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Verscherzen Imker es sich mit Bauern?

@ tuerlich #
tuerlich schrieb:

Kann ich Dir nicht Recht geben.
beim Biobauern in der Nähe sind die Getreide im Sommer schon mal blau von Kornblumen. Die Stoppeln werden nicht gespritzt und sind voller unterschiedlicher Pflanzen.... (Die anderen Felder sind oft nicht nur sauber, sondern rein, vom Mais ganz zu schweigen). Mal nachgefragt meinte er nur lapidar,ihm stört das überhaupt nicht. Das verkommt nächstes Jahr beim Futterholen und er meinte das da vielleicht was mitwächst, Hirtentäschel, usw.,dass den Viechern schmeckt. Er müsse halt nur auf Ampfer und Disteln aufpassen aber das sei auch kein Problem...

Also ganzjährig Pollen- und Nektarvielfalt, ohne Chemie statt Senfblüte im Spätherbst!

Landwirtschaft und Bienen gehörn zusammen wo (noch) in Kreisläufen gedacht wird.
-Egal ob Konv. oder Öko.


Genau solche Erfahrungen mache ich auch mit "meinen" Bio-Landwirten in der Nachbarschaft. Dass nämlich Ertragseinbuße durch Einsparen von Spritzmitten etc. kompensiert wird. Wenn dann auch noch die EU-Förderpolitik die ökologisch arbeitenden Betriebe und die kleinbäuerlichen Strukturen mehr fördert als die industriellen Großbetriebe, dann sind wir m.E. auf dem richtigen Weg. Und auch der Bauernverband wird sich in diese Richtung weiterentwickeln müssen.


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Beitrag vom Autor bearbeitet am 14.02.19 um 23:16 Uhr.
@ schwabenimker #
schwabenimker schrieb:

Genau solche Erfahrungen mache ich auch mit "meinen" Bio-Landwirten in der Nachbarschaft. Dass nämlich Ertragseinbuße durch Einsparen von Spritzmitten etc. kompensiert wird. Wenn dann auch noch die EU-Förderpolitik die ökologisch arbeitenden Betriebe und die kleinbäuerlichen Strukturen mehr fördert als die industriellen Großbetriebe, dann sind wir m.E. auf dem richtigen Weg. Und auch der Bauernverband wird sich in diese Richtung weiterentwickeln müssen.


Wenn man die Ertragseinbußen mit den Kosten für die Spritzmittel kompensieren könnte, würde keinr mehr spritzen. Die Argumentation ist schlicht Unfug.
Die Kosten für den biozertifizierten Anbau liegen doch bedeutend über den des Konventionellen, deswegen gibt es ja auch höhere Förderungen. Es wird allegemein immer schwieriger, kostendeckend zu arbeiten, von Gewinn gar nicht zu reden. Die Kosten für Betriebsmittel, Reperaturen etc, etc steigen ständig, nur die ERlöse für die landwirtschaftlichen Produkte nicht.
Und wenn man sich mal mit der Literatur aus der vorchemischen Zeit beschäftigt, bei den guten Betrieben gab es auch ohne Chemie keine Unkräuter auf den feldern, damals hat man eben dann die Arbeiter durch das Feld geschickt.
Die Herbizide sparen im Prinzip nur die menschliche Arbeitskraft ein, sie sidn eine Folge der stetigen Verteuerung des Faktors Arbeit durch immer höhere Steuern und Abgaben auf die Selbe und eine Folge der Konkurenz mit der Industrie.
Wie man das umklehren will, entzeiht sich meiner Vorstellungskraft, vor allem der Punkt Konkurenz.
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

So ist es brauch seit alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör.. (W. Busch)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
4
 
@ tyr #
Es ist ein Trugschluß, dass der der ökologisch sein Acker bewirtschaftet, zertifiziert sein muss.
So ein Kappes!

Der Drohn
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@ derDrohn #
derDrohn schrieb:

Es ist ein Trugschluß, dass der der ökologisch sein Acker bewirtschaftet, zertifiziert sein muss.
So ein Kappes!

Der Drohn



Wenn er offiziell seine produkte als Bio vermarkten, und die Förderungen beanspruchen will, muss er sich demenstprechend zertifizieren lassen.
Natürlich darf jeder auch ohne Zertifizierung Bio arbeiten, darf es aber nicht unter dem Label vermarkten, und Förderung gibts dann auch keine. Dürfte in den meisten Fällen kaum kostendeckend werden.
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

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Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

So ist es brauch seit alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör.. (W. Busch)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 15.02.19 um 08:57 Uhr.
@ tyr #
tyr schrieb:



Die Herbizide sparen im Prinzip nur die menschliche Arbeitskraft ein, sie sidn eine Folge der stetigen Verteuerung des Faktors Arbeit durch immer höhere Steuern und Abgaben auf die Selbe und eine Folge der Konkurenz mit der Industrie.


*Das* ist des Pudels Kern! Und wenn man ueber den Schutz von Insekten und Feldhasen spricht, sollte man auch zunaechst ueber den Schutz der Menschen auf dem Lande sprechen, die durch die ganze Chemisierung ud Mechanisierung ihre Lebensgrundlage verloren haben. Vor den Hasen und vor den Insekten.

Loesen lassen sich diese Probleme schon. Ganz einfach durch eine Regionalisierungsabgabe auf alle Lebensmittel. Wenn ein Glas Importhonig beim Diskounter dann einen Euro mehr und der regionale Honig einen Euro (dank Zuschuss) weniger kostet, entscheidet der Konsument wieder nach der Qualitaet und nicht mehr nach dem Preis. Und das wuerde bei anderen Lebensmitteln genauso funktionieren.

