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Aktuell - Fragen an Gesa Lahner
Forum: Aktuell - Fragen an Gesa Lahner
Stelle hier Deine Fragen an unsere „Imkern übers Jahr“-Autorin bei bienen&natur!

Kein Honig für Bestäubungsimker?

@ Honigzahn #
Hallo Honigzahn,
es bedeutet, dass die Honiggewinnung bei der professionellen Bestäubungsdienstleistung nicht im Vordergrund steht. Es gibt sehr wohl Trachten, die auch einen guten und sehr vorzüglichen Honigertrag abgeben. Z.B. die Heidelbeere.
Mit freundlichen Grüßen,

Gesa Lahner
www.beesharing.eu

BEEsharing P.A.L.S. GmbH
Jaffestraße 6
21109 Hamburg
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@ schwabenimker #
schwabenimker schrieb:

Wie witzig...
Die Frage hat ja wohl einen ernsthaften Hintergrund. Hierzulande ist die "Bestäubungsimkerei" nicht besonders ausgeprägt. Ich kenne wenige Imkereien, die gezielt z.B in die Obstblüte am Bodensee wandern und dort eine Bestäubungsprämie aushandeln. Insofern darf der Honigertrag durchaus unterdurchschnittlich sein. Wobei hier noch Spritztermine abgesprochen werden müssen und u.U. die Honige stärker belastet sind...
So mancher hat wohl noch die "More than Honey"-Mandelblüten-Exzesse in den USA im Kopf - davon sind wir Gott sei Dank weit entfernt.


Hallo Schwabenimker,
Du hast vollkommen Recht. Insbesondere in Staaten mit wenigen Berufsimkern ist die professionelle Bestäubungsdienstleistung wenig bekannt und wird wenig betrieben. Das liegt auch an der Herausforderung, genügend Völker für einen Bestäubungseinsatz zur Verfügung haben zu müssen. Kleinere Imkerein müssten sich bündeln, um eine entsprechende Fläche mit Bienen bedienen zu können. Das bedeutet einen hohen koordinativen Aufwand, den wir übernehmen. Des Weiteren sollte auf kurze Transportwege geachtet werden. Über ein Matchingsystem gleichen wir die Standorte der Imker und Landwirte ab, damit die Tiere nicht weiter als 150km transportiert werden.
Mit freundlichen Grüßen,

Gesa Lahner
www.beesharing.eu

BEEsharing P.A.L.S. GmbH
Jaffestraße 6
21109 Hamburg
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@ Bienenalex #
Hallo Bienenalex,
die Bestäubungsimkerei kann nie das alleinige Standbein einer Imekrei sein. Es gibt immer eine Kombination. Z. B. Bestäubungsimkerei und Zucht. Natürlich fällt nie kein Honig an, aber die Honiggewinnung steht nicht im Vordergrund.
Mit freundlichen Grüßen,

Gesa Lahner
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@ Varroazuechter #
Hallo Schwabenimker,
Du hast Recht, auch in Folientunneln werden Bienenvölker zur Bestäubung und zur Saatgutgewinnung eingesetzt. Insebesondere in diesem sog. geschützten Anbau ist es für die Bienenvölker sehr wichtig, dass der Imker eine entsprechende Ausbildung hat. Es gibt verschiedene Maßnahmen zur Vorbereitung und Pflege der Bienenvölker, die unbedingt zu berücksichtigen sind. Eine gute Ausbildung und ein tiefgreifendes Wissen des Imkers ist dazu nötig. Der Bestäubungseinsatz unterscheidet sich vom einfachen "hinstellen der Völker". Gerne kannst du konkrete Handlungsempfehlungen in der Monatsbetrachtung von März nachlesen.
Mit freundlichen Grüßen,

Gesa Lahner
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 27.04.19 um 20:01 Uhr.
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Hallo Frau Lahner,
was sind denn die Tarife für Bienen in der Bestäubung im alten Land? oder in anderen Obstbaugebieten?

Wie sie schreiben wären für Raps 15 bis 30 € angemessen.

