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Wespen, Hummeln und andere Insekten
36 Themen, Moderator: Bienenalex, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Wespen, Hummeln und andere Insekten

Vespa Velutina: Asian Hornet, Asiatischen Hornisse, Gelbe Beine Hornisse

Dieser Beitrag wurde am 11.03.19 um 18:05 vom Autor gelöscht.
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Maschenweite/Größe Drahtgittervorbauten

Hallo zusammen,

unten verlinkt ist eine frz. Beschreibung über die modifizierte Bauweise eines Drahtgitter-Vorbaus mit 5,5 mm Maschenweite. Viele selbsterklärende Bilder.

Ein Problem bei dieser geringen Maschenweite scheint zu sein, dass die Bienen erst durch das Gitter krabbeln müssen, sich vorher auf das Gitter setzen und dabei von den Asiat. Hornissen weggefangen werden. Daher haben die französischen Kollegen oben am Vorbau eine 45° abgeschrägte Leiste angebracht, deren Rückseite einen durch Schrauben auf 5,5 mm einstellbaremn Abstand zur Beutenwand hat. Bei der Rückkehr bevorzugen die Bienen anscheinend den Zugang durch diesen Schlitz. Sie setzen sich auf die Leiste und gehen dann hinter der Dreikantleiste von oben/außen nach unten/innen durch. Damit sind sie schneller "weg" als durch das Gitter. Die Schräge soll den Vorteil haben, dass sich die Vv nicht draufsetzen will.

[www.frosaif.fr]

Ich hatte ja weiter oben das Modell von ICKO verlinkt, das eine deutlich größere Maschenweite hat. Hier wie auch bei den Plastikvorbauten mit Käselöchern kann die Vv in diesen Vorbereich zwar eindringen, fühlt sich aber wohl eingeengt und durch die Abwehrbereitschaft der Bienenvölker so weit bedroht, dass sie diesen Bereich anscheinend in der Regel ohne weiter auf Beute zu sinnen schnellst möglich wieder verlässt.
Also ist es im Ggs. zu meinem weiter oben Geschriebenen anscheinend doch wichtig, dass der Vorbau nicht zu groß ist, damit das Bienenvolk die "Hoheit" über den eingegitterten Vorbereich hat und die Vv diese Dominanz spürt.

Ich versuche, die verschiedenen Maschengrößen so zu deuten, dass das Modell mit 5,5 mm für ein großes Aufkommen an Hornissen gebraucht wird, wo die Bienen stark eingeschüchtert und die Hornissen dominant sind, während die größere Maschenweite ggf. für eine schwächere Belagerung ausreicht. Vielleicht gibt es aber auch nur unterschiedliche Vorstellungen der richtigen Bauart, so wie bei allem, oder es gibt unterschiedliche Wünsche der Imker. "Gelbfüßler müssen leider draußen bleiben" oder so ähnlich, steht für das erstere Modell. Man müsste es mal im Ernstfall ausprobieren. Ich hoffe, die meisten Kollegen und Kolleginnen hier bekommen nicht so schnell die Gelegenheit dazu...

In meiner Falle war bisher kein einziges Insekt zu finden. Ich werde es sonst natürlich berichten.

Grüße.
"To bee or not to be." (Freies Wortspiel nach dem angeblichen Zitat von Albert Einstein)
2
 
@ Bienenhiasl #
Muzzel Vertical Muzzel
Bienenhiasl schrieb:

Maschenweite/Größe Drahtgittervorbauten

Hallo zusammen,

unten verlinkt ist eine frz. Beschreibung über die modifizierte Bauweise eines Drahtgitter-Vorbaus mit 5,5 mm Maschenweite. Viele selbsterklärende Bilder.

Ein Problem bei dieser geringen Maschenweite scheint zu sein, dass die Bienen erst durch das Gitter krabbeln müssen, sich vorher auf das Gitter setzen und dabei von den Asiat. Hornissen weggefangen werden. Daher haben die französischen Kollegen oben am Vorbau eine 45° abgeschrägte Leiste angebracht, deren Rückseite einen durch Schrauben auf 5,5 mm einstellbaremn Abstand zur Beutenwand hat. Bei der Rückkehr bevorzugen die Bienen anscheinend den Zugang durch diesen Schlitz. Sie setzen sich auf die Leiste und gehen dann hinter der Dreikantleiste von oben/außen nach unten/innen durch. Damit sind sie schneller "weg" als durch das Gitter. Die Schräge soll den Vorteil haben, dass sich die Vv nicht draufsetzen will.

