Ansitzangeln auf Zander

Ansitzangeln auf Zander

Der Zander ist bekannt dafür das er extrem vorsichtig und schlau ist. Viele Angler schrecken davor zurück auf diesen Fisch zu angeln da sie die Erfolgsaussichten für eher gering halten einen solchen Räuber an den Haken zu bekommen. Häufig erlebt man es das langjährige Karpfenangler versuchen mit den Utensilien, die zum Karpfenangeln geeignet sind auf Zander zu angeln und dann enttäuscht sind das kein Biss erfolgt. Jedoch ist dies nicht verwunderlich. Das Angeln auf Zander ist mit dem Angeln auf Karpfen kaum vergleichbar. Es sind spezielle Montagen, spezielles Tackle und sehr viel Fachwissen nötig um diesen schlauen Fisch an den Haken zu locken.

Einkauf von Angelzubehör

Vor dem Ansitz auf Zander sollte man sich also mit dem nötigen Angelzubehör eindecken. Das Wichtigste ist wohl die Montage. Zu empfehlen sind hier sehr einfache und besonders feine Montagen. Hier sind es Bleie, große Wirbel und steife Schnüre, die dafür sorgen das der Zander den Köder ignoriert. Daher sollte man zum Ansitzangeln auf Zander sehr weiche Vorfachmaterialien wie das 7*7 Stahlvorfach verwenden. Eine Tragkraft von 6 Kilo sollte ausreichend sein und durch den dünnen Durchmesser noch dafür sorgen das das Materiel weich ist. Auch bei den Wirbeln sind keine großen Modelle mit hohen Tragkräften nötig.

Sehr kleine Wirbel mit einer Tragkraft von 6-8 Kilo reichen in der Regel aus. Die Haken sollten besonders hochwertig, scharf und eher klein gewählt werden. Ob man Drillinge von der Größe 6-8 Wählt oder lieber Einzelhaken in der Größe 4-8 auswählt bleibt den Vorlieben des Anglers und der Art der Anköderung überlassen. Wichtig ist das sie extrem scharf sind und sich im harten Zandermaul ins Fleisch bohren können. Das sind auch schon die wichtigsten Materialien für die sehr einfache, aber auch sehr fängige Zandermontage.

Es wird bewusst kein Blei verwendet da dies dafür sorgt das der Zander beim „Spielen“ und Anstubsen des Köders verdacht schöpft. Besonders beim Ansitzangeln in der Nacht sind es die Uferbereiche, an denen sich die Zander aufhalten. Daher sind meist keine weiten Würfe und damit kein zusätzliches Gewicht an der Montage nötig. Wer allerdings an weiter entfernte Stellen werfen möchte, dem seien Sbirolinos empfohlen. Speziell die langsam sinkenden Modelle sorgen für genügend Wurfgewicht und erzeugen keinen nennenswerten Widerstand beim Flüchten der Zander mit dem Köder.

Verhalten am See

Nicht nur im Bezug auf die Montage sind die Zander sehr empfindlich. Auch laute Geräusche, offenes Licht und der Schein einer Taschenlampe sorgen dafür das die Zander sofort das Weite suchen und diesen Bereich des Gewässers für eine längere Zeit meiden. Speziell beim ufernahen Angeln sollte der Angler die Taschenlampe so wenig wie nur möglich verwenden und keine lauten Geräusche verursachen.

Wer diese Tipps beherzigt und sich etwas Wissen über den Zander, seine Gewohnheiten und bevorzugten Aufenthaltsorte aneignet wird sicher viel Spass haben beim Angeln auf diesen schlauen Raubfisch. Das sehr feine Angeln kann eine wunderbare Alternative zum Karpfenangeln sein. Zudem ist ein natürlich aufgewachsener Zander aus einem heimischen Gewässer ein wahrer Leckerbissen und geschmacklich mit keinem anderen Fisch zu vergleichen.

Wer Ansitzangeln für sich entdeckt, ist stets gut beraten, die richtige Ausrüstung dabei zu haben. So sollte man in jedem Fall neben der richtigen Rute, dem richtigen Köder auch die richtige wetterfeste Kleidung dabei haben.

Über den Zander

Zander sind geschickte Räuber und bewohnen in Deutschland nahezu alle Gewässer. Die Laichzeit der Zander ist von Februar bis April und die Eier werden anschließend von den Männchen bewacht und geschützt. Die Jungfische ernähren sich im Wesentlichen von kleinen Insektenlarven und anderen Kleinstlebewesen, die sie finden können.

Zanderschonzeiten in Deutschland:

In Deutschland gibt es strenge Schonzeiten für den Zander. Allerdings gelten in einigen Bundesländern bestimmte Zeiten, in denen der Fang von Zander verboten ist. Diese Zeiten variieren von Bundesland zu Bundesland und sollten unbedingt eingehalten werden.

Um die nachkommende Generation nicht zu gefährden und natürlich Strafen zu vermeiden, gilt in jedem Fall die Schonzeiten für den Zander zu beachten.

Der Zander ist klug und ist daher nicht so einfach zu fangen. Sehr vorsichtig und vor allem ruhig sollte man sein, um diesen Raubfisch zu überlisten. Wer sich an die oben genannten Tipps hält, der wird mit einem schönen Zander belohnt.

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Originally posted 2019-10-23 10:30:55.