Angeln für Einsteiger

angeln für anfänger

Der Angelsport – Eine Einführung

Angeln ist für viele Menschen ein Sport, der mit viel Leidenschaft und Freude ausgeführt wird. Nicht nur die Ruhe, welche die Angler umgibt, ist ein Grund dafür, sondern auch das Gefühl des Abenteuers und der Aufenthalt in der Natur.

Gute Ausrüstung für Angler

Wie jeder Sport, macht auch Angeln nur dann Spaß, wenn das Werkzeug eine gute Qualität aufweist. Qualität hat ihren Preis, das stimmt sicherlich. Doch das heißt nicht, dass es auch richtig teuer werden muss. Fischer, die häufig im Meer angeln und mit großen Booten einen Angelurlaub machen, benötigen eine andere Ausrüstung wie der Angler der lieber Fliegenfischen geht. Wer auf Hechtfang setzt, wird einen anderen Köder an der Angel haben, wie jemand, der lieber einen Aal oder einen Karpfen fangen möchte. Grundsätzlich werden Hechte mit einen Fisch als Köder gefangen. Nach deutschen Gesetz darf der Köder nicht mehr leben.

Das heißt, kein Zappeln an der Angel, was allerdings die Raubfische schneller anziehen würde. Doch aus tierschutzrechtlichen Gründen, was sicher seine Berechtigung hat, ist es verboten, einen lebendigen Fisch als Köder zu benutzen. Dennoch bietet das Angeln mit einen toten Köder seine Vorteile. Ältere Hechte entwickeln mit der Zeit eine Vorliebe für Aas. Dies verspricht, dass auf einen toten Fisch an der Angel durchwegs schwerere Fische beißen.

Wer auf Hechtfang geht, braucht ein sehr stabiles Gerät. Dafür gibt es entweder spezielle Hechtruten in den Geschäften und in den Shops im Internet zu kaufen. Die Länge einer Hechtrute sollte so zwischen zwei und vier Meter Länge aufweisen.

Von Angel bis Köder: Die richtige Ausrüstung zum Angeln wählen

Zum Angeln gehören diverse Unterarten – Sportfischen, Nachtangeln, Meeresfischen oder Hochseeangeln sind nur einige davon. Der Fang, den der Angler macht, wird nicht zwangsläufig auch durch ihn weiterverarbeitet bzw. verzehrt – oftmals sind die gefangenen Fische auch gar nicht zum Verzehr geeignet. In vielen Fällen lassen die Angler ihren Fang einfach wieder frei. Handelt es sich um beeindruckende Exemplare, wird vor der Freilassung meist eine Vermessung durchgeführt und der Fisch gewogen. Auch ein Foto wird meistens angefertigt, bevor das Tier in die Freiheit entlassen wird. Allerdings ist zu beachten, dass diese Vorgehensweise beim Angeln aus Tierschutzgründen auch in Deutschland nicht überall erlaubt ist.

Die richtige Angelart für die eigenen Bedürfnisse wählen

Viele Angler wollen beim Angeln Abenteuer erleben. Statt der Variante, am See oder in anderen eher ruhigen Gewässern zu angeln, wählen sie das Hochseefischen, das Eis- oder das Nachtangeln. Hierbei ist zu beachten, dass man für einige dieser Angelarten Erfahrung besitzen sollte bzw. in einer Gruppe mit erfahrenen Anglern unterwegs ist, die einen auf eventuelle Fehler hinweisen und mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Zusätzlich ist dien richtige Ausrüstung wichtig, so eignet sich beispielsweise nicht jede Angelrute auch für jede Angelsport-Variante. Hinweise zu den einzelnen Ausrüstungsgegenständen erhält man in Fachzeitschriften, auf Internetportalen oder von erfahrenen Anglern im Freundes- oder Bekanntenkreis. Auch in Angelclubs, von denen es auch in Deutschland unzählige gibt, kann man sich mit den anderen Mitgliedern über Erfahrungen austauschen. Gemeinsame Angelausflüge sorgen dafür, dass man sich auch den einen oder anderen Trick abgucken kann.

