Pflanzenlampe-Welche Lampe kaufen?

Pflanzenlampe

Pflanzenlampe kaufen – Was beachten?

Besonders in den dunkleren Jahreszeiten oder wenn der Aufstellort im Zimmer ungünstig ist, dann bekommen viele Gewächse zu wenig Sonnenlicht, um prächtig gedeihen zu können. Alternativ können Sie nun auf Pflanzen umsteigen, die mit weitaus weniger Licht zurecht kommen, aber dann ist wohl die meiste Blütenpracht dahin.

Also versuchen wir doch mal uns das Sonnenlicht in die Wohnung zu holen. Ein Kernfusionsreaktor könnte hier die Lösung sein, aber der Aufwand wäre viel zu hoch. Dann eben eine Pflanzenlampe. Pflanzenlampen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, denn auch die Ansprüche der Pflanzen sind vielseitig. Auch das Farbspektrum und die Wärmeentwicklung können ein Kriterium bei der Auswahl sein, ebenso der Aufbau.

Was ist eine Lichtfarbe?

Im folgenden werden wir öfter von weißem Licht sprechen, dass einen hohen Rot oder Blauanteil hat. Aber wie kann weißes Licht einen Rotanteil haben? Das klingt erst mal etwas komisch, aber jedes Licht setzt sich aus verschiedenen Farben zusammen. Für das menschliche Auge wirkt das Weiß einfach weiß. Dennoch erkennen wir Unterschiede im Weiß, wie zum Beispiel das Eierschalenweiß oder das Kalkweiß. Ohne es bewusst wahr zu nehmen entscheiden die Farben im Weiß über unseren Eindruck.

Pflanzen haben keine Augen, sie nehmen Licht anders wahr. Es ist für ihr Leben ein wesentlicher Faktor. Bei einer Pflanzenlampe ist das richtige Weiß bedeutend. Besonders der Rot- und Blauanteil macht für sie einen großen Unterschied. Bei Pflanzen spricht man auch von der Grünlücke, denn das grüne Licht wird nicht verwertet. Der Begriff Vollspektrum wird manchmal falsch angewendet. Für die Pflanzenlampen bedeutet es den Farbbereich, bei dem die Photosynthese der Pflanzen am besten abläuft.

Welche Leuchtmittel gibt es und wofür sind sie geeignet

Unterschiedliche Lampen, also Lichtquellen, strahlen in unterschiedlichen Qualitäten und Farben, was von der Wellenlänge des Lichtstrahls abhängt. Unser Tageslicht ist von vielen Farben durchsetzt. Manche davon sind sichtbar, andere sind unsichtbar, aber dennoch wahrnehmbar. Zum Beispiel Infrarot oder Ultraviolett. Die Pflanzen, die wir gewöhnlich anbauen, streben nach dem blauen und roten Anteil unseres Tageslichts. Das Verhältnis dieser Farben und die Intensität des Lichts sind bestimmend, wie gut unsere Zier- oder Nutzpflanzen wachsen.

Glühlampen vom alten Schlag

Glühlampen sind nun endgültig out. Ebenfalls die bläulich eingefärbten Halogenglühlampen sind kein Ersatz für Tageslicht, auch wenn das hin und wieder so beworben wird. Für uns Menschen erzeugt die Glühbirne ein helles Licht aber die Pflanzen kommen damit nicht zurecht. Es fehlt am blauen Anteil. Glühbirnen werden auch viel zu heiß und verpulvern Strom ohne Ende.

Leuchtstofflampen und Neonröhren

Die eigentliche Neonröhre gibt es schon lange nicht mehr, aber der Begriff hat sich festgesetzt und jeder weiß, was gemeint ist. Der fachliche Name ist „Niederdruck-Gasentladungslampe“. Hier gibt es verschiedene Lichtmischungen. Osram bietet Leuchtstofflampen in “tageslicht”, “kaltweiß” oder “neutralweiß” an, die sich gut eignen.

Sie leuchten mit einem größeren Anteil blauen Lichts und werden nicht heiß, was eine Aufhängehöhe von 20 bis 30 Zentimeter über einer Pflanze zulässt. Die sogenannten „warmweißen“ Röhren sind für das menschliche Auge angenehmer, aber der Rotanteil verführt die Pflanzen zu einem schnelleren und schlankeren Wachsen. Leuchtstofflampen sind günstig zu haben, leben lange und verbrauchen verhältnismäßig wenig Strom.

