Bodenpunkte

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Bodenpunkte

Die Ackerzahl wird auch als Verhältniszahl oder Bodenpunkt bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen Zahlenwert, der die Qualität der Ackerfläche bezeichnet. Um die genaue Ackerzahl für die Gemarkungen zu ermitteln, spielen auch zusätzliche Faktoren bei den Zu- und Abschlägen eine wichtige Rolle, beispielsweise das Klima und die Geländeverhältnisse. Anhand der Bodenpunkte lässt sich die Wertigkeit des jeweiligen Bodens sehr gut ermitteln. Die Bodenpunkte sind in einer Skala von 10 bis 100 unterteilt, wobei 10 als sehr schlecht gilt und 100 als sehr gut. Die meisten Bodenpunkte werden im Bereich der 50 vergeben, was bedeutet, dass es sich um einen optimalen Ackerboden handelt.

Optimale Bodenpunkte in Deutschland

In Deutschland gibt es einige Böden, die als optimal gelten. Dazu gehören die Magdeburger Börde, die Soester Börde und die Hildesheimer Börde. Einige Böden, die sich in der Magdeburger Börde befinden, sind zum Beispiel mit den perfekten Bodenpunkten ausgezeichnet, denn sie weisen einen ermittelten Wert von 100 auf. Es gibt allerdings auch eine Vielzahl an Böden, die mit viel weniger Bodenpunkten ausgestattet sind. Dazu gehören beispielsweise Ackerflächen, die unter 20 Bodenpunkten liegen und somit für die Landwirtschaft nicht nutzbar sind, da sie keinen Gewinn erwirtschaften werden.

Um die Bodenpunkte fachgerecht zu ermitteln, gibt es ein bestimmtes Verfahren, nämlich die Ackerbodenschätzung. Die Ackerbodenschätzung ist ein Verfahren, das bereits seit 1930 in Deutschland angewendet wird, um die Bodenpunkte einer Ackerfläche zu bestimmten. Mit diesem Verfahren sind auch die oben genannten Börden bewertet worden, so dass ermittelt werden konnte, dass die Ackerflächen in den Magdeburger Börden einen Bodenpunkt von 100 haben. Damit das Land optimal vermessen werden kann, wird die gesamte Ackerfläche in sogenannte Musterstücke unterteilt. Sie werden nach einheitlichen Kriterien bewertet, damit am Ende eine ordnungsgemäße Bodenpunktwertung stattfinden kann.

Die verschiedenen Bodenarten

Die Wertigkeit des Ackers spielt bei der Bewertung eine überaus wichtige Rolle, denn gerade die Bodenart ist hierbei ein wichtiges Kriterium. Hierbei wird unterschieden zwischen Sand (anlehmig, lehmig, stark lehmig), Lehm (sandig schwer), Ton und Moor. Aber nicht nur die oben genannten Bodenarten spielen eine entscheidende Rolle, auch deren Entstehungsart wird dabei berücksichtigt. Das heißt, es handelt sich dabei um die mechanischen Kräfte, die auf den Boden wirken und den Boden auf eine natürliche Art und Weise verändern, zum Beispiel durch den Einfluss von Wasser, Eis und Wind. Um eine genaue Berechnung der Bodenpunkte durchzuführen, werden alle einzelnen Faktoren berechnet. Am Ende kommt dann ein Bodenpunkt heraus, der den Zustand des gesamten Bodens klassifiziert.

Sachverständige ermitteln die Bodenpunkte

Zur Ermittlung der Bodenpunkte sind Experten notwendig, die ihren Schwerpunkt auf der Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken, Pachten und Mieten haben, beispielsweise ein Immobilienbüro. Der Sachverständige ermittelt zudem auch, welchen Bodenwert die Ackerfläche letztendlich hat, was beispielsweise für eine Verpachtung oder für einen Verkauf von großer Wichtigkeit ist. Um den genauen Wert jedoch ermitteln zu können, müssen die genannten Bodenpunkte vorhanden sein. Je höher also der Bodenpunkt ist, desto höher beziffert sich auch der Wert der jeweiligen Ackerfläche und dem zu Folge auch die Höhe der Ertragsfähigkeit. Das wiederum bedeutet, dass laut dem Bodenschätzungsgesetz (BodSchätzG) diese Ackerfläche in der Regel als landwirtschaftlich genutztes Grundstück in Frage kommt und verwendet wird.