Ratgeber Rasenpflege: Die besten Rasenpflege Tipps

rasen pflegen

Den Rasen pflegen leicht gemacht

Rasenfilz erkennen und entfernen

Rasenfilz ist ein Produkt aus abgestorbenem Gras, alten Wurzeln und anderen Bestandteilen, die sich im laufe der Zeit im Gras ansammeln. Rasenfilz (neben Moos) ist nicht ungewöhnlich, er ist  auf den meisten Rasenflächen zu finden, bildet sich auf der Höhe des Erdbodens und verflechtet sich mit den Grashalmen.

Sobald der Zersetzungszyklus verzögert wird, beginnen sich abgestorbene Pflanzenreste anzusammeln. Wenn sich Pflanzenreste häufen, verdickt und verdichtet sich die Filzschicht, bis das gesunde Gras schließlich abstirbt. Wird Rasenfilz nicht entfernt, kann er Ihren immergrünen Rasen zum Ersticken bringen! Ist er sehr verdickt, entzieht er dem Boden Luft, behindert die Wasseraufnahme, das Eindringen von Nährstoffen in den Boden und das Wurzelsystem.

Übermäßiger Rasenfilz vernichtet nicht nur Gras, sondern beschädigt, ohne Gegenmaßnahmen, auch den Boden selbst. Spärliches Wachstum ist die Folge. Feuchter, verdickter Rasenfilz ist eine willkommene Brutstätte für Ungeziefer und Krankheitserreger.

Entfilzen bzw. Entmoosen (Vertikutieren) des Rasens leistet einen großen Beitrag zur Aufrechterhaltung eines gesunden, immergrünen Rasens. Das Vertikutieren zum richtigen Zeitpunkt ermöglicht das Wachstum von neuem Rasen zu einer dicken, saftigen und immergrünen Rasendecke.

Rasenpflege-Tipps zur Eindämmung von Rasenfilze

Eine dünne Filzschicht, bis zu einem halben Zentimeter, wie sie bei vielen Rasenflächen anzutreffen ist, lässt sich mit einem Moosentferner leicht beseitigen. Für viele Gartengeräte, z. B. Gartenfräsen, gibt es hierfür spezielle Zusatzgeräte namens Moosentferner.

Moosentferner sind im Prinzip motorisierte Rechen. Ihre Krallen greifen in die Bodenoberfläche ein und heben abgestorbene organische Substanzen so weit nach oben, dass sie entfernt werden können. Moosentferner bzw. Motorrechen sind mit mehreren Lagen flexibler Stahlkämme ausgerüstet, die den Rasenfilz an die Oberfläche bringen. Dann kann der Filz aufgenommen und in den Kompostbehälter gegeben oder weggeworfen werden.

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Rasenpflege Tipps bei mittelschwerer Belastung durch Rasenfilz

Ist Rasenfilz über einem Zentimeter dick, haben Sie ein mittelschweres Filzproblem. Rasenrechen sind so konstruiert, dass sie nur die Oberfläche bearbeiten. Die Verfilzung hat aber möglicherweise schon auf die oberste Bodenschicht übergegriffen. Mit dem  Entmoosen kann das Problem angegangen werden, selbst bei einer intensiven Entmoosung bleiben graslose Stellen zurück. Nachsäen und Düngen, reicht möglicherweise aus, um den Boden zu reparieren und neues Wachstum des Rasens herbeizuführen.

Übermäßiger Rasenfilz und die Notwendigkeit einer Rasenlüftung

Bei Rasenfilz, der dicker als 1,5 cm ist, ist davon auszugehen das möglicherweise das Wurzelsystem geschädigt wurde. Denn mit der Zeit verdichtet Rasenfilz den Boden so stark, dass die Wurzeln absterben. Wenn das der Fall ist, muss der Rasen gelüftet und der Boden aufgelockert werden, damit Luft, Wasser und Nährstoffe bis in den Wurzelbereich eindringen können.

Ein Rasenlüfter bringt einem stark verfilzten Rasen die dringend benötigte Luft und Nährstoffe zurück. Hier macht sich der Besitz einer Gartenfräse wiederum bezahlt. Als Zusatzgeräte sind oftmals Rasenlüfter zu haben, welche die Belüftung des Bodens im Handumdrehen erledigen.

Wann soll der Rasen entmoost, vertikutiert und belüftet werden ?

Je nach der Höhenlage, in der Sie wohnen, und abhängig davon, ob Sie Rasen für kalte oder warme Witterung besitzen, sollte dieser in den ersten Herbstwochen vor der Herbstdüngung oder aber im Frühjahr entmoost, vertikutiert und belüftet werden.

