Eine HZ kann als Honigraum viel früher und gezielter aufgesetzt werden, die Waben werden schneller verdeckelt und können je nach Reifegrad des Honigs gezielt entnommen werden. Einzelne Trachten können besser abgeschöpft werden.
Auch wenn bei Halbwaben die doppelte Menge an Waben bearbeitet werden muss, ergibt dies im Gesamtergebnis keinen wesentlichen Nachteil.

Mit HZ kann man variabler arbeiten, denn 2 HZ ergeben eine Ganzzarge und somit können die Zargen als solche auch für Ganzwaben eingesetzt oder sogar mit Halbwaben und Ganzwaben gemischt verwendet werden. Bei 2/3 Waben ist dies nicht möglich.
Mein Fazit:
Halbwaben bringen viele Vorteile, aber für den Brutraum sind sie kontraproduktiv

LG
Imka



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@ Imka #
Hallo , sehr interessant dein Beitrag. Ich habe dieses Thema eröffnet da es bislang keine Infos oder Erfahrungen über die HZ im Brutraum gibt. Auch im großen Internet findet man hierzu nichts. Außer der befreundete Imker der schon seit vielen Jahren mit der HZ im Brutraum arbeitet und sehr gut klar kommt damit.
Der Bienenfreund
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@ Der_Bienenfreund #
Der_Bienenfreund schrieb:

Hallo , sehr interessant dein Beitrag. Ich habe dieses Thema eröffnet da es bislang keine Infos oder Erfahrungen über die HZ im Brutraum gibt. Auch im großen Internet findet man hierzu nichts. Außer der befreundete Imker der schon seit vielen Jahren mit der HZ im Brutraum arbeitet und sehr gut klar kommt damit.


Hallo Bienenfreund,

ich betrachte das Brutnest als Herz des Bienenvolkes. Deshalb sollte es nicht mit Holzleisten in der Mitte geteilt sein.
Schau dir doch mal bei dem befreundeten Imker, im Mai/Juni, ein Volk mit Halbwaben im Brutraum an. Du wirst schnell erkennen, welche negativen Auswirkungen entstehen.

Bei meiner Betriebsweise sind HZ aber eine ideale Ergänzung. Sie dienen als Honigraum, als Futterzarge und ermöglichen eine 1 1/2 räumige Überwinterung.

Als Honigraum können sie bereits frühzeitig aufgesetzt werden, auch bestückt mit MW. Sie werden zügiger angenommen als eine Vollzarge. Es entsteht kein Kälteschock. So bald die erste HZ etwa halb voll ist, wird die zweite HZ untergesetzt und wenn diese auch zur Hälfte befüllt ist, kommt die Nächste und so weiter. Die oberste HZ wird stets zuerst voll getragen und verdeckelt. Somit können diese bereits schleuderreifen Waben auch früher entnommen werden, ohne das ganze Gefüge im Honigraum durcheinander zu bringen.

Nach dem Abschleudern, ca. Mitte Juli, entnehme ich die gesamte Brut und reduziere auf einen Brutraum. Um die Brutfläche, bei der zur Brutförderung einhergehenden Fütterung, nicht einzuschränken, setze ich eine Halbzarge mit Halbwaben auf, schlage die Folie etwas zurück und schließe dies mit einer leeren HZ ab. In diese leere HZ stelle ich eine Futterschale mit Schwimmhilfe und füttere in kleinen Portionen. Dieses Futter wird vorrangig auf den Halbwaben eingelagert. Es ähnelt einem dicken Futterkranz, der sich separat über den Brutwaben im eigentlichen Brutraum befindet. Erst ab Ende August füttere ich dickflüssiger und in größeren Mengen, als Wintereinfütterung. Nachdem die HZ bereits gefüllt und verdeckelt ist, wird dieses Futter in den unteren Waben, brutnestnahe eingelagert.

Bis etwa Ende Februar erfolgt die Zehrung ausschließlich auf den unteren Ganzwaben und die HZ ist größtenteils bienenfrei. Je nach Witterung und Witterungsaussichten, ritze ich bereits im Februar, bei Temperaturen ab 5°, die über dem Bienensitz befindlichen Halbwaben auf. Dieses Futter wird innerhalb weniger Tage umgetragen und direkt am Brutnest gelagert. Dies fördert die Brutentwicklung und beugt einem Futterabriß bei einer eventuell eintretenden Kälteperiode vor. Sobald diese Halbwaben leer sind, werden sie gegen die noch vollen Randwaben, die ebenfalls aufgeritzt werden, getauscht. Bis Anfang März sind alle Waben der HZ leer und die HZ kann abgenommen werden. Durch die Verringerung des Gesamtvolumens wird der Wärmehaushalt günstig beeinflusst. Bis etwa 10. April sind diese Völker aufsatzreif. Sie werden auf den zweiten Brutraum erweitert und i.d.R. kann bereits Ende April der erste Honigraum, als HZ, aufgesetzt werden.

Dieses Verfahren hat sich bewährt und ich kann es nur empfehlen. Sicherlich wird es auch andere Meinungen geben, deswegen möchte ich die Beschreibung nur als Anregung verstanden wissen.

