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Eichenprozessionsspinner , wer hat Probleme damit ?

@ Kasparow #
Da steht doch wörtlich : Invasive Arten, die die natürliche Waldentwicklung störten, müssten bekämpft werden. Demnach könnte doch bekämpft werden . somit verstehe ich dein Post nicht .

hä? Der Eichenprozessionsspinner ist eine einheimische Art und keine invasive Art. Selbst eine Massenvermehrung macht aus einer einheimischen Art keine invasive Art.
Invasive Arten sind etwa die Tigermücke oder Ambrosia.
Einige Forstbiologen klassifizieren z. B. die Douglasie als invasive Art. Dann weisst du, was das zu bedeuten hat.

Andererseits zeigt dein Post, wie wichtig es ist, die Fachbegriffe richtig zu kennen, weil sonst versteht man gar nicht, wes die Mitteilungen wirklich aussagen.
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@ altilla #
altilla schrieb:

Rechtssystematisch wäre es somit ein Unding, wenn dein Nachbar schadenersatzpflichtig sein würde, wenn du wissend um den Befall deine Pferde dort weiden lässt oder dich dort aufhältst.


Wie ist dann deine Alternative ? Vorgehensweise ?

Grundstück brach liegen lassen ? Dann hab ich auch ein Recht auf Ausgleich , oder ? Der EPS mindert doch den Wert und die Nutzung des Grundstücks ...
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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@ altilla #
altilla schrieb:

Das habe ich schon anders mitbekommen: Wanderwege in Wäldern etc. Wäre es da nicht ökologischer, die Wanderwege und auch sonstige Flächen zu sperren?


Ich habe es so mitbbekommen , dass im Wald der EPS keine Bedeutung hat .
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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@ altilla #
altilla schrieb:

hä? Der Eichenprozessionsspinner ist eine einheimische Art und keine invasive Art.


Wenn du Recht hast , dann hat eben der Baumbiologe Unrecht ! Demnach kommt der EPS aus den Korkeichengebieten in Südfrankreich . Von dort hat er sich zunächst Richtung norden , dann Ri Osten und von dort Richtung Sueden ausgebreitet .
Deshalb sind auch Gebiete in Unterfranken schon viel länger und stärker betroffen als wie bei uns in südlich Donau . Von Franken her kommt unser EPS .

Das sind sie Aussagen eines Experten, nicht meine . Und demnach sollte er invasiv sein .
Oder muss er für invasiv aus einem anderen Kontinent kommen , wenns nach dir geht ?
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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@ Kasparow #
Wie ist dann deine Alternative ? Vorgehensweise ?

Grundstück brach liegen lassen ? Dann hab ich auch ein Recht auf Ausgleich , oder ? Der EPS mindert doch den Wert und die Nutzung des Grundstücks ...

Gute Frage, ich bin kein Rechtsanwalt, aber gegen eine natürliche Einwirkung hast du keinen Ersatzanspruch.
Wenn ein Biber aus dem Nachbargrundstück deinen Baum fällt, kannst du auch nichts verlangen. Wenn ein Habicht, der im Nachbargrundstück sein Nest hat, deine Hühner schlägt, hast du auch keinen Anspruch gegen den Nachbarn und den Jagdpächter!
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@ Kasparow #
Das sind sie Aussagen eines Experten, nicht meine . Und demnach sollte er invasiv sein .
Oder muss er für invasiv aus einem anderen Kontinent kommen , wenns nach dir geht ?

Nach mir geht es gar nicht:
[de.wikipedia.org]

"Der Eichen-Prozessionsspinner ist von der Iberischen Halbinsel über Süd- und Mitteleuropa östlich bis in den Süden Russlands und nach Vorderasien verbreitet. Er fehlt auf mehreren Mittelmeerinseln, im Nordwesten Europas und tritt in Fennoskandinavien nur im südlichsten Teil Schwedens auf"

Das spricht nicht unbedingt dafür, dass er nicht in Deutschland heimisch ist. Vielleicht hat er sich in den letzten warmen Sommern nochmal verbreitet.
[www.julius-kuehn.de]
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 22.06.19 um 19:27 Uhr.
@ Kasparow #
Der Schwammspinner, eine andere Art, ebenfalls nicht invasiv, die aber nicht so viele Probleme bereitet, weil keine allergischen Reaktionen:
[www.agrarheute.com]

Dazu gleich eine andere Meldung:
[www.agrarheute.com]
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Zitat aus deinem Link :
Auf Privatgrundstücken ist der Flächeneigentümer oder
Nutzer für Abwehrmaßnahmen zuständig.
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 22.06.19 um 22:02 Uhr.
@ Kasparow #
Zitat aus deinem Link :
Auf Privatgrundstücken ist der Flächeneigentümer oder
Nutzer für Abwehrmaßnahmen zuständig.

Aber das steht nicht, welche Art von Abwehrmaßnahmen nötig sind.
In einem Link steht etwa: "Die jetzige Rechtsunsicherheit trifft vor allem private Waldbesitzer. Wer auf der sicheren Seite sein wolle, müsse vor allem aufklären: Etwa mit einem Schild vor der Gefahr warnen."

Allerdings ist es für mich völlig unverständlich, warum der Flächeneigentümer dafür verantwortlich gemacht werden soll, wenn eine natürlich vorkommende, wild lebende Art auf seiner Fläche lebt. Dies wäre ein absoluter Sonderfall einer Haftung:
Der bayerische Staat beispielsweise sagt ganz klar, die Biberschäden werden nur freiwillig übernommen, weil es keinerlei Haftung von irgendjemanden für Schäden durch freilebende Tiere gibt und man keinen Präzedenzfall schaffen will. Warum sollte etwas, was so für den Biber gilt nun nicht für den Eichenprozessionsspinner gelten?
Hier noch ein weiterer Link, der auch für den Eichenprozessionsspinner gelten müsste:
[www.bundestag.de]
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@ altilla #
Mhhhhmmm , dann bringe ich jetzt noch den unbekannten Typen ins Spiel der sein Altöl in meinem Wald / Wiese Acker entsorgt .

Wer muss denn haften , die Beseitigung zahlen usw ?
Ganz klar der Eigentümer .
Neuere Betriebshaftplichtversicherungen haben dies eingeschlossen .


Jedenfalls ist das , genau wie der EPS oder Biber oder der Wolf etwas wofür ich gar nix kann .
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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