Zur mobilen Version wechseln »
AktuellesWetterShopAboMediaserviceKontaktDie besten Seiten der ImkereiImkerzeitschriften
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Problem mit den Bienen des Nachbarn

@ Honiglang #
Hallo Honiglang ,
was ist den Ortsüblich und wo steht welche Menge Völker im Ort gehalten werden dürfen ?
denke das hängt auch von der Grundstücksgröße ab Oder ?
Du als Experte wirst mir eine sicher rechtlich einwandfreie Antwort geben können!
MfG
Michael
0
 
@ Nordbiene #
Nordbiene schrieb:

Warum? Wäre es nicht besser, seine Rechte als Imker wahrzunehmen?

Habe zwei Rechtsanwälte in der Familie, gehe aber jedem Rechtsstreit wenn möglich aus dem Weg,
wenn du dich damit befasst hast dann müßtest du wissen, über 50% der Rechtssachen enden
wo ?????? nein nicht in der Psychatrie,
meistens beim Kompromiss.

Und das kann ich selbst.

Also was kann man da versetzen, das Wohnhaus wohl nicht,
dann halt die Bienen, Recht hin oder her,
Ruhe ist auch was wert = ein echter Mehrwert.
3
 
#
Meine Güte, wie kacken denn die Viecher, dass solche Beeinträchtigungen entstehen?
Wenn Bienenwilli, seines Zeichens selbst Imker,
das "Problem" mit dem anderen Imker selbst lösen kann, wer dann?
Was wäre, wenn Bienenwillis Nachbar, mit seinen Bienen so ein "Problem" hätte
und Bienenwilli wäre dann der Betroffene?
Zum Beispiel, weil sein Auto laufend vollgekackt wäre.
Was kämen da für Vorschläge?
Ich selbst kenne einen Imker, der hat auf seiner Solarthermie Anlage und den Dachfenstern
eher Probleme mit Staub und dreckigem Regen aber nicht mit seinen Bienen,
die ums Haus rumstehen.
2
 
@ Honiglang #
Honiglang schrieb:

Mit 10 Bienenvölkern in einem Wohngebiet ist die Ortsüblichkeit der Bienenhaltung weit überschritten.

Nicht unbedingt. Fraglich ist, wer war zuerst da: die Bienen oder das Wohngebiet.

Bei mir im (ehemals) völlig alleinstehenden Gartengelände betreibe ich seit jeher eine Bienenhaltung mit 25 Völkern. Durch Geländeverkäufe anderer und Bebauung breitete sich in den letzten Jahren nunmehr ein Wohngebiet wie ein Krebsgeschwür aus.

Sollte ich also freiwillig das Feld räumen? Niemals!

Gruß
Nb
Danke für über 10.000 Youtube-Abonnenten: [www.youtube.com] - Mein Imker-Equipment: [imkerforum.nordbiene.de]
0
 
@ Seebauer #
Seebauer schrieb:
....meistens beim Kompromiss.

Und das kann ich selbst.

Also was kann man da versetzen, das Wohnhaus wohl nicht,
dann halt die Bienen, Recht hin oder her,
Ruhe ist auch was wert = ein echter Mehrwert.

... das muss aber nicht sein. Zum Kompromiss gehören immer zwei. Ich bin weder kompromissfähig noch kompromisswillig.

Ich würde einen Richter entscheiden lassen.
Gruß
Nb
Danke für über 10.000 Youtube-Abonnenten: [www.youtube.com] - Mein Imker-Equipment: [imkerforum.nordbiene.de]
0
 
#
So, jetzt melde ich mich doch einmal selbst zu Wort (bienenwillis Tochter) um euch einige Fakten beizusteuern.
1. Die Wohnhäuser standen zuerst, kleine Grundstücke, reines Wohngebiet.
Des Imkers Garten beträgt max. 200 qm, zur Zeit stehen dort 10 Völker.
2. Die Verunreinigungen sind beträchtlich (könnt ihr mir glauben, wenn ich das so sage, bin wie ihr wisst, Imkertochter und kenne Reinigungsflug etc.), von Februar bis Oktober.
3. Noch schlimmer ist der Massenansturm an unseren Teichen. Der An- und Abflug schränkt die Gartennutzung massiv ein. Im letzten Jahr war kein Aufenthalt rund um das Wasser möglich, schon gar nicht mit Kindern.
4. Ja, ich bin mit meinem Imkernachbarn im Gespräch und auf der Suche nach einem Kompromiss, aber mich interessiert, ob es Richtlinien oder Vorgaben zur Grundstücksgröße und Anzahl der Bienenvölker gibt.
Danke euch