Energiesparlampen

Die sogenannten Energiesparlampen sind der Neonröhre recht ähnlich. Sie sind eine dünne, gewundene und komprimierte Neonröhre. Durch die Komprimierung kann das Licht effektiver konzentriert werden und der Nutzen für einzelne Pflanzen ist hier viel höher. Dem entsprechend werden sie auch nicht so heiß und passen in eine Standardfassung für Glühbirnen. Manchmal sind sie sehr teuer in der Anschaffung, aber sie verbrauchen wenig Strom und sind überall erhältlich.

Bei Amazon gibt es die „Bio Green Energiespar Pflanzenlampe L15, 14 W, steckerfertig“. Die Pflanzenlampe kann auf Fensterbänken, in Blumenfenstern, für einzelne Zimmerpflanzen, aber auch für Aquarien oder in Gewächshäusern genutzt werden. Sie schafft professionelle Lichtbedingungen und steigert so die Photosynthese. Mit der dieser Pflanzenlampe bieten Sie Ihren Pflanzen die bestmöglichen Wachstumsbedingungen, sogar in den dunkelsten Tagen des Winters.

Ein integrierter Reflektorschirm sorgt für die optimale Lichtverteilung. Die Pflanzenlampe wird komplett steckerfertig geliefert und kann sofort eingesetzt werden. Bei dieser Pflanzenleuchte handelt es sich um eine Speziallampe im Sinne der EG-Verordnung Nr. 244/2009, die durch bestimmte Lichteigenschaften das Pflanzenwachstum fördert und ausschließlich für diese Verwendung vorgesehen ist. Für eine Raumbeleuchtung ist diese Pflanzenleuchte nicht geeignet.

LED Pflanzenlampe

Licht emittierende Dioden (LED) sind die neue Art Licht zu erzeugen und dabei noch Strom zu sparen. Pflanzenlampen mit dieser Technologie können ruhig zwölf Stunden am Tag leuchten, was für tropische und subtropische Pflanzen günstig ist. Sie sind geeignet für einzelne Pflanzen und Pflanzenarrangements.

Bei Amazon gibt es zum Beispiel die Pflanzenlampe LED, mit 3 Schwanenhälsen. 144 Einzellampen (die LED-Rate für Rot, Blau und Weiß beträgt 72:36:36) bieten einen breiteren Abdeckungsbereich und mehr effektives Licht als das traditionelle Pflanzenlicht. Der Lichtabdeckungsbereich mit einem Kopf beträgt ungefähr 60-70 cm, abhängig von der Höhe, auf die Sie die Lichtköpfe richten. Dies ermöglicht es Ihnen, mehr Pflanzen anzubauen. Das abgegebene Licht ähnelt dem Sonnenlicht, das Ihren Pflanzen eine geeignete Photosynthese ermöglicht. Stufenloses Dimmen fördert das Pflanzenwachstum in allen Stadien. Noch wichtiger ist, dass die Köpfe dieser Pflanzenlampe durch Drücken der Taste “Switch” einzeln gesteuert werden können.

Die Beleuchtungsdauer der LED Pflanzenlampe kann je nach den täglichen Anforderungen Ihrer Pflanze auf 3/6/12 Stunden eingestellt werden. Stellen Sie sicher, dass Ihre Pflanzen zu verschiedenen Zeitpunkten die richtige Menge an Licht erhalten. Darüber hinaus verfügt die Pflanzenlampe über einen Ringspeicher. Wenn sie eingesteckt bleibt, merkt sich die UV Lampe für Pflanzen die aktuelle Einstellung und schaltet sich am nächsten Tag zur selben Zeit wieder ein.

Der Schwanenhals dieser Pflanzenlampe kann um 360° gedreht werden, so dass Sie den Winkel und den Abstand zwischen Lampe und Pflanzen auf einfache Weise gleichzeitig steuern können. Mit einer stabilen Klammer ist sie stabil genug, um ihre Position zu halten und eine optimale Abdeckung der Pflanzen zu gewährleisten.

Metallhalogendampflampen

Diese besonderen Pflanzenlampen haben die beste Lichtstrahlung von allen Pflanzenlampen und können das Tageslicht vollständig ersetzen, ja sogar die Pflanzenzucht in einem schwarzen Keller ist möglich. Die angebotenen Leistungen reichen von 150W bis 1000W und sind mehr als ausreichend, um Pflanzen bei der Aufzucht zu unterstützen.

