Pferdebox – so bleibt sie sauber

Artgerechte Pferdehaltung

Die Gesunderhaltung des ihm anvertrauten Tieres sollte für jeden Pferdebesitzer oberste Priorität besitzen. Dazu trägt die artgerechte Haltung wesentlich bei. Das Lauftier Pferd braucht viel frische Luft und Bewegung – mehr Bewegung, als man ihm beim täglichen Ausritt oder dem Training bieten kann. Daher ist die Haltung im Offenstall ausgesprochen pferdegerecht, aber auch die Paddockbox mit der Möglichkeit, zumindest ein paar Schritte ins Freie zu gehen, ist eine gute Alternative. Wenn ein Pferd dagegen in einer Innenbox steht, sollte ihm zumindest stundenweise Weidegang zugebilligt werden.

Sauberkeit im Stall

Doch ganz egal, um welche Form des Stalles es sich handelt, eines ist allen gleich: Jeder Stall muss täglich gereinigt werden, damit sich das Pferd wohlfühlt. Pferde trinken täglich je nach Größe, Temperatur und Arbeitseinsatz zwischen 30 und 80 Liter Wasser und vertilgen Berge von Heu oder Grünfutter. Entsprechende Mengen geben sie auch wieder von sich, nicht nur als Mist, sondern auch weitaus dünner. Damit die Box, die für das Pferd zugleich Schlaf- und Wohnraum darstellt, in einem für das Pferd angenehmen Zustand gehalten wird, sind bestimmte Anforderungen zu erfüllen.

Der Stallboden

Üblicherweise ist der Stallboden betoniert, was die Reinigung erleichtert. Andererseits weist Beton eine starke Strahlungskälte auf und ist für ein Tier, das seinen Tag stehend verbringt – Pferde schlafen auch im Stehen und legen sich nur für die Tiefschlafphase für kurze Zeit hin – ein sehr harter Untergrund. Das wird auch von einer großzügig aufgebrachten Einstreu nicht aufgefangen. Eine zweckmäßige Lösung ist die Verwendung von Stallmatten aus Gummi oder Kunststoff. Diese Matten sorgen für den etwas angenehmeren Untergrund, schirmen die Strahlungskälte ab und sind leicht sauber zu halten. Doch sie sollten immer in Verbindung mit einer pferdegeeigneten Einstreu verwendet werden.

Stroh als Einstreu

Als Klassiker gilt das Weizenstroh. Allerdings hat Weizenstroh als Einstreu mehrere Nachteile. Es ist nicht immer in gleichbleibend guter Qualität zu beziehen, bei Missernten könnten Lieferengpässe entstehen. Zweitens verursacht Stroheinstreu ein recht hohes Mistvolumen. Drittens staubt es heftig und ist daher als Pferde Einstreu für Allergiker nicht geeignet. Das Pferd sollte daher während Ausmisten und Neueinstreuen nicht in der Box sein. Das Stroh wird gründlich aufgeschüttelt. Das Pferd kommt erst dann wieder in den Stall, wenn sich der Staub gelegt hat.

Alternativen zur Stroheinstreu

Es gibt einige Alternativen zur herkömmlichen Stroheinstreu, einige davon sind durchaus als Pferde Einstreu für Allergiker geeignet. Sehr beliebt sind Hobelspäne, die auch in staubarmer Variante erhältlich sind. Auch Hanfstroh oder Leinstroh ist als Pferde Einstreu für Allergiker geeignet. In jedem Fall muss die Pferde Einstreu für Allergiker ebenso wie für Pferde, die nicht allergiebelastet sind, saugfähig und staubarm sein, gute Geruchsbindung sorgt für angenehmen Geruch im Stall.

Werkzeug für die tägliche Stallreinigung

Auch dem Laien ist die herkömmliche Mistgabel bekannt, die im Gegensatz zur dreizinkigen Heugabel vier Zinken aufweist. Diese Mistgabel ist jedoch ausschließlich zum Entmisten von mit Stroh eingestreuten Boxen verwendbar. In mit Spänen eingestreuten Boxen kommt die vielzinkige Bollengabel zum Einsatz. Sie ist etwas breiter als die herkömmliche Mistgabel, verfügt über eine ganze Reihe von Zinken, die eng nebeneinander angebracht sind. So wird verhindert, dass die mit der Gabel aufgenommenen Pferdeäpfel durch die Zinken fallen. Man sticht mit der Mist- oder Bollengabel und den Pferdeäpfelhaufen und befördert die gesamte Ladung auf die bereitstehende Schubkarre.