3
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 30.04.19 um 12:42 Uhr.
@ viola5 #
Das Stichwort: Ortsueblichkeit

Wenn die Imker in Eurem Gemeinde*gebiet* pro Stand so etwa diese Veolkerzahl halten, ist das als ortsueblich anzuerkennen und nix zu machen. Und nein, man muss "Gefahr fuer die Kinderchen" nicht vorschieben. Ich musste als Kind auch lernen, das ich in der Umgebung des Bienenstandes (das waren damals noch echte "Killerbienen") halt aufpassen muss (hab ich mich was vor den Biestern gegruselt, bis mir mein Grossonkel einfach mal unversehen und ohne Schutz ein voll besetztes Raehmchen in die Hand drueckte...). Lebenserfahrung. Dafuer gab's Honig und Obst. Auch nicht schlecht. Wo Licht, dort Schatten.

Und Verunreinigungen sind auch kein Argument. Denn man schiesst deshalb normal auch keine Voegle ab oder faellt Baeume, weil diese Laub werfen. Das Leben ist kein OP-Saal.

Mag sein, dass Ihr evtl. die Voelkerzahl etwas reduziert bekommt. Welchen Nutzen hat das? Machen 3 Voelker weniger wesentlich weniger Schmutz? Ist das den Aerger wert?

Redet *freundlich* miteinander, zeigt Interesse und keine Abwehrhaltung und klopft nicht auf Gesetzen herum, davon werden nur die Advokaten fett.

2
 
@ Postkugel #
Postkugel schrieb:

....
Redet *freundlich* miteinander, zeigt Interesse und keine Abwehrhaltung und klopft nicht auf Gesetzen herum, davon werden nur die Advokaten fett.

ein gutgemeinter und unterstützenswerter Rat. Ich frage mich nur, wie freundlich bleibt die Gegenseite, wenn sie nicht ihren Willen durchgesetzt bekommt. Ich zitiere:

"... Noch schlimmer ist der Massenansturm an unseren Teichen. Der An- und Abflug schränkt die Gartennutzung massiv ein. Im letzten Jahr war kein Aufenthalt rund um das Wasser möglich, schon gar nicht mit Kindern.. .... ob es Richtlinien oder Vorgaben zur Grundstücksgröße und Anzahl der Bienenvölker gibt."

Erfahrungsgemäß bleibt dies nicht freundlich. In der Regel wird das vor Gerichten ausgetragen. Und da helfen schon Kenntnisse seiner eigenen Rechte.

Gruß
Nb
Danke für über 10.000 Youtube-Abonnenten: [www.youtube.com] - Mein Imker-Equipment: [imkerforum.nordbiene.de]
2
 
@ viola5 #
Hallo viola5,
habe selbst einen Teich und etwas mehr Bienen wir sitzen täglich am Teich ohne das uns eine Biene
beeinträchtigt !obwohl die Bienen am Teichrand stehen auch die Kinder hier spielen dort und nie wurde
bisher eins gestochen !
mit freundlichen Grüßen
Michael
0
 
@ viola5 #
viola5 schrieb:

So, jetzt melde ich mich doch einmal selbst zu Wort (bienenwillis Tochter) um euch einige Fakten beizusteuern.
1. Die Wohnhäuser standen zuerst, kleine Grundstücke, reines Wohngebiet.
Des Imkers Garten beträgt max. 200 qm, zur Zeit stehen dort 10 Völker.
2. Die Verunreinigungen sind beträchtlich (könnt ihr mir glauben, wenn ich das so sage, bin wie ihr wisst, Imkertochter und kenne Reinigungsflug etc.), von Februar bis Oktober.
3. Noch schlimmer ist der Massenansturm an unseren Teichen. Der An- und Abflug schränkt die Gartennutzung massiv ein. Im letzten Jahr war kein Aufenthalt rund um das Wasser möglich, schon gar nicht mit Kindern.
4. Ja, ich bin mit meinem Imkernachbarn im Gespräch und auf der Suche nach einem Kompromiss, aber mich interessiert, ob es Richtlinien oder Vorgaben zur Grundstücksgröße und Anzahl der Bienenvölker gibt.
Danke euch

Stichwort ist: Reines Wohngebiet
Es gibt nur ein diesbezügliches Gesetzt (keine Verordnung) und die steht im BBG und zwar daß in einem gem Bebauungsplan festgelegten Gebiet, jenes als Reines Wohngebiet bezeichnet ist. Nur dort gilt der Begriff 'ortsüblich' nicht.
0
 
Werde Mitglied der Community Imkerei, um an dieser Diskussion teilzunehmen!
Zum Seitenanfang