[www.frosaif.fr]

Ich hatte ja weiter oben das Modell von ICKO verlinkt, das eine deutlich größere Maschenweite hat. Hier wie auch bei den Plastikvorbauten mit Käselöchern kann die Vv in diesen Vorbereich zwar eindringen, fühlt sich aber wohl eingeengt und durch die Abwehrbereitschaft der Bienenvölker so weit bedroht, dass sie diesen Bereich anscheinend in der Regel ohne weiter auf Beute zu sinnen schnellst möglich wieder verlässt.
Also ist es im Ggs. zu meinem weiter oben Geschriebenen anscheinend doch wichtig, dass der Vorbau nicht zu groß ist, damit das Bienenvolk die "Hoheit" über den eingegitterten Vorbereich hat und die Vv diese Dominanz spürt.

Ich versuche, die verschiedenen Maschengrößen so zu deuten, dass das Modell mit 5,5 mm für ein großes Aufkommen an Hornissen gebraucht wird, wo die Bienen stark eingeschüchtert und die Hornissen dominant sind, während die größere Maschenweite ggf. für eine schwächere Belagerung ausreicht. Vielleicht gibt es aber auch nur unterschiedliche Vorstellungen der richtigen Bauart, so wie bei allem, oder es gibt unterschiedliche Wünsche der Imker. "Gelbfüßler müssen leider draußen bleiben" oder so ähnlich, steht für das erstere Modell. Man müsste es mal im Ernstfall ausprobieren. Ich hoffe, die meisten Kollegen und Kolleginnen hier bekommen nicht so schnell die Gelegenheit dazu...

In meiner Falle war bisher kein einziges Insekt zu finden. Ich werde es sonst natürlich berichten.

Grüße.



Das ist eine Kombination dieser beiden Methoden.

Grüße,
Patrick
Wie freut mich's, daß ich Imker bin

Healthy Bee´s healthy planet.

www.imkerei-schooler.de


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Hallo in die Runde,

ich grübel die ganze Zeit ob man nicht den Ikea Tütenspender ( Name Variera) für 1,49€ dafür umbauen könnte. Der war meine spontane Assoziation als ich den Plasikschutz ( für 16€!!) bei Icko gesehen habe.
Könnte man probieren einfach so zu montieren damit es die VV nicht so schwer hat, oder eben modifizieren.

Viele Grüße
Wiede
2
 
@ Upupa #
Ich würde mich an den bereits in Frankreich ermittelten Maßen orientieren. Flugraum innerhalb des Schutzes ca. 20 cm vom Flugloch aus nach oben und vorne. Für die Drahtgittervariante liegen die Materialkosten für Brettle und Draht schätzungsweise unter 5 €. Klar, wenn es etwas Passendes gibt, kann man das doch ausprobieren. Der Stein der Weisen ist eh noch nicht gefunden. Es wird auch empfohlen, das Gras oder andere halb hohe Gewächse dicht vor den Stöcken wachsen zu lassen, weil das den freien Anflug hindert.

Mir ist noch ein Punkt eingefallen, warum vielleicht von Manchen die engen Maschenweiten genommen werden:
Es wird verschiedentlich darauf hingewiesen, dass die Unterseite des Flugbretts den Vv als Versteck vor dem Angriff dient, und dass die Vv-Königinnen im Frühjahr anscheinend (auch) dort eine Duftmarkierung anbringen, die den Vv-Arbeiterinnen später den Weg weisen soll. Mit den engen Maschen, wenn sie mit Abstand bis unter das Flugbrett gezogen werden, soll das wohl verhindert werden. Wobei mir ehrlichgesagt der Unterschied nicht klar iist: greifen sie jetzt aus dem Lauerflug an, oder steigen sie überraschend von unter dem Flugbrett auf? Oder beides? Oder sind das eine die Königinnen, das andere die Arbeiterinnen? Fragen über Fragen.

Das hieße allerdings, den Vorbau nicht erst im Mai anzubringen, sondern schon im Erstfrühling.
Aber dann markiert die Vv-Königin vielleicht die Kastenseite? Alles kann man ja nicht abschotten, außer mit einem großen Netz.

