Viehfütterung heute

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Moderne Viehfütterung

Die Futterraufe für kleine und große Tiere
Die Futterraufe ist ein Gestell, welches dem Bereitstellen von Gras und Heu dient. Meist werden sie an einer Wand angebracht. Allerdings gibt es sie gerade in Wildgehegen und auch auf Weiden freistehend. Vom Material her sind sie zum größten Teil aus Metall, Kunststoff oder Holz. Die Tiere können sich das Futter zwischen den Gitterstäben senkrecht herausziehen. Finden kann man Futterraufen vor allem in Ställen von Pferden, Kühen und Ziegen. Man findet sie aber auch in der Kleinform in Käfigen von Kaninchen und Meerschweinchen.
Heuraufen fand man früher vor allem in Pferdeställen. Die Wandraufen waren zwar sehr praktisch aber zu dieser Zeit meist viel zu hoch angebracht, so dass die Pferde durch das Durchdrücken der Rücken Rückenprobleme bekamen. Hinzu kam, dass sie durch die Höhe den Heustaub einatmen mussten. Mittlerweile hat man eine bessere Lösung in Form von Heunetzen und niedrigen Heuraufen gefunden.
Die Futterraufe in den Käfigen von Meerschweinchen und Kaninchen dürfen auf keinen Fall Spitzen aufweisen, da diese das Tier verletzen könnten. Zudem muss man sie sicher befestigen und die Abstände der Gitterstäbe müssen gering sein. Allerdings ist es notwendig, eine Futterraufe anzubringen, da das Heu sonst verschmutzt wird und nicht mehr verzehrt werden kann.
In der freien Wildbahn legt man in Notzeiten auch Heuraufen zur Fütterung von Hirschen an. Diese bestehen meist aus einem hölzernen Futterkorb mit abgerundeten Verstrebungen. Im unteren Teil ist zusätzlich eine Futterrinne angebracht. Zum Schutz vor Niederschlägen wird das Gebilde zudem überdacht.

Das Tränkebecken für Weide und Stall

Tränkebecken existieren schon seit langer Zeit und sind bis heute noch auf vielen Weiden zu finden. Sie bestehen meist aus hölzernen oder auch steinernen Trögen. Allerdings gibt es sie auch aus Edelstahl oder Gusseisen. Diese finden heute meist in der Stallhaltung ihre Anwendung. Als Vorteil eines Tränkebeckens gegenüber einer Nippeltränke kann man vor allem den geringen Wasserverlust und eine bedeutend bessere Wasseraufnahme durch die Tiere sehen. Ein Tränkebecken setzt allerdings eine freie Bewegung der Tiere voraus. Es entspricht allerdings viel eher dem normalen Trinkverhalten der Tiere.
Bei der Ferkelzucht werden zum Beispiel Tränkebecken eingebaut, welche sowohl von den Ferkeln, als auch von der Muttersau genutzt werden können. Auf diese Weise kommt es zur direkten Annahme der Tränke durch die noch kleinen Ferkel, da sie trotz ihrer Größe das Wasser wahr nehmen können.
Bei der Verwendung einer so genannten Schwimmertränke läuft beim Erreichen eines bestimmten niedrigen Wasserstandes das Wasser sofort automatisch wieder nach. Meist jedoch werden Tränken mit einem Rohventil bevorzugt. Dies kann von den Tieren mit ihrem Rüssel betätigt werden. Vorteil ist dabei, dass das Wasser immer frisch ist und nicht abgestanden.
Bei der Rinderzucht gibt es noch eine zusätzliche Besonderheit. Diese besteht darin, dass den Rindern leicht vorgewärmtes Wasser in den Tränkebecken angeboten wird. So verlieren die Tiere bei der Aufnahme großer Mengen nicht zu viel an Wärmeenergie.