Rasenkrankheiten vorbeugen & bekämpfen

Bei Rasengräsern können als Krankheitserreger verschiedene Pilze die Ursache sein. Diese Krankheitserreger können sich von lebenden Gräsern sowie vom vorhandenen  Rasenfilz ernähren. Ob es zur Infektion von lebenden Gräsern kommt, hängt von der Vitalität des Rasens sowie der Feuchtigkeit und Wärme ab.

Aber bereits bei der Wahl des Rasensamens können Sie die Widerstandsfähigkeit des Rasens entscheidend beeinflussen. So gibt es einige Rasensorten, die unempfindlicher gegen Rasenkrankheiten sind.

Rasenkrankheiten – Schadbilder

Die Vielfältigkeit von Pilzen verursachen unterschiedliche Schadbilder, u. a. absterbende einzelne Halme, die sich verbräunen, und dann ganz absterben. In vielen  Fällen sind solche befallenen Stellen als kreisrunde Flecken zu sehen. Bei Schneeschimmel weisen diese Stellen einen schimmeligen Rand auf. Wachsen aus den abgestorbenen Halmen geweihartige, rötliche Myzelfäden heraus, handelt es sich um Rotspitzigkeit.

Vorbeugung und Bekämpfung von Rasenkrankheiten

Warum sich Pilzerkrankungen im Rasen ausbreiten, hängt mit ungünstigen Standortverhältnissen zusammen. Die Bodenverdichtungen spielt eine wichtige Rolle. Gräser können schlecht anwurzeln wenn der Boden verdichtet ist. Es kommt zu Staunässe und Sauerstoffmangel im Erdreich. Das langsam in den Boden sickernde  Wasser fördert die Ansiedlung von Pilzenerregern an der Rasenoberfläche. Ein Mangel an Nährstoffen macht die Gräser zusätzlich noch anfälliger für Infektionen.

Regelmäßiges Düngen ist eine der vorbeugenden Maßnahmen für einen gesunden, immergrünen Rasen. Zuviel Schatten und die höheren Luftfeuchte im Schatten sind ein Nährboden für Pilzkrankheiten. Ein guter Standort mit der richtige Rasenpflege sind entscheidende Voraussetzungen für Ihren immergrünen Rasen.

Pilzerreger sind auf Feuchtigkeit und Wärme angewiesen, um ihre Sporen auszukeimen. Wenn Sie Ihren Rasen bei lang anhaltender Trockenheit selten bewässern, sollten Sie ihn durchdringend bewässern. Beim täglichem Gießen wird meist nur die oberste Bodenschicht befeuchtet. Das ist nicht sonderlich dienlich für den Rasen.

Achten Sie bei Ihrem Rasenmäher darauf, dass die Messer immer schön scharf sind. Sie erreichen damit einen glatten Schnitt. Bei stumpfen Messern entstehen ausgefranste Schnittstellen, diese sind Angriffspunkte für Pilze und andere Krankheitserreger. Stark verfilzter Rasen muss schon im Frühjahr vertikutiert werden.

So düngen Sie Ihren Rasen richtig

Nach der Ruhephase im Winter braucht der Rasen eine kleine Starthilfe zum wachsen. Nutzen Sie das sogenannte Düngewetter. Als Düngewetter bezeichne ich die Zeit mit hoher Niederschlagswahrscheinlichkeit. Am ungünstigsten ist trockenes, heißes Wetter. Auf diese Weise entstehen mit absoluter Sicherheit Verbrennungsschäden, die die Pflanzen auf der entsprechenden Fläche komplett abtöten können. Diese Schäden verschwinden erst wieder durch Nachwachsen von gesundem Gewebe oder durch eine Nachsaat.

Um solche unliebsamen Überraschungen zu vermeiden, muss die gedüngte Fläche unbedingt beregnet werden, wenn Niederschlag wider Erwarten ausbleibt oder unzureichend ist. Durch das Wasser wird der Dünger  aufgelöst und fließt in den Wurzelbereich ab, wo er von der Pflanze aufgenommen werden kann. Eine ausreichende Bewässerung ist für organische Dünger oder Flüssigdünger notwendig.

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Wie wird gedüngt?

