Urlaub mit dem Hund

Viele Hundebesitzer möchten ihren geliebten Vierbeiner am liebsten immer bei sich haben, auch im Urlaub. Doch welche Möglichkeiten gibt es, den Hund mitzunehmen? Was gilt es, im In- oder Ausland sowie in Bezug auf die Einreisebestimmungen und gesundheitlichen Voraussetzungen zu beachten? Was kann man tun, wenn der Hund doch zu Hause bleiben muss? Dieser Ratgeber erläutert das Thema „Urlaub mit Hund“ umfassend.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Ein Urlaub mit Hund ist mit einigen Vorbereitungen einfach zu realisieren. Die richtige Planung und Organisation sind sehr wichtig. Es gilt, das passende Reiseziel und eine geeignete Unterkunft auszuwählen. Der Transport und die gültigen Einreisebestimmungen des Urlaubslandes müssen ebenso berücksichtigt werden. Man kann den Hund mit dem Auto oder Flugzeug mitnehmen.

Flugreise

Das Flugzeug ist beliebt, denn damit gelangt man schnell und bequem an das Reiseziel. Doch man sollte auch an den Vierbeiner denken. Er sitzt ab einem bestimmten Gewicht, je nach Airline beispielsweise ab fünf bis acht Kilogramm, in einer speziellen Transportbox abseits von den Besitzern im Frachtraum. Schon für uns Menschen ist eine längere Flugreise anstrengend und für Hunde, deren Ohren und Nase empfindlich sind, umso mehr. Muss der Vierbeiner in den Frachtraum, sollte der Gepäckschein an der Hunde-Box neben der Adresse mit „Live Animal“ beschriftet werden, sofern die Fluggesellschaft über keine eigenen Boxen verfügt. Ideal ist ein Nonstop-Flug. In anderen Fällen muss der weitere Transport in der Anschluss-Maschine abgeklärt werden.

Autofahrt

Die Anreise mit dem Auto ist für viele die beste Option, wenn der Hund mitgenommen werden soll, im Idealfall mit leerem Magen. Für ihn bedeutet es weniger Stress und man ist sehr flexibel. Je nachdem, wie lang die Fahrt ist, sind im Abstand von zwei bis drei Stunden Zwischenstopps wichtig. Mittels Transportbox, Gurt oder Gitter wird der Hund gesichert. Durch vorbeugende Maßnahmen, insbesondere Gewöhnung und Erziehung, wird der Vierbeiner fit für die Autoreise. Die Fahrtstrecke wird immer mehr vergrößert. Das Fenster bleibt geschlossen, da Zugluft Hunden schadet, beispielsweise Augenentzündungen fördert.

Urlaub mit dem Hund – im Ausland oder in Deutschland

Inland

Unkompliziert gestaltet sich ein Urlaub mit dem Hund in Deutschland. Ob die Ost- oder Nordsee mit hundefreundlichen Badestellen und Stränden, ein schöner Wanderurlaub im Harz oder in der Eifel, tierfreundliche Unterkünfte, wie Hotels, Ferienwohnungen oder Ferienhäuser, gibt es überall. Ob Leinenpflicht oder sogar Maulkorbzwang besteht, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Ausland

Auch außerhalb Deutschlands gibt es Regionen, in denen die Vierbeiner willkommen sind, beispielsweise an der holländischen Nordsee oder in Norditalien, wie Südtirol. An Urlaubsorten, an denen extreme klimatische Bedingungen herrschen, lässt man den Hund besser zu Hause. Vor allem für Vierbeiner mit dunklem oder langem Fell sind dies Strapazen. Zudem gilt es zu beachten, dass Hunde an vielen Stränden in Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland verboten sind. Mit dabei sein sollten immer die Futter- und Trinknäpfe, das Lieblingsspielzeug und Bettchen des Vierbeiners.

Einreisebestimmungen – was gibt es zu beachten?

