Zur mobilen Version wechseln »
AktuellesWetterShopAboMediaserviceKontaktDie besten Seiten der ImkereiImkerzeitschriften
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
Fragen an/vom Imkernachwuchs
1181 Themen, Moderator: Bienenalex, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Fragen an/vom Imkernachwuchs

Honig vom Deutschen Imkerbund demnächst bei Aldi Süd

1 2 3 ... 9 weiter »
#
Honig vom Deutschen Imkerbund demnächst bei Aldi Süd
Durch Zufall habe ich beim Durchforsten der nächsten ALDI-Angebote gesehen, das demnächst DIB Honig in Orginalgläsern vom Deutschen Imkerbund angeboten wird.
Muß sagen, das mich das derart ärgert, das ich dem Imkerbund meinen Unmut über diese Aktion mitgeteilt habe.
Der Imkerbund mit Orginalgläser und Gewährverschlüsse stellt für mich und für viele Honigkunden einen Inbegriff von Qualität und Reinheit dar. Wenn dieser Honig jetzt schon bei ALDI verramscht wird, wird für mich der Qulitätsanspruch in Frage gestellt. Da hilft auch nicht der Preis von 4,99 Euro, der dem der meisten Hobbyimker nahe kommt.
Überlege, ob ich demnächst nicht mit Neutralgläser weiter imkern soll, wenn die früheren Begriffe nichts mehr wert sind.
Die Reaktion des Imkerbundes auf meine Mail steht noch aus. Bin auf die Reaktion gespannt.

Weiß nicht, wie Ihr das seht.

Schlagwörter dieses Themas: hinzufügen »

1
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.05.19 um 13:22 Uhr.
#
"Der Imkerbund mit Orginalgläser und Gewährverschlüsse stellt für mich und für viele Honigkunden einen Inbegriff von Qualität und Reinheit dar"

Fuer mich nicht. Da kenne ich leider schon zu viele "Schlumpis". Ich setze deshalb vorwiegend auf meine lokale Eigenmarke.

Lidl hat den fuer 7 Euro (ok, "messerscharf kalkuliert 6,99 ) im Angebot.

Das Problem ist halt, das dert DIB Etiketten verkaufen will. Da sind die Abfuellbetriebe (hier vermutlich die Bienenwirtschaft Meissen) einfach lukrativer wie kleine Einzelimker.

Der Fehler liegt darin, dass "Abfueller" das Etikett ueberhaupt verwenden duerfen.
4
 
@ Boehm #
Die Argumente gegen ALDI und DIB kann ich nicht nachvollziehen. ALDI wird den Honig wohl kaum vom DIB, sondern von Imkern oder Honiggroßhändlern, die ihren Honig in DIB-Gläser abfüllen, einkaufen. Der "Qualitätsanspruch" des DIB wird dadurch nicht in Frage gestellt. Eher würde ich erwarten, dass ALDI ergänzend zu den sporadischen Stichproben des DIB eigene Untersuchungen beauftragt.
ALDI SÜD genießt übrigens in weiten Kreisen der Bevölkerung einen guten Ruf, was Dir entgangen zu sein scheint.
Formal stellt der DIB für einige wenige Parameter strengere Anforderungen als die Honigverordnung. Belege dafür, dass "DIB-Honige" im Mittel wirklich bessere Werte als in Neutralgläsern vermarktete deutsche Honige aufweist, kenne ich nicht. Wenn Du Deinen Honig statt in langweiligen DUB-Gläsern zukünftig in schönen Neutralgläsern vermarkten möchtest, mach das! Ich tue es auch.
Hier über den Preis, zu dem irgend welche Imker Honig an ALDI verkaufen, zu diskutieren bzw. zu spekulieren bringt nichts. Zum Thema Honigpreise gibt's bereits endlose Forumsdiskussionen.
Karl
3
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.05.19 um 13:53 Uhr.
#
Der DIB verkauft keinen Honig.
DIB - Honigabfüller kaufen Honig von Imkern auf, die ihren Honig selbst nicht vermarkten können.
Da gibt es eine Hand voll DIB - Abfüller, die auch ihre EIGENMARKEN ( Auslandshonig) vermarkten.
90% Auslandshonig und 10 % deutscher Honig laufen durch die Abfüllanlage.
Wo ist denn da ein Problem, wenn unter dem "Markenzeichen DIB" Honig bei Aldi vermarktet wird?
Es ist doch, womöglich, der Honig von einem Imkervereinsmitglied aus unserem Imkerverein!
Der Honigmarkt ist doch bereinigt und momentan können doch deutsche Imker kaum noch liefern.
Alle warten auf die neue Ernte!

Freunde sind wie Sterne, Du kannst sie nicht immer sehen, aber trotzdem sind sie da.
2
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.05.19 um 14:00 Uhr.
#
Das Problem ist Preisdumping in Verbindung mit Marktmacht.

Was die Honigproduktion hierzulande tatsaechlich kostet, wurde sattsam diskutiert. Was die "Abfueller" zahlen, ist auch sattsam bekannt. Wir muessen also nicht darueber diskutieren, dass es sich um Dumping bzw. Knebelvertraege handelt.

Warum soll Herr oder Frau A Honig bei Imker B fuer 6 Euro kaufen, wenn er den fuer 5 Euro gleich beim Aldi mitnehmen kann und dort im Gegensatz zu Imker B zumin. die Garantie hat, das hygienisch einwandfrei abgefuellt wurde? Und guter Honig ist kein schnellverderbliches Produkt. Man kann sich bevorraten...

