Landwirt als Berufswunsch – Was die wenigsten bedenken

Für immer mehr junge Menschen stellt der Beruf des Landwirts eine attraktive Berufsperspektive dar. Sie empfinden die Eigenständigkeit und die Vielfalt an Aufgaben, die dieser Beruf mit sich bringt, angenehm und möchten am liebsten direkt ihren eigenen landwirtschaftlichen Betrieb gründen. Hierbei sind allerdings viele Dinge zu bedenken. Fundierte Fachkenntnisse sind ebenso erforderlich wie ein Finanzierungsplan für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge. Landwirte müssen verschiedene Versicherungen abschließen und sich für einen Kauf oder eine Pacht entscheiden. Außerdem ist bei der Anmeldung des landwirtschaftlichen Betriebs viel zu berücksichtigen. Dieser Artikel erläutert die Aspekte, die angehende Landwirte bei der Aufnahme ihrer Tätigkeit zu oft nicht bedenken.

Landwirte benötigen Kenntnisse aus verschiedenen Fachbereichen

Landwirte müssen bei ihrer Arbeit eine beachtliche Zahl an Aufgaben erledigen. Deswegen müssen sie sich in vielen unterschiedlichen Bereichen exzellent auskennen und ein fundiertes Fachwissen mitbringen. Um den Beruf des Landwirts ergreifen zu dürfen, ist eine Ausbildung in einem landwirtschaftlichen Beruf nicht zwingend erforderlich, aber dringend angeraten. Die Landwirte müssen sich mit der Bestellung von Feldern ebenso auskennen wie mit dem Umgang von Tieren und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen. Dies kann niemand aus dem Bauch heraus, weswegen eine solide Ausbildung unbedingt vorhanden sein sollte.

Grundsätzlich kann jeder Landwirt werden, der sich das zutraut. Es gibt aber viele Fördermaßnahmen, die nur an Menschen erteilt werden, die eine abgeschlossene landwirtschaftliche Berufsausbildung mitbringen. Hierdurch möchten die Förderer sicherstellen, dass das Geld sinnvoll eingesetzt und in einen vielversprechenden Betrieb investiert wird. Da Fördermittel bei der Gründung eines landwirtschaftlichen Betriebs essentiell wichtig sind, spricht ebenfalls viel für eine umfassende Ausbildung.

Die Kosten für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge werden unterschätzt

Damit ein landwirtschaftlicher Betrieb wirtschaftlich ist und ausreichend Gewinne abwirft, führt kein Weg an landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen und Maschinen vorbei. Diese erledigen zahlreiche Aufgaben auf den Feldern und in den Ställen und sorgen dafür, dass die einzelnen Arbeitsprozesse effizient ablaufen. Einige Maschinen müssen von Menschen bedient werden, andere Arbeiten autonom. Hochwertige landwirtschaftliche Maschinen können sowohl neu als auch gebraucht erstanden werden.

Durch die Digitalisierung verändert sich die Arbeit in landwirtschaftlichen Betrieben spürbar. Immer mehr autonome Maschinen kommen zum Einsatz, die beispielsweise die Gesundheit der Tiere überwachen. Außerdem setzen immer mehr Landwirte Drohnen ein, mit denen sie ihre Felder kontrollieren. Auf diese Weise kann beispielsweise verhindert werden, dass Tiere von Mähmaschinen verletzt oder getötet werden. Auch ein Schädlingsbefall lässt sich auf diese Weise schnell erkennen.

Es ist dringend angeraten, die Kosten für benötigte Maschinen in den Businessplan aufzunehmen. So stellen die angehenden Landwirte sicher, dass sie genügend Kapital zur Verfügung haben, um alle Maschinen zu besorgen, die sie für ihre Arbeit benötigen. Neben den reinen Anschaffungskosten sollte auch immer ein finanzieller Puffer für eventuell notwendige Wartungen und Reparaturen eingeplant werden.

Landwirte benötigen eine Vielzahl von Versicherungen

Landwirte sind dazu verpflichtet, bestimmte Versicherungen abzuschließen, um ihrer Arbeit nachgehen zu dürfen. Hierzu gehört beispielsweise die Mitgliedschaft in der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Diese springt immer dann ein, wenn durch Unfälle oder Berufskrankheiten Schadenersatzansprüche entstehen. Diese werden dann von der Berufsgenossenschaft übernommen und fallen nicht in den Aufgabenbereich der Landwirte.

Des Weiteren müssen Landwirte in die landwirtschaftliche Alterskasse einzahlen, wenn ihr Betrieb eine bestimmte Mindestgröße erreicht. Versichert werden müssen sowohl der Landwirt selbst als auch dessen Ehegatte und alle hauptberuflich mitwirkenden Familienangehörigen des Betriebs. Wer in die Alterskasse einzahlen muss, muss zudem Beiträge an die landwirtschaftliche Krankenkasse und Pflegekasse entrichten. Des Weiteren sind berufsspezifische Haftpflichtversicherungen empfehlenswert, mit denen sich Landwirte vor hohen Schadensansprüchen schützen können.