Das ist doch schon was. Jedenfalls mehr als das Körbchen Kirschen oder die Flasche Wein.

lg
Viele Grüße Alexander
Und im übrigen bin ich der Meinung, dass imkern bienengemäß, einfach, praktisch, zeitsparend und preiswert sein muss.
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Hier am Bodensee, 40 euro, je Volk, in die Kirschplantage, weiss jetzt aber nicht ob es bei
meheren dann Mengenrabatt oder Bonisysteme gibt.
Selber habe kein Interesse, überlege mir das dann falls ich mal gefragt werde.

Bei einem einzelnen Volk finde ich das durchaus angemessen, eine Stunde arbeit hat man dann
ja schnell weg, zudem kostet ein Hummelvolk auch so 70-80 Euro.
Gerade die Hummeln finde ich bedenklich,wer weiss da schon wo die her sind.

Inzwischen sind hier die Bienen hoch im Kurs, die Hummeln sollen angebllich für die Kirsche nichts bringen.
Kirschblüte hier fast vorbei.

Ansonsten war es bisher gut, der Löwenzahn sofern noch vorhanden, konnte blühen, bevor jetzt abgemäht wurde, da das Gras eher später war und durch die Tockenheit bisher die Masse für einen Silageschnitt fehlte.
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@ Bienenalex #
Hallo Alexander,
die Höhe der Bestäubungsprämie hängt von der Art der Kultur und dem Angebot der Imker ab. Bei Raps ist die Prämie niedrig und kann in anderen Kulturen bis 50-60€/Volk für den Einsatzzeitraum von 2-3 Wochen betragen. Im geschützen Anbau müssen die Völker gut gepflegt werden. Diesen Mehraufwand sollten die Imker ersetzt bekommen.
Um höhere Prämien, die nichts anderes als eine faire Gewinnbeteiligung des Imkers an dem Mehrertrag des Landwirts bedeuten, zu erlangen, wäre ein Schulterschluss der Imkerschaft notwendig.
Mit freundlichen Grüßen,

Gesa Lahner
www.beesharing.eu

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@ Seebauer #
Abgesehen von Deinen Bedenken, sind Hummeln im Verhältnis zu Honigbienen deutlich teurer. Das Hummeln die früheren Flieger bei niedrigen Temperaturen sind und daher eingesetzt werden sollen, ist fraglich effektiv. Schließlich muss sich die Pflanze für eine erfolgreiche Bestäubung in der effektiven Bestäubungsphase befinden, in der sie überhaupt befruchtungsfähig ist. Der Pollen muss eine Reife erlangt haben. Auch diese Faktoren werden von der Außentemperatur beeinflusst.
Mit freundlichen Grüßen,

Gesa Lahner
www.beesharing.eu

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Ganz ehrlich,
diejenigen die auf Bestäubung waren haben hier bares in der Tasche,
der Rest wartet auf sonnigere Zeiten.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 22.05.19 um 15:25 Uhr.
@ Seebauer #
Seebauer schrieb:

Ganz ehrlich,
diejenigen die auf Bestäubung waren haben hier bares in der Tasche,
der Rest wartet auf sonnigere Zeiten.


Hier im alten Land gibt´s nen Fuffi für die Bestäubung - ob man davon reich wird, ist zu beweifeln. Außerdem werden die Bienen dauernd mit Gift bespritzt. Die Obstbauern spritzen nämlich nicht nur Abends - und selbst wenn sie nur abends fahren würden, wäre die Beute auch schön mit Gift imprägniert. Ich stelle meine Bienen nicht zum Bauern. Schau Dir mal im alten Land die Obstbaumghettos an - der gesamte Rasen unter den Bäumen ist braun.

Der Mensch ist die dümmste Spezies. Er verehrt einen unsichtbaren Gott und tötet eine sichtbare Natur, ohne zu wissen, dass diese Natur, die er vernichtet, dieser unsichtbare Gott ist, den er verehrt. (Hubert Reeves)
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