Für ein optimales Düngeergebnis spielt nicht nur die ausreichende Bewässerung eine Rolle, sondern auch die sorgfältige Ausbringung des Düngers. Viele Düngerkomponenten, zum Beispiel der Stickstoff, haben einen sogenannten Greening-Effekt, können also die Einlagerung der grünen Farbpigmente in das Blatt sichtbar fördern und bei unregelmäßiger Düngerausbringung zu Streifenbildung führen. Dann liegen gut gedüngte, sattgrüne Streifen neben helleren Abschnitten, die weniger Dünger abbekommen haben. Bei ungleichmäßiger Ausbringung kann es auch zu einer Überdüngung einzelner Stellen kommen, die dann durch Düngeschäden auffallen. Dies ist sichtbar durch Verbräunung oder Verbrennungen bis hin zum Totalausfall. Ein anderes Anzeichen sind Leerstellen, die zeigen, dass hier kein Dünger vorhanden bzw. diese Stellen unterversorgt sind.

Aus diesem Grund sollte zur Ausbringung des Düngers ein Streuwagen verwendet werden. Um ein Maximum an Gleichmäßigkeit zu erreichen, kann der Rasen zweimal jeweils mit der Hälfte der Menge gedüngt werden. Der zweite Durchgang erfolgt quer zum ersten, um Leerstellen zu vermeiden.

Rasendünger mit Sofortwirkung

Nachfolgend die Zusammensetzung für einen hochwertigen Rasendünger mit Sofortwirkung. Gleichmäßig verteilt mit einem Streuwagen, verhindert er eine Überdüngung an einzelnen Stellen. Solch ein Streuwagen gibt es in jedem Baumarkt für wenig Geld.

Zusammensetzung:

  1. 12 % N – Gesamtstickstoff
  2. 3,7 % N Nitratstickstoff
  3. 8,3 % N Ammoniustickstoff
  4. 8 % P2O5 neutral ammoncitratlösliches Phosphat und wasserlösliches Phosphat
  5. 6,8 % P2O5 wasserlösliches Phosphat
  6. 6 % K2O  wasserlösliches Kaliumoxid

Anwendung:

Stellen Sie Ihren Streuwagen nach Vorgaben auf der Einstellskala so ein, dass 20-30 g pro m² ausfallen. Streuen Sie nur auf trockenen Rasen. Wenn es das Wetter nicht hergibt, dann müssen Sie den Rasen nach dem Düngen bewässern. Bei guten Wachstumsbedingungen können Sie den Rasen nach frühestens acht Tagen mähen. Bei der Rasen-Neuanlage können Sie auch vor dem Säen oder 6-8 Wochen danach düngen. Bringen Sie keinen Dünger auf Ihre Gehwegplatten oder Steine. Hier kann es zur unansehnlichen Fleckenbildung kommen.

Der Dünger kann von März bis November angewendet werden.

Rasendünger mit Sofortwirkung ist ein organischer Volldünger für die besonderen Ansprüche des Rasens. Mit seiner optimierten und bewährten Rasenformel bietet er dem Anwender Sicherheit in der Düngung und Rasenpflege. Der Rasen wird durch eine besondere Stickstoffkombination sowohl sofort als auch bis zu drei Monate ausreichend versorgt. Er ist aufgrund seiner gleichmäßigen Körnung staubfrei und gut auszubringen.

Tipp zur Anwendung

1. Nährstoffgabe – im März / April  (Start-Düngung)

2. Nährstoffgabe – Mai bis August  (Wachstums-Düngung)

3. Nährstoffgabe – Oktober / November (Herbst-Düngung)

Nach jedem Düngen ist der Rasen zu bewässern, damit der Nährstoff schnell in den Wurzelbereich gelangt und nicht die Gefahr besteht, dass der Rasen verbrennt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein dichter, strapazierfähiger und immergrüner Rasen!

Vertikutieren

Die ersten warmen Frühlingstagen lassen die ersten Rasengräser sprießen. Höchste Zeit an die Rasenpflege zu denken oder Rasen neu auszusäen. Hier kommen einige Tipps für eine Frühjahrskur, mit der Sie die Schönheit Ihres grünen Teppichs in der neuen Saison dauerhaft sichern.

Jeder Rasen ist durchsetzt mit abgestorbenen Pflanzenteilen, Moos oder Blättern. Beim Vertikutieren bekommt der Rasen, bevor die Wachstumsperiode richtig beginnt, einen idealen Wachstumsimpuls. Im Boden befindliche Nährstoffreserven entfalten ihre Aktivität.

Das Entfernen von schädlichen Rasenfilzes und verkümmerten Gräsern verhindert Wasserstau und fördert den Luftaustausch im Boden. Eine gute Belüftung hemmt das Wachstum von Moos und Schadpilzen. Wird nicht vertikutiert, bleibt der Rasenfilz erhalten, dieser wiederum bindet Wasser und Nährstoffe. Das wirkt sich hemmend auf das Wachstum des Rasen aus.