Für den Kauf oder die Pacht von landwirtschaftlicher Nutzfläche ist Verhandlungsgeschick nötig

Damit Landwirte ihrer Arbeit nachgehen können, benötigen sie Nutzflächen wie Felder oder Weideland. Hier besteht grundsätzlich die Möglichkeit, sie zu kaufen oder sie zu pachten. Gekaufte Flächen bringen den Vorteil mit sich, dass die Landwirte eigenständig und unabhängig über deren Nutzung verfügen können. Eine Pacht verursacht monatliche Kosten, dafür muss kein hoher Kaufbetrag auf einmal auf den Tisch gelegt werden. Allerdings sind die Pächter dann abhängig und müssen bei ihren betriebswirtschaftlichen Entscheidungen Rücksicht auf die Vorgaben des Verpächters nehmen.

Leider gehen viele junge Landwirte relativ naiv in die Verhandlungen für den Kauf oder die Aufnahme einer Pacht für landwirtschaftliche Nutzflächen hinein. Häufig fehlt es ihnen an Verhandlungsgeschick oder dem notwendigen Hintergrundwissen, um gute Preise für sich auszuhandeln. Deswegen ist es dringend empfehlenswert, sich vor dem Kauf oder der Pacht ausführlich über die Situation am Markt zu informieren. Außerdem müssen sich Landwirte über ihre eigenen Stärken und Schwächen bewusst werden und diese bei Verhandlungen gezielt einsetzen oder umgehen. Wer sich das nicht zutraut, sollte sich für die Verhandlungen unbedingt professionelle Hilfe an die Seite holen.

Bei der Anmeldung eines landwirtschaftlichen Betriebs ist viel zu berücksichtigen

Wenn Landwirte einen Betrieb gründen wollen, müssen sie eine entsprechende Anmeldung beim Finanzamt vornehmen. Grundlage hierfür ist § 138 der Abgabenordnung. Sie müssen eine Gewinnabsicht bekunden und einen speziell für diesen Zweck entwickelten Fragebogen ausfüllen. Dieser dient der steuerlichen Erfassung und sorgt beispielsweise dafür, dass den Betrieben eine Steuernummer zugewiesen werden kann. Als Grundlage für die Besteuerung der zukünftigen Gewinne werden sogenannte Einheitswerte herangezogen.

Damit die Anmeldung möglichst schnell und effizient erfolgt, ist es wichtig, sämtliche notwendigen Unterlagen beizufügen. Hierzu gehören beispielsweise Kauf- beziehungsweise Pachtverträge, die der Landwirt abgeschlossen hat. Da sowohl mit der Anmeldung als auch der Betriebsführung des zukünftigen Unternehmens viele Aufgaben verbunden sind, ist es in der Regel angeraten, mit einem Steuerberater zusammenzuarbeiten. Dieser kümmert sich beispielsweise um die Abgabe der Grundsteuer und die Umlage zur Landwirtschaftskammer, die notwendig werden. Außerdem erleichtert er den Landwirten die Arbeit bei der Beschäftigung und Bezahlung von Angestellten.

Fazit

Der Beruf des Landwirts ist attraktiv und wird von einer Vielzahl von Menschen angestrebt. Wichtig ist es, nicht blauäugig in den neuen Beruf einzusteigen, sondern konkret zu planen und sinnvolle Vorkehrungen zu treffen. So lässt sich betriebswirtschaftlicher Erfolg gezielt herbeiführen. Unter anderem ist es erforderlich, sich für die für den Beruf notwendigen Kenntnisse anzueignen und die Kosten für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge genau zu bestimmen. Landwirte sind dazu verpflichtet, verschiedene Versicherungen abzuschließen und eine steuerliche Anmeldung vorzunehmen. Hierfür sind die notwendigen Unterlagen über den Kauf oder die Pacht der landwirtschaftlichen Nutzfläche erforderlich.

Der Beruf des Landwirts ist attraktiv und wird von einer Vielzahl von Menschen angestrebt. Wichtig ist es, nicht blauäugig in den neuen Beruf einzusteigen, sondern konkret zu planen und sinnvolle Vorkehrungen zu treffen. So lässt sich betriebswirtschaftlicher Erfolg gezielt herbeiführen. Unter anderem ist es erforderlich, sich für die für den Beruf notwendigen Kenntnisse anzueignen und die Kosten für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge genau zu bestimmen. Landwirte sind dazu verpflichtet, verschiedene Versicherungen abzuschließen und eine steuerliche Anmeldung vorzunehmen. Hierfür sind die notwendigen Unterlagen über den Kauf oder die Pacht der landwirtschaftlichen Nutzfläche erforderlich.

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