Forstpflanze – Wald verjüngen.

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Forstpflanze

Die Forstpflanze für Sträucher und Bäume, zu den ein- bis dreijährige Sämlinge gehören, die in einer Baumschule herangezogen werden. Danach werden sie in der Regel an forstliche Haupt- und Nebenbetriebe verkauft, um die Kultur von Forstverwaltungen zu erhalten und den Waldbestand zu erhöhen. Neben den Sträuchern und Bäumen zählen auch Wildlinge und unbewurzelte und bewurzelte Steckhölzer zu den Forstpflanzen. Hier handelt es sich um Forstpflanzen, die in der Natur frei gewachsen sind und daher oftmals günstig zu erhalten sind. Allerdings unterscheiden sie sich meist durch ihren schlechten Erfolg beim Anwuchs, da die Wurzelmasse beim Ausgraben beschädigt oder verloren geht.

Forstpflanzen in Deutschland

Im Forstvermehrungsgesetz ist die Erzeugung und der Handel von Forstpflanzen klar und eindeutig festgelegt, denn damit soll die Forstwirtschaft und deren Leistungsfähigkeit gefördert werden. Diese Leistungsfähigkeit ist nur mit identitätsgesichertem und hochwertigem Gut möglich, da hier die Wuchsform bestimmt werden kann. Ein Waldbesitzer kann, dank des Gesetzes, auf Saatgut und Pflanzen zurückgreifen, deren Herkunft und Eigenschaft genau bekannt ist. Die Baumschulen in Deutschland haben sich meist auf spezielle Arten von Pflanzen festgelegt, so dass hier eine sehr gute Übersicht gegeben ist.

Die speziellen Herkunftsgebiete besitzen die wichtigsten Baumarten, die forstlich wichtig sind. Mittlerweile hat sich die Aufzucht von Forstpflanzen in Schleswig-Holstein besonders erfolgreich durchgesetzt, da hier das Klima sowie die guten Bodenverhältnisse der Region überzeugen. Dazu kommt, dass die Region recht feuchte Sommer, einen milden Winter sowie sehr sandige Böden hat, was sich positiv auf den Erfolg der Anzucht auswirkt.

Im ganzen Bundesgebiet gibt es mehr als 17.550 Hektar Fläche, die für Baumschulen genutzt werden, wovon alleine mehr als 4.100 Hektar nur in Schleswig-Holstein zu finden sind. Die Forstpflanzen aus der Region werden nicht nur Deutschlandweit versendet, sondern auch in viele Teile Europas. Alle Forstpflanzen sind mit einem Herkunftsnachweis ausgestattet, der alle wichtigen Informationen rund um die Forstpflanze enthält.

Forstpflanzen zur Verjüngung des Waldes

Mit den Forstpflanzen wird der erste Grundstein für eine Verjüngung des Waldes gelegt. Der ökologische und ökonomische Wert des Waldes wird somit mit den verschiedenen Arten, dem Aufbau und der Stabilität der einzelnen Bäume gelegt. Der Wald ist nicht nur für den Besitzer sehr wertvoll, auch für die Gesellschaft hat er einen hohen Stellenwert. Mit den richtigen Forstpflanzen und einer guten Mischung aus verschiedenen Arten wird der Wald in Zukunft robuster.

Um das zu erreichen, müssen die jeweiligen Baumarten anhand des Standortes ausgesucht werden. Nur Forstpflanzen, die für die klimatischen Bedingungen geeignet sind, können auch für einen stabilen Wald sorgen. Dazu gehören in jedem Fall der Wasserhaushalt, die Nährstoffe und die Lage der Forstpflanzen, die bestimmend dafür sind.

Forstpflanzen frisch halten und einpflanzen

Die Forstpflanzen müssen direkt nach der Lieferung eingesetzt werden, wobei es wichtig ist, dass sie in dieser Zeit frisch gehalten werden, denn die klimatischen Bedingungen sorgen dafür, dass die feinen Wurzeln der Forstpflanze schnell austrocknen. Zum optimalen Schutz bieten sich die Pflanzfrischsäcke an, die aus einem silbernen Kunststoff bestehen und die Pflanze dementsprechend schützen. Dank ihrer Beschichtung werden die Wurzeln geschützt, so dass ein Transport ohne weiteres möglich ist.

Damit der Wald einen optimalen Start bekommt, spielt auch die Einpflanzung eine wichtige Rolle. Gerade die wurzelnackten Pflanzen sollten nur im Herbst oder im Frühling gepflanzt werden, wobei die feuchte Witterungsperiode ein wichtiges Kriterium ist. Allerdings sollte auch die Wuchsdynamik der Baumarten berücksichtigt werden, um eine hohe Qualität zu erreichen. Daher sollten die Bäume nicht zu weit auseinanderstehen, um sehr astige Bäume sowie eine schlechte Baumqualität zu vermeiden. Gleichzeitig ist es wichtig, schnell wachsende Bäume von langsam wachsenden Bäumen zu trennen, da diese sonst von der Fläche ziemlich schnell verdrängt werden.

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Marc Landlive Redaktion

Als bekennender Outdoor Fan, Tier Fan und vor allem als jemand, der gerne seinen Tag bei der Gartenarbeit verbringt, schreibe ich für Landlive zu Themen, die mich eben bewegen. Ich hoffe hier dem einen oder der einen oder anderen ein paar interessante Tipps geben zu können, wenn es um das Leben mit der Natur geht.