Honigpresse – überholt, aber berechtigt

honig pressen

Die Honigpresse

Eine Obstpresse und ein Siebtuch, viel mehr benötigt man eigentlich nicht, um Honig zu pressen. Gewiss jedoch ist diese Methode eher überholt, denn was einst die Honigpresse war, ist heute das Schleudern oder die Rähmchenimkerei. Früher war es üblich, die Waben aus aus dem Bienenstock herauszubrechen und sie im Nachgang zu pressen. Diese Methode ist vor allem deshalb überholt, weil man mit aktuellen Methoden die Waben zumeist wiederverwenden kann, was beim Pressen so nicht funktioniert. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Honigpressen heute nicht mehr angewandt wird, denn auch heute gibt es noch zahlreiche Imker, die auf Presshonig schwören. Dies vor allem, weil man der Meinung ist, dass beim Presshonig weit mehr fermentierte Pollen in den Honig gelangen. Zweifelsohne schmeckt der gepresste Honig anders und zweifelsohne erfreut sich dieser eher rare Honig großer Beliebtheit. Aber wie wird Honig heute gewonnen?

Schleuderhonig als Alternative zur Honigpresse

Die Schleudermethode macht das Imkern heute deutlich effizienter. So werden die heute beliebten Rähmchen hochkant in die Schleuder platziert. Eigens hierfür vorgesehene Halterungen helfen dabei. Bei modernen Schleuder, genügt nun schlicht das Drücken eines Knopfes, um das Schleudern zu beginnen. Ein Sieb fängt nicht gewünschte Wachsteile auf, während der Honig durch das Sieb hindurchfliesst. Diese Art der Honigherstellung findet seit Mitte des 19. Jahrhunderts großen Anklang und spart dem Imker viel Zeit.