LG
Imka
3
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 06.02.19 um 15:17 Uhr.
@ Imka #
Imka schrieb:
Dieses Verfahren hat sich bewährt und ich kann es nur empfehlen. Sicherlich wird es auch andere Meinungen geben, deswegen möchte ich die Beschreibung nur als Anregung verstanden wissen.
Würde dann noch
mit großformatigen Waben in einem einzigen (angepassten) Brutrum (und niedrigen Halbzargen im Honigraum) geimkert werden,
können die von dir beschriebenen Vorteile der niedrigen Halbzargen (im Honigraum !) weiterhin optimal und voll ausgenützt werden.
- Zusätzlich kann dann aber auch noch auf den Einsatz von niedrigen Halbzargen als Futterwaben - und auch die durch den Imker eingeleitete "Reizfütterung" im Vorfrühling - völlig verzichtet werden.
- Speziell bei der nachfolgenden (angepassten) Brutraum-"Erweiterung" werden dann anstelle von ganzen Magazinen nur mehr einzelne - oder einige - Waben ohne massive Störung des Bienenvolkes getauscht, bzw, zugehangen.
- Dadurch wird nicht nur Arbeit (Magazin-Umtausch) eingespart, sondern auch der Materialeinsatz (Lagerhaltung) weiter drastisch reduziert;

Egal ob jetzt "geteilter" oder "ungeteilter" Brutraum:
der Unterschied besteht (für den Imker !) nur im Arbeits-und Materialaufwand.
- Daraus ergibt sich deutlich, dass ein sogar mehrfach geteilter Brutraum noch mehr Arbeit und erhöhten Materialeinsatz bedeutet. Von den wiederholten Störungen des Bienenvolkes mal ganz abgesehen.

Das wird auch der Grund sein, warum die Verwendung von niedrigen ("halben") Brutwaben im Brutraum nicht besonders verbreitet ist und auch nicht speziell kommunuziert - und schon gar nicht empfohlen wird.
Auch wenn das einige arbeitswütige "Bienenwühler" trotzdem so handhaben ,
und es dann von anderen - rein theoretisch - sogar als "lustig" eingestuft wird.



1
 
@ Honiglang #
Honiglang schrieb:

Das ist gerade der umgekehrte Trend!
Heute will man Großwaben im Brutraum!
Z. B. : Dadant, Zadant und 1,5 DNM.
Nur mit 12 cm Wabenhöhe wird es mit der Wintertraube schwierig.
ABER
Jeder muß mit seinem Maß zurecht kommen.
Den Bienen ist es eh egal.



Heute will man ...
Das bekommen die Neulinge in den Kursen so vorgesetzt
bei uns nicht
bei uns imkert man in DNM (Deutschnormal) erfolgreich
den Bienen ist es egal
aber wenn ich an die Dadantimker denken, die den großen Brutraum durch Schiede jetzt schon wieder einengen wollen
ne Danke
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 07.02.19 um 21:14 Uhr.
@ Cem #
Cem schrieb:
... bei uns imkert man in DNM (Deutschnormal) erfolgreich.
Kommt drauf an,
WAS man dann so als "erfolgreich" bezeichnet ...

und:
den Bienen ist es egal.
"Egal"
ist es den Bienen absolut nicht. Sie können sich nur nicht dagegen wehren ...
Nur jemand , der sich mit Bienen auskennt, kann aus dem Verhalten eines
Bienenvolkes auf die Güte einer artgerechten Bienenenhaltung schließen.
Und dazu zählt halt nun mal ein optimales natürliches ungeteiltes Brutnest

:und
aber wenn ich an die Dadantimker denken, die den großen Brutraum durch Schiede jetzt schon wieder einengen wollen
ne Danke
Das sind (zum Glück)
NICHT "die" Dadant-Imker ...
Das sind diejenigen, welche schon glauben "Imker" zu sein ....
Und die gab - und gibt es auch unter den "DN"ormalos" zuhauf ...

Abgesehen davon:
Die Größe des BrutNESTes wird nicht "eigeengt", sondern nur a n g e p a s s t bereitgestellt.
der Brut-RAUM (= das Magazin) bleibt das selbe - er wird nur sinnvoll und bienenmäßig aufgeteilt -
Und zwar je nach dem individuellen Bedarf des jeweiligen Bienvolkes.
Aber das auch nur jeweils zum richtigen Zeitpunkt,
Aber das hat wiederum etwas damit zu tun , dass man sich mit Bienen auch auskennt ....
Und auch bereit ist, sich mit den Bedürfnissen eines Bienenvolkes auseinanderzusetzen.



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@ immenguru #
Ja der Dadant- Imker hat feststellen müssen das seine Königinnen auch nicht mehr Eier legen als die Königinnen in den Zander oder Deutsch normal Magazinen. Und da ja so viel Platz in den Dadant- kisten nicht mit Eiern und Pollen gefüllt werden konnte, haben die Immen diesen Platz mit Honig gefüllt. Das wiederum dultete der
Imker nicht.
Denn er wollte ja das flüssige Gold schleudern. Also fing er an zu schieden einengen wäre das falsche Wort.
Um heute Dadant-kisten mit Brut zu füllen, braucht es gesunde fast milbenfreie Völker und dies ereicht man nicht wenn man nur mit MS behandelt.

Freundliche Grüße drohnenfreund.
„Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum.“
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