Warum IoT in der Landwirtschaft auf dem Vormarsch ist

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IoT in der Landwirtschaft

Die Digitalisierung und das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) halten auch Einzug bei den Landwirten. Es ist sogar ein rasantes Wachstum solcher Anwendungen zu verzeichnen. Denn Landwirte müssen effizienter und produktiver werden, gleichzeitig aber Kosten einsparen. Herausforderungen sind der hohe Preisdruck, die internationale Konkurrenz und die steigenden Anforderungen an die Produktqualität. Weitere Treiber sind der Klimawandel und die Notwendigkeit, den Wasserverbrauch zu senken. IoT in der Landwirtschaft unterstützt die Landwirte dabei, diese Schwierigkeiten zu meistern.

Wie das Internet of Things die Landwirtschaft verändert

Eine intelligente Vernetzung von Geräten, Maschinen, Feldern und Tierbestand spart unnötige Wege, Kosten und Zeit. Außerdem werden so Schwierigkeiten schneller erkannt. Beim Internet of Things (IoT) handelt es sich um ein intelligentes Netzwerk aus Sensoren und Prozessoren, die über das Internet miteinander und mit der Außenwelt verbunden sind. Dabei ist das flächendeckende Netzwerk auf einen breitbandigen Internetzugang angewiesen. IoT liefert Informationen in Echtzeit. Auf diese Weise können Landwirte ihre tägliche Arbeit besser planen, sind über aktuelle Wetterentwicklungen sowie über den Zustand ihres Tierbestandes stets informiert. Laut einer Studie zu Smart Farming von PricewaterhouseCoopers (PwC) aus dem Dezember 2016 nimmt die Landwirtschaft in Deutschland eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung ein.

Mögliche IoT Anwendungsszenarien in der Landwirtschaft

Zu den IoT-Anwendungsbereichen in der Landwirtschaft zählen:

  • Precision Farming und Precison Livestock Farming – Echtzeitdaten von Klima- und Bodenverhältnissen sowie Nutzpflanzen bzw. des Viehbestandes
  • Variable Rate Technology (VRT) – standortsspezifische oder partielle Bearbeitung des Bodens mit DGPS (Differential Global Position System) und weiteren Technologien
  • Smart Irrigation – für einen effizienteren Wasserverbrauch bei der Bewässerung
  • Agriculture Drones – Drohnen überwachen Saatgüter, Pflanzen und Viehbestand
  • Smart Greenhouse – intelligentes Gewächshaus mit minimalem Personaleinsatz
  • Yield Monitoring (Ertragsüberwachung) – Überwachung des Getreidestroms, des Feuchtegehaltes und der Gesamternte
  • Farm Management Systeme (FMSs) – Landwirte und Anteilseigner von Großbetrieben erhalten Einblick in alle Prozesse. Diese können so überwacht und optimiert werden.

Konkrete Beispiele für IoT in der Landwirtschaft

Überwachung des Tierbestandes

IoT in der Landwirtschaft ermöglicht es zum Beispiel, Rinder mit Tracking-Halsbändern auszustatten. Auf diese Weise kann der Standort der Tiere in Echtzeit ermittelt werden. Anschließend überträgt ein System die Daten in eine Datenbank. So wird dann ein Basismodell ihrer Bewegungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums gebildet. Wendet man intelligente Algorithmen auf diese Muster an, lassen sich unregelmäßige Bewegungen oder ein untypischer Standort (abseits der Herde) eines Tieres erkennen. Das wiederum deutet auf ein krankes oder verletztes Tier hin. Dem Landwirt werden die Daten mittels Webportal oder App übertragen, so dass er zeitnah reagieren kann.

Einsatz von Drohnen für die Gesundheit der Pflanzen

Eine weitere Einsatzmöglichkeit von IoT in der Landwirtschaft sind Drohnen. Drohnengruppen führen automatisierte Patrouillen der Felder in periodischen Zeitabständen durch und übermitteln Bilddaten der Pflanzen. Auf diese Weise lässt sich schnell erkennen, welche Flächen des Betriebes beeinträchtigt sind. Mit Hilfe von GPS-Daten wird der Landwirt genauestens über die Lokalisation der auffälligen Pflanzen informiert. Anschließend kann er entsprechende Maßnahmen ergreifen und Abhilfe schaffen.

Precision Farming

Zu IoT in der Landwirtschaft zählt auch „Precision Farming“, auch Präzisionsackerbau genannt. Hierbei sammeln mit Batterien ausgestattete Fern-Bodensensoren Daten über den Stickstoffgehalt der Böden und melden diese Werte in regelmäßigen Abständen. Außerdem messen Bewässerungssensoren den Wasserstand und leiten die Informationen automatisch an das Bewässerungs- bzw. Berieselungssystem weiter. Des Weitere überwachen und steuern Flutsensoren den Wasserstand. Und mit Hilfe von Frostsensoren, werden Wetterlagen, die zu Frost führen können, er- und übermittelt, die womöglich empfindlichen Pflanzen Schaden zufügen.

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Marc Landlive Redaktion

Als bekennender Outdoor Fan, Tier Fan und vor allem als jemand, der gerne seinen Tag bei der Gartenarbeit verbringt, schreibe ich für Landlive zu Themen, die mich eben bewegen. Ich hoffe hier dem einen oder der einen oder anderen ein paar interessante Tipps geben zu können, wenn es um das Leben mit der Natur geht.