Diese Form von Pflanzenlampen erzeugen mehr Hitze als gewöhnlich und dürfen den Pflanzen nicht zu nahe kommen. Allerdings sind die Pflanzenlampen so teuer und brauchen so viel Strom, dass sich die Verwendung wohl nur für professionellen Gartenbau lohnt.

Wofür brauchen Sie Pflanzenlampen?

Pflanzenlampen werden gern als einfaches Zusatzlicht bei der Überwinterung, oder auch ganzjährig als reines Wachstumslicht für dunklere Standorte verwendet. Gerade im Frühjahr, sind Sämlinge immer wieder dankbar für Extra Licht, weil die Sonnenstrahlung noch nicht richtig ausreicht. Das ist besonders in unseren Breiten ein bekanntes Problem. Bei geeigneten Pflanzenlampen können Sie sogar schon im Januar mit der Pflanzung von Wärme gewohnten Gemüsesorten beginnen. Das könnten zum Beispiel Artischocken, Auberginen oder Paprika sein.

Die tropischen und subtropischen Pflanzen hätten gern den ganzen Tag Sonnenlicht. Sie benötigen schon mal 12 oder 14 Stunden Tageslicht. Hier benutzen Sie am besten eine Zeitschaltuhr, um die richtige Lichtmenge zu bestimmen. Eine gleichmäßige Beleuchtungsdauer fördert die Pflanzen, damit sie richtig wachsen und gedeihen.

Die Helligkeit und der Lichteinfall bestimmen den Abstand und die Aufstellung der Pflanzenlampe. Wenn die Pflanzenlampe nahe am Gewächs ist, bekommt es auch mehr Licht, je nach Art der Pflanzenlampe aber auch mehr Hitze. Kleinere Pflanzen sollten nicht im Schatten der „Großen“ vegetieren müssen.

Am besten sind Pflanzenlampen, die von der Decke hängen und somit ihr Licht direkt über die Pflanzen gießen. Damit verschwenden Sie auch keinen Platz und können mehr anpflanzen. Pflanzen, die wieder blühen sollen, können in einem völlig dunklen Raum mit der passenden Pflanzenlampe täglich exakt 12 Stunden lang beleuchtet werden. Durch das passende Licht entsteht hier ein künstlicher Rhythmus, welcher der Natur überlegen ist.

Worauf solltest du beim Kauf von Pflanzenlampe achten?

Eines dürfte inzwischen klar sein, Natriumdampf-Gasdrucklampen, Metallhalogenlampen, Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren und sonstige Pflanzenlampen gehören zum alten Eisen und werden auch kaum noch angeboten. Wenn Sie noch ein älteres Modell haben, denken Sie gewiss über einen Wechsel nach. Moderne LED Leuchten sind inzwischen so weit, dass sie in der Lichtausbeute und dem Stromverbrauch weit vorne liegen. Das bedeutet, dass die Stromaufnahme wesentlich geringer ist, als bei herkömmlichen Leuchten und das erzeugte Licht stärker ist und angepasst werden kann. Worauf kommt es nun bei einer LED Pflanzenlampe an.

  • Rot und Blau Lichtanteil / Farbspektrum
  • Kühlung der Pflanzenlampe
  • Anbringung und Aufbau
  • Lebensdauer der Pflanzenlampen

Rot und Blau Lichtanteil / Farbspektrum

Licht ist für Pflanzen nicht nur lebenswichtig, wenn es darum geht, Energie für die Photosynthese zu gewinnen. Pflanzen nutzen Farben, um viele ihrer lebenswichtigen Vorgänge zu steuern. Wenn sich Ihre Pflanzen entwickeln sollen, ist die Zusammensetzung des Lichts also mindestens genauso wichtig wie seine Menge. Oft werden Vollspektrum Pflanzenlampen angeboten, die alles richtig abdecken, aber der Begriff wird auch falsch angewendet, weil ein Vollspektrum für einen Menschen etwas anderes bedeutet, als für Ihre Pflanzen.

Der Wert der Photosynthetisch aktiven Strahlung/Radiation (PAR), ist für den privaten Käufer uninteressant. Es ist eine genaue Messung des Lichts. Pflanzen verwenden auch infrarot oder ultraviolettes Licht. Das PAR beschreibt die Zusammensetzung im einzelnen.

