Honigschleuder – alle Infos

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Honigschleuder Ratgeber

Ein selbst gemachter Honig gehört für viele Menschen zu einem ordentlichen Frühstück dazu und wird auch häufig zum Süßen von Tee und anderen Getränken oder Speisen verwendet.
Daher erfreut sich frischer Honig vom Imker auch seit vielen Jahren einer großen Beliebtheit unter den Konsumenten, die in der heutigen Zeit immer mehr Wert auf den Erwerb hochwertiger, biologisch hergestellter Lebensmittel legen.
Wer allerdings seinen eigenen Honig selber herstellen möchte, der braucht dafür nicht die nötigen Bienen, sondern zudem auch immer eine sogenannte Honigschleuder.
Und auf was Sie bei dem Kauf einer derartigen Honigschleuder beachten sollten, das möchten wir Ihnen in der Folge einmal etwas genauer verraten.

Wie kommt man an den Honig in den Waben?

Nicht erst in den vergangenen Jahren, in denen das Bienensterben in vielen Teilen dieser Welt spürbar immer mehr und mehr zugenommen hat, muss man bei der Herstellung von eigenem Honig eine ganze Reihe von Besonderheiten berücksichtigen.

Denn hierbei spielt neben dem richtigen Standort und der benötigten Menge an Bienen auch die Entnahme des Honigs auch den Bienenwaben bereits eine große Herausforderung dar.
Und am Ende dieses Prozesses steht immer das sogenannte Schleudern der Honigwaben, da man auf diese Weise den Honig aus den Waben entfernen kann.
Dabei sollte man allerdings stets beachten, den Schleuderprozess so durchzuführen, dass dabei hierbei möglichst wenig Honig verloren geht oder in den Waben verbleibt.
Genau aus diesem Grund setzen viele Imker bereits seit einigen Jahren auf die mechanische Hilfe in Form einer Schleuder, weshalb eine Honigschleuder in der heutigen Zeit nahezu unverzichtbar ist. Denn nur mit dieser ist es möglich, den Großteil des Honigs in den Waben zuverlässig herauszulösen und auf diese Weise deutlich mehr Honig zu gewinnen als ohne eine derartige Honigschleuder.
Dabei gibt es allerdings zwei verschiedene Schleuder-Möglichkeiten, die sogenannte Kaltschleuderung oder die sogenannte Warmschleuderung.

Die Unterschiede zwischen dem Kalt- und Warmschleudern

Nachdem man die gefüllten Honigwaben erst einmal aus dem Bienenstock entnommen hat, sollte man diese auf direktem Weg zu der Honigschleuder bringen. Dies ist der konstanten Temperatur von etwa 35 geschuldet, die in einem Bienenstock vorherrschen.Und bei dieser Temperatur löst sich der Honig in den Waben zumeist relativ schnell komplett, weshalb es daher so wichtig ist, die Temperatur innerhalb der Waben aufrechtzuerhalten. Denn dies kann den anschließenden Schleuderprozess im Bestfall ziemlich beschleunigen.

Oftmals wird fälschlicherweise angenommen, dass man den eigenen Honig sowohl warm als auch kalt schleudern kann. Das kommt daher, da sich auf vielen Honigetiketten der Aufdruck „kalt geschleudert“ befindet. Jedoch bedeutet dies keinesfalls, dass man den Honig wirklich kühl schleudern kann, sondern lediglich, dass der Honig bei 24 bis 28 Grad geschleudert wurde und somit nicht gleich, nachdem die Waben aus dem Bienenstock entnommen wurden. Dagegen bedeutet die Bezeichnung warm geschleudert wiederum, dass der Honig direkt nach der Entnahme der Waben aus dem Bienenstock, bei einer Temperatur von etwa 35 Grad geschleudert wurde.

Diese unterschiedlichen Temperaturen beim Schleudern können dabei sowohl einen Einfluss auf die gewonnene Menge als auch auf die Qualität des Honigs nehmen. So ist es von Vorteil, den Honig stets warm zu schleudern, anstatt die Waben erst einmal etwas abkühlen zu lassen. Denn auf diese Weise erhält man zum einen eine deutlich größere Menge an Honig und gewährleistet zum anderen auch die Qualität des eigenen Honigs in Bezug auf dessen Geschmack und Konsistenz.

Die Anwendung einer Honigschleuder

Was die Anwendung einer Honigschleuder angeht, so ist diese denkbar einfach, denn dort werden die Honigwaben einfach eingefügt, damit durch die Schleuderkraft der Honig austreten kann. Auf diese Weise fließt der in den Waben enthaltene Honig dank der physikalischen Fliehkräfte heraus und wird in einem Auffangbehälter gesammelt.
Jedoch können sich die Funktionsweisen der erhältlichen Honigschleudern in der heutigen Zeit mitunter deutlich voneinander unterscheiden, da von den unterschiedlichen Herstellern heute eine große Anzahl an Honigschleudern existiert.
Aus diesem Grund ist es immer der Bauart der jeweiligen Schleuder geschuldet, wie vielseitig das jeweilige Modell ist und eingesetzt werden kann. Dabei verfügen ältere Schleudern häufig nicht über einstellbare Funktionen, im Gegensatz zu den neusten Entwicklungen in diesem Bereich.

Elektrische und manuelle Honigschleudern

Nicht nur die Funktionsweisen der erhältlichen Honigschleudern unterscheiden sich voneinander, sondern diese besitzen auch einen unterschiedlichen Aufbau.
Während das Schleudern von Honig früher noch einen hohen Kraftaufwand erforderte, funktioniert dies heute komplett elektrisch. So erfordert der Schleuderprozess in der heutigen Zeit fast keine Anstrengung mehr aufseiten des Imkers. Dennoch benötigt jeder Honig seine ganz eigene Art geschleudert zu werden, weshalb auch heute noch verschiedene Arten von Honigschleudern existieren, auf die wir an dieser Stelle auch kurz eingehen möchten.