Als Angler Erfolge feiern

Wer als ambitionierter Angler seinem Hobby nachgeht, der wird auf entsprechende Fangerfolge Wert legen. Um diese zu erreichen, ist die Sammlung umfangreicher Informationen über die jeweilige Angelart, die verwendete Ausrüstung sowie die Umgebung des Gewässers und die vorhandenen Fischarten unerlässlich. Insbesondere über eventuelle Beschränkungen sollte man sich informieren. Wer in einem Gebiet fischt, in dem das Angeln verboten ist oder eine bestimmte Erlaubnis benötigt wird, der riskiert hohe Strafen. Wer keine unangenehme Überraschung erleben möchte, der sollte also vorher alle Informationskanäle ausschöpfen, dann steht einem aufregenden Angelausflug oder Angelurlaub nichts mehr im Wege.

Nachfolgend stellen wir Ihnen zwei Arten des Angelns etwas näher vor, die insbesondere bei Neulingen große Beliebtheit genießen.

Fliegenfischen

Auch wenn man es denken könnte: Das Fliegenfischen heißt nicht etwa so, weil dabei Insekten als Köder verwendet werden. Trotzdem nennt man den Köder „Fliege“ – und zwar deswegen, weil er sehr leicht ist und in seiner Form – zumindest entfernt – an eine Fliege erinnert. Durch das geringe Gewicht des Köders selbst benötigt es ein zusätzliches Gewicht daran, um den Haken samt Köder auswerfen zu können.

Was braucht man zum Fliegenfischen?

Zum Fliegenfischen braucht man natürlich die richtige Ausrüstung. Neben dem entsprechenden Köder, der Wurfschnur und der speziellen Rute und Rolle sind Watthosen nützlich. Das sind wasserdichte Gummi- oder Neoprenhosen, die dem Angler bis über die Hüfte reichen. Ein kleines Schlauchboot kann hilfreich sein, um entlegene Stellen, an denen Fische sich gerne aufhalten, zu erreichen.

Weiteres Equipment:

  1. In einer Fliegendose können die Fliegenköder ordentlich und gut sortiert aufbewahrt werden.
  2. Mit einem Schlagholz können gefangene Fische betäubt werden.
  3. Mit einem Hakenlöser kann der Haken leichter aus dem Maul des Fisches gelöst werden.
  4. Durch das Tragen einer Polaroidbrille, auch kurz Polbrille genannt, schließt man Spiegelungen auf der Wasseroberfläche aus und die Fische im Wasser werden besser entdeckt, da diese Brille aus einem Filter besteht, der die Reflexionen schluckt.

Die beste Zeit zum Fliegenfischen

Am meisten Erfolg beim Angeln hat man in der Dämmerung, denn dann werden die Fische aktiv und sind auf Futtersuche, sind also hungrig und schlucken leichter einen Köder. Der Angler sollte sehr besonnen vorgehen, denn die Fische sind sehr scheu und ängstlich. Erschütterungen, laute Geräusche und Wasserplatschen, ja selbst Schattenwürfe des Anglers auf der Wasseroberfläche verscheuchen die Fische. Beim Angeln muss man viel Geduld aufbringen, was einem aber die Natur und Ruhe näher bringt, deswegen wir dem Angeln eine entspannende Wirkung auf den Angler zugeschrieben.

Vorbereitung vor dem ersten Alleingang

In Angelfachgeschäften gibt es das gesamte Zubehör zu kaufen, ebenso kann man hier interessante Bücher und Zeitschriften erstehen. Und der ein oder andere Tipp kann man von dem Verkäufer wohl auch erwarten. Dennoch ist es besser, sich an einen Angelsportclub oder an eine Angelschule zu wenden, damit man das Angeln richtig erlernt. Nur so stellt sich garantiert Erfolg beim Fischen ein, und nur so lernt man, dass Fliegenfischen eine schöne Möglichkeit ist, ohne Hektik die Natur zu erleben und sich seine Nahrung auf ursprüngliche Art zu beschaffen.

Stippfischen

Stippfischen mag jeder Angler gerne, egal, ob als Laie oder als Profi. Diese Art des Fischens ist genauso beliebt wie das Schleppfischen, das Nachtfischen und das Eisfischen. Fürs Stippfischen braucht man Naturköder (und nur diese), einen Schwimmer und eine Angel ohne die Rolle für die Schnur. Die Schnur kann bis zu 15 Meter lang sein.

