Jagdhunde in Not! Gut, dass es Helfer gibt!

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Jagdhunde in Not – Wir müssen den Tieren helfen

Jeder Mensch hat sich doch schon mal Gedanken darüber gemacht, ob alle Tiere ein warmes und tolles Zuhause haben und dann haben sie festgestellt, dass dies nicht der Fall ist. Häufiger hört man, dass gerade in Ungarn, Slowenien oder auch in anderen Ländern diese Tiere auf der Straße leben und kurz vor dem Hungertod stehen. Sie haben nichts mehr zum Leben und suchen ganz dringend ein warmes Zuhause bei Menschen, die sich für diese Jagdhunde interessieren.

Kann jeder diese Tiere aufnehmen oder braucht man bestimmte Fähigkeiten?

Zunächst kann man sagen, dass jeder Hund anders ist, das bedeutet, dass es Hunde gibt, die eine Familie brauchen, wo sie im Mittelpunkt stehen und die Liebe von der Familie bekommen. Allerdings gibt es auch Hunde, die damit klar kommen, wenn noch andere Tiere im Haushalt leben und sie mit denen spielen können. Ob du nun also der Richtige für Jagdhunde bist, kann man nie direkt sagen. Man denkt sofort, dass Jagdhunde gerne mit Menschen jagen gehen, doch dies trifft nicht auf alle Hunde zu, denn viele haben sogar Angst vor dem Jagen, da sie selber auf der Straße leben und wissen, wie gefährlich das sein kann.

Jeder liebt doch Tiere, ist es nicht total leicht, diese zu vermitteln?

Man denkt sofort, dass jeder sich darum reißt einen Hund in Not aufzunehmen, doch das ist nicht der Fall. Gerade am Anfang sind die Familien voller Euphorie und möchten einen bestimmten Hund anhand des Aussehens haben, nach ein paar Wochen fällt denen dann aber auf, dass dieser Hund vom Charakter gar nicht zu ihnen passt. Man kann schwer voraussagen, ob die Chemie zwischen dem Hund und der Familie stimmen wird.

Welche besonderen Eigenschaften haben Jagdhunde im Gegensatz zu normalen Hunden aus dem Tierheim?

Bei Jagdhunden ist es so, dass sie wahrscheinlich häufig jagen waren, dementsprechend haben sie keine Scheu vor Wild oder Raubtieren. Man muss echt robust und konsequent sein, um diese Eigenschaft aus den Hunden rauszubekommen. Es ist dieser Beschützerinstinkt, der vielen Menschen Angst macht. Für die Wohnung hat das natürlich einen Vorteil, so schnell bricht keiner bei dir ein. Wenn ein solcher Hund damals seinen Besitzer verloren hat, kommt es dazu, dass er ihm Tierheim sehr leidet und sich nach Bewegung und Ausdauer sehnt. Früher ist er jeden Tag sehr weite Strecken mit seinem Herrchen gegangen und im Tierheim verweilt er dann in einer Art Käfig. Diese Tiere verlieren dann ihre Freude am Leben und liegen in der hintersten Ecke, weil sie keinen Sinn mehr sehen. Und genau das macht es so schwierig diese Hunde zu verkaufen, denn sie werden von den Menschen übersehen und als komische Tiere betrachtet, obwohl das eigentlich der liebste Hund wäre, den man hätte bekommen können.

Aber warum geht sowas nicht häufig durch die Presse?

In den letzten Jahren gab es schon ein paar sehr große Schritte nach vorne. Im Fernsehen wurde publiziert, dass gerade diese Tiere ein Zuhause suchen und es gab bestimmte Fernsehshows, die diese Hunde verkaufen haben und dem Zuschauer gezeigt haben, wie lieb dieser Hund tatsächlich sein kann. Ganz wichtig ist, dass die Tiere, wenn sie verwahrlost sind, medizinisch versorgt werden.
Als neuer Besitzer sollte man sich bewusst sein, dass man diesem Hund, gerade in der Anfangszeit, sehr viel Aufmerksamkeit und Vertrauen schenken sollte, denn nur so schaffen die Jagdhunde es irgendwann wieder so zu sein, wie sie mal waren. Man sollte mindestens einmal am Tag eine sehr große Runde mit den Hunden gehen, damit sie ihre Ausdauer ausleben können und wieder den Spaß zurückbekommen. Sollte man dafür nicht bereit sein, sollte man sich keine Jagdhunde in Not anschaffen, denn diese erfordern Zeit und Geduld.

Jagdhunde in Not e. V. hilft

Abhilfe schafft der Verein Jagdhunde in Not e.V. Auf deren Internetseite  www.jagdhunde-in-not.de findet man weitere Informationen zu Jagdhunde e.V., dem Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat gemeinsam mit Medien und TV auf die Problematik von in Not geratenen Jagdhunden aufmerksam zu machen und parallel dafür zu sorgen, dass die Jagdhunde in Not ein neues Zuhause finden. Abseits der reinen Vermittlung bemüht sich Jagdhunde in Not e.V. darum, dass die Jagdhunde auch bei zunächst nicht erfolgreicher Vermittlung zumindest versorgt sind. Hierbei werden auch Pflegestellen vermittelt. Zwingerhaltung ist bei der Vermittlung in Not geratener Jagdhunde tabu, denn schliesslich ist es genau der Drang nach Bewegung, der Jagdhunde bzw. deren Halter vor Probleme stellt. Sport und Auslastung kann hier übrigens eine legitime Alternative zur Jagd sein.

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Marc Landlive Redaktion

Als bekennender Outdoor Fan, Tier Fan und vor allem als jemand, der gerne seinen Tag bei der Gartenarbeit verbringt, schreibe ich für Landlive zu Themen, die mich eben bewegen. Ich hoffe hier dem einen oder der einen oder anderen ein paar interessante Tipps geben zu können, wenn es um das Leben mit der Natur geht.