Manuelle Honigschleudern

Bei der manuellen Schleuder handelt es sich um die traditionelle Art der Honigschleuder, welche bereits über Jahrhunderte zur Anwendung kam. Und noch heute wird diese Art der Honigschleuder gelegentlich bei der Erzeugung von Honig verwendet. Bei dieser Methode werden die Waben in der Schleuder fixiert und im Anschluss daran wird die Schleuder über eine Kurbel manuell in Gang gesetzt, um die Waben zu schleudern. Ein Nachteil stellt bei der manuellen Schleuder der hierzu benötigte Kraft- und Zeitaufwand dar.

Elektrische Honigschleudern

Einfacher als mit der manuellen Variante ist das Produzieren von Honig mithilfe einer elektrischen Schleuder. Und diese ist bei der Produktion von Honig in einer zeitgemäßen Imkerei heutzutage unverzichtbar. Wie bei der manuellen Variante werden auch bei der elektrischen Honigschleuder die Honigwaben ebenfalls geöffnet und danach in der Schleuder fixiert. Doch daraufhin wird das Schleudern komplett von einem elektrischen Motor übernommen, was nicht nur Kraft, sondern auch Zeit spart.

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Tangentialschleuder

Besonders unter passionierten Hobbyimkern, sowie in kleinen Betrieben stellt die sogenannte Tangentialschleuder dar. Diese ist nicht nur äußerst günstig in der Anschaffung, sondern zudem auch einfach zu Warten und zu handhaben. Zu den Vorteilen bei dem Betrieb einer Tangentialschleuder gehört, dass durch die Anreihung der Waben innerhalb der Schleuder nicht die Gefahr besteht, dass diese brechen. Allerdings muss bei diesem Modell jede Wabe einzeln von Hand gewendet werden, was besonders bei einer großen Menge an Waben einen hohen Zeitaufwand benötigt. Insgesamt ist die Tangentialschleuder auf jeden Fall eine gute Lösung für Imker, die nur kleine Mengen an Honig zu produzieren.

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Selbstwendeschleuder

Ebenfalls weit verbreitet, vor allem bei der Produktion von großen Honigmengen, ist auch die Selbstwendeschleuder, die zu den elektrischen Honigschleudern zählt. So werden die Waben bei diesem Modell nicht nur geschleudert, sondern zudem auch vollautomatisch gewendet. Dabei stellt für den Imker besonders die Zeitersparnis einen großen Vorteil der Nutzung einer Selbstwendeschleuder dar. Denn sind die Waben einmal in der Schleuder, so werden diese durch mehrfaches Wenden komplett gelehrt. Auf diese Weise muss der Imker nur die Waben in der Schleuder fixieren und diese im Anschluss an das Schleudern wieder herausnehmen.

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Darauf sollte man beim Kauf einer Honigschleuder achten

Die Art der Schleuder spielt bei dem Kauf einer Honigschleuder immer eine wichtige Rolle. So sind manuelle Schleudern für die Produktion von geringen Mengen an Honig in jedem Fall ganz praktisch, werden allerdings heutzutage nur noch sehr selten verwendet.
Denn wer auf das Drehen und Kurbeln bei einer solchen Schleuder verzichten möchte und nicht einen Stromanschluss besitzt, der vertraut in der heutigen Zeit auf eine elektrische Schleuder.
Und je nach Anwendungszweck kann man sich wahlweise für eine Tangential- oder aber eine Selbstwendeschleuder entscheiden, wobei zwei Fragen eine wichtige Rolle spielen. Nämlich, wie viel Zeit man in den Schleuderprozess investieren möchte und ob die Waben in dieser automatisch oder manuell gewendet werden sollen.

Daneben sollte man jedoch immer bedenken, dass auch Dinge wie der verfügbare Platz für eine Schleuder oder die Stromversorgung ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für oder gegen eine Schleuder spielen. Und erst nach Auswertung all dieser Faktoren sollte man sich dann für den Kauf von einer der verfügbaren Honigschleudern entscheiden.

Neben der Frage, welche Schleudervariante für den jeweiligen Anwendungszweck der Beste ist, sollte man sich immer auch fragen, wie viele Waben man gleichzeitig in dieser verarbeiten möchte. Denn auch dies spielt bei dem Kauf der richtigen Honigschleuder ebenfalls eine wichtige Rolle. Weiß man daher bereits vor dem Kauf einer solchen Schleuder, dass man stets eine hohe Anzahl an Waben zu leeren hat, dann empfiehlt sich der Kauf einer Honigschleuder für 6 oder mehr Waben. Dabei reicht in den meisten Fällen, zum Beispiel für Hobby-Imker und kleine Betriebe, eine Schleuder mit Platz für vier bis sechs Waben absolut aus.

Neben der eigentlichen Honigschleuder sollte man immer auch daran denken das nötige Zubehör gleich mit zu bestellen. Denn allein mit einer Schleuder wird man nur in den seltensten Fällen wirklich glücklich werden. Und zudem ist folgendes Zubehör für die Herstellung von Honig unverzichtbar:

  • Wabenkörbe für den Transport
  • Entdeckelungsgabeln
  • Behälter zum Tauschen für die Schleuder (vor allen bei großen Mengen)
  • Optional: Eine Bodenheizung und ein Motor (steigert die Qualität

An all diesen Dingen merkt man bereits, dass das Produzieren von Honig auch in der heutigen Zeit immer noch einen hohen Aufwand erfordert und zudem immer auch von den örtlichen Gegebenheiten und der Anzahl der Bienen abhängt.