Warten Sie mit dem Vertikutieren, bis der Boden gut abgetrocknet ist, um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen. Ist der Boden zu nass, werden zu viele Grasbüschel herausgerissen. Nach dem Vertikutieren sieht der Rasen oft kahl aus. Manch einer glaubt, dass er nun seinen Rasen dauerhaft geschädigt hat und unterlässt deswegen das Vertikutieren. Keine Sorge, kleinere Lücken schließen sich schnell. Sind nur noch gesunde Gräser vorhanden, breiten sich diese umso schneller wieder aus.

Vertikutierer sollen so eingestellt sein, dass der Boden nicht zu tief eingeritzt wird – 3-5 mm reichen hierfür aus. Es reicht, wenn Sie den Rasen gleichmäßig in einer Richtung bearbeiten. Bei sehr starkem Moosbefall wird der Boden in zwei Richtungen bearbeitet. Einmal längs und dann quer dazu.

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Je nach Rasenpflege und Nutzung sehen manche Rasen auch ohne Düngung sehr gut aus. Der vorhandene Nährstoffvorrat reicht ihnen völlig aus. Ein mit Humus versorgter, lebendiger und nicht verdichteter Boden ist die beste Grundlage für einen immergrünen Rasen.

Kennen Sie den Säuregehalt Ihres Bodens? Welche Nährstoffe fehlen Ihrem Rasen?

Sind Sie sich nicht sicher, wie es um Ihren Rasen bestellt ist? Dann empfiehlt es sich, eine Bodenprobe zu nehmen. Stellt man fest, dass die Werte zu niedrig sind, kann man den Dünger gezielt einsetzen. Verwenden Sie dazu möglichst einen Langzeitdünger mit dem Verhältnis N : P : K = 3 : 1 : 2,5.

Aerofizieren

Das Aerofizieren ist eine Rasenpflege-Maßnahme zur Verbesserung der Bodenbelüftung im Wurzelbereich. Im Handel gibt es dafür Hand- und Elektrogeräte. Für kleine Rasen reicht ein Handgerät aus. Es sieht aus wie eine große Grabegabel, hat anstatt der Zinken sogenannte Hohlspons. Das sind Metallzylinder, die in den Boden gestanzt werden. Die dadurch entstandenen Hohlräume sorgen für eine bessere Bodenbelüftung und verhindern Staunässe.

Elektrische Aerofiziergeräte sind im Handel für ca. 100 – 150 Euro zu haben. Mit der altbewährten Grabegabel können Sie aber auch einen Durchlüftungseffekt erzielen. Dazu stechen Sie in regelmäßigen Abständen in den Rasen und heben den Boden leicht an.

Ein weiteres kostengünstiges Rasenpflegeprodukt ist die Belüftungsgabel. Diese Belüftungsgabel ist mit Hohlzinken versehen. Beim Einstechen wird die Erde nach oben herausgedrückt. Die entstehenden Hohlräume werden mit Sand aufgefüllt, der Erdauswurf abgerecht. Bei Sportrasen und Golfrasen gehört das Vertikutieren zur Standard-Rasenpflegemaßnahme.

Tipp: Nach dem Aerofizieren und Vertikutieren empfiehlt sich das Besanden des Rasen. Die Bodenlöcher werden gefüllt, und mit der Zeit gelangt der Sand in tiefere Erdschichten. Durch seine körnige Struktur sorgt er für eine bessere Durchlüftung und Bewässerung im Wurzelbereich.

Der passende Rasentyp

Im 17. und 18. Jahrhundert war ein gepflegter Rasen ein Statussymbol, das den oberen Schichten vorbehalten war. Man denke dabei an die repräsentativen Anlagen rund um die Herrschaftshäuser, Burggärten und Schlossgärten. Damals gab es schon verschiedene Formen des Rasens, als akkurat geschnittene Rasenflächen in kunstvollen Parks oder in Form von sogenannten Landschaftsparks.

In der heutigen Zeit ist Rasen aus dem öffentlichen Grün und den Hausgärten nicht mehr wegzudenken. Immer noch hat der Rasen eine repräsentative Funktion. Darüber hinaus gibt es heute viele weitere Anwendungsmöglichkeiten, als Sportrasen auf  Golf- und Fußballplätzen oder als ökologische Variante zu versiegelten Wegebelägen.