Futterautomaten für mehr Effizienz

Wer beim Begriff Futterautomat vielleicht zuerst an den heimischen Kleinstautomaten für die Fütterung der Aquariumfische während der Urlaubszeit denkt, übersieht dabei, dass Futterautomaten vor allem im land- und forstwirtschaftlichen Betrieb ihre Daseinsberechtigung haben. Ohne diese ist eine effiziente Bewirtschaftung heute kaum noch denkbar. Ob es sich dabei um die Fütterung von Schweinen, Kühen, Pferden oder Federvieh handelt, den Bedürfnissen der unterschiedlichen Tiergattungen wird dabei in hohem Maße Rechnung getragen.

Dank moderner Elektronik lassen sich Fütterungszeiten, Futtermenge und diverse weitere Parameter, so gewünscht, jederzeit beliebig einstellen und an die Anforderungen z. B. eines Mastbetriebes anpassen. Im forstwirtschaftlichen Bereich werden Futterautomaten vor allem zur Fütterung in Notzeiten, zur Ablenkfütterung mit dem Ziel, Wildschäden zu vermeiden und zur Steuerung der Wildpopulationen eingesetzt. Diese Automaten sind in der Regel batterie- oder akkugesteuert und lassen sich über Programm– oder Fotozellensteuerung an die spezifischen Gewohnheiten des zu fütternden Wildes anpassen.

Und dann gibt es da noch die verschiedensten Futterautomaten für den Hausgebrauch. Diese reichen von den bereits erwähnten kleinen Fischfutterautomaten, über Futterautomaten für den Fischteich, hier insbesondere zur Aufzucht von Kois, bis hin zu speziellen Geräten, die die Versorgung von Hund und Katze übernehmen. Wie auch bei den Großgeräten werden die verschiedenen Fütterungsparameter weitestgehend über eine Elektronik gesteuert, so dass außer der regelmäßigen Futterauffüllung ihr Einsatz als sehr anwenderfreundlich bezeichnet werden kann, was sich auch in ihrer großen Beliebtheit bei dem interessierten Personenkreis widerspiegelt.

Futtermischwagen steigern die Futterqualität

Die richtige Mischung macht’s! Diese Weisheit ist jedem bekannt, der mit landwirtschaftlicher Tierhaltung seinen Lebensunterhalt bestreitet. Stimmt die Zusammensetzung des angebotenen Futters für die Tiere, stimmt auch das Endergebnis. Speziell angefertigte Futtermischwagen ermöglichen dank modernster Techniken eine gleichmäßige und zugleich möglichst schnelle Zerkleinerung und Mischung von Rauhfutter. Hierdurch wird schmackhaftes und hochwertiges Futter ermöglicht, mit lockerer, homogener Struktur.

Durch die Anforderungen an Futterqualität sind auch die Anforderungen an Futtermischwagen entsprechend hoch. Daraus resultiert der Einsatz von verschiedensten ausgeklügelten Techniken innerhalb eines Futtermischwagens. Speziell konzipierte Mischsysteme mit Förderschnecken in vertikaler oder auch horizontaler Ausrichtung optimieren den Mischvorgang bei gleichzeitiger bestmöglicher Volumenausnutzung des Futterbehälters. Der Einsatz von Messersegmenten und Gegenschneidern zur Mischschnecke sorgt zudem für eine schnelle Zerkleinerung.

Zusätzlich werden am Futtermischwagen verschiedenste Futter-Auswurftechniken angeboten: Seitlicher Auswurf über ein PVC-Band für große Futtermengen und hohe Futtertröge, über Rutschen für schmale Futtertische und auch beidseitiger seitlicher Auswurf für effektives zeitsparendes Füttern. Auch die Ausführungen der angebrachten Wiegeeinrichtungen variieren von Standard mit einer Gewichtsanzeige der Lademenge und gleichzeitiger Erfassung von Zu- und Abnahme, bis hin zur ausgeklügelten, programmierbaren Wiegeeinrichtung mit Datenübertragungsmöglichkeit auf den heimischen PC, welcher verschiedene Futterrationen für unterschiedliche Tierbestände erstellen kann und gleichzeitig eine Bestandsüberwachung der Futterkomponenten beinhaltet.
Die richtige Mischung macht’s eben aus – und das nicht nur beim Futter, sondern auch bei der Auswahl von einem richtigen Futtermischwagen.