Owtscharka Rasseportrait

Owtscharka Wesen

Owtscharka Rasseportrait

Ein Hund, der imposant wirkt und seinem Namen alle Ehre macht. Die Rede ist vom Kaukasischen Owtscharka. In Russland auch Kavkazskaïa, Ovtcharka, Owtscharkas oder ganz einfach, Kaukasischer Schäferhund genannt. Groß und mächtig ist er und in vielen Regionen von Russlands zu vielen. Ein Wächter und Beschützer, der auch in Deutschland Freunde und Anhänger der eindrucksvollen Rasse gefunden hat.

Archaisch und prachtvoll

Wer ihn zum Beschützer hat, der hat einen loyalen Freund fürs Leben gefunden. Die Hunde wurden seit jeher zum Beschützen und Behüten von Herden und Bewachen von Eigentum und Menschen gezüchtet. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die der Owtscharka eindrucksvoll übernimmt. Und seit der Viehhaltung, hat er so manches Mal das Überleben seiner Menschen garantiert. Denn Beutegreifer und Viehdiebe hatten und haben bei ihm keine Chance. Was ihm anvertraut wird, ist ihm heilig und genau das macht seine Rasse aus. Der Owtscharka ist für seine Selbständigkeit bekannt und ist zugleich misstrauisch Fremden gegenüber und blüht in seiner Beschützerrolle regelrecht auf. Das weite Russland ist die Heimat vom Kaukasischen Owtscharka und daher benötigt er in seinem Zuhause ein großes Areal, das ihm den Freiraum und seine Arbeitstätigkeit als Wachhund schenkt.

Owtscharka Rassebeschreibung

Im August 1984 wurde die beeindruckende Hunderasse von der FCI offiziell anerkannt und vom Kaukasischen Owtscharka Club im VDH bereut. In der seriösen Zucht fallen daher nur bis zu 60 Welpen pro Jahr an. Groß, kräftig und imposant tritt er in Erscheinung und eine Stadtwohnung liegt ihm fern. Denn der sanfte Riese möchte seine Größe und Kraft naturgemäß einsetzen und die findet nicht im Wohnzimmer und vor dem Fernseher statt. Ein wenig erinnert er an den Molosser dem Schädel nach und ist jederzeit Einsatz bereit und hellwach. Er mag ein kleiner Sturkopf sein, doch früher kam ihm diese Eigenständigkeit zunutze. Möchtest du dir diese Rasse anschaffen, dann mache dich auf so einiges bereit. Sein mittellanges Fell ist grob, die Unterwolle hell und die Farben gehen von grau, strohgelb, weiß bis erdfarben einher. Ein guter Staubsauger für den Wohnbereich und eine Fellbürste sollten demnach vorhanden sein.
Die Rüden weisen stattliche 65 cm Höhe auf, die Hündinnen sind mit 62 cm bedacht. Der Wächter und Beschützer geht für seinen Herrn durchs Feuer und ist ausgeglichen stark und mit einem ruhigen Wesenstyp bedacht. Dennoch geht der Owtscharka mit einer gewissen Schärfe und dem Misstrauen bei Fremden vor. Das ist rassetypisch bedingt und sollte beim Kauf eines solchen Hundes im Vorfeld beachtet werden. Und er ist in der Regel unverträglich mit anderen Hunden und somit sind ihm Hundewiesen eher fremd. Er ist eher ein Einzelgänger und Einzelkämpfer und fühlt sich in seinem Menschenrudel und unter Vieherden pudelwohl. Daher ist er nur in einem wesensgerechten Umfeld besten aufgehoben.

Die Haltung

Im Prinzip ist er anspruchslos, wenn die Rahmenbedingungen passen. Somit möchte er weder Leine, Geschirr noch Spielsachen und auch die Heizung ist ihm fremd. Denn sein wärmendes Fell schützt vor Wind und Wetter. Beim Fressen ist die Rasse nicht wählerisch und wenn du möchtest, kannst du ihn von Anfang an artgerecht barfen. Die biologisch artgerecht Rohfütterung ist daher ganz in seinem Sinne.
Ein Unterstand reicht ihm völlig aus und wenn er sich auf dem großen Grundstück frei bewegen kann, dann ist der Owtscharka überglücklich. Er liebt es das ganze Jahr draußen zu sein und schaut nur selten ins Haus hinein. Das mag uns fremd sein, liegt aber in der Natur der Rasse. Trotzdem muss ein Familienanschluss gegeben sein. Bist du diszipliniert und ein klarer Chef und kannst mit Grund und Boden dienen, dann ist es genau dein Hund.
Eine fachkundige Führung und Bindung sind ein Muss, sonst tanzt er die bald auf der Nase herum. Einfühlsam muss die Erziehung sein und in einigen Regionen wie Dänemark und den Niederlanden, ist der auf der Liste der gefährlichen Hunde verzeichnet.

Die Erziehung

Er ist eine Herausforderung und nimmt nicht an unserem gesellschaftlichen Leben teil. Ein Stadtbummel, die Fahrt mit dem Zug und ein entspanntes Gassi gehen, können schnell zum Spießrutenlauf werden. Wenn man dann noch an das Gewicht des Hundes denkt, hat er schnell mal die Oberhand. Daher ist die Erziehung im Rahmen seines Zuhause zu sehen und auf dieses abgestimmt.
Gesundheit und Pflege
Er ist robust und wird für seine Größe mit über 12 Jahren relativ alt. Das Fell braucht ein wenig Pflege und auch sonst ist seine Gesundheit im Auge zu behalten. Das bist du deinem treuen Freund schuldig und rassetypische Krankheiten weist er zum Glück nicht auf.

Die Quintessenz daraus

Eine Rasse, die seit mehr als 600 Jahren besteht und den Liebhabern zugedacht ist. Somit sollten beim Kauf nur Experten zugreifen, denn ein Owtscharka möchte wohl überlegt sein. Die entsprechenden Haltungsbedingungen und Fachkenntnisse müssen gegeben sein. Sonst kommt diese wundervolle Rasse in falsche Hände. Er ist ein Urgestein, ein Wächter und Beschützer und ein Hund der Liebe und Geborgenheit sucht. Dennoch, sein Schutzinstinkt und seine damit verbundene Kraft, könnten außer Kontrolle geraten und nur ein Kenner sollte sich ihm und seinen Vorzügen annehmen.