Basilikum ernten

Basilikum ist eines der klassischen Küchengewürze. Frische grüne Blätter dekorieren Salate, Suppen und Saucen und bringen italienische Aromen in Ihre vier Wände. Die Auswahl an Basilikumpflanzen ist riesig. Die verschiedenen Basilikumsorten, die in Beeten und Töpfen angebaut werden, sorgen für eine beständige Ernte und abwechslungsreiche Aromen. Richtig gelagert haben Sie das ganze Jahr über ein wunderbares Gewürzglas für die Küche.

Das beliebteste in der heimischen Kultur ist das berühmte breitblättrige Basilikum von Genua. Aber versuchen Sie es auch mit Griechischem Basilikum oder Zitronenbasilikum, besonders, wenn sie im Garten selber Basilikum anbauen möchten. Die Blätter schmücken die Küche, Blumen locken Bienen in den Garten.

Aussaat

Bei der Aussaat von Basilikum sollte berücksichtigt werden, dass es sich bei Basilikum um einen leichten Spross handelt, das heißt, die Samen sollten nicht mit Erde bedeckt werden.

Holzwolle kann während der Keimung als Mulch verwendet werden. Für die Keimung sollte die Temperatur etwa 20° betragen, aber nicht weniger als 16°, und die Keimung kann etwa eine Woche dauern. Stellen Sie sicher, dass das Substrat immer feucht ist, aber nicht zu feucht, da sich sonst Feuchtigkeit bildet. Basilikum kann ab Mitte Mai im Freien an einem sonnigen, warmen und windgeschützten Standort mit lockerem, gut durchlässigem Boden angebaut werden.

Kräuter sind oft ideale Bettgenossen für Gemüse, da ihre ätherischen Öle Schädlinge abwehren. Basilikum ist ein guter Nachbar zu Tomaten, Gurken und Kohl. Es vertreibt weiße Fliegen und hilft, Schimmel zu verhindern. Das haben wir natürlich bei der Gestaltung unseres Beetes berücksichtigt und nicht nur Platz für Basilikum auf dem Pesto-Beet gelassen. Basilikum sollte immer in hellem Plätzen gepflanzt werden, da es sonst stark leidet und möglicherweise abstirbt. Stellen Sie sicher, dass das Basilikum genügend Nährstoffe enthält, insbesondere Stickstoff. Neben der Zugabe von Kompost kann dies durch die Düngung mit Horn erfolgen. Basilikum mag es nicht, wenn die Blätter beim Gießen nass werden. Dies kann vor allem bei kühlem Wetter Pilzkrankheiten begünstigen. So ist das Wasser immer in Bodennähe.

Richtige Pflege

Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, sollten auch die alten unteren Blätter entfernt und mehrmals kompostiert werden, um die Pflanzen besser zu belüften. Basilikum ist wegen der großen Blätter sehr durstig. Gießen Sie die Töpfe am besten mit Hilfe von einem Untersetzer, der an heißen Tagen zweimal nachgefüllt werden kann. Da diese Pflanze Sonne und Wärme besonders liebt, ist sie in unseren Breitengraden einjährig. Es stirbt im Herbst und kann auch bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt verletzt werden, was zudem bedeutet, dass es in den kalten Nächten des Frühsommers geschützt werden muss. Auch Basilikum im Topf übersteht den Winter oft wegen Lichtmangels nicht. Hier wachsen die Pflanzen einfach nicht so lange. Trotzdem finden wir, dass sich der Anbau durchaus lohnt, um immer frisches basilikum zur Hand zu haben. Sträucher und Buschbasilikum sind sowohl im Außen- als auch im Innenbereich haltbarer als die großen, konkaven Blätter des „klassischen“ Genua-Typs!

