Patterdale Terrier Rassenportrait

Patterdale Terrier Rasse

Patterdale Terrier

Der Patterdale Terrier ist eine aus Großbritannien stammende Hunderasse, die bisher nur vom United Kennel Club (UKC) als Rasse anerkannt ist. Hunde dieses Typs wurden erstmals um das Jahr 1800 herum in dem Ort Patterdale in der Grafschaft Cumberland als Jagd- und Gebrauchshunde gezüchtet. Man wollte einen Hund für die Jagd nach kleinerem Wild, wie Dachse, Füchse und Marder, der tapfer und zäh genug war, der Beute in enge Baue zu folgen und sie dort zu stellen. Unter den Ahnen dieser Hunde waren mit Sicherheit auch Bullterrier und Staffordshire Terrier. Man nannte die durch Kreuzung entstandenen kleinen, aber sehr mutigen Jäger auch Black Fell Terrier oder Schwarzer Terrier. Erst 1975 kamen die ersten Tiere der Rasse nach Nordamerika, besonders in die USA, wo sie heute sehr beliebt und bekannt ist. Seit 1995 hat der Patterdale Terrier die Anerkennung des UKC als eigenständige Rasse. In Deutschland ist diese Hunderasse noch relativ unbekannt, erfreut sich aber ebenfalls wachsender Beliebtheit.

Besondere Rassemerkmale

Rassemerkmale des Patterdale Terrier sind eine Schulterhöhe von 28 bis 38 cm und ein Gewicht von 6 bis maximal 12 Kilogramm, wobei die Hündinnen meist kleiner und leichter als die Rüden sind. Das Fell ist kurz, entweder glatt oder rau. Die Fellfarben sind Schwarz, Braun, Rot, sehr selten Black & Tan, weiße Abzeichen an den Füßen und der Brust kommen gelegentlich vor. Über 90 Prozent der Tiere sind allerdings ganz schwarz, daher der alternative Name Black Terrier. Der Körperbau der Patterdale Terrier ist stämmig und muskulös, der Kopf und die Schnauze sind kräftig, das Gebiss sehr stark. Die kleineren dreieckigen Ohren sind am Ansatz stehend und dann nach vorn geklappt hängend. Weil die Rasse lange Zeit nicht auf ein bestimmtes Aussehen, sondern eher auf die jagdliche Eignung gezüchtet wurde, gibt es auch heute noch Tiere mit recht unterschiedlichem Äußerem. Bei manchen besteht noch eine leichte Ähnlichkeit zum Pitbull, die meisten ähneln eher kräftigen Jagdhunden.

Aussehen

Der Patterdale ist vom Aussehen aber auch vom Wesen her ganz eindeutig Terrier, mit allen Vorzügen und Macken dieser Hunderasse. Vom Wesen her sind Vertreter dieser Rasse allgemein sehr lebhafte und energiegeladene Hunde mit einer gehörigen Portion Temperament, viel Selbstbewusstsein und einer gewissen Dickköpfigkeit. Ihr Jagdtrieb, über die Jahrhunderte so gezüchtet, ist unvermindert stark, deshalb muss ein Patterdale Terrier, der nicht jagdlich geführt wird, anderweitig gut ausgelastet und beschäftigt werden, zum Beispiel mit Agility, Discdogging, Dogdancing oder anderen Hundesportarten. Als Fährtenhund oder für den Turnierhundesport und Schutzhundesport ist er auch gut geeignet. Auch ausgiebige Spaziergänge durch Feld und Wald braucht das Energiebündel wobei es des Jagdtriebes wegen, besser angeleint werden sollte.

Nur für die Couch oder das weiche Körbchen ist der Patterdale Terrier nicht gemacht, dazu ist er einfach zu lebhaft. Er ist auch nicht direkt ein Anfängerhund und braucht schon eine feste Hand und eine sehr konsequente Erziehung. Wenn die gelingt, wird aus dem selbstbewussten und eigensinnigen Terrier aber ein wunderbarer Familienhund, der sehr klug und lernwillig, anhänglich und kinderlieb ist. Er ist auch kein Kläffer, obwohl er schon sehr wachsam und bereit ist, seine Menschen löwenhaft zu verteidigen. In einer kleinen Stadtwohnung sollte man die Rasse nach Möglichkeit nicht halten, obwohl er im Haus allgemein friedlich und ruhig ist.

Ein größeres Grundstück kommt dem Bewegungsdrang des Patterdale Terrier eher entgegen. Draußen ist er oft stürmisch und an allen möglichen Spielen begeistert. Er apportiert auch sehr gerne und ausdauernd und buddelt riesige Löcher, gerne auch mal im Beet oder der Rabatte. Es kann auch passieren, dass er sich unter Zäunen durchgräbt, wenn er etwas sieht, dass er als Beute betrachtet. Mit anderen Hunden, besonders anderen Rüden hat der Patterdale Terrier wie alle Terrier-Arten manchmal ein Problem, weil er gern auch mal dort Dominanz zeigt, wo er schon rein größenmäßig unterlegen ist. Trotzdem ist er mit den meisten Hunden verträglich. Mit anderen Haustieren wird es mit Sicherheit schwierig werden, weil der Hund Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und Co. als Beute betrachtet und stellen will. Auch fremde Katzen werden in der Regel gejagt und verscheucht. Die Hauskatze kann unter Umständen toleriert werden, wenn der Hund schon als Welpe an sie gewöhnt wird.

Ist der Patterdale Terrier ein Listenhund?

Der Patterdale Terrier ist kein sogenannter Listenhund, also in keinem deutschen Bundesland als potenziell gefährlich eingestuft. Er ist auch, da er ja eine eigenständige Rasse ist, kein Listenhund-Mix, obwohl es schon vorgekommen ist, dass entsprechende amtliche Stellen ihn irrtümlich so einstufen wollten. Deshalb ist es wichtig, die entsprechenden UKC-Papiere vom Züchter vorweisen zu können.
Die Gesundheit des Patterdale Terriers
Gesundheitlich macht der Patterdale Terrier grundsätzlich keine Probleme, das heißt, Erbkrankheiten, die durch Überzüchtung mancher Hunderassen manchmal auftreten, sind bei ihm nicht bekannt. Er kann auch durchaus ein Alter von bis zu 14/15 Jahren erreichen. Bei der Fellpflege dieser Hunderasse gibt es auch nichts Besonderes zu beachten. Allerdings muss gesagt werden, dass er für einen Terrier relativ stark haart. Wer also nicht will, dass seine Haare in der Wohnung umherfliegen, sollte ihn möglichst täglich bürsten.

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Marc Landlive Redaktion

Als bekennender Outdoor Fan, Tier Fan und vor allem als jemand, der gerne seinen Tag bei der Gartenarbeit verbringt, schreibe ich für Landlive zu Themen, die mich eben bewegen. Ich hoffe hier dem einen oder der einen oder anderen ein paar interessante Tipps geben zu können, wenn es um das Leben mit der Natur geht.