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landlive.de

Forum: Bienenprodukte

Mumienhonig
Bienenalex10.12.18 #
Man höhrt von Honig, oder das was es noch sein soll, der in ägyptischen Gräbern gefunden wurde. Angeblich wäre er nach so langer Zeit noch genießbar. So liest man es in vielen Büchern. Ich glaube da schreibt ein Schreiber beim anderen ab und so bleibt die Geschichte am Leben. Auser ein paar Resten, die man im Labor noch auf Honig und Pollen bestimmen kann, ist es nicht. Ich jedenfalls möchte mit diesem Gammel meine Butterbrötchen nicht beschmieren.

Pharaonenhonig ewig haltbar?
Traum und Wirklichkeit -

Gerne hören wir Imker die Meinung, dass Honig bei richtiger Lagerung praktisch unbegrenzt haltbar ist. Sogar Honig, der in der Antike oder im Ägypten der Pharaonen als Beigabe in die Gräber gelegt wurde, sei bei seiner Entdeckung in der Moderne noch genießbar gewesen. Dies beweist die hohe, ja einzigartige Qualität des geradezu „göttlichen“ Lebensmittels Honig. Dem „Pharaonenhonig“ lässt sich freilich in einem konkreten Fall nachspüren, in dem ein 3.300 Jahre alter Honig aufgefunden und wissenschaftlich untersucht wurde.

weiteres s. hier : pharaonenhonig

wie sehr ihr das.

lg

fritzle10.12.18 #

Welche Möglichkeiten hatte Zander und was hat man heute zur Untersuchung zur Verfügung ?
Was könnte der Honig heute preisgeben ?
immenguru10.12.18 @ fritzle #
fritzle schrieb:
Welche Möglichkeiten hatte Zander und was hat man heute zur Untersuchung zur Verfügung ?
Was könnte der Honig heute preisgeben ?
Zander hatte
eigentlich nur die Pollenanalyse und nur einige wenige botanische Informationen.
Mit Isotopen-Untersuchungen, unter Benutzung heutiger wissenschaftlicher Datenbanken und in Verbindung mit einigen Hieroglyphen oder Tonsiegeln wäre sicher noch viel mehr herauszufinden.
Nur: wozu?


fritzle11.12.18 @ immenguru #
Wozu hat Zander dann überhaupt untersucht wenn das warum in Frage gestellt wird?
Wozu wird geforscht?
Um auf dem Stand/Wissen unserer Großväter zu bleiben.
Oder doch um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen ?
Ob momentan verwertbar oder nicht.
FarmFritz11.12.18 @ Bienenalex #
Unbestritten, daß Honig wesentlich länger hält/seine Qualität wesentlich länger erhalten bleibt als mit dem MHD angegeben.
derDrohn11.12.18 #
Es ist immer ein Unterschied zwischen genießbar und Genuß!

Der Drohn
immenguru11.12.18 @ fritzle #
fritzle schrieb:
Wozu hat Zander dann überhaupt untersucht wenn das warum in Frage gestellt wird?
Ich habe
NICHT die Pollenanalyse von Zander in Frage gestellt.
Nur den Sinn nach weitergehenden - aber sehr aufwändigen und teuren - Untersuchungen,
deren Ergebnisse wiederum mit den ziemlch unbekannten (botanischen) Bedingungen in und um Ägypten vor 3.000 Jahren in Verbindung gebracht werden müsssten.


Ochsenkopf11.12.18 #
Tach auch,
da fallen mir spontan die tausendjährigen chinesischen Eier ein. Na ja gut die sind nur ca:3 Jahre alt aber vor die Wahl gestellt, Eier oder alter Honig, würde ich zum Honig greifen.
Und nun ein leckeres Frühstück.
Hankenuell11.12.18 @ derDrohn #
derDrohn schrieb:

Es ist immer ein Unterschied zwischen genießbar und Genuß!

Der Drohn

"Genuss" ist auch ein Kriterium mit stark subjektiver Färbung. Manche Sorten wie Buchweizen, Manuka etc. lassen sich für viele nicht gerade mit dem Attribut "lecker" in Verbindung bringen.
Manche behaupten auch, z.B. Waldhonige schmecken nach Jahren immer noch besser.

Die Haltbarkeit (= mHD) richtet man nicht nach dem Erreichen der Ekelschwelle aus, sondern der Veränderung von Inhaltsstoffen, die nicht zu erschmecken sind.
Es geht dabei bekanntlich um Abbauprozesse von Enzymen wie Invertase, Glucoseoxidase, Diastase etc. und Umwandlungsprodukte wie HMF (für Bienen giftig, für Menschen kein Problem).

Konsumenten erwarten i.A. vom Honig eine positive gesundheitliche Wirkung. Die Fachwelt weiß eigentlich nicht, worauf diese zurückzuführen sein soll, hat aber beschlossen, dass die Frische ausschlaggebend ist.
D.h. so wie Honig aus der Schleuder rinnt - sofern er als "reif" (?) gilt - ist er er optimal. Alle Veränderungen sind von Übel. Bei Unter-/Überschreiten analytischer Grenzwerte verliert er die Verkehrsfähigkeit.

Andererseits behauptet niemand, dass ein Enzym wie Invertase dem menschlichen Organismus in irgendeiner Weise nützt, weder medizinisch noch als Nahrungsergänzungsmittel.

Imker dürfen die Ware bei hohen Gehalten lt. D.I.B. aber als "enzymreich" anpreisen.

M.a.W.: die "Haltbarkeit" von Honig ist in Gesetz gegossenes Ergebnis einer scholastische Diskussion. Solange die Konsistenz unbeeinträchtigt bleibt zumindest.
fritzle11.12.18 @ fritzle #
fritzle schrieb:

Wozu hat Zander dann überhaupt untersucht wenn das warum in Frage gestellt wird?
Wozu wird geforscht?
Um auf dem Stand/Wissen unserer Großväter zu bleiben.
Oder doch um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen ?
Ob momentan verwertbar oder nicht.



Wollte den Satz ob momentan verwertbbar oder nicht auf die heute mögliche Untersuchungsmöglichkeiten bezogen wissen.
Z.B. wäre interessant wie hoch der sog. HMF-gehalt in den 3000 Jahren ist.
Denke mal an Ötzi welche Untersuchungen an diesem angestellt wurden. Geld spielt doch da eine untergeordnete Rolle.