Imker B ist also aufgrund seiner schlechteren Marktposition gezwungen, preislich unter 4,99 Euro zu gehen. Aber eine alte Kraemersweisheit besagt, dass man im Grunde schon verloren hat, wenn man im Wettbewerb nur noch ueber den Preis bestehen kann.

Ich schaue mir das noch eine Weile an, aber wenn das so weiter geht, werde ich in Zukunft wohl das DIB-Etikett nicht mehr verwenden, wobei ich sowieso jetzt schon nur rd. 1/3tel der Ernte in die DIB-Glaeser abfuelle.
2
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.05.19 um 15:27 Uhr.
#
Als Neuimker habe ich mir im Vorwege auch Gedanken zur Vermarktung meines Honig gemacht. Leider mußte ich für mich feststellen, dass viele Imker, die unter dem DIB Logo ihren Honig verkaufen, in einem ähnlichem Preislevel liegen, der ebenso vergleichbar ist wie das gleichsame Etikett.

Dadurch ist es für den Imker der unter DIB seinen Honig verkauft, sich mit dem Produkt wie auch vom Preis her, aus diesem Vergleich ab zugrenzen und seinen Honig hervor zu heben, quasi nicht möglich!

Wer allerdings die Mühen und Aufwand scheut, seinen Honig unter seiner "Eigenmarke" zu kreiren, darf sich nicht wundern, wenn er von den "Großen" geschluckt bzw. untergebuttert wird. Mein Mitleid hält sich dabei in Grenzen.
[www.facebook.com]

Kann man schöner wohnen?
[www.youtube.com]
4
 
#
Den DIB wird es freuen.
Den neuen Geschäftsführer ehemalig CMA garantiert auch.
Dem DIB seine Haupteinahmequelle ist das Vermarkten von Gläsern und Etiketten.
Der Aldi wird davon viele in Umlauf bringen und dadurch den Umsatz vom DIB ankurbeln.

Der Drohn
1
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.05.19 um 18:35 Uhr.
@ derDrohn #
Solche Dachverbände braucht der Imker!

"Ironie aus!"

Gruß
Cuximker
Bernhard
[www.facebook.com]

Kann man schöner wohnen?
[www.youtube.com]
1
 
@ Boehm #
Boehm schrieb:

Durch Zufall habe ich beim Durchforsten der nächsten ALDI-Angebote gesehen, das demnächst DIB Honig in Orginalgläsern vom Deutschen Imkerbund angeboten wird.
Muß sagen, das mich das derart ärgert, das ich dem Imkerbund meinen Unmut über diese Aktion mitgeteilt habe.
Der Imkerbund mit Orginalgläser und Gewährverschlüsse stellt für mich und für viele Honigkunden einen Inbegriff von Qualität und Reinheit dar. Wenn dieser Honig jetzt schon bei ALDI verramscht wird, wird für mich der Qulitätsanspruch in Frage gestellt. Da hilft auch nicht der Preis von 4,99 Euro, der dem der meisten Hobbyimker nahe kommt.
Überlege, ob ich demnächst nicht mit Neutralgläser weiter imkern soll, wenn die früheren Begriffe nichts mehr wert sind.
Die Reaktion des Imkerbundes auf meine Mail steht noch aus. Bin auf die Reaktion gespannt.

Weiß nicht, wie Ihr das seht.




Aldi bezieht seinen Honig bestimmt von einem Abfüller.
Du musst dich bei deinen Imkerkollegen beschweren welche ihren Honig zu Spottpreisen an den Abfüller verschleudern. Schließlich will der Abfüller sowie Aldi an dem Honig verdienen !!! Also muss doch die Stufe vor dem Abfüller den Honig unter Preis abgeben.
Sei froh dass das DIB-Glas an Bekanntheit durch Aldi gewinnt
2
 
@ fritzle #
Wie willst den kontrollieren ob wirklich „DIB-Honig“ in den Gläser ist?
Hat der was besonderes dass es kontrollierbar ist?

Hier z.B.:

dgccrf-Bericht
Die Untersuchung im Honigsektor ergab einen sehr bedeutenden Handel mit Honigsorten unterschiedlicher Herkunft (EU und China). Ein eklatanter Verstoß gegen die Francization von Honigfässern wurde von den Ermittlern der DGCCRF in einem Logistikerbüro beobachtet. Letzteres wurde von einem südfranzösischen Unternehmen beauftragt, Honigfässer aus Spanien "zu "konfektionieren", indem die Etiketten durch andere mit französischem Ursprung ersetzt wurden. Diese Fässer wurden dann an Großhändler und Imker geliefert. Die Untersuchung ergab auch, dass Imker, die die Möglichkeit haben, Honig von anderen Herstellern weiterzuverkaufen, sofern die Informationen auf den Töpfen eindeutig sind, über die Blumenarten des beworbenen Honigs irregeführt wurden. Insgesamt wurden zwischen 2015 und 2018 von diesem Unternehmen mehr als 140.000 kg französisierten Honig für einen Schaden von mehreren Millionen Euro auf den Markt gebracht. Ein Gerichtsverfahren wegen Täuschung und irreführender Geschäftspraktiken wurde an die Gerichte verwiesen.

Quelle: dgccrf



Der Drohn
1
 
1 2 3 ... 9 weiter »
Werde Mitglied der Community Imkerei, um an dieser Diskussion teilzunehmen!
Zum Seitenanfang