Ananastomate

Die Ananastomate gehört zur Familie der Steaktomate, also dem mitunter größten Vertreter der Tomatenfrucht. Die Frucht ist flach und rund. Sie ist breit und eher kurz sowie leicht gerippt. Dadurch sieht man auch gleich, das sie eng mit der Fleischtomate verwandt ist. Ananastomaten reifen ab Anfang August, gehören also zu den spät reifenden Tomatensorten. Bei Vollreife ist die Frucht sehr weich und muss schnell verzehrt werden. Übrigens haben auch nicht komplett reife Früchte einen sehr guten Geschmack und lassen sich viel länger lagern als man vielleicht glaubt. Ananastomaten haben einen sehr fruchtigen, süßen und feinen Geschmack, der an eine Ananas erinnert. Auch die dunkelgrünen Ananastomaten erfrischen mit einem Hauch Säure. Im Allgemeinen haben sie wenige Samen in der Frucht, die mehr als ein Kilogramm wiegen kann.

Die Heimat der Ananastomaten sind die Vereinigten Staaten, aus welchem Staat sie kommen ist allerdings noch nicht sicher bekannt. Damit ist sie ähnlich wie die meisten Mitglieder der Nachtschatten Familie, die auch alle aus Amerika stammen. Ein Mann namens Greckler Seidman soll die spezielle Tomate um 1950 aus Ohio nach Europa gebracht haben. Es gibt Hunderte von Rassen, einige sehr alt, andere noch sehr jung, wodurch es viele verschiedene Variationen der Pflanze gibt. Ananastomaten gibt es zum Beispiel auch in gelb und Lila. Geschmacklich ändert sich dadurch nicht viel, aber das Aussehen wird dadurch etwas spannender. Diese Pflanze benötigt mehr Wärme als andere Sorten und wächst am besten, wenn sie ausschließlich eintriebig angebaut wird. Das steht im Kontrast zu anderen Pflanzen der Tomaten Familie, denn diese können meist auch in Buschform gezogen werden.

Geschmack

Der Name ist bei dieser Frucht Programm. Denn die Tomate besitzt ein überraschend süßes, tatsächlich an Ananas erinnerndes Aroma. Zusätzlich ist der Geschmack der Ananas Tomate im Vergleich zu anderen Tomaten besonders fruchtig und süßlich. Die Schale ist nicht sonderlich dick und meistens prall und rot gefärbt. Das Fruchtfleisch der Tomate ist kernarm und meistens eher weich als hart.

Früchte der Ananas Tomate werden zwischen 7 und 13 Zentimetern groß. Das variiert natürlich immer je nach Regenfall und Sonnenschein des jeweiligen Jahres. Sind die Konditionen besonders gut, kann die Tomate sogar bis zu 700 Gramm schwer werden.

Aussaat

Samen der Ananastomate sollten ab Anfang Februar ausgesät und in einem Gewächshaus (oder einem mit Folie ausgekleideten Anzuchttopf) keimen gelassen werden. Halten Sie das Medium indem die Tomate sich befindet immer leicht feucht und sorgen Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit. Hervorragend eignet sich natürlich hier spezielle Anzuchterde. Diese versorgt den Setzling zusätzlich mit wertvollen Nährstoffen. Aber Vorsicht: Genau weil die Erde besonders reichhaltig ist, können sich hier schnell Pilze ansiedeln. Vergessen Sie auch nicht, die Keimlinge täglich zu lüften oder gut durchlüftet zu halten. Sonst kann das verwendete Medium schimmeln und die Samen verlieren ihre Keimfähigkeit. Ananas Tomaten benötigen viel länger als andere Tomatensorten, seien Sie also geduldig. Im Durchschnitt dauert sieben bis 14 Tage, bis die ersten Triebe aus dem Boden wachsen.

Anbau der Ananastomate

Pflanzen Sie die Setzlinge weiter auf Ihre Fensterbank (solange es nicht gerade Winter ist natürlich) und befeuchten Sie sie gleichmäßig, bis sie etwa 1 bis 2 Zoll groß sind. Jede Pflanze wird dann einzeln eingetopft und bei einer Durchschnittstemperatur von 19-21°C gehalten. Eine zu frühe Düngung fördert das Triebwachstum, verhindert aber den Fruchtansatz, also düngen Sie bestenfalls jetzt noch nicht. Aus diesem Grund werden Düngemittel erst dann angewendet, wenn sich die ersten Früchte bereits entwickelt haben. Das heißt abernicht, dass man erst düngen kann, wenn die Tomaten schon prallrot von der Pflanze hängen.