Ich verstehe sowieso nicht, weshalb man bspw. die irren Preissteigerungen beim TUEV einfach so hinnimmt, aber wen Butter mal 20 Cent mehr kostet, gibt's gleich einen Aufschrei. Das schlimme hier in diesem Lande ist, das Lebensmittel nicht die Wertschaetzung erfahren, die sie verdienen. Frueher sprach man vor dem Essen noch ein Tischgebet, heute benimmt sich mancher "Esser" schlimmer wie ein Schwein im Koben.


3
 
@ Nordbiene #
Da gibt es kein Keil zwischen Imker und Landwirte. Die Imker in meinem Dorf sind alles selbst noch Landwirte oder stammen aus einem landwirtschaftlichen Betrieb. Einige haben auch nicht für das Volksbegehren gestimmt.

In der Müncher ÖDP Runde die da Volksbegehren auf den Weg brachte ist auch meines Wissens kein Imker dabei.
Mit dem Slogan "Rettet die Bienen" wollte man halt viele Bürger erreichen und das hat geklappt.Mit dem Imker selber hatte das Volksbegehren nichts zu tun.

Unsere Imker hatten heuer einen sehr hohen Honigertrag.Hatten doch von Seiten des Ertrages überhaupt keinen Grund für Volksbegerhen.

Das Volksbegerhen ist nur eine gesselschaftliche Debatte wo wir in Zukunft mit unserer Natur hin wollen.
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@ Natur43 #
Natur43 schrieb:
In der Müncher ÖDP Runde die da Volksbegehren auf den Weg brachte ist auch meines Wissens kein Imker dabei.
Mit dem Slogan "Rettet die Bienen" wollte man halt viele Bürger erreichen und das hat geklappt. Mit dem Imker selber hatte das Volksbegehren nichts zu tun.
Das Volksbegerhen ist nur eine geselschaftliche Debatte wo wir in Zukunft mit unserer Natur hin wollen.
Eher nicht "wollen",
sondern dorthin sollen ...
... wohin die Gesellschaft der ÖKO-Tagträumer meint ...

Eigentlich
hat nur noch die DUH gefehlt ...
... aber die war ja zum Glück mir "Wiesbaden" beschäftigt ...



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Beitrag vom Autor bearbeitet am 15.02.19 um 12:26 Uhr.
@ schwabenimker #
schwabenimker schrieb:

Genau solche Erfahrungen mache ich auch mit "meinen" Bio-Landwirten in der Nachbarschaft. Dass nämlich Ertragseinbuße durch Einsparen von Spritzmitten etc. kompensiert wird. Wenn dann auch noch die EU-Förderpolitik die ökologisch arbeitenden Betriebe und die kleinbäuerlichen Strukturen mehr fördert als die industriellen Großbetriebe, dann sind wir m.E. auf dem richtigen Weg. Und auch der Bauernverband wird sich in diese Richtung weiterentwickeln müssen.



Habe die gleichen Erfahrungen gemacht, egal Bio oder konventionell, ob Raps oder Zwischenspritzung bei den Erdbeeren. Meine Kästen stelle ich z.B. nur an Rapsschläge, wenn ich die Landwirte kenne und die auf die Spritzung verzichten.
Zustimmung auch was den BBV betrifft. Bioland, Naturland und die AG bäuerliche Landwirtschaft haben ihre eigene entgegengesetzte Auffassung deutlich gemacht.

Die allgemeine Diffamierung der Unterzeichner des Volksbegehrens als Öko-Chaoten oder Öko-Tagträumer von außen (TE u.a.) nehm ich zwar zur Kenntnis, is mir aber a Wurscht.
Grüße

Ehrenbürg
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@ tuerlich #
tuerlich schrieb:

...Das verkommt nächstes Jahr beim Futterholen und er meinte das da vielleicht was mitwächst, Hirtentäschel, usw.,dass den Viechern schmeckt. ...


Und nacher im Fleisch und in der Milch schmeckt man es auch. Mach mal eine Blindverkostung von einer Schweizer Bergwiesenmilch und einer konventionellen Silage/Stallmilch.

Es gibt keine Entschuldigung mehr für den konventionellen Sektor. Können 18% irren?

Für die Konventionellen, welche die Warnzeichen bewusst übersehen haben kommt es jetzt knüppeldick. Sie haben weder Sorten noch die Erfahrung um ohne synthetische Hilfsstoffe zu wirtschaften.
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@ luxnigra #
luxnigra schrieb:

Und nacher im Fleisch und in der Milch schmeckt man es auch. Mach mal eine Blindverkostung von einer Schweizer Bergwiesenmilch und einer konventionellen Silage/Stallmilch.

Es gibt keine Entschuldigung mehr für den konventionellen Sektor. Können 18% irren?

Für die Konventionellen, welche die Warnzeichen bewusst übersehen haben kommt es jetzt knüppeldick. Sie haben weder Sorten noch die Erfahrung um ohne synthetische Hilfsstoffe zu wirtschaften.


Können 18% irren?

Scheint aber so das 82% in Bayern so wie es ist damit zufrieden sind.

Sollten die Initiatoren vom Volksbegehren bei einigen Punkten keine praxistaugliche Kompromissbereitschaft zeigen, dann denke Ich wird es bei einem Volksentscheid durchfallen.
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