Jeder Gartenbesitzer kann sich heutzutage auch seinen Wunschrasen in den Garten holen. Egal für welchen Rasentyp Sie sich entscheiden, Rasen hat spezielle Ansprüche und braucht viel Rasenpflege. Aus diesem Grund bekommen Sie hier wichtige Tipps zur Rasenpflege. Zusätzlich beschreiben wir, wie Sie einen Rasen richtig angelegen.

Die Rasenpflege ist Grundvoraussetzung für einen schönen und gesunden, immergrünen Rasen. Dabei werden Themen wie das richtige Mähen, Unkräuter und Moos vermeiden oder das Düngen angesprochen.

Noch vor dem Ansäen des Rasens müssen Sie sich ein paar grundlegende Gedanken über den Standort und die Nutzung machen, denn Rasen ist nicht gleich Rasen. Diese Fragen müssen vorher geklärt werden:

  1. Wollen Sie einen bunten Blumenrasen oder einen strapazierfähigen Sportrasen?
  2. Wo liegt die komplette Fläche, in der Sonne oder gibt es auch schattige Bereiche?
  3. Wie viel Zeit haben Sie für die Rasenpflege?
  4. Wollen Sie den Rasen vielleicht zum Parken nutzen?

Schon die Auswahl der richtigen Mischung kann Ihnen später unnötige Rasenpflegemaßnahmen ersparen.

Unterschiedliche Gräsertypen

Mehr als 10.000 Grasarten gibt es auf der Welt, von denen nicht viele als Rasengräser geeignet sind. Unterteilt werden die Arten in horst-, ausläufer- und teppichbildende Arten. Ein qualitatives Rasengras sollte sehr gut wachsen, schnittverträglich, krankheitsresistent und winterfest sein. Bei Rasenmischungen handelt es sich um eine Zusammenstellung verschiedener Gräser, die für spezielle Standorte oder Nutzungen geeignet sind.

Die Rasengräser dem Klima anpassen

Einige Rasengräser sind an das ozeanische Klima mit kühleren Sommern angepasst, andere an tropische und kontinentale Klimazonen mit heißeren Sommern. Oft wird eine Mischung aus Gras oder niedrigen Pflanzenarten verwendet, um einen stärkeren Rasen zu bilden, wenn eine Sorte in den wärmeren Jahreszeiten besser abschneidet und die andere in den kälteren. Diese Mischung wird durch eine Form der Graszucht weiter vorangetrieben, die so genannte Sorten hervorbringt. Eine Sorte ist eine Mischung aus zwei verschiedenen Grassorten und zielt darauf ab, bestimmte Eigenschaften der einzelnen Rassen zu kombinieren. Dadurch entsteht ein neuer Stamm, der sehr spezialisiert sein kann, geeignet für eine bestimmte Umgebung, wie z. B. wenig Wasser, wenig Licht oder wenig Nährstoffe.

Kühlzeitgräser beginnen ihr Wachstum bei 5 °C und wachsen am schnellsten, wenn die Temperaturen zwischen 10 °C und 25 °C liegen, in Klimazonen mit relativ milden/kalten Sommern, mit zwei Perioden schnellen Wachstums im Frühjahr und Herbst. Sie behalten ihre Farbe auch bei extremer Kälte und wachsen typischerweise sehr dicht, teppichartige Rasenflächen mit relativ wenig Stroh.

Warmzeitgräser beginnen erst bei Temperaturen über 10 °C zu wachsen und wachsen am schnellsten, wenn die Temperaturen zwischen 25 °C und 35 °C liegen, mit einer langen Wachstumsperiode im Frühjahr und Sommer. Sie ruhen in kühleren Monaten aus und werden dann braun. Viele warme Jahreszeitgräser sind sehr dürreresistent und können mit sehr hohen Sommertemperaturen umgehen. Temperaturen unter -15 °C dagegen können die Warmzeitgräser töten.

Rasenmischung

Für den richtigen Rasentyp, sollten Sie sich vor dem Kauf des Saatguts Gedanken über die spätere Nutzung machen. Im Handel finden Sie eine Vielzahl verschiedener Rasenmischungen.

Zierrasen

Beim Zierrasen, der umgangssprachlich auch Englischer Rasen genannt wird, handelt es sich um einen teppichartigen Rasentyp, der eine ästhetisch-repräsentative Funktion hat. Dieser Rasentyp ist für extreme Belastungen, etwa durch Kinderspiel, nicht geeignet. Seine hohen Ansprüche an Standort und Pflege machen ihn zu einem Hobby für ambitionierte Gärtner. Alle vier bis fünf Tage wird der Zierrasen in der Sommerzeit gemäht, außerhalb dieser Zeit alle 10 bis 14 Tage.