Meistens reicht es, wenn man den ersten Ansatz einer jungen Tomate sieht. Jungpflanzen können ab Anfang April/Mai ins Gewächshaus gebracht werden. Dort werden sie in lockere, humusreiche Erde gepflanzt und von Anfang an mit Schnüren oder Tomatenstäbchen hochgezogen. Das ist besonders wichtig, da die Tomate ohne Hilfe von der schwere ihrer Früchte runtergezogen wird. Wenn Tomaten dauerhaft auf dem Boden liegen, haben es Würmer, Insekten oder andere Schädlinge sehr leicht, sich an der Ananas Tomate zu laben, bevor sie es können. Außerdem ist die Frucht so deutlich anfälliger für Schimmel.

Ananastomate draußen anbauen

Ananastomaten sind grundsätzlich für den Freilandeinsatz geeignet, sollten aber außerhalb ihres Anbaugebietes nicht in Beete gepflanzt werden, da es sich um eine Züchtung handelt. Außerdem dauert es durchschnittlich 80-95 Tage, bis die Früchte im Freien reifen. Im Gewächshaus sind sie viel schneller erntereif.

Pflege der Ananastomate

Ein weiterer Schlüssel zum erfolgreichen Anbau von Ananas-Tomaten ist das regelmäßige Gießen. Diese Tomatensorte benötigt viel Wasser und darf auf keinen Fall austrocknen, entspricht 100-350 ml Wasser pro Pflanze und Tag. Gleichzeitig ist es auch wichtig, das richtige Gleichgewicht zu halten. Auch Ananastomaten sind sehr empfindlich gegenüber zu viel Feuchtigkeit. Hier ist es vor allem sehr wichtig, die sogenannte Staunässe zu vermeiden. Denn diese kann jede Pflanze innerhalb kürzester Zeit ausrotten. Dafür gießt man am besten lieber ein paar Tage etwas vorsichtiger und beobachtet, wie trocken die Erde zwischen dem ersten und zweiten Gießen wird. Es gibt auch andere Vorkehrungen, die man beim Beetbau direkt gegen Staunässe treffen kann.

Staunässe verhindern

Um Staunässe zu verhindern, ist es besonders wichtig, dass das Wasser das du der Pflanze gibst gut abfließen kann. Die meisten Tontöpfe sorgen fast automatisch dafür, da durch das Loch am Boden überschüssige Flüssigkeit, die von der Ananastomate nicht aufgenommen werden kann, entweicht. Andernfalls kann man sich mit einer Drainageschicht behelfen. Diese besteht meist aus Tonkugel/scherben oder Kies, der unter der Humusschicht angebracht wird. Diese sorgt dafür, dass Wasser sich zwar zu einem gewissen Maße anstauen kann, aber nicht die Pflanze dauerhaft beschädigt. Kommt es zu etwas trockeneren Zeiten, kann sich die Pflanze aber immer noch des Reservoirs bedienen. Allerdings muss man bei einer Drainageschicht trotzdem aufpassen, nicht zu viel zu gießen. Gibt es keine andere Möglichkeit für das Wasser abzulaufen, kann hier trotzdem Staunässe über Zeit auftreten.

Ananastomate ernten

Tomaten werden geerntet, wenn sie rot und reif sind. Die Anleitung zum richtigen Zeitpunkt für die Ernte von Ananastomaten ist jedoch nicht so einfach. Denn diese Sorte trägt nicht die charakteristischen roten Beeren. Auch ein anderer gebräuchlicher Reifetest funktioniert bei dieser Sorte nicht. Reife Tomaten lassen sich oft leicht von ihren Stielen trennen, „Ananas“ jedoch nicht. Auch überreife Früchte müssen eventuell mit einer Schere von der Mutterpflanze getrennt werden. Daher empfiehlt es sich, die Reife mit dem Daumen zu prüfen. Mit leichtem Druck lassen sich weiche Schalen an erntereifen Tomaten erzielen. Ananas, insbesondere reife Tomaten, sind sehr kurz haltbar und sollten frühzeitig verarbeitet werden.

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