Kühlung der Pflanzenlampe

LED Pflanzenlampen produzieren kaum Wärme. Die Ausnahmen sind Hochleistungs LED oder Pflanzenlampen in Gehäusen. Hier kann die Wärmeentwicklung durchaus höher sein und dient den Pflanzen weniger. Dementsprechend gibt es Hersteller die auch eine Kühlung der Systeme anbieten. Generell genügt eine Lüftung durch die Ventilation oder eines Ventilators. Aber, wenn sie die LED kühlen wollen, dann achten Sie wieder auf die Aufstellung des Ventilators. Zu viel Wind und Lärm kann sich auf die Pflanzen auswirken.

Anbringung und Aufbau

Die Installation der Pflanzenlampe sollte durchaus geplant werden. LED Pflanzenlampen reagieren empfindlich auf Überspannung und können dadurch zerstört oder in der Lebensdauer eingeschränkt werden. Wenn Sie davon betroffen sind, ist die Installation eines Überspannungsschutzes sinnvoll.

Auch die Nähe oder der Abstand zu den Pflanzen muss berücksichtigt werden. Der Lichteinfall und der Abstrahlwinkel sind wichtig für die Pflanzen und dessen gedeihen.

Wie immer sollten Sie auf Sicherheit bei der Anbringung achten. Strom ist allgemein gefährlich und große Elektroinstallationen sollten dem Fachmann oder Fachfrau überlassen werden.

Lebensdauer der Pflanzenlampen

Die Langlebigkeit von LED Pflanzenlampen ist unumstritten. Im Zusammenhang mit dem geringen Stromverbrauch bilden sie auf lange Sicht gesehen die kostengünstigere Alternative zu den restlichen Pflanzenlampen.

Die Herstellerangaben sollten eine Lebensdauer von mindestens 50.000 Stunden versprechen.

Die LED Pflanzenlampen gehen nicht einfach kaputt, so wie eine Glühbirne, viel eher verliert die LED im Laufe ihrer Betriebszeit allmählich an Helligkeit. Unter Umständen fällt Ihnen das gar nicht auf. Ein turnusmäßiger Austausch ist vielleicht die Lösung.

Vorteile einer LED Pflanzenlampe

Die Vorteile liegen schon klar auf der Hand LED Pflanzenlampen haben ein effektives Spektrum für die Photosynthese und oft kann das Spektrum durch verschiedene Einstellungen reguliert werden. Auch die Lichtintensität ist weit aus höher als bei anderen Pflanzenlampen. Sie erzeugen kaum Abwärme und erzeugen dementsprechend kaum Probleme durch Hitze für die Pflanzen. Damit kann die Pflanzenlampe bereits 20 bis 30 Zentimeter über einer Pflanze angebracht werden.

Die Energieaufnahme ist so gering, dass sich der Austausch gegen ältere Pflanzenlampen sofort lohnt. Das ist dann auch ein gutes Signal gegen Energieverschwendung. Insgesamt erhöht sich dadurch die Lebensdauer um ein Vielfaches.

Die LED Pflanzenlampe benötigt kein zusätzliches Vorschaltgerät, die erforderliche Elektronik ist normaler Weise in der Pflanzenlampe integriert. Beim einschalten sind sie nahezu sofort einsatzbereit und in der Handhabung und Anbringung wirklich einfach.

Nachteile der LED Pflanzenlampe

Verschiedene Untersuchungen und auch in Tierversuchen haben tatsächlich eine Gefahr für das Auge ergeben. Das längere Sehen in das LED Licht kann das Auge schädigen. Abhilfe kann hier eine Schutzbrille bringen. Also Brille schon beim betreten des Pflanzenraumes aufsetzen. Blicke direkt in die LED sollten vermieden werden.

Unter dem Licht der LED Pflanzenlampe wird es schwer Pflanzenkrankheiten oder Mangelerscheinungen zu erkennen. Auch hier schafft die Filterbrille Abhilfe.

Kann man Pflanzenlampen im Garten einsetzen?

Für den offenen Garten ist eine Pflanzenlampe sicher nicht so gut geeignet. Schon die Stromversorgung wirft Probleme auf, die nicht sein müssen. Eher geeignet ist die Lampe für Ihre Gewächshäuser. Aber auch hier wieder die Stromversorgung beachten und absichern.

Letztlich entscheiden Sie, welche Art von Licht Ihre Pflanzen brauchen und natürlich auch wann. Direkte Regeln gibt es für die Anwendung nicht.

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