Die Schwarzmeergrundel – Der Problemfisch in unseren Flüssen!

“Diese verdammte Schwarzmeergrundel” möchte man sagen, wenn man eigentlich auf Zander, Hecht, Aal und andere einheimische Fische an Rhein, Neckar oder auch andernorts angeln möchte und doch wieder nur die Schwarzmeer Grundel beisst, Bei den Grundeln in unseren Flüssen, die sich rasant ausbreiten, handelt es sich um eine invasive Art, die zum echten Problem für unsere Flüsse und einheimischen Fische wird. Die Grundel ist ein Räuber und darüberhinaus vor allem ein Laichräuber. Wo eine Grundel ist, findet man zumeist noch viele mehr. Gefrässig und räuberisch ist die Grundel nahezu nicht zu stoppen und Europaweit auf dem Vormarsch!

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Grundeln sind überaus gefrässig und beißen fast auf alles.

Egal ob Tauwurm, Made, Mais oder Gummifisch. Grundeln sind derart aggressive Räuber, das es fast nichts gibt, auf das sie nicht beissen würden. In 30 Minuten holt man am Neckar gerne auch mal 20 Grundeln aus dem Fluss. Ein echtes Problem für die Artenvielfalt und das biologische Gleichgewicht! Der steinige Untergrund macht den Neckar und andere Flüsse zum idealen Lebensraum für die gefrässigen Grundeln.

Die Grundel

Nur zu gerne wird auf Angler geschimpft. Wie wir finden häufig zu unrecht, wie das Beispiel der Grundel gut zeigt. Die Schwarzmeergrundel hat in unseren Gewässern nichts zu suchen und es sind nicht zuletzt die Angler, die ihren Teil beitragen, um dem Grundelproblem Herr zu werden.

Tatsächlich gehören Grundeln zu den artenreichsten Fischgruppen. So sind es mehr als 1300 unterschiedliche Gattungen und 1100 Arten gemäß Wikipedia. Grundeln gehören zu den Knochenfischen und nur 17 der Grundeln leben im Süßwasser und 19 im Brackwasser. In manchen Regionen sind Grundeln gar oft die einzigen Süßwasserfische. Die Barschverwandten Schwarzmundgrundeln stammen eigentlich aus südosteuropäischen Brackwassergebieten, so etwa dem schwarzen Meer, doch ist die Grundel längst auch in unseren Gefilden angekommen, um hier den einheimischen Fischen das Leben schwer zu machen. Auch in Nordamerika ist die Grundel längst auf dem Vormarsch und vermehrt sich explosiv.

Wie kommt die Grundel zu uns?

Wie immer, wenn man von invasiven Arten redet, betreibt man Ursachenforschung, verbunden mit der Frage, wie die jeweilige Art sich ansiedeln konnte. Im Falle der Grundeln, darf man davon ausgehen, dass sie über die Ballasttanks der Frachtschiffe auch in deutsche Gewässer gelangte.

Welche Grundeln leben in Deutschland?

  • Die Schwarzgrundel
  • Sandgrundel
  • Fleckengrundel
  • Kristallgrundel
  • Glasgrundel
  • Zweifleckengrundel

Die meisten der genannten Grundeln leben in Nord oder Ostsee., doch gibt es eben auch die so problematischen Süßwasser Grundeln. So etwa die Schwarzmundgrundel, die Nackthalsgrundel, die marmorierte Grundel oder auch die Kessler Grundel.

Fakten zur Schwarzmund – Grundel

In Deutschlad ist es meist di Schwarzmundgrundel, über die Angler und Fischfreunde schimpfen. Die Schwarzmundgrundel ist ein schlechter Schwimmer und lebt primär am Boden. Nur selten trifft man die Grundel im Freiwasser an. Junge Grundeln sieht man zumeist auf sandigem Grund, ausgewachsene Grundeln findet man eher auf steinigem Boden.

Die Schwarzmund-Grundel ist kein guter Schwimmer. Sie hat keine Schwimmblase, lebt daher weitgehend bodennah und wagt sich im Regelfall nicht ins offene Freiwasser. In Amerikanischen Seen wurden tatsächlich Schwarzmund-Grundeln bis in eine Tiefe von 130 m nachgewiesen, was gut zeigt, wie anpassungsfähig die Grundeln sind.

Weitere invasive Arten:

Hier weitere invasive Arten, die zunehmend zum Problem werden. Während die asiatische Hornisse die einheimische Hornisse bedroht, machen die sich ausbreitenden Nandus den Rapsbauern zu schaffen. Auch Waschbären sind in Deutschland als invasive Art auf dem Vormarsch.

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