Basilikum ernten: So geht’s

Viele Menschen ernten Basilikum einfach durch Zupfen einzelner Blätter, aber das ist nicht der richtige Weg, weil sich die kahlen Stängel nur sehr langsam regenerieren. Daher sollten relevante Triebe immer zusammen mit den Blättern entfernt werden. Lassen Sie aber mindestens die halbe Stängellänge und einige gesunde Blätter stehen, damit die Pflanze genug Kraft für einen neuen Austrieb hat. Sammeln Sie daher die Triebe und reißen Sie die Stängel kurz über den Blättern ab. Danach entwickeln sich aus den Blattachseln neue Seitentriebe, von denen man auch regelmäßig die Triebspitzen abschneiden kann. Basilikum wächst gut, wenn es richtig geschnitten und geerntet wird. Dadurch bleibt die Pflanze schön buschig und blüht nicht.

So teilst du die Pflanze richtig

Das im Supermarkt verkaufte genuesische Basilikum ist sehr dicht gesät. Das bedeutet, dass beim Gießen des Basilikums die bodennahen Stängel nicht vollständig austrocknen. Dies verursacht eine ziemlich schnelle Entwicklung von Fäulnis und Pflanzensterben.

Das Problem lässt sich jedoch leicht lösen, indem man Basilikum teilt. Anders als bei Stauden handelt es sich hier übrigens nicht um eine Teilung im klassischen Sinne, denn in jedem gekauften Topf wachsen mehrere Pflanzen dicht aneinander – streng genommen fallen die Keimlinge einfach ab. Dazu benötigen Sie Blumenerde, zwei Töpfe mit Abflusslöchern (am besten Lehm), zwei Keramik- oder Steinstücke (zum Abdecken der Löcher), Blumenerde und etwas Gartenvlies. Und so wird es gemacht:

  1. Decken Sie die Abflusslöcher des Topfes mit Spänen oder Steinen ab. Dadurch wird verhindert, dass die Erde beim Gießen weggespült wird. Füllen Sie nun etwa ein bis zwei Zentimeter Blähton ein. Dadurch wird sichergestellt, dass keine Staunässe entsteht und die Wurzeln nicht verfaulen. Legen Sie nun die Gärtnerwolle ein, damit sich die Erde nicht mit der Drainageschicht vermischt.
  2. Entfernen Sie beim Teilen das Basilikum vorsichtig aus der Plastikpfanne. Wenn es sich nicht löst, drücken Sie die Seiten der Pfanne vorsichtig zusammen oder schneiden Sie es mit einer Schere ab.
  3. Halten Sie dann den Wurzelballen mit Erde in beiden Händen und ziehen Sie ihn vorsichtig von der Mitte weg.
  4. Lösen Sie nun mit den Fingern leicht jede Seite des Strohballens. Jetzt nur noch die beiden Hälften in einen neuen Topf setzen, mit Erde und Wasser auffüllen – fertig!

Unser Tipp: Basilikum sollte man am besten nicht waschen! Dadurch kann nämlich einiges des natürlichen Aromas kaputtgehen. Wer lieber den vollen Geschmack hat, sorgt also am besten dafür Bio zu kaufen. Dieses wird nämlich meistens so behandelt, dass man es ohne Bedenken ungewaschen verzehren kann.

Getrocknetes Basilikum

Basilikum verliert beim Trocknen sehr schnell seinen charakteristischen Duft. Aus diesem Grund ist es am besten, es sofort zu nehmen. Waschen Sie es auch nicht vor dem Gebrauch, da es sonst etwas von dem Duft verliert. Wenn Sie in großen Mengen produzieren, ist es eine gute Idee, daraus eine Pesto-Sauce zu machen. Es ist immer am besten, frische Produkte zu verwenden

Getrocknetes Basilikum findest du meistens im Supermarkt, entweder pur oder als Kräutermischung. Obwohl das Gewürz frisch schmackhafter ist, kannst du es auch trocknen, um beispielsweise eine Tomatensoße im Winter zu würzen.

Eingefrorenes Basilikum

Getrocknet verliert Basilikum beim Einfrieren seinen Geschmack. Gefrorenes Basilikum ist jedoch nicht zu verachten, da es sehr gut z.B in Tomatensoßen verwendet werden kann. Die einfachste Methode ist, Basilikum im Gefrierfach aufzubewahren, um es später leichter in Portionen zu teilen. Die gewaschenen Basilikumblätter in kleine Stücke schneiden, auf eine Eiswürfelschale legen, mit klarem Wasser befeuchten und in den Gefrierschrank stellen.

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