Darauf sollten Landwirte bei gebrauchten Maschinen achten

Land- und forstwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge sind teuer. Viele Landwirte entscheiden sich deshalb dazu, die Maschinen gebraucht anzuschaffen. Sofern sie in einem guten Zustand sind, spricht auch nichts dagegen. Der große Vorteil: Bereits nach wenigen Nutzungsjahren sind landwirtschaftliche Maschinen sehr viel günstiger als neu, sodass Landwirte hier bares Geld sparen. Allerdings gibt es ein paar Dinge, auf die zu achten ist.

Zu jedem landwirtschaftlichen Betrieb gehören Fahrzeuge und Maschinen. Wenn die alten Modelle nicht mehr funktionieren, sind oft teure Neuanschaffungen nötig.

1. Die Qualität muss stimmen

Es ist sinnvoll, sich zunächst für einige Modelle zu entscheiden, die in die engere Auswahl kommen. Denn der Markt an gebrauchten Maschinen aller Art ist groß und es ist leicht, den Überblick zu verlieren. In der Regel kaufen Landwirte neue Fahrzeuge oder Maschinen, wenn die alten nicht mehr funktionieren. Wenn also der alte Traktor einfach nicht mehr will, machen sie sich auf die Suche nach einem neuen Traktor. Hier gilt es, einzugrenzen, welche Modelle grundsätzlich in Frage kommen. Der Preis sollte dabei nicht das erste Kriterium sein. Viel wichtiger ist es, dass die Maschine den persönlichen Ansprüchen genügt und alle Funktionen hat, die für die Arbeit essentiell sind. Qualität ist also der erste Anhaltspunkt dafür, welche Maschine angeschafft wird.

2. Es lohnt sich, Preise zu vergleichen

Hat der Landwirt sich auf einige Modelle festgelegt, geht es an die Suche. Online gibt es zahlreiche Portale, auf denen gebrauchte Maschinen und Fahrzeuge für Land- und Fortwirtschaft angeboten werden. Dort können Landwirte die Preise und Angebote vergleichen und passende Angebote finden. Es kann sich lohnen, gleich mehrere Anbieter zu kontaktieren und möglicherweise über den Preis zu verhandeln. Manche Verkäufer haben Spielraum bei der Preiskalkulation, sodass das Angebot noch etwas günstiger werden kann. Dabei gilt es natürlich, darauf zu achten, dass der Verkäufer vertrauenswürdig und seriös ist.

Wichtig: Der Preis sollte nicht das einzige Kriterium bleiben. Manche Anbieter haben besondere Services im Repertoire. Sie bieten eine besondere Garantie oder einen Reparaturservice. So kann sich die Anschaffung eines teureren Modells lohnen.

Vor dem Kauf eines Traktors ist es unerlässlich, eine Probefahrt zu machen. So stellt der Käufer die Funktionstüchtigkeit fest.

3. Den Praxistest nicht vergessen

Wer sich für einen Händler entschieden hat, sollte sich die Maschine vor Ort ansehen. Dabei ist es sinnvoll, zu zweit zu sein. Ein Praxistest ist nun obligatorisch. So fährt ein Landwirt den potentiellen neuen Traktor Probe und schaut sich die Maschinen ganz genau an. Dabei gilt es, einige Fragen zu klären:

  • Wann wurde die Maschine zuletzt genutzt und wie lange steht sie bereits?
  • Ist die Maschine im aktuellen Zustand einsatzbereit oder muss sie erst repariert werden?
  • Sind alle Teile vorhanden und intakt? Gibt es Schäden, fehlt etwas oder gibt es anderweitige Mängel?

Beim Test lässt sich schnell feststellen, ob die Maschine den Ansprüchen des Landwirts genügt. Erst, wenn das der Fall ist, geht es an den eigentlichen Kauf.

4. Einen ordentlichen Kaufvertrag aufsetzen

Zu jedem Kauf gehört ein Vertrag. Nur mit einem ordentlichen Vertrag kann der Käufer Rechtsansprüche geltend machen und die Ausgaben bei der Steuererklärung angeben. Deshalb ist es wichtig, hier besonders akkurat zu arbeiten. In jeden Kaufvertrag gehören Angaben zum Verkäufer und zum Käufer sowie alle Daten zur Maschine oder zum Fahrzeug. Mängel und weitere Vereinbarungen, beispielsweise zur Garantie, sollten ebenfalls in den Kaufvertrag aufgenommen werden. So sichern sich beide Parteien ab, falls es später zu Unstimmigkeiten kommt.

Ist der Kaufvertrag aufgesetzt und von beiden Parteien unterschrieben, kommt der Kauf zustande. Dann muss die Maschine zeitnah bezahlt und dem Käufer ausgehändigt werden. Ob hier eine Anzahlung fällig wird und in welcher Form die Rechnung zu begleichen ist, wird ebenfalls im Kaufvertrag festgelegt.

Tipp: Muss eine Maschine vor der Zustellung generalüberholt oder repariert werden, sollte der komplette Kaufpreis erst mit Übergabe bezahlt werden. Außerdem gehören diese Punkte in den Kaufvertrag. Auf diesen können sich Käufer und Verkäufer berufen.

Da neue Maschinen und Fahrzeuge oft sehr teuer sind, ist der Gebrauchtkauf für viele Landwirte die einzige Option.

5. An Ersatzteile denken

Was viele Käufer vergessen, sind die Ersatzteile, die zukünftig nötig werden könnten. Nicht jeder Hersteller liefert für unbegrenzte Zeit Ersatzteile für seine Maschinen. Vor allem für sehr alte Traktoren und Maschinen gibt es oft nicht mehr alle Teile. Hier gilt es, sich bereits im Vorfeld genau zu informieren. Sonst kauft der Landwirt ein Gerät, für das er keine Teile mehr bekommt. In der Folge kann er keine Reparatur mehr veranlassen und muss innerhalb kürzester Zeit ein neues Gerät anschaffen. Um diese Mehrkosten zu vermeiden, ist es sinnvoll, bereits im Vorfeld auf die Verfügbarkeit von Ersatzteilen zu achten.

Einige Händler bieten übrigens Ersatzreifen für den Traktor und ähnliches mit zum Verkauf. Hier ist es sinnvoll, direkt das Gesamtpaket zu kaufen und bereits einige Teile zu besitzen, die möglicherweise in Zukunft gebraucht werden.

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