Was Stippfischen ist, definieren die Profis so, dass es eine besondere Art des Fischens ist. Nur Naturköder werden hier beim Stippfischen verwendet. Alles andere ist hier verboten und jeder Angler hält sich dran. Unter Naturködern versteht man hier Mistwürmer und Tauwürmer, Maden sowie Brot und Hafer oder Mais. Was am besten geeignet ist, da hat jeder Angler seine ganz persönliche Meinung. Bei dieser Art zu fischen wird der Naturköder nicht dicht am Ufer gesetzt. Hier wird er in eine bestimmte Pose unter Wasser gebracht und mit einem Schwimmer kenntlich gemacht.

Die Angelrute ohne die Schnurrolle besitzt noch einen Gummizug. Dieser befindet sich im oberen Drittel. Den benötigt man, damit der geangelte Fisch am Haken beleibt. Die Schur dieser Angel, sowie die Angel selbst können bis zu 15 Meter lang sein. Mit so einer langen Angel kann man direkt unter der Rutenspitze angeln. So eine lange Rute kann hier beim Stippfischen den Schwimmer sowie den Naturköder leiten.

Der Gummizug dient aber auch noch als Puffer. Der Schwimmer zeigt dem Angler an, wenn ein Fisch angebissen hat. Der Schwimmer kann aus leichtem Kunststoff bestehen oder auch aus dem Naturprodukt Kork. Stippfischen verwendet man hauptsächlich fürs Weißfischen. Vielen Fischen ist das egal, sie beißen bei der Methode ebenfalls an.

Stippfischen in der Praxis

Der Köder wird dabei mithilfe eines Schwimmers in einer bestimmten Wasserhöhe angeboten, gleichzeitig dient er als Bissanzeige. Auf diese Weise können sämtliche Fischarten geangelt werden. Dabei spielt es keine Rolle ob Raub- oder Friedfische. Der Schwimmer oder auch die Pose wird dabei an einer Hauptschnur festgemacht. Sie soll den Köder auf seiner Position halten. Der Köder muss dabei nicht zwangsläufig auf dem Grund liegen, es ist auch möglich, dass er freischwebend im Gewässer sein kann.

Die Pose wird in verschiedenen Formen, Farben und Längen mit unterschiedlichen Schwimmeigenschaften angeboten. Die Tragfähigkeit der verschiedenen Posen kann ebenfalls sehr unterschiedlich sein, sie wird jeweils in Gramm zu dem jeweiligen Schwimmer angegeben. Die Pose kann den Köder so im Auftrieb der Wunschposition halten und die Wassertiefe kann entsprechend eingestellt werden.

Der Schwimmer muss im Wasser senkrecht stehen. Dafür wird er mit kleinen Gewichten ausgestattet, bis dies gewährleistet ist. Beißt ein Fisch an, wird der Schwimmer nach unten unter die Wasseroberfläche gezogen. Jetzt sollte der Anhieb stattfinden, damit der Fisch nicht doch noch entwischt.

Abwandlungen für die Pose sind beispielsweise kleine Wasserkugeln, die zwar schwimmen können, je nach Wasserfüllmenge ihre Schwimmeigenschaften verändern. Häufig werden Karpfen damit geangelt, wenn Brot als Schwimmköder eingesetzt wird. Die Montagen für das Posen- oder Stippfischen können sehr unterschiedlich sein. Durch Ausprobieren kann man die für sich passende wohl am besten finden. Nach folgender Faustregel kann man nicht mehr viel verkehrt machen: Ein kleiner Fisch braucht einen kleinen Köder und eine kleine Pose, ein großer Fisch braucht einen großen Köder und eine große Pose.

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Marc Landlive Redaktion

Als bekennender Outdoor Fan, Tier Fan und vor allem als jemand, der gerne seinen Tag bei der Gartenarbeit verbringt, schreibe ich für Landlive zu Themen, die mich eben bewegen. Ich hoffe hier dem einen oder der einen oder anderen ein paar interessante Tipps geben zu können, wenn es um das Leben mit der Natur geht.