Klar ist das hier alles nur angelesen und versucht, einzuordnen. Im Moment fehlen hier in Deutschland die Erfahrungen noch. Noch!

Grüße.
"To bee or not to be." (Freies Wortspiel nach dem angeblichen Zitat von Albert Einstein)
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@ Bienenhiasl #
Bienenhiasl schrieb:

Ich würde mich an den bereits in Frankreich ermittelten Maßen orientieren. Flugraum innerhalb des Schutzes ca. 20 cm vom Flugloch aus nach oben und vorne. Für die Drahtgittervariante liegen die Materialkosten für Brettle und Draht schätzungsweise unter 5 €. Klar, wenn es etwas Passendes gibt, kann man das doch ausprobieren. Der Stein der Weisen ist eh noch nicht gefunden. Es wird auch empfohlen, das Gras oder andere halb hohe Gewächse dicht vor den Stöcken wachsen zu lassen, weil das den freien Anflug hindert.

Mir ist noch ein Punkt eingefallen, warum vielleicht von Manchen die engen Maschenweiten genommen werden:
Es wird verschiedentlich darauf hingewiesen, dass die Unterseite des Flugbretts den Vv als Versteck vor dem Angriff dient, und dass die Vv-Königinnen im Frühjahr anscheinend (auch) dort eine Duftmarkierung anbringen, die den Vv-Arbeiterinnen später den Weg weisen soll. Mit den engen Maschen, wenn sie mit Abstand bis unter das Flugbrett gezogen werden, soll das wohl verhindert werden. Wobei mir ehrlichgesagt der Unterschied nicht klar iist: greifen sie jetzt aus dem Lauerflug an, oder steigen sie überraschend von unter dem Flugbrett auf? Oder beides? Oder sind das eine die Königinnen, das andere die Arbeiterinnen? Fragen über Fragen.

Das hieße allerdings, den Vorbau nicht erst im Mai anzubringen, sondern schon im Erstfrühling.
Aber dann markiert die Vv-Königin vielleicht die Kastenseite? Alles kann man ja nicht abschotten, außer mit einem großen Netz.

Klar ist das hier alles nur angelesen und versucht, einzuordnen. Im Moment fehlen hier in Deutschland die Erfahrungen noch. Noch!

Grüße.



Die Drahtgittervariante schiebt das Problem weiter zurück, aber sie sind immer noch da.

Gras oder andere halb hohe Gewächse dicht vor den Stöcken wachsen zu lassen, weil das den freien Anflug hindert stimmt, aber sie sind immer noch da und verändern das normale Verhalten die Bienen.

Die Königin ist nur im sehr frühen Frühling aktiv. Die Königin braucht kein Eiweiß, nur Zucker, um ihr Nest zu bauen.

Das Problem ist, dass keine der Methoden funktioniert. Ich denke, die Königinnen im frühen Frühling aufzuhalten, ist die einzige Möglichkeit, sie zu bremsen. Der Sommer ist zu spät. Wenn das Nest gefunden ist, bereiten sich bereits hunderte Königinnen auf das nächste Jahr vor.

Gruße,
Patrick
Wie freut mich's, daß ich Imker bin

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@ VorsichtBienen #
Ab wann ungefähr kann mit Flugbewegungen/-beobachtungen dieser Gelbfüßler gerechnet werden (ähnlich wie Wespen oder V.crabro)?
Alles muss raus
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@ Hankenuell #
Hankenuell schrieb:

Ab wann ungefähr kann mit Flugbewegungen/-beobachtungen dieser Gelbfüßler gerechnet werden (ähnlich wie Wespen oder V.crabro)?


Hi Hankenuell,

Ich denke, es ist ähnlich, aber ich kann das nicht 100% sagen.

Vorläufige Berichte sagen mir 1 Vc bis 5-6 Vv Queen. Dies ist jedoch nicht ausreichend. Wespenköniginnen waren ab Woche 7 in meiner Gegend. Vv sind aufgrund ihrer Größe und ihrer Isolierung viel später aktiv.

Ich werde nach etwas wissenschaftlichem suchen und fragen.

Grüße
Patrick
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@ VorsichtBienen #
Letztes Jahr hatte die D Hornisse miitte Mai die ersten Eier.
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@ Hochfeld #
Vorbau?
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