Sparsam wirtschaften

Ist diese voll, wird sie auf dem Misthaufen ausgeleert. Allerdings passiert es häufig, dass mit den Pferdeäpfeln auch eine Menge trockenen Strohs aufgenommen wird. Dies ist zum einem Verschwendung von guter, trockener Einstreu, zum anderen lässt es den Misthaufen über Gebühr anwachsen. Mit etwas Geschick und Übung lässt sich das vermeiden, indem die Gabel zwar unter das Stroh geschoben wird, beim Ausleeren auf der Mistkarre jedoch die Gabel nur kurz gekippt wird. So fallen die Äpfel in die Karre, das Stroh verbleibt auf der Gabel und kann als Untereinstreu nochmals verwendet werden.

Feuchtigkeit in der Pferdebox

Überall dort, wo das Pferd im Stall Urin absetzt, entstehen feuchte Stellen, beim Hengst oder Wallach meist in der Boxenmitte, bei den Stuten eher in den Ecken oder in der Nähe der Boxenwände. Diese „Feuchtgebiete“ müssen ebenfalls täglich entfernt werden, auch hier ist bei der Stroheinstreu die herkömmliche Mistgabel im Einsatz, bei Spänen oder anderer Pferde Einstreu für Allergiker kann mit der Bollengabel oder einer Schaufel gearbeitet werden. Sind die Pferdeäpfel und die feuchten Stellen aus der Box entfernt, bereitet man aus der verbleibenden Einstreu die Unterstreu, indem diese gleichmäßig in der Box verteilt wird.

Sinnvolle Zeiteinteilung

Es ist jedoch empfehlenswert, die feuchten Stellen vor dem wieder Bedecken mit der Einstreu abtrocknen zu lassen, in der Zwischenzeit kann das Pferd beispielsweise geputzt oder bewegt werden. Nach dem Verteilen der gebrauchten Unterstreu wird die neue Einstreu aufgebracht und gleichmäßig verteilt. Jetzt sollte – zumindest bei nicht staubfreier Einstreu – das Pferd aber noch nicht sofort in den Stall gebracht werden, der Staub sollte sich zuerst gelegt haben. Aber besten ist es, eine staubarme Einstreu zu verwenden.

Alternative Methode

Etwas ungewöhnlich und zeitaufwendig, doch sehr effektiv ist das Absammeln der Pferdeäpfel von Hand. Dazu werden ein Paar Gummihandschuhe und ein Korb mit Löchern, beispielsweise ein Kartoffelkorb, benötigt. Die Pferdeäpfel werden per Hand eingesammelt und in den Korb geworfen, der später auf der Schubkarre ausgeleert wird. Auf diese Weise wird überhaupt kein Stroh und keine Pferde Einstreu für Allergiker vergeudet und die Box ist peinlich sauber.

Tägliche Kontrolle

Es gibt Pferde, die halten ihre Box sehr sauber. Diese Pferde haben einen festen Platz, an dem sie ihre Pferdeäpfel fallen lassen und einen zum Absetzen von Urin. Doch es gibt Spezialisten, die ihre Box täglich so durchwühlen, dass kaum noch ein Äpfelhaufen zu entdecken ist. Gerade bei diesen Pferden geschieht es häufig, dass ein paar Äpfel im Futtertrog oder in der Selbsttränke landen. Das kann jedoch auch einem reinlichen Pferd passieren. Daher gehören zur täglichen Stallreinigung auch die Kontrolle und die Reinigung von Trog und Tränke und zwar mit Schwamm, Wurzelbürste und einem Lappen zum Trockenwischen.

Großreinigung

In regelmäßigen Abständen sollte die Box einer groß angelegten Reinigung unterzogen werden. Hierbei wird die Box komplett ausgeräumt und anschließend mit Wasser ausgespritzt. Falls Bodenmatten verlegt wurden, empfiehlt es sich, auch diese zu entfernen, damit Reste von Urin, die unter die Matten gelangt sind, ebenfalls beseitigt werden können. Nach dem gründlichen Trocknen wird die Box wie gewohnt eingestreut, entweder mit Stroh oder anderen Einstreu-Varianten. Bei dieser Großreinigung sollten auch die Boxenwände und Gitterstäbe gereinigt werden, für das Putzen der Stallfenster ist dies ebenfalls eine gute Gelegenheit.

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