Wer mit dem Hund im Auto im Inland verreist, unterliegt den Regelungen der Bundesländer, die besucht werden. Bei einem Urlaub im Ausland muss man sich im Vorfeld über die Beförderungsbedingungen der jeweiligen Fluggesellschaft und die Einreisebestimmungen des Urlaubslandes informieren. Pflicht ist in fast allen Ländern der EU die Tollwutimpfung. Zudem wird eine Impfung gegen Borreliose und Bandwürmer empfohlen. In der Regel genügt der EU-Heimtierausweis, der entsprechende Informationen über den Impfschutz und eine Registrierung durch einen Mikrochip enthält.

Achtung:

Der Tierarzt sollte bereits Wochen vor dem Urlaubsstart kontaktiert werden, um ausreichend Zeit für erforderliche Impfungen zu haben, denn der Tollwut-Impfschutz wird beispielsweise nach 21 Tagen wirksam.

In Ländern, wie Großbritannien, Finnland, Irland oder Malta, gelten verschärfte Anforderungen bezüglich antiparasitärer Behandlungen, wie Bandwürmern. Die Bestimmungen können in Nicht-EU-Ländern erheblich variieren. Am Tag der Flugreise sollte der Hund nicht mehr gefüttert werden, aber es ist wichtig, Wasser anzubieten und es ihm vor dem Einchecken zu ermöglichen, sich zu entleeren. Veränderungen hinsichtlich des Ortes und Klimas sind für den Hund anstrengend. Daher wird ein Futterwechsel am besten vermieden.

Zudem empfiehlt sich eine Hundehaftpflichtversicherung. Sie leistet, wenn an gemieteten Objekten Schäden entstehen. Manche Länder schreiben den Abschluss vor. Zu beachten ist, dass der Versicherungsschutz bei vielen Unternehmen ausschließlich innerhalb von Europa gilt.

Gesundheitliche Voraussetzungen

Am besten bespricht man mit dem Tierarzt nötige sinnvolle Zusatzimpfungen und die Reiseapotheke, die mitgenommen wird. Hundekrankheiten sind weder zu Hause noch im Urlaub angenehm. Daher empfiehlt es sich, mit den richtigen Mitteln vorbereitet zu sein. In die Hunde-Reiseapotheke gehören:

– Beruhigungsmittel

– Arznei gegen Durchfall

– Zecken- und Flohmittel

– Augen- und Ohrentropfen

– Mittel gegen Reisekrankheit

Viele EU-Länder fordern zudem vom Tierarzt ein Gesundheitszeugnis. Einige verlangen außerdem eine Wurmkur, die maximal fünf Tage zurück liegen darf.

Was tun, wenn der Hund doch nicht mitkommen kann?

Die hundefreundlichen Ferienwohnungen sind ausgebucht, die Strände erlauben keine Vierbeiner, eine Fernreise ist geplant oder die klimatischen Bedingungen sind am Reiseziel zu extrem, es gibt verschiedene Gründe, dass ein Hund nicht mit verreisen kann. Doch wo bleibt er in der Zeit? Bei vielen kümmern sich Familienangehörige oder Nachbarn um das Haustier. Ideal ist es, wenn er in der gewohnten Umgebung bleiben kann. Vielleicht hat jemand von den Verwandten die Möglichkeit, während des Urlaubs in der eigenen Wohnung einzuziehen. Beim Hundesitting kümmern sich fremde Menschen gegen Bezahlung um das Tier. Ebenso möglich ist die Unterbringung in einer seriösen Hundepension, in der sich erfahrenes Personal um den Vierbeiner kümmert.

Fazit

Viele Tierhalter möchten mit ihrem Hund auch gemeinsam den Urlaub genießen. Ob am Meer, Campingplatz oder in den Bergen, werden verschiedene Aspekte beachtet, stellt dies kein Problem dar. Ideal ist eine Autoreise, denn es kann für den Vierbeiner sehr stressig sein, wenn er den Flug im Frachtraum verbringt. Letzteres eignet sich lediglich für gesunde und jüngere Hunde sowie Reiseziele mit gemäßigtem Klima. Zudem gilt es, den Impfschutz und die Einreisebestimmungen des Ziellandes zu beachten.

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